Und was kostet ein Bild wirklich? Hier die Antwort.

Und was kostet ein Bild wirklich? Hier die Antwort.

Gedanken des Mülheimer Künstlers Max Schulz zu aktuellen Inflation auf dem Kunstmarkt und der Ankündigung  „1 Milliarde für das Bild STREITWAGEN (CHARIOT) von Manfred Dahmen“

 

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Titel: „Streitwagen (Chariot)“ 200 x 100 cm von Manfred Dahmen in der Ausstellung DESIDERATA in der Ruhr Gallery Mülheim, Germany – Preis 1 Mrd.€

 

Doppelt oder Nichts

 

Kürzlich wurde ein Gemälde von Paul Gauguin für 300 Millionen Euro aus der Schweiz nach Qatar verkauft. Ein exotisches Motiv, ein farbiges, viel versprechendes Motiv freien Lebens auf einer tropischen Südseeinsel.  Die Vorwegnahme aller BARCADI Werbung. Kurz, ein berühmtes Gemälde. Aber warum 300 Millionen Euro ?

 

Und was kostet ein Bild wirklich. Hier die Antwort.

 

Die Erstellung eines Bildes, eines Gemäldes, einer Photografie oder Skulptur, eines Kunstwerks kann man schnell und konkret betriebswirtschaftlich erfassen. Ein paar Faktoren reichen:  Als 1. der Materialwert, in der Regel ein Einsatz von ein paar hundert Euro, bedenkt man aber dass Picasso z.B. für das Guernica Gemälde über 800 Entwürfe, darunter Zeichnungen als auch schon großformatige Ölbilder auf Leinwand verfertigte, so multipliziert sich dieser Einsatz um ein Vielfaches. Picasso ist da keine Ausnahme. Auch ein wertvoller Hit eines Komponisten basiert auf den erarbeiteten Stücken im Vorfeld des Erfolges. Aber belassen wir es beispielgebend in dieser Ausführung bei einem „Oil on Canvas“ geschehen und klammern teure Bronzegüsse etc. mal aus.

 

Im mittleren Format von ca. 120 x 200 cm kostet ein Öl- oder Temperabild rund 500 Euro ohne Rahmen. Ein sich ernst nehmender Künstler schafft im Jahr durchschnittlich 10 solcher Bilder. Je nach Flow mal mehr oder weniger, auf jeden Fall benötigt er für eine ernst zu nehmende Werkgruppe mindest 2 Jahre. Sind also 20 Bilder a`500 Euro, also 10.000 Euro.

 

Für diese 2 Jahre muss er Miete für Atelier und Wohnung zahlen, kurz seine Lebensumstände finanzieren. Das sind grob überschlagen 3.000 Euro im Monat für Miete und Nebenkosten, Versicherungen, Kleidung, Ernährung. Da bleibt wenig über für Urlaub, Information, Reisen, Museumsbesuche, Fortbildung. Aber der Jung soll ja auch arbeiten. Also 24 Monate a 3.000 sind 72.000 plus 10.000 Material sind 82.000,– Euro. für eine ernst zu nehmende Werkgruppe, erstellt in einer Auseinandersetzung über 2 Jahre. Plus Mehrwertsteuer komme ich da auf 100.000 Euro durch 20 Arbeiten sind 5 Mille pro Bild. Da ergibt sich ein Quadratmeterpreis von ca. 2.000,– Euro.  Ohne Rahmung.

 

In der Regel ist der Künstler aber gut ausgebildet und hat Hochschulstudium, Akademie und Meisterklasse absolviert. Und gehört damit zu den Akademikern, die um besondere Qualitätssicherung in Ihrer Arbeit bemüht sind. Erfahrung, Einsatz von Zeit und permanente Selbstüberprüfung der Arbeit und der inneren Haltung zur Arbeit. Diese lässt sich nicht ausreichend durch „Kraft x Weg“ abrechnen. Eine Verdoppelung des oben errechneten Betrags ist deshalb angebracht. Also 10.000 Euro pro Bild.

 

Auch der Vertrieb muss bezahlt werden. Der Galerist bemüht sich um Kontakte, pflegt die Sammler und Kunden, hat seine Kosten an Räumlichkeiten, produziert Kataloge und organisiert Events. Im schwierigen Dialog zwischen Kunstwerk, Künstlern und Kunstmarkt vermittelt er klug und sensibel. Deshalb die 50% Regel gerne akzeptiert wird. Und der Preis des Bildes auf 20.000 Euro gestiegen ist.

 

Doch verkauft der Mann alle Werke? Schwierig. Die Hälfte landet nicht beim Sammler an der Wand sondern lagert wohlfein verpackt im Archiv. Doch die Kosten stehen, und es ist angebracht auch mal wieder zu verdoppeln. Da sind wir dann auf 40.000 Euro für einen seriösen Deal.

 

Aber was wurde tatsächlich produziert? In der Regel bezahlt keiner 40.000 Euro für Farbe auf Leinwand. Es muss ein anderer Wert sein, der den Käufer überzeugt. Natürlich auch die Gestaltung, aber Tapeten sind oft schöner als moderne Kunst und weitaus preiswerter. Es ist die schlagende Materialisierung einer neuen, bestimmenden und originären Idee in Farbe auf Leinwand. Es ist der wie auch immer gestaltete Neuanfang einer Schöpfungsgeschichte. Es ist die eindringliche oder bescheidene aber treffende Inszenierung unserer Lebensumstände. Es ist der Spiegel, der unser Inneres umhüllt, und unser äußeres Sein aufträgt. Es ist die leise Ahnung von unserer Rettung, unsere Vorstellungen dieser Welt in Zeiten zu übermitteln, wenn wir schon vergessen sind. Unseren Nachkommen zu beweisen, dass es Sie wirklich gibt. Und das es kein Zufall ist, sondern schon von uns gewollt, wie Sie jetzt leben. Verewigtes Vergangenes.

 

Eine Art Lebensversicherung die umso teurer wird, je länger die Zeit schreitet. Je teurer, je öfter der Wechsel der technischen oder sozialen Revolutionen stattgefunden hat. Teurer, je öfter eine Mode sich selbst enttarnte. So kann getrost ein Geldwert je Generation berechnet werden, der den ursprünglichen Wert verdoppelt. Nach 25 Jahren sind wir also bei 80.000 Euro. Und nach 50 Jahren bei 160.000 Euro. Und so fort.

 

Das ist aber noch lange nicht alles. Denn ist diese Idee eine Kunstwerks erst einmal im öffentlichen Raum, so kreiert die Aussage des Werkes ständig Impulse, die unmittelbar in die Wertigkeit unserer Gesellschaft einfließen. Sie inspiriert zu anderen Denkweisen, eröffnet Innovationen umso stärker, je mehr und öfter Menschen an diesem Bild teilhaben. Das hat Einfluss auf das Bruttosozialprodukt, denn dieser Prozess ist die kulturelle Basis einer Gesellschaft, die sich entwickeln und in allen Bereichen verbessern will. Ist der Kubismus erst einmal entstanden, ist der Weg zur Vieldimensionalität des Raumes im Verhältnis zur Zeit, nicht weit.

Ein Kunstwerk steht in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Ereignissen von wissenschaftlichen Errungenschaften. Und korrespondiert mit ihnen. Ein Kunstwerk und sein tiefes Verständnis um seine Aussage ist ein Beweis und Argument gegen alle regressiven Kräfte, die vor allem Ignoranz beanspruchen.

So kalkuliere ich auch hier eine Verdopplung je 25 Jahre. Also 320.000 Euro nach 25 Jahren, 640.000 Euro nach 50 Jahren.

 

Und diesen Wert können wir getrost noch einmal verdoppeln. Denn die Möglichkeiten der weltweiten Verbreitung sind enorm. Heute muss keiner mehr zum Museum reisen, oder eine Ausstellung besuchen. WWW ermöglicht die unendliche Reproduktion und Verbreitung dieser Inhalte. Also 1.280.000 Euro nach 50 Jahren. Die Voraussetzungen, dass ein jeder Interessierte auch die Zeit hat, auf Aussage des Werke zu reagieren, erhöht sich mit der stattfindenden Entlastung von physischer Anwesenheit am Arbeitsplatz, kürzeren Arbeitszeiten und bequemen Zugriff auf die Inhalte generell. Potenzierter Input.

 

Doch auch hier gelten die Gesetzte des Marktes. Und Inflation bedeutet ebenfalls eine Verdopplung des Geldbetrages zum eigentlichen Wert. Da wären wir bei 2.500.000 Euro nach 50 Jahren. Bei 5.000.000,- bei 75 Jahren. bei 10 Millionen nach 100 Jahren.

 

Und warum bekommt der Künstler das Geld nicht sofort? Es steht im doch zu, hat er doch all diese Prozesse ausgelöst und an noch mehr Prozessen teilgenommen. Bisher bekommt er nach deutschem Recht nur 10 % des Erlöses bei Weiterverkauf vor Steuern. Eine schreiende Ungerechtigkeit, dient der Erlös doch nur den Spekulanten, die den Kunstmarkt gerade jetzt zerstören, kaufen Sie nur teuere Hochklassigkeiten und vernachlässigen den Mittelstand. Ein schwindelerregender Prozess, der am Ende zum Suizid des Marktes führen wird. Letztlich wird es nur noch eine Handvoll extrem teurer Kunstwerke geben.

Deshalb auch hier der Logik folgen : Verdoppeln wir den Kurs. In 100 Jahren wird das Bild 10 Millionen Euro Wert sein. Oder es hat Glück und gehört zu den Handverlesenen. Dann sind es 100 Millionen.

 

Da scheint der Verkauf des 125 Jahre alten Gemäldes von Paul Gauguin nach Qatar für 300 Millionen ein super Preis zu sein. Nach meiner Kalkulation wären 200 Millionen in Ordnung gewesen. Doch in Wahrheit ist es ein Schnäppchen. Viel, viel zu billig. Denn es nimmt den Prozess der Wertsteigerung vorweg. Und spekuliert auf abgesichertem Terrain um Bildpreise, die in näherer Zukunft noch getoppt. werden. Meiner Kalkulation fehlt auch die brutale Gewinnsucht. Die Schweizer wollen Cash, haben sie jetzt. Der Scheich aus Qatar einen Mehrwert, dessen Steigerung absehbar ist.  Es kommt da auf ein paar Jahre nicht mehr an. Die hunderte von Millionen werden kommen, und irgendwann aber auch ganz bestimmt werden wir die Milliardengrenze erreichen.

 

Denn was zeigt dieses Bild ?  Den farbigen Freudenrausch einer in Freiheit lebenden Gruppe von Menschen. Das Ideal von Leichtigkeit, Sorglosigkeit und natürlicher Anmut. Eine Welt, die das Paradies im Hier und Jetzt verspricht. Realisiert in diesem Bild. Als machbare Alternative zu allen anderen, von Zwängen durchzogene Lebensform. Auch und gerade der in Qatar.

 

Das, liebe Künstler, Freiheit, können wir preiswerter haben. Für weniger als die Hälfte. Einfach frei weiter arbeiten.

 

Max Schulz

 

 

E-world energy & water 2015 – ART TALK & TOUCH im Kunstgebiet Rhein – Ruhr

E-world energy & water 2015 – ART TALK & TOUCH im Kunstgebiet Rhein – Ruhr

Der Künstler Thomas Baumgärtel (auch als Bananensprayer bekannt) mag es verzeihen, aber die Bananenschale auf dem grünen Weg zur Green-Energy-Halle der diesjährigen Essener Messe E-world energy & water 2015 reizte doch, den Moment festzuhalten.

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ENERGIE-TRAEGER: Kongressteilnehmer der Essener E-world energy & water 2015 in Essen

Vorbereitung der ENERGY ART 2015 in der Kunststadt Mülheim (Kunstgebiet Rhein – Ruhr)

Die Mülheimer Galerie an der Ruhr hatte angehende Künstlerinnen und Künstler aus dem Kunstgebiet Rhein – Ruhr zur Exkursion auf die wichtige internationale Leitmesse zum Thema ART TALK & TOUCH eingeladen. Die Energiewende eines der wichtigsten Themen der Messe soll in den kommenden Monaten im KUNSTHAUS MÜLHEIM RUHRSTR.3 künstlerisch verarbeitet werden. Dort startet am 10. Juni 2015 die Ausstellung ENERG ART 2015. So war die Exkursion durch die unzähligen Messehallen ein willkommener Anlass einmal die Anfassprobe direkt im Herzen der Energiewirtschaft zu machen.

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Der grüne Teppich war in Essen ausgelegt in den Messehallen mit Themen GREEN ENERGY und SMART ENERGY

Highlights der E-world 2015

Die Kunstschaffenden wurden auf der Suche nach Highlights schnell in Halle 7 fündig. Dort war das Objekt der Begierde eine transparent bunt schillernde Straßenlaterne, die auf dem Stand der Mülheimer enerson AG neben Licht kostenloses Public-W-Lan ausstrahlt – ein Beitrag zur Kunst im öffentlichen Raum, denn das Design mit individueller LED-Beleuchtung im Carbon – Mast kann sich z.B. auch auf der Königsallee in Düsseldorf sehen lassen. Nützlicher Nebeneffekt des Kunstwerks für die Bürger: kostenlose W-Lan – Bandbreite zum surfen.

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KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM: Konzept nicht nur für Kulturorte, Promenaden, Plätze und Szene-Meilen – mit der Straßenbeleuchtung wird auch eine kostenlose W-Lan – Bandbreite zum surfen zur Verfügung gestellt – da kommt kaum ein Bürgermeister dran vorbei

 Link zur Kunstveranstaltung ENERGY-ART 2015

Das Mülheimer Kunstjahr 2015 startet vielversprechend und bunt

Das Mülheimer Kunstjahr 2015 startet vielversprechend und bunt

Ausstellung „RÄUME FÜR DEN GEIST“ wird am 4. Januar 2015 um 15:00 Uhr eröffnet
Nicht nur länger verstorbene Künstler wie August Macke erfreuen die Bürger der Kunststadt Mülheim an der Ruhr, sondern insbesondere die aktiven Künstlerinnen und Künstler aus der quirligen Ruhrmetropole direkt am gleichnamigen Fluß. Mülheim gehört zu den Künstlerhochburgen in Deutschland – Mülheimer Künstlerinnen und Mülheimer Künstler sind in der ganzen Welt vertreten und erfolgreich.

Während ein Teil der großen Mülheimer Künstlerschaft in der „Jahresausstellung am Synagogenplatz 1“ sich auf „WEISS – SCHWARZ –WEISS“ konzentriert, beginnen die Künstlerinnen und Künstler im Makroskope in der Friedrich Ebert Str. 38 und die Galerie an der Ruhr in der Ruhrstr. 3 farbig in vielen Formen.

Mit einem Highlight am 4. Januar 2015 um 15:00 Uhr beginnt das Kunstjahr 2015 mit der Vernissage zur Ausstellung „RÄUME FÜR DEN GEIST“ von und mit Salvatore Filia, der aus Sardinien in die Kunststadt Mülheim kommt und seine hochinteressante Malerei präsentiert.

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Stellt im Januar 2015 in der Kunststadt Mülheim aus: Salvatore Filia aus Sardinien (Fotos Aldo Sardoni)

In Vorbereitung der Ausstellung der Bildhauerin Katharina Joos, die ab 14. Januar 2015 in der Galerie an der Ruhr ausstellt, sind erste Skulpturen zu sehen. Die Vernissage findet am Sonntag, dem 18. Januar 2015 um 15:00 Uhr statt.

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Katharina Joos zeigt ihre Arbeiten in der Galerie an der Ruhr – Vernissage 18.1.2015 um 15:00 Uhr – Foto: Ulrich Bangert

 

Peter Helmke zeigt im März seine neue Werkreihe „Befestigte Beziehungen“ ein besonderer Genuss in den alten Räumen des historischen Nedelmannhauses an der Ruhr, das die Galerie an der Ruhr und das Kunsthaus mit verschiedenen Künstlerateliers beherbergt.

Weitere Ausstellungen in der Galerie an der Ruhr sind bereits fest terminiert und auf der Webseite veröffentlicht.

LINK ZU AKTUELLEN herausragenden KUNST-VERANSTALTUNGEN IN MÜLHEIM – der Kunst-Kompass für die Kunststadt an der Ruhr

Bildnachweis: Titelbild „Salvatore Filia“ von Ulrich Bangert

„Tanne in Aspik“ im Künstlerhaus Mülheim Ruhrstr. 3 noch bis 21. Dezember 2014

"Friedliche Koexistenz" ist der Titel der großen Pylonen von Doc Davids in der Dezemberausstellung der Galerie an der Ruhr in der Ruhrstr, 3 in der Kunststadt Mülheim
„Friedliche Koexistenz“ ist der Titel der großen Pylonen von Doc Davids in der Dezemberausstellung der Galerie an der Ruhr in der Ruhrstr, 3 in der Kunststadt Mülheim

Sechs Mülheimer Künstlerinnen und Künstler aus dem Künstlerhaus Ruhrstr. 3 laden ein zur „OFFENEN GALERIE“ mit „Tanne in Aspik“ und Glühwein im Galeriehof

Künstlergruppe im „Kunsthaus Mülheim Ruhrstr. 3“ bei der Eröffnung der Ausstellung „MOMENTUM“ – Foto Julia Althoff, WAZ

Brigitte Zipp, Heidi Becker, Jürgen Heinrich Block, Manfred Dahmen, Doc Davids und Aliv Franz sind im Kunsthaus Mülheim Ruhrstr. 3 aktiv und laden Kunstfreundinnen und Kunstfreunde herzlich ein zum traditionellen Jahresschluss mit Accrochage.

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Doc Davids in der Eingangshalle der Galerie an der Ruhr mit seinen Exponaten

Eröffnung ist am Samstag, dem 29.11.2014 um 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr in der Ruhrstr. 3 in der Kunststadt Mülheim.

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WEISS – SCHWARZ Aliv Franz, Mülheimer Künstler im Kunsthaus Mülheim Ruhrstr. 3 Titel „Stroke“, 2013 Öl auf Leinwand

LINK zur Veranstaltung
Aus der Reihe Rezepte zur Weihnachtszeit

Heute: Gestürzter Adventskranz in Aspik (leicht rötlich)
Je nach Größe des Adventskranzes Gelatine mit Wasser kaltem Wasser übergiessen und ca. 10 min quellen lassen.
Von der kalten Brühe wird zwischenzeitlich die Fettschicht entfernt und die Brühe durch ein Sieb gegossen.
Diese anschließend mit Rosewein mischen und in einem Topf auf ca. 80° erhitzen. Die Temperatur sollte nach Möglichkeit mit einem Thermometer überprüft werden. Bei Temperaturen über 80°C kann die Gelatine ihre Gelierfähigkeit einbüßen.
Die Wein-Brühe-Mischung noch kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Gelatine gut ausdrücken und in die Wein-Brühe-Mischung einrühren. Erneut auf 80°C erhitzen, danach auf 20°C abkühlen lassen.
In eine ausreichend große Glasschüssel geben.
Den geschmückten Adventskranz kopfüber in die Schüssel einbringen. Nach Wunsch mit ganzen Walnüssen garnieren.

Redensart froid comme un aspic, zu deutsch „kalt wie eine Viper“

Beitragsbild: Dirck Lietke, „Kunsttempel Mülheim an der Ruhr“

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„Friedliche Koexistenz“ ist der Titel der großen Pylonen von Doc Davids in der Dezemberausstellung der Galerie an der Ruhr in der Ruhrstr, 3 in der Kunststadt Mülheim

ART TALK & TOUCH in Palma

Exkursion der Galerie an der Ruhr in die Künstlerviertel von Palma

Nach den gelungenen Veranstaltungen an der Belgischen Küste standen im Oktober die Balearen auf dem Programm. Ein Höhepunkt: die Fundacion Juan March in der Calle Sant Miguel von Palma de Mallorca.

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Dachkuppel des Museu Fundacion Juan March in der Calle Sant Miguel in Palma, einer der besten Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst auf den Balearen

Mit zeitgenössischen Werken  der Moderne gehört die Privatsammlung zu den Leckerbissen der Insel.  Viele aktuelle Kunstausstellungen lockten zum Verweilen. Mit der örtlichen Kunstszene wurde im Rahmen der Exkursion Art Talk & Touch u.a. auch das Kunsthaus im CARRER DE LA UNIO – der Palast Circulo de Bellas Artes – besucht.

Ein Kunsthaus verfällt nie

Der Palast der Künstlergemeinschaft Circulo de Bellas Artes (CBA) ist eine alte private Kultureinrichtung, die langsam verfällt – so hat es den Anschein, wenn man vor dem imposanten Gebäude in der Straße Carrer de la Unio in Palma steht.

Im Gespräch mit örtlichen Künstlern kamen Einzelheiten zur wechselvollen Geschichte des Hauses der schönen Künste in Palma zu Tage. Das Kunsthaus wird jedoch seit Jahren aufwändig saniert und für seinen Zweck erhalten.

Architects: Flores & Prats Archs, Ricardo Flores and Eva Prats with Francisco Pizà and Ma. José Duch (Duch-Pizà Archs, Mallorca)

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Nicht dem Verfall preisgegeben: der Palast Circulo de Bellas Artes mitten in Palma wird seit 1996 saniert – ursprünglich sollte er 2015 seiner Bestimmung übergeben werden, die Arbeiten werden aber noch viele Jahre dauern !

Im Jahr 1936 gegründet durch eine Gruppe von Künstlern zur Förderung der literarischen Tätigkeit der sogenannten „literarischen Gruppe Blue“. Nach dem Bürgerkriegs im November 1940 wiederbelebt von den damaligen Malern und Mäzenen wie D. José Balaguer . Danach trug es den Namen „Circle of Fine Arts.“ Und wurde von dem Musiker Josep Balaguer weitergeführt. 1941 wurde der CBA gegründet.

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Hinter dem Außenportal verbirgt sich ein traumhafter Innenhof, mit einem der damals schönsten Gärten von Palma

Zum Gebäude der schönen Künste in Palma selbst

Die Außentür ist als großer Bogen gestaltet. Ursprünglich gab es innen zwei abgesenkte Portale mit großem Innenhof. Der Eingang ist zur Straße hin abgedeckt. Die Seitenbögen und Säulen sind mit ionischen Kapitellen verziert mit Überresten von Wappen. Der offene Innenhof mit Steinboden wird von großen Segmentbogen eingerahmt und hatte einst vier Palmen in den Ecken. Von hier aus geht das Treppenhaus im rechten Winkel abgedeckt von einer Kuppel mit Glasfenstern aus dem achtzehnten Jahrhundert.

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Blick in den Innenhof des Palastes Circulo de Bellas Artes in Palma (Ecke CARRER DEN CAN SERINY / DE LA UNIO)

Vor dem Eingang in die obere Etage, gibt es eine Gedenktafel, dem Musiker Josep Balaguer gewidmet. Das Gebäude wurde auch als Cal Can Marques Reguer und Blanes bekannt. Im sechzehnten Jahrhundert gehörte es der Familie Sanglada im achtzehnten Jahrhundert Amar de Montaner (Marquis von Reguer) später Josep Amar Sanglada i Montaner, der im Jahre 1775 starb. Amar de Montaner Doña Isabel, die Frau des Grafen von San Simon brachte das Haus mit in die Ehe.
San Jordi Simon i Montaner, als weiterer Eigentümer, verkaufte das Haus an Antoni Blanes, einem Händler aus Arta, der ein Vermögen in Amerika gemacht hatte. Dieser restaurierte Mitte des neunzehnten Jahrhunderts das Gebäude, das er von San Jordi Simon i Montaner kaufte, mit einem der seinerzeit größten Innengärten von Palma.

Jetzt bemüht sich der CBA auch auf internationaler Ebene intensiv um Fördergelder um das Haus und das Konzept der Vereinigung ins nächste Jahrtausend zu retten.

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Inschrift an der Palastmauer

 Link zum Blog des Circulo de Bellas Artes in Palma (CBA)

Link zur Dokumentation der Sanierung des Barockpalastes „Palau Balaguer in Palma“

Weiterer interessanter Link zur Kunstszene von Palma

Das Stadtpalais CASAL SOLLERIC in Palma ist ein weiteres bedeutendes Ausstellungszentrum zeitgenössischer Kunst auf Mallorca.

Moderne avantgardistische Kunst ist hier zu Hause – z.B. die Briten Gilbert & George, die Videokünstlerin Marianna Vassileva und Almangul Menlibayeva um einige Aussteller zu nennen. Mit Workshops und Stipendien werden immer wieder neue Talente gefördert und der Preis „Premis Ciutat de Palma“ der Bildenden Künste wird hier vergeben. Das barocke Casal Solleric hat es also besser als der oben beschriebene Sitz des Circulo de Bellas Artes. Die Eigentümerfamilie hat das Haus für Künstler und Schriftsteller etabliert und seit 1985 so einen Treffpunkt für Künstlerinnen und Künstler geschaffen. Es gibt u.a. auch eine Fachbuchhandlung für zeitgenössische Kunst und Fotografie, einen Kunst-Shop und ein malerisches Café, dessen Terasse am Paseo del Borne liegt.

LINK ZU AKTUELLEN KUNST-VERANSTALTUNGEN IN MÜLHEIM – der Kunst-Kompass für die Kunststadt an der Ruhr

Kunstszene Rhein / Ruhr in Bewegung – Impulse aus der Metropole Rhein – Ruhr

Kunstszene Rhein / Ruhr in Bewegung – Impulse aus der Metropole Rhein – Ruhr

Kunst im Westen Region Rhein – Ruhr

LINK ZU AKTUELLEN KUNST-VERANSTALTUNGEN IN MÜLHEIM – der Kunst-Kompass für die Kunststadt an der Ruhr

Ob beim Impulsvortrag im Düsseldorfer Landtag  (Titelbild: Galerist Ivo Franz aus der Kunststadt Mülheim an der Ruhr vor Werken des Mülheimer Künstlers Jürgen Heinrich Block), oder bei den vielen Diskussionsabenden der Reihe „Art Talk & Touch“  in der Mülheimer Galerie an der Ruhr – der Wandel in der Kunstszene Rhein – Ruhr ist eines der aktuellen Themen – nicht nur bei den Vernissagen der Ausstellungen im Kunstjahr 2014. Die hohen Investitionen im Rahmen der KULTURHAUPTSTADT RUHR 2010 sind ohne durchschlagenden Ansatz der Nachhaltigkeit verpufft. Die lokale Kunstszene hat daraus die Konsequenzen gezogen und stellt sich neu auf.

Gottfried Sello schreibt dazu in DIE ZEIT: „Das Industriegebiet an Rhein und Ruhr hat sich in den 50er und 60er Jahren als ein künstlerisches Ballungszentrum profiliert. Das ist unbestritten, durch Tatsachen zu belegen, man braucht keine irrationalen Faktoren, keinen genius loci, keine spezifischen Qualitäten des rheinischen Klimas (das nach Dieter Honisch, dem Initiator der „Szene Rhein-Ruhr“, „aus dem Zusammenprall von Weltoffenheit, Witz, grüblerischem Ernst und Bedächtigkeit“ resultiert) zu bemühen. Sondern es liegt einfach daran, daß sich in diesem Gebiet nach dem Kriege Künstler der verschiedensten Himmels- und Stilrichtungen niedergelassen haben, die sich dank progressiver Museen und Galerien kreativ entfalten konnten.“

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Es ist nicht alles Gold, was der Goldrahmen umschließt – die Kunstszene Rhein- Ruhr erfährt gerade eine radikale Umwälzung

Zentralisierung ist der falsche Weg – Vielfalt ist gefragt

Die Kunstszene lebt von der Motivation der vielen Kunstfreunde in den Gemeinden und Städten der Rhein-Ruhr-Region und alle Bemühungen das „Angebot“ produzenten – bzw. konsumentengerecht an die Frau oder den Mann zu bringen sind zum Scheitern verurteilt. So ist die Flucht in Wanderausstellungen, die ein uns dasselbe Thema nur in verschiedenen Lokalitäten zeigen nicht der geeignete Weg. Ein Kunstliebhaber fährt lieber an den jeweiligen Ort des Geschehens und scheut dabei auch nicht Zeit und Kosten. Die Idee alle Museen der Rhein – Ruhr – Region unter eine zentralistische Leitung zu stellen ist nicht neu – vor allem die Volksvertreter sollen glauben, dass damit Gelder eingespart zu könnnen – ein Trugschluss? Die „Vermarktung“ der Kunst-Museen liegt jetzt in den Händen der Event- und Tourismusmanager, die auf den „Zug Kunst“ aufspringen, um Geld in die maroden öffentlichen Kassen zu spülen. Da ist das neue Konzept „50 Positionen, 10 Museen, 1 Ausstellung“ schon eher wegweisend – sollten in diesem Zusammenhang auch Zukäufe bei den ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern erfolgen.

Örtliche Künstler werden nicht mehr lokal gefördert. Sie suchen ihren Weg im Ausland.

Lebende Kunst – einst das Steckenpferd von Gönnern und Sammlern – führt ein Schattendasein in der Rhein – Ruhr Region. Zuletzt in der Kunststadt Mülheim gingen die Meldungen durch die Lokalpresse, dass Mitglieder des Kunstvereins und der Kunstförderer ältere lokale Künstlerinnen und Künstler nicht mehr im städtisch geführten Museum sehen wollen und lieber auswärtige Künstler – vermittelt über professionelle Künstleragenturen bei ihren Museums-Festen nach Gutsherrenart auftreten lassen:  „Kunst soll nur noch gefallen“?

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„Spiegelei“ aus der Werkreihe von Manfred Dahmen in der Galeirie an der Ruhr in der Kunststadt Mülheim mitten in der Metropole Rhein – Ruhr

Kein Wunder, dass sich die erfolgreichen Künstler der Rhein – Ruhr- Region lieber im Ausland präsentieren und dort für Furore sorgen. Da hilft auch die gelegentlich hierzulande gesprayte Baumgärtel-Banane nicht weiter.

Ankäufe durch öffentliche Museen bleiben weitgehend aus – die Kunstvereine verlieren ihr Profil. Sie müssen sich wieder auf ihre eigentliche Aufgabe „Vermittlung noch nicht etablierter Positionen zeitgenössischer Kunst“ besinnen und dürfen auch Autodidakten nicht außen vorlassen.

Privates Engagement ist der Ausweg – klare Vorgaben der Mäzene zugunsten „Lebender Künstler“ sind gefragt

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Kunstwerke sollen nicht in Depots verstauben – lieber aus dem Verkaufserlös wertvoller Werke Kunst lebender Künstler ankaufen und sich um nicht etablierte Positionen zeitgenössischer Kunst kümmern.

Es ist nicht damit getan, eine wertvolle Kunstsammlung schon zu Lebzeiten dem örtlichen Kunstmuseum zu vermachen. Vielfach landen die Werke im Depot und kommen viele Jahrzehnte nicht mehr zum Vorschein. Der persönliche Geschmack der oft langjährig angestellten Verantwortlichen in Museen oder Sammlungsverwaltungen kann sehr hemmende Auswirkungen haben. Hier sind Satzungen gefragt, die den Zeitgeist schnell und effizient erkennen und in Aktionen umsetzen. Es kann durchaus sinnvoll sein, wenn der Spender verfügt, dass sein „Nolde“ versteigert wird und vom Millionen-Erlös Werke lebender Künstlerinnen und Künstler  (jeden Alters) angekauft werden. Zwar wird die Förderung auf diese Weise zunächst in die Hände weniger Sekundärförderer verlegt, aber im Ergebnis steigt der Nutzen für die Kunstszene durch den Anreiz für die Lebenden Künstlerinnen und Künstler auf die Möglichkeit eines Verkaufs – im Ergebnis wird die Qualität verbessert und neue Ideen und Wege in der Kunst gefördert.

Link: Berühmte Autodidakten in der bildenden Kunst

Link: Eine Zusammenfassung der Ausstellung der Ruhrkunstmuseen RKM

Link: GEDOK A 46 e.V. Düsseldorf – Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer

Link: KKRR – Sitz Kunststadt Mülheim an der Ruhr

 LINK ZU AKTUELLEN KUNST-VERANSTALTUNGEN IN MÜLHEIM – der Kunst-Kompass für die Kunststadt an der Ruhr

Kunst an den Entstehungsorten erleben: OFFENE ATELIERS 2014 in der Kunststadt Mülheim 13. bis 14. September 2014

LINK zur Veranstaltung 7.-8.11.2015

…weiter zum Artikel aus dem Jahr 2014:

ART TALK & TOUCH – Kunst an den Entstehungsorten erleben: OFFENE ATELIERS 2014 in der Kunststadt Mülheim 13. bis 14. September 2014

LINK ZU AKTUELLEN KUNST-VERANSTALTUNGEN IN MÜLHEIM – der Kunst-Kompass für die Kunststadt an der Ruhr

„Young Art“ in Mülheim an der Ruhr und der Nachbarregion

Die Kunstschaffenden der Kunststadt Mülheim an der Ruhr öffneten ihre Atelies und Artists Workshops am 13. und 14. September 2014 für Kunstintertessierte und Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhaber.

Kunststadt-MH.de hatte  dazu einen Tourvorschlag zusammengestellt. Zu Zeiten als noch Mitglieder des Mülheimer Kunstvereins einen eigenen Bus charterten – das war zuletzt im Jahr 2012 war es leicht mit Gleichgesinnten in die Entstehungsorte der Kunst einzudringen – ein einmaliges Gruppenerlebnis. Im Bus wurde auf dem Weg zum nächsten Atelier eifrig diskutiert, wenn auch im Jahr 2012 sich der Reisebus in den engen Gässchen nahe der „Waschküche“ von Peter Helmke so festgefahren hatte, dass es eine Stunde dauerte bis alle parkenden Anwohner aufgespürt werden konnten. Da haben sich die Kunstbegeisterten Mülheimer schon zu Fuß aufgemacht und im Gewaltmarsch das Atelier von Barbara Schöttle aufgesucht, wo es zum Glück neben der Kunst auch Erfrischungen gab.

KUNSTSTADT-MH.de_OFFENE_Ateliers 13-14-9.2014_sortiert_nach_Uhrzeiten
Mülheimer Künstler, die im Jahr 2014 ihre Atelies für Kunstinteressierte öffnen (Liste sortiert nach Öffnungszeiten – zum Vergrößern bitte anklicken)

Hier einige der Ateliers von Mülheimer Künstlerinnen und Künstlern – Besuche nach vorheriger Vereinbarung !

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Atelier von Barbara Schöttle, Kunststadt Mülheim

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Atelier von Heidi Becker, Kunststadt Mülheim

2014_OFFENE_ATELIERS_MUELHEIM_Helmut_Koch_Virchowstr.4
Atelier von Helmut Koch, Kunststadt Mülheim

2014_OFFENE_ATELIERS_MUELHEIM_Michael_Cleff_Giesserstr.17
Atelier von Michael Cleff (Keramiken), Kunststadt Mülheim

OFFENE_ATELIERS_2014_Blick_in_das_Atelier_von_Juergen-Heinrich-Block_Kunststadt_Muelheim_Ruhrstr.3_Foto_Ivo_Franz
Atelier von Jürgen Heinrich Block, Kunststadt Mülheim

2014_OFFENE_ATELIERS_MUELHEIM_Peter_Rytz_Semmelweisstr.24
Atelier von Peter Rytz, Kunststadt Mülheim

2014_OFFENE_ATELIERS_MUELHEIM_UWE-DIETER_BLEIL-Holzstr.21
Atelier von Uwe-Dieter Bleil, Kunststadt Mülheim

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Das Atelier von Doc Davids ist im Kunsthaus Mülheim Ruhrstr. 3 geöffnet

Atelier_von_Aliv_Franz_Kunsthaus_Muelheim_Ruhrstr.3_Foto_Ivo_Franz
Atelier von Aliv Franz, Kunststadt Mülheim

2014_OFFENE_ATELIERS_MUELHEIM_Peter_Gornig_Friedrichstr.54
Atelier von Peter Gornig, Kunststadt Mülheim

2014_OFFENE_ATELIERS_MUELHEIM_Wolfgang_Vogelsang_Faengerweg_7A
Atelier von Wolfgang Vogelsang gegenüber vom Atelier von Marianne Goldbach, Kunststadt Mülheim

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Ateliers von Jan Ehlen, Gabriele Klages und Klaus Urbons im Makroscope, Kunststadt Mülheim

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Atelier von Helmut Kottkamp, Kunststadt Mülheim

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Atelier vom Imre Videk, Kunststadt Mülheim

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Ateliers von Heidi Becker, Brigitte Zipp, Jürgen Heinrich Block, Manfred Dahmen, Doc Davids, Aliv Franz und Lukas Schmidt im Kunsthaus Mülheim Ruhrstr. 3

Es fehlen die Fotos der Ateliers von Vanessa Bürgers, Monika Grünke, Ludwig Matthes, Joachim Poths, Harald Schmitz-Schmelzer, Max Schulz und  des 2014 verstorbenen Künstlers Georg Weber

LINK ZU AKTUELLEN KUNST-VERANSTALTUNGEN IN MÜLHEIM – der Kunst-Kompass für die Kunststadt an der Ruhr

BEAUFORT 05 – findet sie im Jahr 2015 statt ? JA ! vom 21. Juni bis 21. September 2015 an der belgischen Küste

Findet 2015 die BEAUFORT 05 an der belgischen Küste statt ? Dieser Frage ist der KunstBlog Kunststadt-MH.de nachgegangen.

JA ! vom 21. Juni bis 21. September 2015 an der belgischen Küste.

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Die beteiligten Küstengemeinden an der belgischen Nordsee

Seit nunmehr 12 Jahren lockt ein besonderer Kunstevent Besucher aus aller Welt an die „Belgische Nordseeküste“ nur etwa 15 km von der Weltkulturerbestadt Brügge entfernt:

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Auch in Blankenberge sind 2015 wieder Kunstwerke im öffentlichen Raum (direkt am Strand) zu bewundern.

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Auszug aus dem Veranstaltungs-Flyer BEAUFORT 05

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Moderner Küstenschutz kombiniert mit perfekter Infrastruktur für die Freizeitgestaltung am Nordseestrand

Rückblick auf die Triennale BEAUFORT 2012

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Skulptur des französischen Bildhauers Bernar Venet auf der Rotonde am Stand von Wenduine, einem hiostorischen Badeort an der belgischen Nordsee

Die Leitung der Beaufort 04 schreibt dazu: „Die Skulpturen des französischen Bildhauers Bernar Venet sind immer unbestimmte Formen, können jedoch als extreme Vergrößerungen hingekitzelter Linien, Lesezeichen und Akzente gelesen werden. Seine ‚lignes indéterminées’ (‚unbestimmten Linien’) sind auf den ersten Blick sehr abstrakt, hinterlassen jedoch den Eindruck von Schriftlichem auf einem kontrastierenden Untergrund. Venet macht häufig auch Gebrauch von mathematischen Zeichen und versucht so, mit seinen Skulpturen die Konzepte von Zeit und Raum zu betonen. Mit seinen Stahlskulpturen ist Venet nicht nur in mehreren bedeutenden internationalen Museen sowie Privatsammlungen vertreten, sondern auch im öffentlichen Raum – z.B. vor dem Theater der Stadt Duisburg – sehr präsent. So umrahmten seine Stahlbögen während einer Ausstellung in Versailles eines der bereits vorhandenen Standbilder, als würden sie es in Klammern setzen und dem Reiter hoch zu Ross eine Art Lorbeerkranz darbieten. Der Einsatz von Cortenstahl verleiht den Bögen ein sehr spezifisches Aussehen, wobei das Licht der Umgebung auf besondere Weise reflektiert wird.“  Auf der Rotonde in De Haan- WENDUINE stellte Bernar Venet seine Skulptur „216.5˚ Arc x 21“ während der BEAUFORT 04 im Jahr 2012 aus. 2015 wird die Rotonde in Wenduine im Rahmen eines Küstenschutzprojektes komplett neu gestaltet.

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Für die Beaufort 04, die 2012 an der belgischen Küste stattfand, kreierte der Finne Marco Casagrande einen fünfzig Meter langen Sandwurm, der sich als riesiger hölzerner Wurm zwischen den Dünen in WENDUINE (De Haan) erstreckte – direkt am Chalet Westhinder, einer gemütlichen Standgaststätte.

Die Leitung der Beaufort 04 schreibt dazu: „Entwerfen genügt nicht. Design soll die Wirklichkeit nicht ersetzen. Das Gebäude muss aus dem Standort hervorwachsen; es muss auf seine Umgebung reagieren, muss eine Widerspiegelung des Lebens sein und dabei hauptsächlich es selbst, so wie jedes andere Lebewesen. Architektonische Kontrolle widerspricht der Natur und damit auch der Architektur. Die gebaute menschliche Umgebung ist Mittlerin zwischen der menschlichen Natur und der Natur selbst. Um ein Teil dessen zu werden, muss der Mensch schwach sein. Werke von Marco Casagrande befindet sich auf der Schnittfläche zwischen Architektur und bildender Kunst. Sein Werk zeugt von einer fortwährenden Interaktion zwischen Werk und Umgebung: Es gibt kein Bauwerk von ihm, das sich nicht auf die Suche nach den Fragen begibt, die die direkte Umgebung aufwirft.“ Für die Beaufort04, die 2012 an der belgischen Küste stattfand, kreierte Marco Casagrande einen fünfzig Meter langen Sandworm, der sich als riesiger hölzerner begehbarer Wurm zwischen den Dünen erstreckte. Die Hohlräume im Tunnel luden die Besucher zum Zusammenkommen ein – inzwischen ist die Skulptur nach mehrmaliger Ausbesserung von Sturmschäden abgebaut.

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In den langen Dünenstreifen zwischen Wenduine und De Haan integriert war die imposante Skulptur „SANDWORM“ von Marco Casagrande, einem finnischen Architekt, Schriftsteller und Professor der Architektur.

Für 2015 gibt es noch keine sichtbaren Zeichen, dass sich diese Tradition mit der BEAUFORT 05 im Jahr 2015 fortsetzt.

Eine schöne digitale Übersicht zur KLASSE DER BEAUFORT  01 02 03 04 – AUSSTELLUNGEN finden Kunstfreunde hier (1 Klick zum KATALOG genügt!).

Inzwischen gibt die offizielle Webseite „beaufort 05“ den Termin bekannt: 21.06. bis 21.09.2015 „Belgische Küste“

Kunstadt-MH wird an dieser Stelle über die aktuelle Entwicklung berichten.

Link zum Porträt des flämischen Malers und Zeichners Fernand Carolus M. Luickx auf Brügge

Link zum Chalet Westhinder

Link DeHaan-Wenduine

Webcam DeHaan Strand

VORSCHLAG FÜR EIN NEUES KUNSTWERK IM ÖFFENTLICHEN RAUM – ROTONDE WENDUINE

LINK ZU AKTUELLEN KUNST-VERANSTALTUNGEN IN MÜLHEIM – der Kunst-Kompass für die Kunststadt an der Ruhr

Erdwächter/ Earth Guardians bewachen den Landtag in Düsseldorf – AUSSTELLUNG BIS 04. JULI 2014

Die im Düsseldorfer Landtag ab 2. Juni 2014 bis 04. Juli 2014 ausgestellten Erdwächter des Mülheimer Künstlers Jürgen Heinrich Block kommen aus der Erde und mahnen uns Menschen, unseren wertvollen Lebensraum, den Planet Erde, zu schützen und zu bewahren.

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Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit Jürgen Heinrich Block im Gespräch bei der Erdwächterausstellung im Landtag in Düsseldorf

Aus natürlichen Materialien, wie Tonschiefer, Sand und Pigmenten hat der deutsche Künstler Jürgen Heinrich Block einen in der Welt einmaligen Werkzyklus geschaffen, der bereits in vielen Ländern der Erde ausgestellt worden ist.

Um die fast menschlich ausschauenden “ Augensteine “ entstehen durch Erden aus vielen Teilen der Welt, Papieren, Malerei und anderen Materialien die Gesichter der Erdwächter.

Der international durch Galerien vertretene Künstler Jürgen Heinrich Block stellt nun einen Teil seiner im Atelier im „Kunsthaus Mülheim an der Ruhrstr.3“ entstandenen Werke aus der Werkreihe „Erdwächter / Earth Guardians“ im Juni im Landtag in Düsseldorf aus.

Ausstellungsdauer:   2. Juni 2014 bis 4.Juli 2014 Ausstellungseröffnung:  Dienstag. den 17. Juni2014  13.oo Uhr durch die Ministerpräsidentin des Landes NRW, Hannelore Kraft

Einführung/Impuls : Alexander-Ivo Franz, Vorsitzender der Mülheimer Casinogesellschaft von 1816 und Leiter der Galerie an der Ruhr.

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Impulsvortrag zur Ausstellungseröffnung vom 17. Juni 2014 durch Ivo Franz im Düsseldorfer Landtag

Anmeldungen zur Ausstellung (auch für Gruppen) sind vorab per Mail unbedingt erforderlich, da ohne diese kein Zutritt zum Landtag aus Sicherheitsgründen möglich ist. Anmeldungen biite mit folgendem Link – Parken im Landtag ist möglich !

 

LINK zur Veranstaltung

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Erdwächterausstellung im April 2014 in der Galerie an der Ruhr auf über 700 qm Ausstellungsfläche

Unser Titelbild:  der Visual Artist J. H. Block (rechts) im Gespräch mit Besuchern in der Galerie an der Ruhr in der Ruhrkunststadt Mülheim

Ende April findet die neue Kunstmesse Mirá im Centro Cultural Recoleta in Buenos Aires statt

Eine Vielzahl junger, bislang wenig bekannter Künstler werden ab Ende April 2014 ihr Talent auf der „Mirá“ unter Beweis stellen.

OBELISK KOLUMNE im Blog Kunststadt-MH.de von Susanne Franz

Ein Fest soll es werden, eine Begegnung, eine Zelebration, ganz im Sinne des deutschen Philosophen Hans-Georg Gadamer, der sich in seinen Schriften gegen eine Einteilung in hohe und niedere Kunst wehrte und stattdessen die Kunst als etwas feierte, das das eigentliche Menschsein ausmacht. “Man muss feiern können!”, sagte Julio Sapollnik bei der Ankündigung der Kunstmesse Mirá, die vom 24. bis 27. April zum ersten Mal im Centro Cultural Recoleta stattfinden wird. Das gesamte untere Stockwerk des beliebtesten Kunsttempels der Stadt Buenos Aires soll mit dem Gratis-Event belegt werden, einzige Ausnahme ist der Cronopios-Saal, in dem kurz nach der Messe eine große Rómulo Macció-Schau startet.
Sapollnik ist Kunstexperte und gemeinsam mit Patricia Altmark Produzent der Kunst- und Kultur-TV-Sendung “Cultura al Día”. Altmark ist eine der drei Organisatorinnen von Mirá. Die anderen beiden sind Graciela Smith, Herausgeberin der Zeitschrift “Magenta”, und Susana Araujo, die Herausgeberin von “Qué Hacemos”.
“Eine Kunstmesse zu organisieren, ist gefährlich!”, sagt Sapollnik und spielt damit vielleicht darauf an, dass man von allen Seiten bekniet wird, ob man teilnehmen dürfe. “Wenn man es trotzdem wagen sollte, dann mit diesen drei Mädels!” Die drei strahlen und bedanken sich vor der versammelten Presse.
Mirá ist nicht wie die anderen Messen. Sie ist zwar eine Verkaufsmesse, aber es gibt keine “Stands”. “Mirá hat ein offenes Format”, beschreibt es Graciela Smith. Auf diese Weise sei der Kontakt zwischen Künstlern und Publikum direkt und ohne “Makler”. Banco Ciudad heißt der große Unterstützer der Messe, der auch die beiden Zeitschriften und das TV-Programm sponsert. Im Rahmen der Messe fördert Banco Ciudad zudem den jungen Künstler Iván Enquín (geb. 1987) mit einer Sonderausstellung.
Auf der Kunstmesse Mirá werden eine Vielzahl junger, bislang wenig bekannter Künstler ihr Talent unter Beweis stellen, es stehen aber auch renommierte Namen wie Milo Lockett, Juan Doffo, Alejandro Raineri oder Raquel Bigio auf der Liste der 170 teilnehmenden Künstler.
Zum Nebenprogramm gehört u.a. ein Vortrag von Marino Santa María über öffentliche Kunst am Samstag, den 26. April, um 17 Uhr.
Mirá wird am 23. April um 18 Uhr eröffnet und ist Donnerstag und Freitag von 13 bis 20 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 11 bis 20 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.
“Mirá” heißt frei übersetzt “Schau her”! Auf den mit viel Enthusiasmus organisierten Kulturevent kann man wirklich gespannt sein.
Weitere Infos auf der Webseite der Messe: http://www.mirafestival.com.ar/

 

Titelfoto: Centro Cultural Recoleta in Buenos Aires

Link zum Blog „Kunst in Argentinien“ von Susanne Franz