Mal ein anderes Kunstmuseum in Mülheim – das „MMKM – MUSEUM MODERNE KUNST MÜLHEIM“ an der Ruhrstraße 3″

Die ersten Pläne für ein zweites Kunstmuseum direkt an der Ruhr entstanden im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 und der Stadtplanungsaktivität „Charette“ im Jahr 2012 – alle Bürger waren aufgerufen, ihre Stadt noch lebenswerter zu gestalten – die Stadt sollte wieder näher an den Fluß rücken.

ZIEL: AUSSTELLUNGSERLEBNIS IN KLASSISCHER WEISE UND IMMERSIVES KUNSTERLEBNIS MIT NEUER TECHNOLOGIE

Idyllisch am Innenstadtpark „Ruhranlage“ der Stadt Mülheim an der Ruhr gelegen: die VILLA ARTIS mit dem MMKM-KuMuMü und der RUHRKUNSTHALLE

„Ein Museum ist eine dauerhafte Einrichtung, die keinen Gewinn erzielen will, öffentlich zugänglich ist und im Dienst der Gesellschaft und deren Entwicklung steht. Sie erwirbt, bewahrt, beforscht, präsentiert und vermittelt das materielle und immaterielle Erbe der Menschheit und deren Umwelt zum Zweck von Studien, der Bildung und des Genusses.“ #IMDOdefinition

Das MMKM-Museum in der Stadt Mülheim an der Ruhr(straße 3) wurde im Zuge der Kulturhauptstadt RUHR.2010 gegründet und begann 2012 in der historischen VILLA-ARTIS am Innenstadtpark „Ruhranlage“ mit dem Aufbau, der stets weiter vorangetrieben wird.

Gleichzeitig wurde der Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – kurz KKRR gegründet, mit dem Ziel, eine lebendige Kunstszene mit Kunstschaffenden und Kunstinteressierten aus allen Altersgruppen und Berufen weiterzuentwickeln.

Kunstvermittlung für Schulklassen in der VILLA ARTIS

Der Verein „Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR“ wurde gegründet und in Zusammenarbeit mit der fdl-Immobiliengesellschaft / Sparkasse Mülheim ein geeignetes Objekt gesucht – aus mehreren Objekten fiel die Wahl auf die denkmalgeschützte historische VILLA ARTIS, einst auch Stammhaus der Tengelmann-Gründerfamilie Louise und Wilhelm Schmitz-Scholl (WISSOL) in der Ruhrstraße 3 / Ecke Delle – mit rückseitigem Turm zur Ruhr gelegen.

Besucher im KuMuMü vor einer Arbeit von Wolfgang Vogelsang in der VILLA ARTIS

Nach aufwändiger Sanierung von über 1.200 Quadratmetern Ausstellungsfläche wurde vom Mülheimer Kunstverein KKRR ein viergliedriges Konzept erarbeitet und der Mülheimer Stadtplanung vorgestellt.

  • Einrichtung eines privaten Museums (Kunst & Kultur)
  • Einrichtung einer Kunstgalerie – RUHRKUNSTHALLE
  • Einrichtung eines Kunsthauses mit Atelierräumen / Atelierwohnungen
  • Kostenfreie Ausstellungsmöglichkeiten für Kunstschaffende

2012 beschloss man, die Kunstgalerie solle durch den Kunstverein Mülheim KKRR zeitweise an interessierte Künstler für Ausstellungen vermietet werden. So wurde im Jahr 2012 die Galerie an der Ruhr / RUHR GALLERY MÜLHEIM gegründet und mittlerweile wurden über 200 museale Ausstellungen mit Erfolg in der RUHRKUNSTHALLE veranstaltet.

Skulptur von Katharina Joos „FREUDE“ in der RUHR GALLERY MÜLHEIM

Mülheim ist Kunststadt

Um die Nähe zur zeitgenössischen Kunst zu halten, wurden 2012 zunächst zehn Ateliers und weitere Projekträume und Atelierwohnungen in einem Trakt des Kulturortes eingerichtet. Im Sinne des „erweiterten Kunstbegriffs von Joseph Beuys“ sollten – trotz der Bedenken einiger Profis – keine Ausgrenzungen von Menschen ohne Kunststudium stattfinden – Menschen aller Altersgruppen sind willkommen.

Zusammenwirken von Profis, Amateuren und Menschen aus allen Berufgruppen mit „künstlerischer Ader“ an einem Ort

Mit einer IT-Agentur wurde 2012 ein Konzept zur Sichtbarmachung der Stadt Mülheim in den „Social Media“ als „Kunststadt Mülheim“ umgesetzt. Eine eigene Kunst-Events-APP wurde hierzu programmiert und der Blog „Kunststadt-MH.de“ eingerichtet. Der „Bildenden Kunst“ sollte so neben dem etablierten mit jährlichem Millionenaufwand geförderten Theater an der Ruhr eine faire Chance gegeben werden.

Im Jahr 2014 kam der Kölner Künstler Manfred Dahmen in die Kunststadt Mülheim. Dahmen traf auf den Mülheimer Fotografen Max Schulz, der den Kontakt zum jungen Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein KKRR herstellte. Manfred Dahmen richtete sodann im Galeriehof das „Amt für weiterbildende Fantasie“ ein.

Das Baudenkmal-Ensemble am Mülheimer Innenstadtpark „Ruhranlage“ gehört inzwischen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt Mülheim mit internationalen Besuchern.

Inzwischen ist der Wunsch der Initiatoren eingetreten, einen freien – nicht durch Spenden oder Sponsoren finanzierten „Kunstort für Jedermann“ zu schaffen mit Kunstvielfalt ohne Mitgliedsbeiträge, Aufnahmeprozeduren oder Erhebung von Eintritt und Gebühren für Führungen.

Kunstförderung und Kunstvermittlung stehen im Vordergrund

Ausstellung mit Prof. Stephan Paul Schneider und Absolventen der HBK / fadbk Essen in der RUHR GALLERY MÜLHEIM in der historischen VILLA ARTIS

Die Zusammenarbeit mit Kunstakademien macht viel Freude und bringt stets neue Impulse, viele Malkurse für Schulklassen aus ganz NRW wurden als Partner der „bildungscent e.V. – Klima-Kunst-Schule“ durchgeführt – Schülerpraktika absolviert – Kunstexkursionen, Galeriebesuche und Künstlergespräche ( Titelbild bei der Ausstellung „URSULA VEHAR WERKE AUS 2019“) organisiert.

Benefizaktionen

Benefizaktionen wie die Kunstversteigerungen „Ruhri Art“ mit dem RotaryClub, Kunstsackaktionen mit dem LionsClub, Versteigerung zugunsten des „ASB-WÜNSCHEWAGEN-Projekts“, Versteigerung zugunsten des Vereins AXATIN e.V., Versteigerung eines Kunstwerks von Manfred Dahmen bei den Wirtschaftsjunioren Düsseldorf, Kunstspenden für den Verein „Kunst hilft geben, Köln“ oder „1 Dollar-Brille“ gehören u.a. zu den zahlreichen sonstigen Aktivitäten des Kunstvereins Mülheim KKRR mit seiner Geschäftsstelle in der Ruhrstraße 3 in der Stadtmitte von #MHRuhr. Zuletzt die Open-Air-Ausstellung von HA SCHULT im Museumshof.

Dr. Fritz Behrens, Präsident der Kulturstiftung NRW beim Grusswort zur Eröffnung der Ausstellung Reinhard Fingerhut 2019 in der RUHRKUNSTHALLE in Mülheim an der Ruhr in der VILLA ARTIS

Sammlungen als Inspirationsquelle

Eine unerschöpfliche Quelle findet sich in den Depoträumen – u.a. flämische Meister mit der Sammlung „Fernand Carolous Magnus Luickx“ oder die umfangreiche Skizzen-Sammlung. Ein Einblick hier am Beispiel der vielseitigen Sammlung „Edith Polland-Dülfer“.

Jahresthemen als Leitlinie und Ansporn

Das erste Leitthema war die Ausstellungsreihe „MIGRINT“ zum Thema Migration und Integration – u.a. mit internationaler Beteiligung von Marga Steinwasser aus Argentinien, deren jüdische Familie einst aus Mülheim vertrieben wurde.

Marga Steinwasser und Dr. Christian Esch (Geschäftsführer NRW Kultursekretariat) in der Ausstellung „SUBTERRÁNEA UNDERGROUND“ in der RUHR GALLERY MÜLHEIM

Es folgten – das „JACKSON POLLOCK – Jahr“, das „SAN-FRANCISCO-Jahr“, das „Leonardo da Vinci-Jahr“, das „Beethoven-Jahr“ , das Jahr „BEUYS INSPIRIERT UND MÜLHEIM KOMMT“ und 2022 aktuell das Thema „Es lebe die Freiheit“.

Inzwischen kann der Verein auf über 200 spannende erfolgreiche museale Ausstellungen zurückblicken.

Auch während der CORONA-Zwangspausen wurde in den einzelnen Ateliers viel geschaffen – die Ausstellungen und Führungen wurden zunächst digital – virtuell durchgeführt. Jeden Tag wurde das Kunstwerk des Tages in der Stadt Mülheim gewählt – hier ein Einblick: – inzwischen ist wieder normaler Kulturbetrieb.

Jahresthema für das Kunstjahr 2021 (Gestaltung Klaus Wiesel)

Ausstellungen im Kunstjahr 2022

Das Team der Ausstellungsmacher hat wieder eine spannende Mischung zusammengestellt – wir freuen uns auf viele neue Mitwirkende und Erstkontakte zu Sammler*innen und Kunstliebhaber*innen.

Zur Webseite des KuMuMü geht es hier:

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https://Kulturort-VILLA-ARTIS.de

https://VILLA-ARTIS.jimdofree.com