Ein anderes Kunstmuseum in Mülheim – das „KuMuMü Kulturmuseum an der Ruhrstraße 3“ Kunststadt Mülheim an der Ruhr

Idyllisch am Innenstadtpark „Ruhranlage“ der Stadt Mülheim an der Ruhr gelegen: das KuMuMü
Das Logo KuMuMü mit den Wellen der Ruhr in der grünen Kunststadt im Ruhrtal

Die ersten Pläne für ein neues progressives Kunstmuseum direkt an der Ruhr entstanden im Rahmen der Stadtplanungsaktivität „Charette“ im Jahr 2012 – alle Bürger waren aufgerufen, ihre Stadt lebenswerter zu gestalten – die Stadt sollte wieder näher an den Fluß rücken.

Dies war der Startschuss für die Gründung eines neuen Kunstvereins in der Stadt Mülheim im Jahr 2012.

Der Verein „Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR“ wurde gegründet und in Zusammenarbeit mit der fdl-Immobiliengesellschaft / Sparkasse Mülheim ein geeignetes Objekt gesucht – aus mehreren Objekten fiel die Wahl auf das denkmalgeschützte historische Stammhaus der Tengelmann-Gründerfamilie Wilhelm Schmitz-Scholl (WISSOL) in der Ruhrstraße 3 / Ecke Delle – mit rückseitigem Turm zur Ruhr gelegen.

Besucher im KuMuMü vor einer Arbeit von Wolfgang Vogelsang

Nach aufwändiger Sanierung von über 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wurde vom Mülheimer Kunstverein KKRR ein dreigliedriges Konzept erarbeitet und der Mülheimer Stadtplanung vorgestellt.

  • Einrichtung eines privaten Museums (Kunst & Kultur)
  • Einrichtung einer Kunstgalerie
  • Einrichtung eines Kunsthauses mit Atelierräumen / Atelierwohnungen

Da sich kein Galeriebetreiber fand, beschloss man, die Kunstgalerie solle durch den Kunstverein Mülheim KKRR zeitweise an interessierte Künstler für Ausstellungen vermietet werden. So wurde im Jahr 2012 die Galerie an der Ruhr / RUHR GALLERY MÜLHEIM gegründet und mittlerweile wurden über 200 museale Ausstellungen mit Erfolg veranstaltet.

Skulptur von Katharina Joos „FREUDE“ in der RUHR GALLERY MÜLHEIM

Mülheim ist Kunststadt

Um die Nähe zur zeitgenössischen Kunst zu halten, wurden 2012 zunächst zehn Ateliers und weitere Projekträume und Atelierwohnungen in einem Trakt des Kulturortes eingerichtet. Mit einer IT-Agentur wurde 2012 ein Konzept zur Sichtbarmachung der Stadt Mülheim in den „Social Media“ als „Kunststadt“ umgesetzt. Eine eigene Kunst-Events-APP wurde hierzu programmiert und der Blog „Kunststadt-MH.de“ eingerichtet.

Im Jahr 2014 kam der Kölner Künstler Manfred Dahmen in die Kunststadt Mülheim. Dahmen traf auf den Mülheimer Fotografen Max Schulz, der den Kontakt zum jungen Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein KKRR herstellte. Manfred Dahmen richtete sodann im Galeriehof das „Amt für weiterbildende Fantasie“ ein.

Das Baudenkmal-Ensemble am Mülheimer Innenstadtpark „Ruhranlage“ gehört inzwischen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt Mülheim mit internationalen Besuchern.

Inzwischen ist der Wunsch der Initiatoren eingetreten, einen freien – nicht durch Spenden oder Sponsoren finanzierten „Kunstort für Jedermann“ zu schaffen mit Kunstvielfalt ohne Mitgliedsbeiträge, Aufnahmeprozeduren oder Erhebung von Eintritt und Gebühren für Führungen.

Kunstförderung und Kunstvermittliung stehen im Vordergrund

Ausstellung mit Prof. Stephan Paul Schneider und Absolventen der HBK / fadbk Essen in der RUHR GALLERY MÜLHEIM

Die Zusammenarbeit mit Kunstakademien macht viel Freude und bringt stets neue Impulse, viele Malkurse für Schulklassen aus ganz NRW wurden als Partner der „bildungscent e.V. – Klima-Kunst-Schule“ durchgeführt – Schülerpraktika absolviert – Kunstexkursionen, Galeriebesuche und Künstlergespräche ( Titelbild bei der Ausstellung „URSULA VEHAR WERKE AUS 2019“) organisiert.

Benefizaktionen

Benefizaktionen wie die Kunstversteigerungen „Ruhri Art“ mit dem RotaryClub, Kunstsackaktionen mit dem LionsClub, Versteigerung zugunsten des „ASB-WÜNSCHEWAGEN-Projekts“, Versteigerung zugunsten des Vereins AXATIN e.V., Versteigerung eines Kunstwerks von Manfred Dahmen bei den Wirtschaftsjunioren Düsseldorf, Kunstspenden für den Verein „Kunst hilft geben, Köln“ oder „1 Dollar-Brille“ gehören u.a. zu den zahlreichen sonstigen Aktivitäten des Kunstvereins Mülheim KKRR mit seiner Geschäftsstelle in der Ruhrstraße 3 in der Stadtmitte von #MHRuhr. Zuletzt die Open-Air-Ausstellung von HA SCHULT im Museumshof.

Dr. Fritz Behrens, Präsident der Kulturstiftung NRW beim Grusswort zur Eröffnung der Ausstellung Reinhard Fingerhut 2019 in der RUHRGALLERY in Mülheim an der Ruhr

Sammlungen als Inspirationsquelle

Eine unerschöpfliche Quelle findet sich in den Depoträumen – u.a. flämische Meister mit der Sammlung „Fernand Carolous Magnus Luickx“ oder die umfangreiche Skizzen-Sammlung. Ein Einblick hier am Beispiel der vielseitigen Sammlung „Edith Polland-Dülfer“.

Jahresthemen als Leitlinie und Ansporn

Das erste Leitthema war die Ausstellungsreihe „MIGRINT“ zum Thema Migration und Integration – u.a. mit internationaler Beteiligung von Marga Steinwasser aus Argentinien, deren jüdische Familie einst aus Mülheim vertrieben wurde.

Marga Steinwasser und Dr. Christian Esch (Geschäftsführer NRW Kultursekretariat) in der Ausstellung „SUBTERRÁNEA UNDERGROUND“ in der RUHR GALLERY MÜLHEIM

Es folgten – das „JACKSON POLLOCK – Jahr“, das „SAN-FRANCISCO-Jahr“, das „Leonardo da Vinci-Jahr“, aktuell das „Beethoven-Jahr“ und 2021 geplant das Jahresthema „BEUYS INSPIRIERT UND MÜLHEIM KOMMT“.

Inzwischen kann der Verein auf über 200 spannende erfolgreiche museale Ausstellungen zurückblicken.

2020 während der CORONA-Zwangspause wurde in den einzelnen Ateliers viel geschaffen – die Ausstellungen und Führungen wurden zunächst digital – virtuell durchgeführt. Jeden Tag wurde das Kunstwerk des Tages in der Stadt Mülheim gewählt – hier ein Einblick: – inzwischen ist wieder normaler Kulturbetrieb.

Jahresthema für das Kunstjahr 2021 (Gestaltung Klaus Wiesel)

Erste Ausstellung im Beuys-Jubiläumsjahr 2021

„Shoah“ wichtiges Werk von CHINMAYO in der Werkschau Ruhr Gallery Mülheim (noch bis 21. Februar 2021) Foto Jürgen Brinkmann, CFRR
Raum der „Beruhigten Objekte“ zur Eröffnung BEUYS100MLHM von CHINMAYO

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