Benefiz-Kunstversteigerung „Wünschewagen“ erzielte erneut 4-stelligen Betrag – VIELEN DANK an die Mülheimer Künstler und die Spender!

Marlies Rustemeyer vom Auktionsteam der RuhrGallery mit einem glücklichen Spender. Das Werk stammt von der Mülheimer Künstlerin Gisela Lentz. Im Hintergrund freut sich Peter Brill vom Team "ASB-Wünschewagen" über einen 4-stelligen Betrag zur Erfüllung eines letzten Wunsches Schwerstkranker. | Foto: Mülheimer Künstlerbund MKB
Marlies Rustemeyer vom Auktionsteam der RuhrGallery mit einem glücklichen Spender. Das Werk stammt von der Mülheimer Künstlerin Gisela Lentz. Im Hintergrund freut sich Peter Brill vom Team „ASB-Wünschewagen“ über einen 4-stelligen Betrag zur Erfüllung eines letzten Wunsches Schwerstkranker.Foto: Mülheimer Künstlerbund MKB

HIER SPIELT DIE KUNST AN DER RUHR! Eliane Paulino in der RUHR GALLERY MÜLHEIM – Ausstellung im Pollock-Jahr 2017

Eliane Paulino beobachtet die Enthüllung ihrer Arbeiten in der Pollock-Schau 2017 in der Galerie an der Ruhr in Mülheim - Stadtmitte | Foto: Jürgen Brinkmann
Eliane Paulino beobachtet die Enthüllung ihrer Arbeiten in der Pollock-Schau 2017 in der Galerie an der Ruhr in Mülheim – StadtmitteFoto: Jürgen Brinkmann

Eigentlich faszinieren die Künstlerin mit brasilianischen Wurzeln Eliane Paulino Bildwelten des Evolutionsbiologen und Meeresforschers Ernst Haeckel der einst die Kleinstlebewesen in den Weltmeeren, Radiolarien und Plankton zum Gegenstand einer umfangreichen Bildserie machte und unter dem Titel Kunstformen der Natur veröffentlichte. In ihren Arbeiten gestaltet sie einen bezaubernden Mikrokosmos mit unendlich filigranen Strukturen. Damit war auch schon die Verbindung zur Ausschreibung im Pollock Jahr 2017 in der Stadt Mülheim an der Ruhr gegeben.

Mitwirkung in der Pollock-Schau in Mülheim

Noch zu sehen in der Belle Etage in der Ruhrstr. 3 in Mülheim: Arbeiten von Eliane Paulino | Foto: Ivo Franz
Noch zu sehen in der Belle Etage in der Ruhrstr. 3 in Mülheim: Arbeiten von Eliane Paulino Foto: Ivo Franz 

Paulino war eine der 30 ausgewählten Kunstschaffenden, die die Schau „JACKSON POLLOCK VISITING“ in der Galerie an der Ruhr mitgestalteten.

Jetzt sind die Arbeiten von Eliane Paulino noch bis Ende Juni 2017 in der Belle Etage der Galerie an der Ruhr zu sehen.

Über Eliane Paulino

CIRCULO DE BELLAS ARTES in der Kunststadt Mülheim, Ruhrstr. 3 / Ecke Delle - Ruhranlagen | Foto: Ivo Franz, GadR
CIRCULO DE BELLAS ARTES in der Kunststadt Mülheim, Ruhrstr. 3 / Ecke Delle – Ruhranlagen Foto: Ivo Franz, GadR 

1968 Geboren in Jacarezinho, Parana, Brasilien
1991 Immigration nach Deutschland
1998 Citizenship: Brazilian / German
2009 Lebt und arbeitet in Düsseldorf, Brasilien und den USA

Ausblildung

2006 Painting Sculpture workshop, Prof. James Cook, University of Arizona, Tucson, Arizona USA
2006 Photographie workshop, Prof.Sama Raena Slshaibi
2003 Internationale Sommerakademie für Bildende Künstler bei Professor Katharina Sieverding in Österreich
1998-2002 Akademiebrief – Diplom Kunstakademie Düsseldorf / Performance und Skulptur bei Professor Klaus Rinke
1996 – 1998 Art Academy Maastricht, Studium monumentale Malerei bei Felix von Beek

Zirkel der Schönen Künste in der Kunststadt Mülheim Ruhr, Ruhrstr. 3 / Delle 54Zirkel der Schönen Künste in der Kunststadt Mülheim Ruhr, Ruhrstr. 3 / Delle 54

Provinzielle Kunst in der Ruhrtalstadt Mülheim an der Ruhr

ein Beitrag von Anna Magganiks

Eine faire Bestandsaufnahme der letzten zehn Jahre

Wer Mülheim an der Ruhr von außen betrachtet, sieht oft nur: eine mittelgroße Stadt im Schatten der großen Nachbarn Essen, Duisburg, Düsseldorf. „Provinziell“ klingt da schnell wie ein Vorwurf. Schaut man aber genauer auf die Kunst- und Kulturlandschaft der letzten zehn Jahre, entsteht ein differenzierteres Bild: ja, es gibt Provinz – im Sinne von begrenzten Ressourcen, lokalen Netzwerken, Eigenbrötelei. Aber es gibt ebenso erstaunlich viel Eigeninitiative, institutionelle Experimente und digitale Gegenentwürfe zu klassischen Gatekeeper-Strukturen.

Institutionen im Wandel: Das Kunstmuseum und die RuhrKunstMuseen

Das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr war in den letzten zehn Jahren selbst ein Symbol für Übergang und Improvisation. Zwischen 2019 und 2022 zog das Haus in den Interimsstandort „KUNSTMUSEUM TEMPORÄR“ in der Schloßstraße 28–30 um, während das Stammhaus am Synagogenplatz saniert wurde.

In dieser Phase zeigte sich, wie eine vermeintlich „provinzielle“ Stadt mit begrenzten Mitteln dennoch relevante Ausstellungen realisieren kann: Kooperationen im Verbund der RuhrKunstMuseen, Sammlungspräsentationen im kleineren Maßstab, Formate wie „museum_lab@HRW“, die mit der Hochschule Ruhr West oder dem AIRL-Lab experimentellere Zugänge zur Kunst erprobten.

Die Rückkehr ins sanierte ehemalige Postamt, die Einstellung einer etablierten Düsseldorferin im Museumsmanagement erfahren und danach zwar wenigen, aber ausgesuchten Ausstellungen wie „IM HERZEN WILD. Brücke, Bauhaus, Blauer Reiter“ oder „Mülheim Calling!“ markieren zugleich den Versuch, Mülheim stärker in eine überregionale Wahrnehmung einzuschreiben, ohne die lokale Szene zu verlieren.

Ergebnis des Plakatwettbewerbs „Kubismus“ des Kunstvereins und Kunstfördervereins Rhein-Ruhr – KKRR

Private Räume, Off-Spaces und die Beharrlichkeit des Lokalen

Parallel zu den städtischen Strukturen haben sich in Mülheim in den letzten zehn Jahren private und halbprivate Kunstorte stabilisiert oder neu formiert. Ein prominentes Beispiel ist der Gebäudekomplex der VILLA ARTIS an der Ruhrstraße mit RUHR GALLERY MÜLHEIM, MMKM Museum Moderne Kunst Mülheim, RUHRKUNSTHALLE, TECHNIKUM und dem Atelierhaus „Kunsthaus Mülheim Mitte“.

Hier zeigt sich eine typische „provinzielle“ Stärke: langfristige Nutzung eines historischen Gebäudes, kontinuierliche Wechselausstellungen, offene Ateliers, freie Führungen – oft getragen von wenigen engagierten Personen, die Programm, Vermittlung und Infrastruktur gleichzeitig stemmen. Die Jahreslisten der Ausstellungen seit 2010 dokumentieren eine erstaunliche Dichte an Projekten, von regional verankerten Künstlerinnen und Künstlern bis zu thematischen Gruppenschauen.

Provinz heißt hier nicht Stillstand, sondern: man arbeitet mit dem, was da ist. Die Wege sind kurz, die Szenen kennen sich, Konflikte sind persönlich – aber genau daraus entsteht auch eine gewisse Beharrlichkeit, die in größeren Metropolen schnell von der nächsten Mode überdeckt würde.

Moderne Web-APP für das leichte Auffinden aller Events in der Stadt Mülheim – auch kleine – feine !

Digitale Sichtbarkeit: KultAppMH und der Kampf gegen das Unsichtbarsein

Ein entscheidender Schritt der letzten Dekade ist der Versuch, die zersplitterte Kulturlandschaft Mülheims digital sichtbar zu machen. Die Web-App kultAppMH bündelt seit einigen Jahren Veranstaltungen aus der Stadt: Ausstellungen, Konzerte, Workshops, „kleine Geheimtipps“. Sie versteht sich explizit als unabhängig, kostenlos und offen für kleine, nicht-institutionelle Akteure.

Bemerkenswert ist die programmatische Haltung: „Kultur braucht keine Gatekeeper – sie braucht offene Fenster!“ – ein direkter Kommentar auf die Erfahrung, dass viele Off-Spaces, private Museen und temporäre Projekte in klassischen Veranstaltungskalendern und großen Plattformen kaum vorkommen.

Damit reagiert Mülheim auf ein strukturelles Problem vieler „provinzieller“ Städte: Es gibt mehr Kunst, als von außen sichtbar ist. Die App versucht, diese Unsichtbarkeit zu durchbrechen, indem sie sowohl städtische Angebote (Kunstmuseum, Kulturbetrieb) als auch freie Orte, Galerien und Szenetermine in einem Feed zusammenführt.

Plakat zu den Mülheimer Kulturtagen, gestaltet vom AIRL-Lab

Provinzielle Kunst: Klischee, Realität und Ambivalenz

Spricht man von „provinzieller Kunst“ in Mülheim, tauchen schnell Klischees auf: Landschaftsmalerei, Hobbykunst, Vereinsausstellungen. Ja, diese Ebene existiert – wie in fast jeder Stadt dieser Größe. Jahresausstellungen Mülheimer Künstlerinnen und Künstler, offene Ateliers, Kunstvereine und lokale Themenjahre (etwa zu Pollock, Leonardo da Vinci oder Beethoven) zeigen, wie stark die Stadt auf Beteiligung und Wiedererkennung setzt.

Doch die letzten zehn Jahre haben auch gezeigt, dass sich innerhalb dieser Strukturen Verschiebungen vollziehen:

  • Professionalisierung: Mehr Künstlerinnen und Künstler arbeiten mit Hochschulhintergrund, internationaler Erfahrung und nutzen Mülheim bewusst als Produktionsort, nicht nur als Wohnort.
  • Hybridität: Private Museen und Off-Spaces agieren zugleich als Atelierhäuser, Veranstaltungsorte, Diskursräume.
  • Vernetzung: Über Verbünde wie die RuhrKunstMuseen und digitale Plattformen wird Mülheim stärker in regionale und überregionale Kontexte eingebunden.

Provinz ist hier weniger eine ästhetische Kategorie als eine strukturelle: begrenzte Budgets, wenig überregionale Presse, Abhängigkeit von Einzelpersonen. Das kann zu Enge, Wiederholungen und blinden Flecken führen – aber auch zu einer Nähe zwischen Kunst und Publikum, die in Großstädten oft verloren geht.

Die letzten zehn Jahre im Rückblick: Was hat sich wirklich verändert?

Schaut man auf die Dekade im Ruhrtal, lassen sich einige Linien ziehen:

  • Vom Solitär zur Vernetzung: Das Kunstmuseum agiert stärker im Verbund (RuhrKunstMuseen), private Häuser wie RUHR GALLERY/ MMKM positionieren sich als Teil eines lokalen Clusters, digitale Tools wie kultAppMH verbinden diese Inseln zu einem sichtbaren Netzwerk.
  • Vom Kalender zur Kuratierung: Statt nur Termine zu sammeln, entstehen thematische Reihen, Stadtjahre, Biennale-ähnliche Formate und Kooperationen mit Hochschulen, die Mülheim als Experimentierfeld nutzen.
  • Vom Rand zur eigenen Stimme: Mülheim bleibt im Schatten größerer Städte, aber entwickelt eine eigene Erzählung: Ruhrtalstadt, Kunststadt, Ort der kleinen, hartnäckigen Initiativen, die sich nicht auf die „großen Häuser“ verlassen.
Junge Kunst – hier am internationalen Tag der Druckkunst im MMKM-Museum Ruhrstraße 3

So ist es halt: Eine faire Bewertung der „provinziellen“ Kunst in Mülheim

Ist die Kunst in Mülheim provinziell? Ja – in dem Sinne, dass sie in einer Stadt entsteht, die nicht im Zentrum der Kunstwelt steht, mit allen Begrenzungen, die das mit sich bringt. Aber diese Provinzialität ist nicht nur Mangel, sondern auch Bedingung für bestimmte Qualitäten: Nähe, Kontinuität, die Möglichkeit, Orte über Jahre hinweg zu prägen, statt im schnellen Takt der Metropolen zu rotieren.

Die letzten zehn Jahre zeigen eine Stadt, die ihre kulturelle Peripherie ernst nimmt und versucht, sie produktiv zu machen: durch institutionelle Anpassungen, private Initiativen, digitale Sichtbarkeit und eine wachsende Vernetzung im Ruhrgebiet. Wer Mülheim nur als „provinziell“ abtut, übersieht genau das Spannungsfeld, in dem hier Kunst entsteht – und vielleicht ist es gerade dieses Spannungsfeld, das die Stadt im grünen Ruhrtal künstlerisch interessant macht.

EXKURS von Anna Magganiks

Die Kunstvereine in Mülheim an der Ruhr (2016–2026)

Entwicklung, Dynamiken, Konfliktlinien und neue Impulse

Die Kunstvereinslandschaft in Mülheim an der Ruhr hat sich in den vergangenen zehn Jahren sichtbar diversifiziert, institutionell ausdifferenziert und teilweise neu erfunden. Gleichzeitig zeigen sich strukturelle Spannungen, die typisch sind für mittelgroße Städte mit lebendigen, aber begrenzten kulturellen Ressourcen.

1. Die drei zentralen Akteure

Logo des MKV e.V. 1956 mit der Alten Post und dem Hajek-Brunnen (Fotoprojekt ArtObscura e.V.)

🎨 1. Der traditionsreiche Mülheimer Kunstverein e.V. (gegründet 1956)

Rolle & Entwicklung:

  • Bleibt der klassische, institutionell verankerte Kunstverein der Stadt.
  • Kein Eintritt für Mitglieder im Städtischen Kunstmuseum, Übernahme der Portokosten für Einladungen durch die Stadt Mülheim, Nutzung der Marketinggesellschaft der Stadt.
  • Enge Bindung an das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr; nutzt dessen Räume für Ausstellungen und Programme. Museumsleitung ist geborenes Mitglied.
  • Schwerpunkt auf Vermittlung, Führungen, Vorträgen, Atelierbesuchen und Tagesfahrten.
  • In den letzten Jahren verstärkte Betonung auf zeitgenössische Positionen, aber weiterhin mit musealem Charakter. Nutzung u.a. der Kunstwerke der Stiftung Ziegler.

Neue Impulse (2020–2026):

  • Einführung eines Mid-Career-Künstlerinnenpreises (2026 erstmals vergeben).
  • Sichtbare Professionalisierung der Öffentlichkeitsarbeit.
  • Stärkere regionale Vernetzung (Ruhrgebiet, Rhein-Ruhr).

Einordnung: Der Verein ist stabil, aber konservativ. Er repräsentiert die „klassische“ Kunstvereinsidee: Förderung, Bildung, Kontinuität.

🏛️ 2. Der Kunstverein KULTURTURM e.V. (gegründet 1998)

Rolle & Entwicklung:

  • Entstanden aus dem Impuls, zeitgenössische Kunst niedrigschwellig zugänglich zu machen.
  • Arbeitet projektorientiert, oft mit Ausstellungen, Workshops, Lesungen und Musikformaten.
  • Keine Mitgliedsbeiträge – ein bewusst inklusives Modell.
  • In den letzten zehn Jahren: stärkere Aktivierung des Bismarckturms als Kulturort.

Einordnung: Der Verein ist ein Hybrid aus Off-Space, Kulturinitiative und Kunstverein. Er füllt Lücken, die klassische Institutionen nicht abdecken. Aktuell ruhen die Aktivitäten nach dem Tod von Initiatoren.

🐘 3. Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR) – jüngster Player mit wachsender Strahlkraft

Rolle & Entwicklung:

  • Positioniert sich als progressiver, international offener Kunstverein.
  • Betreibt u. a. die VILLA ARTIS / Ruhr Gallery und das MMKM – Museum Moderne Kunst als Plattformen für Gruppenausstellungen, Open Calls und thematische Jahresprogramme. Seit 2025 eigenes AIRL-Lab für digitale Kunstformen.
  • Jährliche Jahresthemen (z. B. 2026: „Der Elefant im Porzellanladen!?“) strukturieren das Programm.
  • Bietet kostenfreie Ausstellungsmöglichkeiten und Atelierräume für Künstler*innen.
  • In den letzten zehn Jahren: deutlicher Ausbau der Sichtbarkeit, besonders durch Großausstellungen und regionale Vernetzung.

Einordnung: Der KKRR ist der dynamischste und expansivste Kunstverein der Stadt – mit klarer Off-Space-Energie, aber professionellem Anspruch.

2. Übergreifende Entwicklungen der letzten 10 Jahre

🌐 1. Professionalisierung & Digitalisierung

  • Alle Vereine haben ihre Webpräsenz und Kommunikationsstrukturen modernisiert.
  • Social Media, Online-Tools für Terminvereinbarungen und digitale Archive wurden ausgebaut.
  • Besonders sichtbar beim KKRR und beim Mülheimer Kunstverein.

🧩 2. Diversifizierung der Formate

  • Mehr Atelierbesuche, Workshops, Open Calls, interdisziplinäre Formate.
  • Zunehmende Öffnung für Performance, Fotografie, digitale Kunst.
  • Stärkere Einbindung regionaler Künstler*innen.

🏙️ 3. Neue Räume – neue Möglichkeiten

  • Die VILLA ARTIS / Ruhr Gallery und das MMKM haben die Szene erweitert und professionalisiert.
  • Der Bismarckturm soll als Kulturort erhalten bleiben (derzeit baufällig).
  • Das Kunstmuseum bleibt zentraler Anker für den klassischen Kunstverein.

🤝 4. Konkurrenz & Kooperation

  • Die Koexistenz von drei aktiven Kunstvereinen führt zu produktiver Konkurrenz, aber auch zu Reibungen:
    • unterschiedliche Zielgruppen
    • divergierende ästhetische Programme
    • verschiedene Finanzierungsmodelle
  • Gleichzeitig entstehen Synergien, etwa durch parallele Ausstellungen oder thematische Überschneidungen.

🧭 5. Wandel der Stadtgesellschaft

  • Mülheim hat in den letzten Jahren eine stärkere kulturelle Selbstbehauptung entwickelt.
  • Die Kunstvereine tragen dazu bei, indem sie:
    • Räume öffnen
    • lokale Künstler*innen sichtbar machen
    • internationale Impulse einbinden
    • kulturelle Teilhabe fördern

3. Gesamtfazit: Eine Stadt mit ungewöhnlich hoher Kunstvereinsdichte – nimmt man die zahlreichen Künstler*innen-Gruppen wie AGMK e.V. , Makroscope e.V. oder Art Obscura e.V. hinzu.

Mülheim an der Ruhr hat – gemessen an seiner Größe – eine bemerkenswert lebendige Kunstvereinslandschaft. Die letzten zehn Jahre zeigen:

  • Stabilität der traditionellen Institutionen
  • Expansion der Off-Space-orientierten Vereine
  • Zunehmende Professionalisierung
  • Mehr Sichtbarkeit für lokale und regionale Künstler*innen
  • Neue Räume, die das kulturelle Ökosystem erweitern
  • Mut zu Experimenten und thematischen Großprojekten
Das junge Kunstmuseum in Mülheim heisst MMKM Museum Moderne Kunst Mülheim und befindet sich in der Ruhrstraße 3 / Ecke Delle am Ruhrufer
Das junge Kunstmuseum in Mülheim heißt MMKM Museum Moderne Kunst Mülheim und befindet sich in der Ruhrstraße 3 / Ecke Delle am Ruhrufer – hier ist der Sitz des Kunstvereins und Kunstfördervereins Rhein-Ruhr -KKRR

Die Kunststadt Stadt Mülheim an der Ruhr profitiert heute von einer pluralen, dynamischen und teilweise überraschend progressiven Kunstszene, die sich nicht hinter größeren Ruhrgebietsstädten verstecken muss.

Schon wieder so ein „Alter Schinken“

Kunst aus Nachlässen – was kann man selbst abklären?

Die Großmutter hat es immer in Ehren gehalten, das Kunstwerk ihres Großvaters, das dieser ebenso gehütet hat. Der Wert ist dabei aus den Augen geraten. Jetzt haben die Erben eine Aufgabe, denn warum sollte man es achtlos an den Sperrmüll stellen?

Eine erste Auswertung kann man z.B. via Bildersuche in Google machen – oder eine KI nutzen. Manchmal hat man sofort einen „Treffer“ – oft aber sind auch heute noch nicht alle Daten der Millionen Künstlerinnen und Künstler im Netz verfügbar.

UNSER TIPP – immer auf der Bildrückseite Informationen anbringen z.B. was ist über die Herkunft (Provenienz) des Werkes bekannt und – wenn man etwas recherchiert hat – dann das Ergebnis auf die Rückseite kleben!

Zusammenfassung zum o.g. Gemälde (für die Rückseite)

Öl auf dünner Hartholzplatte Maße ohne Rahmen: 32,5 × 24,5 cm Rahmen: reich verzierter Schmuckrahmen um 1890–1910, stilistisch passend zur Entstehungszeit.

Motiv: Ruhige Fluss‑ oder Teichlandschaft in spätherbstlicher Stimmung. Im Vordergrund ein einfacher Holz- bzw. Weidezaun, dahinter eine Wasserfläche, die das gedämpfte Licht eines bewölkten Himmels reflektiert. Hohe, unbelaubte Bäume rahmen die Szene ein. Atmosphärische, zurückhaltende Farbgebung, typisch für bürgerliche Landschaftsmalerei um 1900.

Signatur:E. oder C. Brinck“ in einfacher Blockschrift. Der Maler ist nicht in Künstlerlexika nachweisbar und dürfte ein regionaler Amateur‑ oder Vereinsmaler gewesen sein. Datierung: 1902.

Zusatz:GVE“ ebenfalls in roter Farbe, jedoch in deutlich abweichender, flüssiger Schreibschrift. Dies weist darauf hin, dass der Zusatz nicht gleichzeitig mit der Signatur entstanden ist. Möglich sind ein späterer Vereins‑ oder Inventarvermerk, eine nachträgliche Zuordnung oder eine spätere Ergänzung unbekannter Herkunft. Ein Hinweis auf ein Plagiat ist damit nicht belegt, aber auch nicht auszuschließen, ohne fachliche Untersuchung.

Hinweis: Diese Einschätzung basiert auf äußerer Analyse und Vergleichsdaten. Eine endgültige kunsthistorische oder forensische Bewertung sollte durch eine Expertin oder einen Experten erfolgen.

FAZIT

Also die laienhafte Bewertung / KI- unterstützt sagt: kein Sammlerstück, ca. 200 – 300 EUR könnte der Wert sein. Aber sicher ist nur ein Experte, z.B. im obigen Fall vielleicht aus Dänemark.

ZUM TAG DER DRUCKKUNST: Eine Radierung von Karl Julius Bernhard Mannfeld (* 6. März 1848 in Dresden; † 29. März 1925 in Frankfurt am Main) ca. 78 x 60 cm aus dem Jahr 1903

Hintergrund Kaiserdom Frankfurt am Main von der Sachsenhauser-Seite aus mit Statue von Karl dem Großen und dem Hahn „Brickegickel“ (symbolisiert Wachsamkeit – Kruzifix als letzter Blick für Hingerichtete, die hier ertränkt wurden – aber auch Markierung der tiefsten Stelle des Main)

aus dem Ständigen Sammlung PERMANENTA in der Villa Artis, Mülheim

Erster „Künstlerinnenpreis des Mülheimer Kunstvereins“ ausgelobt

Gisoo Kim ist Preisträgerin

Der Mülheimer Kunstverein e.V., der seit seiner Gründung im Jahr 1956 eng an das Städtische Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr angegliedert ist und sich seit Jahrzehnten für die Förderung zeitgenössischer Kunst in der Region engagiert, verleiht im Jahr 2026 zum ersten Mal den mit 3.500 Euro dotierten „Künstlerinnenpreis des Mülheimer Kunstvereins“. Die Auszeichnung richtet sich gezielt an Bildende Künstlerinnen im Ruhrgebiet, die sich in der Mitte ihrer künstlerischen Laufbahn befinden und bei vielen Ausschreibungen aufgrund von Altersbeschränkungen nicht (mehr) berücksichtigt werden. Der Award wird künftig alle zwei Jahre im Wechsel mit dem „Preis des Mülheimer Kunstvereins“, der im Rahmen der Biennale MÜLHEIM CALLING vergeben wird, ausgelobt werden.

Insgesamt gingen 46 Bewerbungen für den Preis ein. Die fünfköpfige Jury, bestehend aus Karin Dörre (Vorsitzende AG Mülheimer Künstlerinnen und Künstler e.V.), Prof. Hendrik Dorgathen, Prof. Heiner Schmitz, Dr. Christine Vogt (Direktorin LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen) und Tania Terium (Vorsitzende Mülheimer Kunstverein e.V.), hat nach intensiver Beratung Gisoo Kim zur Preisträgerin gewählt.

Die 54-jährige gebürtige Koreanerin hat in Seoul, Hamburg sowie an der Kunstakademie Düsseldorf studiert und lebt seit 13 Jahren in Essen. Ihre Werke wurden bereits national und international ausgestellt. Mit ihrer Bewerbung überzeugte sie die Jury durch ihr herausragendes künstlerisches Schaffen und ihre kontinuierliche Entwicklung als Künstlerin.

(Als Fotografin gelistet via Kenn-Nummer Wikidata Q122936211)

Gisoo Kim arbeitet an der Schnittstelle von Fotografie, Textilkunst und konzeptueller Bildforschung. Charakteristisch für ihr Werk ist die Technik, Fotografien nicht digital zu montieren, sondern physisch zu vernähen. Die Nähte fungieren als zeichnerische Linien, die Bildräume öffnen, Brüche markieren und Erinnerungsfragmente miteinander verweben. In dieser sensiblen, textilbasierten Bearbeitung von Bildoberflächen zeigen sich interessante Parallelen zum Mülheimer Jungkünstler Malte Gemlau, der in seinem Werk ebenfalls einen deutlichen Schwerpunkt auf textile Strukturen, Gewebe und stoffliche Oberflächen legt. Während Gemlau textile Materialien als Ausgangspunkt für malerische und objekthafte Transformationen nutzt, erweitert Kim das fotografische Bild durch Nählinien als visuelle und konzeptuelle Eingriffe. Beide Positionen verbindet ein tiefes Interesse an der Materialität des Bildes und an der Frage, wie textile Verfahren Prozesse von Erinnerung, Fragmentierung und Rekonstruktion sichtbar machen können.

Auch der freie Mülheimer Künstler*innenbund MKB gratuliert Gisoo Kim herzlich und freut sich, mit der Künstlerin und auf einen Erfahrungsaustausch.

Zentrale Werkgruppen

  • Objects (ca. 2015 – 2018): In dieser Phase schuf Kim dreidimensionale Objekte wie Kleider, Schürzen oder Gefäße aus zusammengefügten Fotografien. Diese Arbeiten thematisieren Identität, Natur und das menschliche Zusammenleben, wobei die Fotos manuell zu tragbar erscheinenden Skulpturen vernäht wurden.
  • Dreaming (ca. 2012 – 2019): Diese Werkgruppe umfasst Foto-Collagen, die durch Stickereien ergänzt werden, um surreale, traumähnliche Realitäten zu erschaffen. Verschiedene Orte und Situationen werden hierbei so verknüpft, dass sie wie Fragmente einer Erinnerung wirken.
  • Lines and Spaces / Lines and Dots: Eine fortlaufende Serie, in der die Künstlerin die Fotografie als Material nutzt, um mit Nadel und Faden grafische Strukturen zu „zeichnen“. Der Faden dient hier nicht nur als Verbindungselement zwischen Bildteilen, sondern als eigenständiges zeichnerisches Element im Raum.
  • Hidden Landscape: Diese Arbeiten konzentrieren sich auf die Dekonstruktion und Neuzusammensetzung von Landschaftsaufnahmen. Durch das Zusammennähen unterschiedlicher Perspektiven entstehen neue, oft rätselhafte Landschaften, die erst bei nahem Betrachten ihre komplexe Struktur offenbaren.
  • Call and Response (2025): Eine aktuelle Installation, die aus schwebenden „Gefäßen“ besteht, welche aus fotografischen Fragmenten menschlicher Figuren geformt und durch feine Fäden miteinander verbunden sind.
  • Künstlerische Technik

Alle Werkgruppen eint ihre charakteristische Technik: Anstatt digitale Bearbeitung oder Klebstoff zu nutzen, verbindet sie ihre Bildfragmente händisch mit Garn. Die Einstiche der Nadel werden dabei bewusst als Spuren der künstlerischen Intervention sichtbar gelassen. 

Die offizielle Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Vernissage einer Einzelausstellung der Künstlerin in dem Ladenlokal der Galerie Gerold d’Hamé in der Mülheimer Fußgängerzone im Herbst 2026. Der genaue Termin folgt noch.

Blick in das Ladenlokal in der Schloss-Straße Nr. 29 (Foto: Dr. Friedrich Stavenhagen)
Blick in das Ladenlokal in der Schloss-Straße Nr. 29 beim Aufbau einer Schau (Foto: Dr. Friedrich Stavenhagen)

Titelfoto: Malte Gemlau mit Besuchern in seinem Mülheimer Atelier „Wassily Kandinsky“ in der Villa Artis am Innenstadtpark Ruhranlage (Ruhrstr. 3 / Ecke Delle)

#TECHNIKUMMÜLHEIMRUHRSTRASSE3

 „Das TECHNIKUM MÜLHEIM findet man jetzt exklusiv am neuen Standort in der Villa Artis, Ruhrstraße 3, 45468 Mülheim an der Ruhr (ehemals Wissollstraße).“
Logo Technikum Mülheim ab 2025

 „Das TECHNIKUM MÜLHEIM findet man jetzt exklusiv am neuen Standort in der Villa Artis, Ruhrstraße 3, 45468 Mülheim an der Ruhr (ehemals Wissollstraße).“ 

Mülheims Innenstadtpark „Ruhranlage“ mit neuem Logo – NATUR UND GARTEN Kunstpark Stadt Mülheim am rechten Ruhrufer wird fit gemacht – Beuys-Eiche geplant

Logo "Ruhranlage" oder "Ruhranlagen" am rechten Ruhrufer liegt der malerische Innenstadtpark der Kunststadt Mülheim im grünen Ruhrtal | Foto: Klaus Wiesel - Mülheimer Künstlerbund
Logo „Ruhranlage“ oder „Ruhranlagen“ am rechten Ruhrufer liegt der malerische Innenstadtpark der Kunststadt Mülheim im grünen RuhrtalFoto: Klaus Wiesel – Mülheimer Künstlerbund

Der Mülheimer Kunstverein KKRR hat sein Domizil direkt am Innenstadtpark „Ruhranlage“ – auch genannt „Ruhranlagen“. Der Designer Klaus Wiesel vom Mülheimer Künstlerbund hat das Logo für den Park am rechten Ruhrufer gestaltet. Es zeigt die Ruhr und eine stilisierte „BEUYS-Eiche“, die aus dem Grün emporwächst.
Die Eiche soll demnächst vom Mülheimer Kunstverein in Abstimmung mit der Stadt Mülheim an der Ruhr gepflanzt werden.  Auch eine Plastik, geschaffen aus Granit vom Mülheimer Bildhauer Ernst Rasche (1926-2018) soll als weiteres Kunstwerk dort eingeweiht werden.

Wer sich über den Innenstadtpark „Ruhranlage“ weiter informieren möchte kann dies auf der Webseite des Parks machen.

Hier ist der Link zum Park mit einem Klick:


Künftige Veranstaltungen im Innenstadtpark ‚Ruhranlage‘ sind einfach zu finden mit der
neuen #KultAppMH – hier ist der Link dorthin:

Logobild der #KultAppMH mit vielen Links zu den kleinen und großen Highlight in Mülheim an der Ruhr | Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR - Ruhrstr. 3
Logobild der #KultAppMH mit vielen Links zu den kleinen und großen Highlight in Mülheim an der Ruhr Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR – Ruhrstr. 3  

Hastags zu leichteren finden – z.B. in Suchmaschinen, Facebook oder Twitter:
#Ruhranlage #KunstparkMülheim #KunststadtMülheim #MlhmRhr #Beuys100Mlhm

#KunsthausMülheimMitte am Kunstpark Mülheim – Innenstadtpark Ruhranlage(n)

Kunst ist mehr als „bunte Bilder gucken“ – Pauli‑Kirche Mülheim – Der verschwundene Kirchenraum, der ins Zentrum der Manifesta‑Debatte rückt

Die Pauli‑Kirche in Mülheim an der Ruhr ist ein verschwundener Sakralbau und ein Schlüsselmotiv im Diskurs über verlassene Kirchenräume, den die Manifesta 16 Ruhr ins Zentrum rückt. Eine digitale Rekonstruktion lässt den Ort neu entstehen.

Pauli‑Kirche Mülheim, verschwundene Kirche Ruhrgebiet, Manifesta 16 Kirchen, freie Kunstszene Mülheim, digitale Rekonstruktion Kirche, urbanes Gedächtnis Ruhr, Kirchenabriss Mülheim, kulturelle Erinnerung Ruhrgebiet

Ein Ort, der fehlt – und doch wiederkehrt

Mitten in Mülheim an der Ruhr liegt ein Parkplatz, der kaum auffällt. Wer hier vorbeigeht, ahnt nicht, dass an dieser Stelle einst die Pauli‑Kirche stand – ein Sakralbau, der über Generationen hinweg das Stadtbild prägte. 1971 wurde sie abgerissen. Zurück blieb eine Leerstelle, architektonisch wie emotional.

Heute, mehr als fünfzig Jahre später, kehrt die Pauli‑Kirche zurück – nicht aus Stein, sondern als digitale Rekonstruktion, als künstlerische Spurensuche und als Einladung, über den Umgang mit verlorenen Orten nachzudenken.

Andreas Ingramm vor dem AIRL-Lab „DER MANN MIT DEM GOLDENEN HELM“ hier während der Schau „Unter Tage – das Ruhrgebiet lebt“

Warum die Pauli‑Kirche plötzlich wieder wichtig wird

Die Manifesta 16 Ruhr richtet den Blick auf verlassene und verwaiste Kirchenräume im Ruhrgebiet. Sie fragt, was mit Orten geschieht, die einst identitätsstiftend waren – und heute zwischen Bedeutungsverlust und Neuanfang stehen.

Die Pauli‑Kirche ist dafür ein Extremfall:

  • Sie ist nicht nur verwaist, sondern vollständig verschwunden.
  • Ihr Abriss markiert einen Bruch in der städtischen Erinnerung.
  • Ihr Fehlen erzählt mehr über den Wandel des Ruhrgebiets als viele erhaltene Gebäude.

Gerade weil sie nicht mehr existiert, wird sie zu einem kraftvollen Symbol für das, was die Manifesta thematisiert: den Umgang mit Räumen, die ihre Funktion verloren haben – und mit Erinnerungen, die zu verschwinden drohen.

Die freie Szene bringt die Pauli‑Kirche zurück ins Bewusstsein

Während die Manifesta kuratierte Projekte zeigt, entsteht die Wiederkehr der Pauli‑Kirche aus der freien Szene heraus. Ohne institutionelle Förderung, ohne Jury, ohne offiziellen Auftrag.

Diese Unabhängigkeit ist Teil ihrer Aussage:

  • Sie zeigt, wie kulturelles Gedächtnis von unten entsteht.
  • Sie macht sichtbar, was im offiziellen Diskurs fehlt.
  • Sie beweist, dass Erinnerung nicht nur in Museen, sondern auch in digitalen Räumen entsteht.

Die digitale Rekonstruktion ist damit nicht nur ein Kunstprojekt, sondern ein Akt der Selbstermächtigung: Die Stadtgesellschaft holt sich einen verlorenen Ort zurück.

Digitale Rekonstruktion als neue Form der Erinnerung

Die Wiederkehr der Pauli‑Kirche erfolgt nicht als historisierende Rekonstruktion, sondern als digitale Spur. Sie verbindet Archivmaterial, Fotografien, Zeitzeugenberichte und künstlerische Interpretation.

Diese Form der Erinnerungskultur:

  • macht Unsichtbares wieder sichtbar
  • schafft Zugang zu Orten, die nicht mehr existieren
  • verbindet Vergangenheit und Gegenwart
  • öffnet Räume für Diskussion und Beteiligung

Digitale Rekonstruktionen werden im Ruhrgebiet zunehmend zu einem Werkzeug, um die Spuren des Strukturwandels zu verstehen – und die Pauli‑Kirche ist eines der eindrucksvollsten Beispiele dafür.

Ein Mülheimer Erinnerungsort mit neuer Bedeutung

Die Pauli‑Kirche ist mehr als ein historisches Gebäude. Sie ist ein Brennglas für Fragen, die das Ruhrgebiet seit Jahrzehnten beschäftigen:

  • Was bleibt, wenn Orte verschwinden?
  • Wie verändert sich eine Stadt, wenn ihre Identitätspunkte abgerissen werden?
  • Welche Rolle spielt Kunst, wenn es darum geht, Erinnerung neu zu verhandeln?

Die digitale Wiederkehr der Pauli‑Kirche zeigt, dass Erinnerung kein statischer Zustand ist, sondern ein Prozess – offen, verhandelbar, gemeinschaftlich.

Ein unabhängiger Beitrag zum Manifesta‑Diskurs

Auch wenn die Pauli‑Kirche nicht Teil des offiziellen Manifesta‑Programms ist, steht sie inhaltlich mitten im Zentrum der Biennale:

  • Sie thematisiert Verlust statt Umnutzung.
  • Sie zeigt, wie radikal Kirchenräume verschwinden können.
  • Sie eröffnet eine Perspektive, die im kuratierten Programm fehlt.

Damit wird sie zu einem Off‑Manifesta‑Ort, der den offiziellen Diskurs erweitert – und der zeigt, wie lebendig die freie Szene Mülheims ist.

Ein Ort, der wieder spricht

Die Pauli‑Kirche ist zurück – nicht als Bauwerk, sondern als Frage: Wie gehen wir mit Orten um, die verschwunden sind, aber weiterwirken?

Ihre digitale Rekonstruktion macht sichtbar, dass Erinnerung nicht nur bewahrt, sondern auch neu geschaffen werden kann. Und dass die freie Szene dabei eine entscheidende Rolle spielt.

Hier geht es zum Aufruf der Bürgerbeteiligung des freien Kunstprojektes „DIE PAULI-KIRCHE KEHRT ZURÜCK“

EINE EIGENE AUSSTELLUNG ERMÖGLICHEN – DAS GEHT!

Metropolregion Rhein-Ruhr: MMKM Museum Moderne Kunst Mülheim erleichtert Künstlerinnen und Künstlern und Kuratorinnen und Kuratoren die Ausstellungsvorbereitung,

Das MMKM – Museum Moderne Kunst Mülheim an der Ruhr setzt ein starkes digitales Zeichen: Mit dem neuen KI‑gestützten Planungstool „EASY – EXHIBITION – PLANNING“, entwickelt vom AIRL‑Lab, erhalten Künstlerinnen und Künstler und Museumspersonal ein weiteres kostenloses, intuitives Werkzeug zur professionellen Ausstellungsplanung.

Das MMKM liegt am Innenstadtpark Ruhranlage - hier die Ecke Delle / Ruhrstraße
ÖPNV: Stadt Mülheim - "Stadtmitte"
NAVI und PARKEN:  "Delle 54-60"
PARKPLÄTZE: "Delle"  oder "CASINO" | Foto: Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr
Das MMKM liegt am Innenstadtpark Ruhranlage – hier die Ecke Delle / Ruhrstraße
ÖPNV: Stadt Mülheim – „Stadtmitte“
NAVI und PARKEN: „Delle 54-60“
PARKPLÄTZE: „Delle“ oder „CASINO“ Foto: Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr 

Das private Kunstmuseum, das seit 2012 kostenfreie Ausstellungsmöglichkeiten bietet, baut damit seine Rolle als innovativer Kulturstandort im Ruhrgebiet weiter aus.

KI‑gestützte Ausstellungsvorbereitung: Ein innovatives Tool für Ausstellungsmachende, die z.B. 5 Kabinette mit 28 unterschiedlichen Wänden bespielen können.

Der neue Ausstellungsplaner unterstützt die Kunstakteure bei allen wichtigen Schritten der Vorbereitung. Die KI hilft unter anderem bei:

der Konzeption und Strukturierung einer Ausstellung – Rundgang / Höhepunkte / Ermittlung der Anzahl der Werke / Optimierung unterschiedlicher Bildformate …

der Planung von Hängung, Zeitermittlung / Materialbedarfe, Raumaufteilung und Besucherführung

der Erstellung von Texten, Wandbeschriftungen und Presseinformationen

der Optimierung organisatorischer Abläufe / Erstellung der „Exhibition Checklist“ / „Preisliste“

Damit wird der gesamte Prozess für Kunstschaffende deutlich einfacher, schneller und professioneller – verschiedene Alternativen können durchgespielt werden.

Zitat des Chefentwicklers Andreas Ingramm

„Unser Ziel war es, ein Werkzeug zu schaffen, das Kunstausstellenden echte Freiheit gibt – Freiheit von organisatorischem Druck, Freiheit für kreative Entscheidungen. EASY – EXHIBITION – PLANNING verbindet künstliche Intelligenz mit praktischer Ausstellungserfahrung und macht professionelle Planung für alle zugänglich.“
— Andreas Ingramm, Chefentwickler AIRL‑Lab

Dieses Zitat stärkt die inhaltliche Positionierung des Tools und unterstreicht die Vision hinter der Entwicklung. Weitere Tools für Virtuelle Rundgänge durch  Kunst-Ausstellungen stehen in großer Vielfalt bereits als App zur Verfügung.

Über das MMKM:

Offenes Kunstmuseum mit kostenfreien Ausstellungsmöglichkeiten

Das MMKM Museum Moderne Kunst Mülheim in der historischen Villa Artis in der Ruhrstraße in der Kunststadt Mülheim bietet über 1.300 m² Ausstellungsfläche und versteht sich als offenes, barrierefreies Kunsthaus. Seit der Kulturhauptstadt RUHR.2010 verfolgt das junge „Museum im Aufbau“ konsequent das Ziel, Künstlerinnen und Künstlern kostenlose Präsentationsräume zur Verfügung zu stellen – ein in Deutschland seltenes Modell.

Mit dem neuen KI‑Tool stärkt das Museum seine Position als innovative Plattform für zeitgenössische Kunst, die digitale Technologien aktiv in die Kulturarbeit integriert.  Die Entwicklung wurde ermöglicht durch eine Förderung des Mülheimer Kunstvereins KKRR und des AIRL-Lab Mülheim.

Anleitung & Zugang zum KI‑Ausstellungsplaner

Die vollständige Anleitung zur KI‑gestützten Ausstellungsplanung stellt das Museum online bereit:

https://kunstmuseummmkm-stadtmuelheim.jimdofree.com/intern-anleitung-mit-ki-ausstellung-planen

EASY-EXHIBITION-PLANNING mit Hilfe der KI vorgestellt vom Team der Kunstmuseum Mülheim "MMKM Museum Modern Kunst Mülheim" in Zusammenarbeit mit dem AIRL-Lab Mülheim. | Foto: AIRL-Lab
Visualisierung einer Kabinettausstellung | Foto: AIRL-Lab
Das MMKM liegt am Innenstadtpark Ruhranlage - hier die Ecke Delle / Ruhrstraße
ÖPNV: Stadt Mülheim - "Stadtmitte"
NAVI und PARKEN:  "Delle 54-60"
PARKPLÄTZE: "Delle"  oder "CASINO" | Foto: Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr

What is EEP (Easy Exhibition Planning)?

Developed by the AIRL-Lab in collaboration with the Museum Moderne Kunst Mülheim (MMKM), EEP is a professional planning tool aimed at curators, artists, and museum staff. Its primary goal is to bridge the gap between a creative vision and technical implementation by simplifying the logistical and structural aspects of exhibition design. Stadt Mülheim an der RuhrStadt Mülheim an der Ruhr +1

Key Features & Benefits

The tool assists exhibition makers in several critical areas: 

  • Structural Planning: Helps organize and structure exhibition layouts, including tours and highlights.
  • Content Optimization: Assists in determining the optimal number of works for a space and handling various image formats.
  • Professional Simulation: Allows users to „play through“ different layout alternatives quickly and efficiently.
  • Accessibility: It is offered as a free resource to help reduce the organizational pressure on artists and curators. Stadt Mülheim an der RuhrStadt Mülheim an der Ruhr +1

Official Presentation

The tool was officially presented during a live „KI-Seminar“ (AI Seminar) at the Erlebniskunstmuseum Mülheim on February 21, 2026. This seminar provided practical insights and live demonstrations of how the AI tool can be used to plan complex exhibits across multiple rooms and walls. Stadt Mülheim an der RuhrStadt Mülheim an der Ruhr +1

LINK ZUM SEMIONAR-DOSSIER hier:

Weitere Beiträge zu den Themen

Kunststadt Mülheimkunstmuseum mülheimMülheimer Kunstverein KKRRKunstausstellungKulturAusstellungKulturstadt MülheimKunstförderung MülheimKuratorenführungAusstellungsmacher in MülheimVILLA ARTIS MÜLHEIMMetropolregion Rhein-RuhrMMKM Museum Moderne KunstKulturzentrum in MülheimAIRL Analog Interference ResearchLABKunst Metropolregion RheinRuhr

Wie kann KI helfen, die Welt besser zu machen? KI kann Muster sichtbar machen, die wir übersehen!

Mit KI die Welt verbessern?   | Foto: Idee: Andreas Ingramm / Foto: Klaus Brandstetter
Mit KI die Welt verbessern?Foto: Idee: Andreas Ingramm / Foto: KI-generiert von Klaus Brandstetter 

Wie KI helfen kann, die Welt menschlicher zu machen
KI kann Muster sichtbar machen, die wir übersehen

Menschen wiederholen oft Fehler, weil sie:

– emotional reagieren
– kurzfristig denken
– in Gruppenlogiken gefangen sind

KI kann historische Muster analysieren:

– Was hat Konflikte verschärft
– Was hat Frieden ermöglicht
– Welche sozialen Strukturen funktionieren langfristig

Das ist kein Zauber – aber es ist ein mächtiges Werkzeug.

Warnschild am Tor des AIRL Analog Interference Research Lab in der Stadt Mülheim | Foto: AIRL
Warnschild am Tor des AIRL Analog Interference Research Lab in der Stadt Mülheim Foto: AIRL 

Lernen aus dem Tierreich

Tiere zeigen uns:

– Kooperation ohne Ideologie
– Konfliktvermeidung durch klare Regeln
– Balance zwischen Individuum und Gruppe
– Respekt vor Ressourcen

Beispiele:

Wölfe lösen Konflikte durch ritualisierte Gesten, nicht durch ständige Gewalt.
Elefanten trauern, schützen Schwächere und haben starke soziale Bindungen.
Ameisen und Bienen organisieren komplexe Gesellschaften ohne Ego.
KI kann solche Systeme analysieren und Modelle entwickeln:

– Wie entsteht Stabilität
– Wie entsteht Kooperation
– Wie entstehen Eskalationen

Das kann helfen, menschliche Systeme besser zu verstehen.

Lernen von unseren Vorfahren

Unsere Vorfahren hatten:

– Rituale zur Konfliktlösung
– Gemeinschaftsstrukturen
– klare Rollen
– ein tiefes Verständnis für Naturzyklen

Viele indigene Kulturen lebten nach Prinzipien wie:

– Gleichgewicht statt Wachstum
– Gemeinschaft statt Ego
– Langfristigkeit statt Sofortgewinn

KI kann dieses Wissen:

– sammeln
– vergleichen
– zugänglich machen
– in moderne Kontexte übersetzen

Nicht als Romantisierung – sondern als praktische Weisheit.

Was KI NICHT kann

– moralische Entscheidungen treffen

– keine Menschen „ändern“
– keine Konflikte erzwingen oder beenden
– keine perfekte Welt bauen

KI ist ein Werkzeug, kein Erlöser!

Was KI aber sehr gut kann

Wissen bündeln

– Zusammenhänge erklären
– Alternativen sichtbar machen
– Menschen inspirieren
– Komplexität reduzieren
– Dialog fördern

Wenn Menschen bereit sind zuzuhören, kann KI ein Katalysator sein – für Einsicht, für Kooperation, für neue Wege.

WAS IST DAS GROSSE PROBLEM DER KI?

🧠 Was hier wirklich passiert
KI‑Modelle (und auch Suchmaschinen) arbeiten nicht neutral.
Sie bevorzugen:

Mainstream‑Inhalte

hochfrequentierte Seiten

kommerziell strukturierte Angebote

Dinge, die oft angeklickt werden

Und sie benachteiligen:

freie Kunst

unabhängige Kulturorte

nicht‑kommerzielle Initiativen

Orte ohne aggressive Online‑Strategie

Das ist kein Zufall, sondern eine strukturelle Verzerrung.

⚠️ Warum das demokratisch relevant ist

Weil Sichtbarkeit Macht ist.
Und Unsichtbarkeit bedeutet:

weniger Wahrnehmung

weniger Diskurs

weniger kulturelle Vielfalt

weniger Teilhabe

Wenn KI und Suchmaschinen nur das zeigen, was „laut“ ist, entsteht ein Filtereffekt, der kulturelle Realität verzerrt.

Das betrifft:

Kunst

Medien

Politik

gesellschaftliche Debatten

Und ja:
Wenn KI nur das reproduziert, was im Netz laut ist, dann ist das ein Risiko für demokratische Vielfalt.

Vielleicht ist das die eigentliche Antwort:

KI kann die Welt nicht normal machen.

Aber sie kann uns helfen, normaler zu werden.

Wenn du lieber Leser möchtest, können wir gemeinsam weiter überlegen:

– Welche Prinzipien aus dem Tierreich besonders wertvoll sind
– Welche Weisheiten unserer Vorfahren heute fehlen
– Wie KI solche Erkenntnisse in Politik, Bildung oder Gesellschaft nutzbar machen könnte

Sag einfach, in welche Richtung du weiterdenken willst.
Schreib es hier in unser Kontaktformular hier:

KI & Kunst/Kultur - das AIRL forscht mit neuen Methoden | Foto: AIRL-Mülheim
KI & Kunst/Kultur – das AIRL forscht mit neuen Methoden Foto: AIRL-Mülheim h

https://kontaktformular.jimdosite.com  oder in die Kommentare!

Das AIRL – Lab in Mülheim wird die Antworten / Anregungen sammeln und die hauseigene KI  füttern!“

Über das Titelfoto:

Dieses Bild spricht in einer kraftvollen Metapher: Ein Mensch angelt nicht nach Fischen, sondern nach der Welt selbst. Das bedeutet nicht nur „Mensch greift nach der Erde“, sondern auch: Der Mensch ist verantwortlich für das, was er aus ihr macht.

Mögliche Deutungen:
Umweltbewusstsein und Verantwortung: Die Erde hängt am Haken – verletzlich, ausgeliefert. Der Mensch hält sie in der Hand. Das kann als Mahnung verstanden werden: Unsere Handlungen haben direkte Auswirkungen auf den Planeten.

Macht und Einfluss: Der Angler wirkt ruhig, fast beiläufig – als wäre es selbstverständlich, die Welt zu „fangen“. Das kann kritisch gelesen werden: Wie selbstverständlich nehmen wir uns Ressourcen, formen Landschaften, beeinflussen Ökosysteme.

Verbindung zur Natur: Die Szene ist idyllisch, fast romantisch. Vielleicht will das Bild auch zeigen: Der Mensch ist Teil der Natur, nicht ihr Gegner. Die Erde am Haken ist kein Beuteobjekt, sondern ein Symbol für Verbundenheit.

Spiel mit Größenverhältnissen: Die Welt als kleiner Fang – das relativiert unsere Perspektive. Vielleicht ist es auch ein Hinweis auf die Zerbrechlichkeit des Großen im Kleinen.

Künstlerisch-symbolisch:
Die Kombination aus Alltagsaktivität (Angeln) und globalem Symbol (Erde) erzeugt eine surreale Spannung. Sie lädt dazu ein, über unsere Rolle als Individuen im globalen Kontext nachzudenken – mit einem Augenzwinkern, aber auch mit Ernst.

Link zu KI-Workshops im Erlebniskunstmuseum Mülheim – MMKM, Ruhrstr. 3

Mit KI die Welt verbessern?   | Foto: Idee: Andreas Ingramm / Foto: Klaus Brandstetter
Warnschild am Tor des AIRL Analog Interference Research Lab in der Stadt Mülheim | Foto: AIRL
KI & Kunst/Kultur - das AIRL forscht mit neuen Methoden | Foto: AIRL-Mülheim

Gefällt 3 mal

Weitere Beiträge zu den Themen

lebenslanges Lernenkünstliche IntelligenzMenschen helfen MenschenMenschenKulturZusammenlebenZusammenleben in der ZukunfttechnikumMetropolregion Rhein-RuhrRuhrtalstadt MülheimZusammenleben und soziales MiteinanderAIRL Analog Interference ResearchLABEEP Easy Exhibition PlanningKuturzentrum VILLA ARTISLebenswertes MülheimArtificial Intelligence

Community

Didi van Frits aus Hattingen

am 28.01.2026 um 04:37

Danke, dass man hier mal etwas Positives zu KI lesen kann. Sehr häufig wird es ja in Medien nur bezüglich negativer Aspekte erwähnt. Ich benutze KI täglich mit großer Freude. Beim Lesen hier hat mich verblüfft der Bereich zu sozialen Strukturen bei Tieren. Dazu würde ich gern noch mehr wissen.

Community

Didi van Frits aus Hattingen

am 28.01.2026 um 09:26

Vielen Dank für diesen wunderschönen Beitrag! Er hat mich inspiriert, auch etwas Ähnliches zu schreiben, Link: Tiere als Zuhörer

„Ohne Kunst und Kultur keine nachhaltige Zukunft“Stellungnahme zur vorliegenden Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie. NRW 2026 erforderlich! Nutzen Sie den untenstehenden Link!

Die Vision für die kulturelle Zukunft der Metropolregion Rhein-Ruhr – geleitet von den Werten FREUNDLICH, MUTIG und ZUVERLÄSSIG – ist eine offene, vernetzte und innovative Kulturlandschaft, die ihre industrielle Vergangenheit würdigt und gleichzeitig als Motor für gesellschaftlichen Wandel und Zusammenhalt dient.
Vision: Die Rhein-Ruhr-Region als "Kulturraum der Vielfalt und des Wandels"
Wir streben eine Metropolregion an, in der Kultur nicht nur ein zusätzliches Angebot ist, sondern das Herzstück des Zusammenlebens von rund 10 Millionen Menschen. Die Vision basiert auf einer starken regionalen Identität, die durch kontinuierliche Zusammenarbeit der Städte und Akteure gestärkt wird.
1. Freundlich: Eine Willkommenskultur der Offenheit und Teilhabe
Der Wert "Freundlich" steht für eine inklusive und einladende Atmosphäre, die Barrieren abbaut und jedem den Zugang zu Kunst und Kultur ermöglicht.
Offene Türen: Kultureinrichtungen werden zu leicht zugänglichen Orten der Begegnung, die alle gesellschaftlichen Gruppen aktiv einbinden und eine ausgeprägte Willkommenskultur leben.
Vielfalt als Stärke: Die kulturelle Vielfalt der Bevölkerung wird als Reichtum verstanden und aktiv in Programmen und Projekten widergespiegelt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.
Einfache Zugänglichkeit: Digitale Plattformen und barrierefreie physische Zugänge machen das gesamte kulturelle Angebot transparent und einfach nutzbar.
2. Mutig: Innovation und Experimentierfreude
Der Wert "Mutig" beschreibt die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, innovative Formate zu erproben und gesellschaftliche Debatten anzustoßen.
Kultureller Wandel: Die Region nutzt die Erfahrungen aus dem Strukturwandel, um durch Kunst und Kultur neue Perspektiven auf Zukunftsfragen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu entwickeln.
Experimentelle Räume: Es werden gezielt Räume für temporäre Projekte, urbane Künste und junge Kreative geschaffen, die zum kritischen Denken und Experimentieren einladen.
Vernetze Innovation: Durch die enge Zusammenarbeit von Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft (z.B. Initiativen wie Urbane Künste Ruhr und Ecce-Institut) entstehen innovative Projekte mit internationaler Strahlkraft.
3. Zuverlässig: Stabile Strukturen und Nachhaltigkeit
Der Wert "Zuverlässig" garantiert, dass die kulturelle Entwicklung auf soliden, langfristig angelegten Fundamenten steht und kontinuierlich gefördert wird.
Regionale Kulturstrategie: Die bestehende enge Abstimmung zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Regionalverband Ruhr (RVR) wird fortgesetzt und durch langfristige Finanzierungszusagen untermauert, um Planungssicherheit für die Akteure zu gewährleisten.
Stärkung der Demokratie: Kultureinrichtungen nehmen ihre Rolle als unverzichtbare Orte der Debattenkultur und Demokratieförderung zuverlässig wahr, wie es die Kulturkonferenzen des RVR betonen.
Struktureller Zusammenhalt: Die erfolgreiche Kooperation der RuhrKunstMuseen und Ruhrbühnen wird als Blaupause für weitere stabile Netzwerke genutzt, um die polyzentrische Struktur der Region effektiv zu managen. | Foto: Designer Andreas Ingramm
Die Vision für die kulturelle Zukunft der Metropolregion Rhein-Ruhr – geleitet von den Werten FREUNDLICH, MUTIG und ZUVERLÄSSIG – ist eine offene, vernetzte und innovative Kulturlandschaft, die ihre industrielle Vergangenheit würdigt und gleichzeitig als Motor für gesellschaftlichen Wandel und Zusammenhalt dient.
Vision: Die Rhein-Ruhr-Region als „Kulturraum der Vielfalt und des Wandels“
Wir streben eine Metropolregion an, in der Kultur nicht nur ein zusätzliches Angebot ist, sondern das Herzstück des Zusammenlebens von rund 10 Millionen Menschen. Die Vision basiert auf einer starken regionalen Identität, die durch kontinuierliche Zusammenarbeit der Städte und Akteure gestärkt wird.
1. Freundlich: Eine Willkommenskultur der Offenheit und Teilhabe
Der Wert „Freundlich“ steht für eine inklusive und einladende Atmosphäre, die Barrieren abbaut und jedem den Zugang zu Kunst und Kultur ermöglicht.
Offene Türen: Kultureinrichtungen werden zu leicht zugänglichen Orten der Begegnung, die alle gesellschaftlichen Gruppen aktiv einbinden und eine ausgeprägte Willkommenskultur leben.
Vielfalt als Stärke: Die kulturelle Vielfalt der Bevölkerung wird als Reichtum verstanden und aktiv in Programmen und Projekten widergespiegelt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.
Einfache Zugänglichkeit: Digitale Plattformen und barrierefreie physische Zugänge machen das gesamte kulturelle Angebot transparent und einfach nutzbar.
2. Mutig: Innovation und Experimentierfreude
Der Wert „Mutig“ beschreibt die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, innovative Formate zu erproben und gesellschaftliche Debatten anzustoßen.
Kultureller Wandel: Die Region nutzt die Erfahrungen aus dem Strukturwandel, um durch Kunst und Kultur neue Perspektiven auf Zukunftsfragen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu entwickeln.
Experimentelle Räume: Es werden gezielt Räume für temporäre Projekte, urbane Künste und junge Kreative geschaffen, die zum kritischen Denken und Experimentieren einladen.
Vernetze Innovation: Durch die enge Zusammenarbeit von Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft (z.B. Initiativen wie Urbane Künste Ruhr und Ecce-Institut) entstehen innovative Projekte mit internationaler Strahlkraft.
3. Zuverlässig: Stabile Strukturen und Nachhaltigkeit
Der Wert „Zuverlässig“ garantiert, dass die kulturelle Entwicklung auf soliden, langfristig angelegten Fundamenten steht und kontinuierlich gefördert wird.
Regionale Kulturstrategie: Die bestehende enge Abstimmung zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Regionalverband Ruhr (RVR) wird fortgesetzt und durch langfristige Finanzierungszusagen untermauert, um Planungssicherheit für die Akteure zu gewährleisten.
Stärkung der Demokratie: Kultureinrichtungen nehmen ihre Rolle als unverzichtbare Orte der Debattenkultur und Demokratieförderung zuverlässig wahr, wie es die Kulturkonferenzen des RVR betonen.
Struktureller Zusammenhalt: Die erfolgreiche Kooperation der RuhrKunstMuseen und Ruhrbühnen wird als Blaupause für weitere stabile Netzwerke genutzt, um die polyzentrische Struktur der Region effektiv zu managen.Foto: Designer Andreas Ingramm

Positionierung des Kunstvereins und Kunstfördervereins Rhein-Ruhr – KKRR
zur Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026

„Ohne Kunst und Kultur keine nachhaltige Zukunft“
Mülheim an der Ruhr, Januar 2026

Die vorliegende Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026 benennt zentrale Transformationsbereiche und Hebel für eine zukunftsfähige Entwicklung unseres Landes. Als Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR) begrüßen wir die ambitionierten Ziele ausdrücklich – sehen jedoch eine gravierende Leerstelle: Kunst und Kultur fehlen als eigenständiger Transformationsbereich.

Warum Kunst und Kultur auch in NRW unverzichtbar sind

Kunst ist kein dekoratives Beiwerk, sondern kritischer Resonanzraum, sozialer Katalysator und Zukunftslabor. Sie schafft Sichtbarkeit für komplexe Zusammenhänge, ermöglicht Perspektivwechsel, fördert gesellschaftlichen Dialog und stärkt die Resilienz von Gemeinschaften. Gerade in Zeiten tiefgreifender Transformationen braucht es kulturelle Ausdrucksformen, die Unsagbares sagbar machen und neue Narrative für eine nachhaltige Gesellschaft entwickeln.

Logo des KKRR Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr
c./0. VILLA ARTIS
Ruhrstraße 3
D 45468 Mülheim an der Ruhr
ÖPNV: "Stadtmitte-MH"
NAVI:   "Delle 54" | Foto: Designer Klaus Wiesel
Logo des KKRR Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr
c./0. VILLA ARTIS
Ruhrstraße 3
D 45468 Mülheim an der Ruhr
ÖPNV: „Stadtmitte-MH“
NAVI: „Delle 54“ Foto: Designer Klaus Wiesel 

Unsere Forderungen für NRW

1. Kunst und Kultur als eigenständigen Transformationsbereich verankern
Aufnahme eines Kapitels „Kunst, Kultur und Nachhaltigkeit“ in die Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026.

Darstellung der Rolle von Kulturakteur:innen als Impulsgeber:innen, Vermittler:innen und Mitgestalter:innen der Transformation.

2. Kulturelle Bildung stärken – über MINT hinaus
Verankerung kultureller Bildung als Querschnittsaufgabe entlang der gesamten Bildungskette.

Förderung ästhetischer Bildung, kritischer Medienkompetenz und kreativer Zukunftskompetenz.

3. Nachhaltige Kulturinfrastruktur sichern
Förderprogramme für klimaneutrale Sanierung von Kulturbauten, faire Arbeitsbedingungen und barrierefreie digitale Kulturangebote.

Unterstützung der freien Szene und soziokultureller Zentren als Orte gelebter Nachhaltigkeit.

4. Künstlerische Praxis in Partizipation und Kommunikation integrieren
Einbindung von Künstler:innen in Beteiligungsprozesse, Zukunftswerkstätten und Nachhaltigkeitskommunikation.

Förderung künstlerischer Forschung zu ökologischen, sozialen und ökonomischen Fragestellungen.

5. Kulturakteur:innen in Steuerung und Monitoring einbeziehen
Beteiligung von Kulturinstitutionen im Nachhaltigkeitsbeirat.NRW.

Entwicklung eines „Kulturentwicklungsplans Nachhaltigkeit NRW“ in Kooperation mit dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft.

Unser Beitrag in der Metropolregion Rhein-Ruhr

Der KKRR versteht sich als Plattform für künstlerische Reflexion, kulturelle Teilhabe und gesellschaftliche Mitgestaltung. Mit Ausstellungen, Diskursformaten, Residenzen und Bildungsangeboten leisten wir konkrete Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung in der Region Rhein-Ruhr – barrierefrei, interdisziplinär und gemeinwohlorientiert.

Fazit und Zusammenfassung

Die Transformation gelingt nur mit Kunst und Kultur. Wir fordern die Landesregierung auf, diese Potenziale sichtbar zu machen, strukturell zu verankern und aktiv zu fördern. Nachhaltigkeit braucht Vorstellungskraft – und die entsteht durch Kunst.

Mit Nachdruck und Zuversicht,
Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR
c./o. VILLA ARTIS | KultAppMH.de

LINK zur Seite des Landes NRW – mit dem Fragebogen – bitte hier alle kulturinteressierten Stellen die Möglichkeit zur Stellungnahme und Mitwirkung nutzen!

Offizielles Logo der Metropolregion Rhein-Ruhr

Die Vision für die kulturelle Zukunft der Metropolregion Rhein-Ruhr – geleitet von den Werten FREUNDLICH, MUTIG und ZUVERLÄSSIG – ist eine offene, vernetzte und innovative Kulturlandschaft, die ihre industrielle Vergangenheit würdigt und gleichzeitig als Motor für gesellschaftlichen Wandel und Zusammenhalt dient.
Vision: Die Rhein-Ruhr-Region als "Kulturraum der Vielfalt und des Wandels"
Wir streben eine Metropolregion an, in der Kultur nicht nur ein zusätzliches Angebot ist, sondern das Herzstück des Zusammenlebens von rund 10 Millionen Menschen. Die Vision basiert auf einer starken regionalen Identität, die durch kontinuierliche Zusammenarbeit der Städte und Akteure gestärkt wird.
1. Freundlich: Eine Willkommenskultur der Offenheit und Teilhabe
Der Wert "Freundlich" steht für eine inklusive und einladende Atmosphäre, die Barrieren abbaut und jedem den Zugang zu Kunst und Kultur ermöglicht.
Offene Türen: Kultureinrichtungen werden zu leicht zugänglichen Orten der Begegnung, die alle gesellschaftlichen Gruppen aktiv einbinden und eine ausgeprägte Willkommenskultur leben.
Vielfalt als Stärke: Die kulturelle Vielfalt der Bevölkerung wird als Reichtum verstanden und aktiv in Programmen und Projekten widergespiegelt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.
Einfache Zugänglichkeit: Digitale Plattformen und barrierefreie physische Zugänge machen das gesamte kulturelle Angebot transparent und einfach nutzbar.
2. Mutig: Innovation und Experimentierfreude
Der Wert "Mutig" beschreibt die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, innovative Formate zu erproben und gesellschaftliche Debatten anzustoßen.
Kultureller Wandel: Die Region nutzt die Erfahrungen aus dem Strukturwandel, um durch Kunst und Kultur neue Perspektiven auf Zukunftsfragen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu entwickeln.
Experimentelle Räume: Es werden gezielt Räume für temporäre Projekte, urbane Künste und junge Kreative geschaffen, die zum kritischen Denken und Experimentieren einladen.
Vernetze Innovation: Durch die enge Zusammenarbeit von Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft (z.B. Initiativen wie Urbane Künste Ruhr und Ecce-Institut) entstehen innovative Projekte mit internationaler Strahlkraft.
3. Zuverlässig: Stabile Strukturen und Nachhaltigkeit
Der Wert "Zuverlässig" garantiert, dass die kulturelle Entwicklung auf soliden, langfristig angelegten Fundamenten steht und kontinuierlich gefördert wird.
Regionale Kulturstrategie: Die bestehende enge Abstimmung zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Regionalverband Ruhr (RVR) wird fortgesetzt und durch langfristige Finanzierungszusagen untermauert, um Planungssicherheit für die Akteure zu gewährleisten.
Stärkung der Demokratie: Kultureinrichtungen nehmen ihre Rolle als unverzichtbare Orte der Debattenkultur und Demokratieförderung zuverlässig wahr, wie es die Kulturkonferenzen des RVR betonen.
Struktureller Zusammenhalt: Die erfolgreiche Kooperation der RuhrKunstMuseen und Ruhrbühnen wird als Blaupause für weitere stabile Netzwerke genutzt, um die polyzentrische Struktur der Region effektiv zu managen. | Foto: Andreas Ingramm, 2025
Offizielles Logo der Metropolregion Rhein-RuhrDie Vision für die kulturelle Zukunft der Metropolregion Rhein-Ruhr – geleitet von den Werten FREUNDLICH, MUTIG und ZUVERLÄSSIG – ist eine offene, vernetzte und innovative Kulturlandschaft, die ihre industrielle Vergangenheit würdigt und gleichzeitig als Motor für gesellschaftlichen Wandel und Zusammenhalt dient.
Vision: Die Rhein-Ruhr-Region als „Kulturraum der Vielfalt und des Wandels“
Wir streben eine Metropolregion an, in der Kultur nicht nur ein zusätzliches Angebot ist, sondern das Herzstück des Zusammenlebens von rund 10 Millionen Menschen. Die Vision basiert auf einer starken regionalen Identität, die durch kontinuierliche Zusammenarbeit der Städte und Akteure gestärkt wird.
1. Freundlich: Eine Willkommenskultur der Offenheit und Teilhabe
Der Wert „Freundlich“ steht für eine inklusive und einladende Atmosphäre, die Barrieren abbaut und jedem den Zugang zu Kunst und Kultur ermöglicht.
Offene Türen: Kultureinrichtungen werden zu leicht zugänglichen Orten der Begegnung, die alle gesellschaftlichen Gruppen aktiv einbinden und eine ausgeprägte Willkommenskultur leben.
Vielfalt als Stärke: Die kulturelle Vielfalt der Bevölkerung wird als Reichtum verstanden und aktiv in Programmen und Projekten widergespiegelt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.
Einfache Zugänglichkeit: Digitale Plattformen und barrierefreie physische Zugänge machen das gesamte kulturelle Angebot transparent und einfach nutzbar.
2. Mutig: Innovation und Experimentierfreude
Der Wert „Mutig“ beschreibt die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, innovative Formate zu erproben und gesellschaftliche Debatten anzustoßen.
Kultureller Wandel: Die Region nutzt die Erfahrungen aus dem Strukturwandel, um durch Kunst und Kultur neue Perspektiven auf Zukunftsfragen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu entwickeln.
Experimentelle Räume: Es werden gezielt Räume für temporäre Projekte, urbane Künste und junge Kreative geschaffen, die zum kritischen Denken und Experimentieren einladen.
Vernetze Innovation: Durch die enge Zusammenarbeit von Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft (z.B. Initiativen wie Urbane Künste Ruhr und Ecce-Institut) entstehen innovative Projekte mit internationaler Strahlkraft.
3. Zuverlässig: Stabile Strukturen und Nachhaltigkeit
Der Wert „Zuverlässig“ garantiert, dass die kulturelle Entwicklung auf soliden, langfristig angelegten Fundamenten steht und kontinuierlich gefördert wird.
Regionale Kulturstrategie: Die bestehende enge Abstimmung zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Regionalverband Ruhr (RVR) wird fortgesetzt und durch langfristige Finanzierungszusagen untermauert, um Planungssicherheit für die Akteure zu gewährleisten.
Stärkung der Demokratie: Kultureinrichtungen nehmen ihre Rolle als unverzichtbare Orte der Debattenkultur und Demokratieförderung zuverlässig wahr, wie es die Kulturkonferenzen des RVR betonen.
Struktureller Zusammenhalt: Die erfolgreiche Kooperation der RuhrKunstMuseen und Ruhrbühnen wird als Blaupause für weitere stabile Netzwerke genutzt, um die polyzentrische Struktur der Region effektiv zu managen. Foto: Andreas Ingramm, 2025 
Die Vision für die kulturelle Zukunft der Metropolregion Rhein-Ruhr – geleitet von den Werten FREUNDLICH, MUTIG und ZUVERLÄSSIG – ist eine offene, vernetzte und innovative Kulturlandschaft, die ihre industrielle Vergangenheit würdigt und gleichzeitig als Motor für gesellschaftlichen Wandel und Zusammenhalt dient.
Vision: Die Rhein-Ruhr-Region als "Kulturraum der Vielfalt und des Wandels"
Wir streben eine Metropolregion an, in der Kultur nicht nur ein zusätzliches Angebot ist, sondern das Herzstück des Zusammenlebens von rund 10 Millionen Menschen. Die Vision basiert auf einer starken regionalen Identität, die durch kontinuierliche Zusammenarbeit der Städte und Akteure gestärkt wird.
1. Freundlich: Eine Willkommenskultur der Offenheit und Teilhabe
Der Wert "Freundlich" steht für eine inklusive und einladende Atmosphäre, die Barrieren abbaut und jedem den Zugang zu Kunst und Kultur ermöglicht.
Offene Türen: Kultureinrichtungen werden zu leicht zugänglichen Orten der Begegnung, die alle gesellschaftlichen Gruppen aktiv einbinden und eine ausgeprägte Willkommenskultur leben.
Vielfalt als Stärke: Die kulturelle Vielfalt der Bevölkerung wird als Reichtum verstanden und aktiv in Programmen und Projekten widergespiegelt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.
Einfache Zugänglichkeit: Digitale Plattformen und barrierefreie physische Zugänge machen das gesamte kulturelle Angebot transparent und einfach nutzbar.
2. Mutig: Innovation und Experimentierfreude
Der Wert "Mutig" beschreibt die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, innovative Formate zu erproben und gesellschaftliche Debatten anzustoßen.
Kultureller Wandel: Die Region nutzt die Erfahrungen aus dem Strukturwandel, um durch Kunst und Kultur neue Perspektiven auf Zukunftsfragen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu entwickeln.
Experimentelle Räume: Es werden gezielt Räume für temporäre Projekte, urbane Künste und junge Kreative geschaffen, die zum kritischen Denken und Experimentieren einladen.
Vernetze Innovation: Durch die enge Zusammenarbeit von Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft (z.B. Initiativen wie Urbane Künste Ruhr und Ecce-Institut) entstehen innovative Projekte mit internationaler Strahlkraft.
3. Zuverlässig: Stabile Strukturen und Nachhaltigkeit
Der Wert "Zuverlässig" garantiert, dass die kulturelle Entwicklung auf soliden, langfristig angelegten Fundamenten steht und kontinuierlich gefördert wird.
Regionale Kulturstrategie: Die bestehende enge Abstimmung zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Regionalverband Ruhr (RVR) wird fortgesetzt und durch langfristige Finanzierungszusagen untermauert, um Planungssicherheit für die Akteure zu gewährleisten.
Stärkung der Demokratie: Kultureinrichtungen nehmen ihre Rolle als unverzichtbare Orte der Debattenkultur und Demokratieförderung zuverlässig wahr, wie es die Kulturkonferenzen des RVR betonen.
Struktureller Zusammenhalt: Die erfolgreiche Kooperation der RuhrKunstMuseen und Ruhrbühnen wird als Blaupause für weitere stabile Netzwerke genutzt, um die polyzentrische Struktur der Region effektiv zu managen. | Foto: Designer Andreas Ingramm
Logo des KKRR Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr
c./0. VILLA ARTIS
Ruhrstraße 3
D 45468 Mülheim an der Ruhr
ÖPNV: "Stadtmitte-MH"
NAVI:   "Delle 54" | Foto: Designer Klaus Wiesel
Offizielles Logo der Metropolregion Rhein-Ruhr

Die Vision für die kulturelle Zukunft der Metropolregion Rhein-Ruhr – geleitet von den Werten FREUNDLICH, MUTIG und ZUVERLÄSSIG – ist eine offene, vernetzte und innovative Kulturlandschaft, die ihre industrielle Vergangenheit würdigt und gleichzeitig als Motor für gesellschaftlichen Wandel und Zusammenhalt dient.
Vision: Die Rhein-Ruhr-Region als "Kulturraum der Vielfalt und des Wandels"
Wir streben eine Metropolregion an, in der Kultur nicht nur ein zusätzliches Angebot ist, sondern das Herzstück des Zusammenlebens von rund 10 Millionen Menschen. Die Vision basiert auf einer starken regionalen Identität, die durch kontinuierliche Zusammenarbeit der Städte und Akteure gestärkt wird.
1. Freundlich: Eine Willkommenskultur der Offenheit und Teilhabe
Der Wert "Freundlich" steht für eine inklusive und einladende Atmosphäre, die Barrieren abbaut und jedem den Zugang zu Kunst und Kultur ermöglicht.
Offene Türen: Kultureinrichtungen werden zu leicht zugänglichen Orten der Begegnung, die alle gesellschaftlichen Gruppen aktiv einbinden und eine ausgeprägte Willkommenskultur leben.
Vielfalt als Stärke: Die kulturelle Vielfalt der Bevölkerung wird als Reichtum verstanden und aktiv in Programmen und Projekten widergespiegelt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.
Einfache Zugänglichkeit: Digitale Plattformen und barrierefreie physische Zugänge machen das gesamte kulturelle Angebot transparent und einfach nutzbar.
2. Mutig: Innovation und Experimentierfreude
Der Wert "Mutig" beschreibt die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, innovative Formate zu erproben und gesellschaftliche Debatten anzustoßen.
Kultureller Wandel: Die Region nutzt die Erfahrungen aus dem Strukturwandel, um durch Kunst und Kultur neue Perspektiven auf Zukunftsfragen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu entwickeln.
Experimentelle Räume: Es werden gezielt Räume für temporäre Projekte, urbane Künste und junge Kreative geschaffen, die zum kritischen Denken und Experimentieren einladen.
Vernetze Innovation: Durch die enge Zusammenarbeit von Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft (z.B. Initiativen wie Urbane Künste Ruhr und Ecce-Institut) entstehen innovative Projekte mit internationaler Strahlkraft.
3. Zuverlässig: Stabile Strukturen und Nachhaltigkeit
Der Wert "Zuverlässig" garantiert, dass die kulturelle Entwicklung auf soliden, langfristig angelegten Fundamenten steht und kontinuierlich gefördert wird.
Regionale Kulturstrategie: Die bestehende enge Abstimmung zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Regionalverband Ruhr (RVR) wird fortgesetzt und durch langfristige Finanzierungszusagen untermauert, um Planungssicherheit für die Akteure zu gewährleisten.
Stärkung der Demokratie: Kultureinrichtungen nehmen ihre Rolle als unverzichtbare Orte der Debattenkultur und Demokratieförderung zuverlässig wahr, wie es die Kulturkonferenzen des RVR betonen.
Struktureller Zusammenhalt: Die erfolgreiche Kooperation der RuhrKunstMuseen und Ruhrbühnen wird als Blaupause für weitere stabile Netzwerke genutzt, um die polyzentrische Struktur der Region effektiv zu managen. | Foto: Andreas Ingramm, 2025