Rodion Bakum (re), Mitglied des Landtags und Mülheimer Parteivorsitzender der SPD – Fraktion eröffnete die Vernissage „FRIEDEN, FREIHEIT, EUROPA“ von Reinhard Fingerhut (li.) am 13. Januar 2026 im Düsseldorfer LandtagFoto: Andreas Ingramm
Kunst und Verfassung im Dialog – Ausstellung zum Grundgesetz im Düsseldorfer Landtag eröffnet
Zahlreiche Besucher*innen folgten der Einladung der SPD Fraktion im Düsseldorfer Landtag – die Ausstellung ist noch bis zum 4. Februar 2026 dort zu sehen. Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Mit einer eindrucksvollen Vernissage ist die Ausstellung zum Thema Grundgesetz im Düsseldorfer Landtag eröffnet worden. Der Mülheimer Landtagsabgeordnete Rodion Bakum begrüßte zahlreiche Gäste in den Räumen der SPD – Landtagsfraktion und erinnerte daran, wie sehr die jüngsten weltpolitischen Entwicklungen die Bedeutung einer stabilen demokratischen Ordnung vor Augen führen. Das Grundgesetz, so betonte er, sei nicht nur ein juristisches Fundament, sondern ein lebendiges Versprechen an die Gesellschaft.
Plakat zur Schau „FRIEDEN FREIHEIT EUROPA“ 13. Januar bis 4. Februar 2026 im Düsseldorfer Landtag Foto: Designer Klaus Wiesel
Die Schau präsentiert Werke des Künstlers Reinhard Fingerhut, die zuvor bereits in der Mülheimer Ruhr Gallery große Aufmerksamkeit erregt hatten. Nun sind sie an einem Ort zu sehen, der wie kaum ein anderer für parlamentarische Kultur steht. Bis zum 4. Februar 2026 können Besucherinnen und Besucher die Ausstellung im Landtag erleben.
Kuratorin Prof. Dr. Irene Daum führte in die Schau ein: Ziel der Werkreihe zum GRUNDGESETZ war:Alten Vorbildern folgend quasi im „Künstlerkollektiv“ mit der KI gemeinsam Kunst zu schaffen.Dabei ging es Fingerhut nicht nur um eine Kombination von analoger und digitaler Produktionstechnik.Grundlage war auch ein kreativ hybrider Dialogprozess mittels einer von ihm selbst und der Ki gemeinsam gestützten Kommunikation zwischen den originalen Grundgesetztexten und der KI.Jeder aufmerksame Betrachter wird für sich selbst feststellen können, ob es gelungen ist, mittels Bildantworten der Künstlichen Intelligenz und durch die Bildantworten hierauf unseren menschlich analogen Sinnesorganen angemessen narrative Bilder zu gestalten. Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Kuratorin Prof.Dr. Irene Daum führte in die Arbeitsweise Fingerhuts ein, der seine Motive im kreativen Austausch mit künstlicher Intelligenz entwickelt. Dieser ungewöhnliche Dialog verleiht den Bildern eine besondere Spannung: Jedes Werk fordert unmittelbar zur Auseinandersetzung heraus. In Kombination mit den im Raum verteilten Auszügen aus dem Grundgesetz entsteht ein vielschichtiger Denkraum, der Betrachterinnen und Betrachter zu eigenen Interpretationen anregt.
Einfühlsam vor beindruckender Kulisse: Miriam Fingerhut mit ihren zeitkritischen Songs bei der Finissage am 13. Jauar 2026 im Düsseldorfer Landtag Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Musikalisch begleitet wurde die Eröffnung von der Künstlerin Miriam Fingerhut, die mit selbst komponierten, kritisch reflektierenden Songs einen zusätzlichen emotionalen Akzent setzte. Die Verbindung aus Kunst, Musik und politischem Raum verlieh der Veranstaltung eine besondere Intensität.
Im Austausch unter den Gästen zeigte sich schnell ein gemeinsamer Gedanke: Angesichts globaler Herausforderungen wachse der Wunsch nach einer stärkeren europäischen Einheit. Die Ausstellung liefere – so der Tenor – Impulse für ein tieferes Verständnis demokratischer Werte und für die Frage, wie Europa künftig gestaltet werden könne.
Reinhard Fingerhut bei der Vernissage im Düsseldorfer Landtag am 13. Januar 2026. Sein Apell: Gründung der „Vereinigten Staaten von Europa“ a.s.a.p. ! Foto: Andreas Ingramm
So wurde die Vernissage zu mehr als einer Kunstpräsentation: Sie entwickelte sich zu einem lebendigen Forum über Freiheit, Verantwortung und die Zukunft des demokratischen Miteinanders. Ein Kunstfest mit Strahlkraft, das an einem symbolträchtigen Ort wichtige Debatten anstößt.
Die Ausstellung ist noch bis zum 4. Februar 2026 zu sehen – Eine Anmeldung ist erforderlich, beim Betreten des Landtags ist ein gültiges Ausweisdokument vorzuzeigen.
Nach drei Ausstellungen der Reihe „FRIEDEN, FREIHEIT, EUROPA“ in der Ruhr Gallery wanderte die Schau von Dr. Reinhard Fingerhut weiter in den Düsseldorfer Landtag, wo sie noch bis 4. Februar 2026 zu sehen ist. Foto: Dr. Friedrich Stavenhagen
Rückfragen bitte an den Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR , Ruhrstr. 3 – 45468 Ruhrtalstadt Mülheim via EMail: Museum@Kunststadt-MH.de oder mit diesem LINK:
Die Ruhr Gallery befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den Ruhrkunstmuseen und hat sich als Heimat vieler bedeutender zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler der Region etabliert. Das Haus verbindet historische Architektur mit aktuellen künstlerischen Positionen.
Das Leitmotiv für den jungen Mülheimer Kunstverein und Kuntförderverein KKRR lautet „BEGEGNUNGEN“. Es spiegelt sich in der offenen Gestaltung der Kunstsonntage wider – ein Event, bei dem Menschen, Kunst und unterschiedliche Perspektiven auf natürliche Weise aufeinandertreffen.
Ein lebensgroßer liegender Elefant auf Rollen – zur Kunstausstellung #ELEFANTimPORZELLANLADEN !? in der Ruhrtalstadt MülheimBEGEGNUNGEN mit Kunst & Kultur in der Ruhrstraße 3 in der Ruhrtalstadt
von unserem Kurator Dr. Friedrich Stavenhagen:
Kunst erleben in der Galerie Mülheim – Die Villa Artis als lebendiges Zentrum der Kunstszene Ruhrgebiet
Die Galerie Mülheim – „Ruhr Gallery“ oder „Galerie an der Ruhr“ – in der historischen Villa Artis hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der prägendsten Orte für zeitgenössische Kunst im Ruhrgebiet entwickelt. Als offene Kunstgalerie Mülheim bietet sie Künstlerinnen und Künstlern aus der Region wie auch internationalen Positionen eine Plattform, die weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlt. Besucherinnen und Besucher schätzen die besondere Atmosphäre des Hauses, das als Kunsthaus Mülheim längst einen festen Platz in der Kunstszene Ruhrgebiet einnimmt.
Ein Haus mit Geschichte: Villa Artis Mülheim
Die Villa Artis Mülheim in der Ruhrstraße 3 ist nicht nur architektonisch ein Juwel, sondern auch ein kultureller Ankerpunkt. Unter dem Namen „Galerie Mülheim Ruhrstraße“ ist das Haus zu einem lebendigen Treffpunkt für Kunstschaffende, Sammlerinnen und Sammler sowie kulturinteressierte Gäste geworden. Die besondere Lage im Herzen der Stadt am rechten Ruhrufer – direkt am malerischen Mülheimer Innenstadtpark „Ruhranlage“ macht die Villa zu einem idealen Ort für Ausstellungen, Workshops und Begegnungen.
Ausstellungen in Mülheim: Vielfalt und Qualität in der Ruhrtalstadt Mülheim
Wer eine Ausstellung Mülheim sucht, stößt unweigerlich auf die Villa Artis. Das Programm reicht von Malerei und Fotografie über Skulptur und Installation bis hin zu interdisziplinären Projekten. Jede Ausstellung wird kuratorisch sorgfältig entwickelt und eröffnet neue Perspektiven auf aktuelle künstlerische Themen. Die Vernissage Mülheim in der Villa Artis ist dabei regelmäßig ein gesellschaftliches Ereignis, das Kunstliebhaber aus dem gesamten Ruhrgebiet anzieht.
Kunst kaufen in Mülheim – direkt aus der MetropolRegion Rhein-Ruhr
Für Sammlerinnen und Sammler bietet die Galerie eine besondere Möglichkeit: Kunst kaufen Mülheim bedeutet hier, direkt mit den Künstlern Mülheim und der Region in Kontakt zu treten. Die persönliche Begegnung, die Beratung und die Transparenz des künstlerischen Prozesses schaffen Vertrauen und machen den Erwerb eines Kunstwerks zu einem besonderen Erlebnis. Die Galerie legt großen Wert darauf, regionale Talente sichtbar zu machen und gleichzeitig internationale Positionen einzubinden.
Die Kunst Ruhrstraße 3 – ein wachsender Kulturstandort
Die Adresse „Kunst Ruhrstraße 3“ hat sich zu einem Begriff entwickelt, der für Offenheit, Qualität und kulturelle Vielfalt steht. Das Haus fungiert nicht nur als Galerie, sondern zunehmend auch als Ort des Austauschs, der Bildung und der Vernetzung. Künstlergespräche, Führungen und Workshops erweitern das klassische Galerieformat und machen die Villa Artis zu einem lebendigen Kulturzentrum.
Ein neuer Blick auf das Kunstmuseum Ruhrstraße – das „MMKM Museum Moderne Kunst Mülheim“
Mit dem Begriff „Kunstmuseum Ruhrstraße“ wird häufig die besondere museale Qualität der Ausstellungen in der Villa Artis beschrieben. Obwohl die Galerie bewusst unabhängig und frei von institutionellen Zwängen arbeitet, erreicht sie in ihrer kuratorischen Arbeit ein Niveau, das sich mit etablierten Museen messen kann. Genau diese Mischung aus Professionalität und künstlerischer Freiheit macht den Ort so einzigartig.
Die Rolle der Galerie im Kontext der Kunst Ruhrgebiet – Ruhrkunst vom Feinsten!
Die Villa Artis ist heute ein wichtiger Bestandteil der Kunst Ruhrgebiet. Sie verbindet lokale Identität mit internationaler Offenheit und trägt dazu bei, die Region als dynamischen Kulturraum sichtbar zu machen. Die Kunstszene Ruhrgebiet ist geprägt von Vielfalt, Experimentierfreude und einem starken Netzwerkgedanken – Werte, die in der Galerie Mülheim täglich gelebt werden.
Ein Gewinn für die Stadt Mülheim an der Ruhr – die „Stadt am Fluß“
Die Ruhrgalerie Mülheim in der Villa Artis ist weit mehr als ein Ausstellungsort. Sie ist ein kulturelles Zentrum, ein Treffpunkt für die Kunstszene Ruhrgebiet, ein Ort für inspirierende Begegnungen und ein Raum, in dem Kunst in all ihren Facetten erlebt werden kann. Ob Ausstellung Mülheim, Vernissage Mülheim, Kunst kaufen Mülheim oder einfach ein Besuch in der Galerie Mülheim Ruhrstraße – die Villa Artis setzt Maßstäbe und prägt die kulturelle Identität der Stadt nachhaltig.
Ein Tag voller Kunst, Austausch und Freude
Dazu ein Bericht von Redakteurin Anna Greilinger:
Der Mülheimer Kunstsonntag bietet ein vielseitiges, kostenfreies Kunsterlebnis im Herzen der Stadt Mülheim. Er vereint Bildende Kunst, soziales Engagement, überraschende Installationen und kreative Begegnungen – perfekt für Kunstliebhaber*innen und Neugierige jeden Alters.
Titel: Elefant im Porzellanladen !? – Transformation durch Bruch
Ort: Mülheim an der Ruhr – VILLA ARTIS als symbolischer Knotenpunkt zwischen Tradition und
Aufbruch.
Narrativ: Der Elefant steht für das Unaufhaltsame, das Große, das Neue. Das Porzellan für das Zerbrechliche, das Alte, das Bewahrte. Der Bruch ist nicht nur
Zerstörung, sondern auch Befreiung von überkommenen Mustern.
Villa Artis als Herzstück des Mülheimer Kunstsonntags – Erlebnistag für Alle – Eintritt und Führungen stets frei!
Zuletzt öffnete sich Mülheim an der Ruhr wieder für einen Tag der offenen Kunst – und mittendrin pulsierte die Villa Artis wie ein kreatives Herz. Das historische Gebäude, einst Wohnhaus der Tengelmann-Gründerfamilie, wurde erneut zum Schauplatz für Begegnung, Reflexion und künstlerische Provokation.
Elefanten-Torso am Stadthafen der Ruhrtalstadt Mülheim by Andreas Ingramm, KKRR
Die Villa Artis war am Kunstsonntag nicht nur ein Ort – sie war eine Haltung. Ein Raum, in dem Kunst nicht dekoriert, sondern debattiert. Wer dort war, ging nicht nur mit Eindrücken, sondern mit Fragen nach Hause. Und vielleicht mit dem Gefühl, dass Kunst genau das darf: unbequem sein, berühren, bewegen.
Denkmal-Ensemble Ruhrstraße 3-9 in Mülheim – links die VILLA ARTIS (MMKM, RuhrGallery)
Die Kunststadt Mülheim an der Ruhr:
Mülheim an der Ruhr ist eine kunstsinnige Region mit ihren vielen Sammlern und Kunstengagierten
Der Mülheimer Kunstsonntag in der Villa Artis – BEGEGNUNGEN mit Kunst und Menschen
Preisverleihung „Neues Logo Metropolregion Rhein-Ruhr“ durch den Kunstförderverein KKRR
Auszug aus der Rede des Kurators Heiner Schmidt zur Preisverleihung an Andreas Ingramm
„…Was Andreas Ingramm hier geschaffen hat, ist kein Logo im herkömmlichen Sinne. Es ist ein visuelles Gedicht. Ein Gesicht, das uns anschaut – nicht als Fremde, sondern als Teil eines Ganzen. Zwei Kreise, die Landschaft und Stadt versinnbildlichen, und dazwischen ein Lächeln, geformt aus Rhein und Ruhr.
Dieses Zeichen ist mutig, weil es einfach ist. Es ist stark, weil es offen ist. Und es ist klug, weil es sich nicht aufdrängt, sondern einlädt.
Ingramm hat uns kein fertiges Bild gegeben. Er hat einen Rahmen geschaffen, in dem wir uns selbst erkennen können – als Bewohner:innen einer Region, die Vielfalt nicht nur duldet, sondern lebt.
Dass dieses Logo lizenzfrei ist, ist kein Nebensatz. Es ist ein Statement. Ein demokratisches Design, das sagt: Die Metropolregion gehört uns allen.
Lieber Andreas, mit deinem Entwurf hast du nicht nur einen Wettbewerb gewonnen. Du hast uns ein Gesicht gegeben – das lächelt, weil es weiß, dass Zukunft aus Verbindung entsteht.“
Das neue Logo der Metropolregion Rhein-Ruhr „Rhein-Ruhr – Gemeinsam sichtbar.“ „Wo Vielfalt lächelt.“ „Eine Region. Ein Gesicht. Viele Stimmen.“
6 Gründe, warum die Metropolregion Rhein‑Ruhr ein spannender Kulturspot in Europa ist von Dr. Sabine Schneiderbanger
Die Metropolregion Rhein‑Ruhr kombiniert industrielles Erbe, architektonische Ikonen, dezentrale Kunst im Stadtraum, aktive Stiftungs‑ und Sammlungslandschaft sowie programmatische Innovationen und lokale Ateliers. Die Folge ist eine dichte, vielfältige Kulturlandschaft mit hohem Experimentier‑ und Beteiligungspotenzial.
Was ist besonders?
1 Neue Impulse in bewährten Institutionen
Viele Häuser der Region erneuern Programm und Leitung, öffnen Sammlungen für jüngere, internationale Positionen und setzen stärker auf partizipative, publikumsoffene Formate. Beispiele für neues institutionelles Leben sind die Neuausrichtung des Kunstpalastes Düsseldorf oder Reaktivierung der Kunsthalle Barmen durch eine Kooperation zwischen Bergischer Universität und Stadt Wuppertal, die seit Oktober 2024 mit internationalen Ausstellungen und einem LAB‑Vermittlungsprogramm arbeitet.
2 Kunst & Architektur—der Wettlauf geht weiter
Die Region vereint bedeutende Bauten der Moderne mit punktuellen Neubauten: die von Mies van der Rohe gestalteten Häuser in Krefeld fungieren weiterhin als stimmungsvolle Ausstellungsorte und zeigen 2025 die erste große Perriand‑Retrospektive im deutschsprachigen Raum. Die private Langen Foundation in Neuss präsentiert zeitgenössische Sammlungen in einem spektakulären Tadao‑Ando‑Bau; 2025 war dort die Sammlung Ringier groß zu sehenlangenfoundation.de+1. Das Museum Abteiberg verbindet hochkarätige Gegenwartskunst mit Hans‑Hollein‑Architektur und zeigte 2025 die Ausstellung Park McArthur, die Zugänglichkeit und Abhängigkeit thematisiert.
3 Verwunschene Ausstellungsorte zwischen Natur und Industriebrachen
Urbane Transformationslandschaften werden als Ausstellungsräume genutzt: Die Institution Urbane Künste Ruhr aktiviert leerstehende Stadträume, ehemalige Gewerbe‑ und Industriebauten mit künstlerischen Interventionen und residencies; ihr Programm 2025 umfasste u. a. neue Arbeiten für den Emscherkunstweg und das Grand‑Snail‑Tour‑Format. Die Zeche Zollverein bleibt als UNESCO‑Welterbe ein Leuchtturm für Großevents, Ausstellungen und Festivals auf einem großflächigen ArealZollverein+1. Der Emscherkunstweg selbst ist heute eine öffentliche Kunstsammlung entlang des renaturierten Flusses und bringt Kunst in ungewöhnliche, naturnahe Orte.
4 Dezentralisierung und kulturelle Teilhabe
Die Kulturlandschaft ist bewusst polyzentrisch: Residenzen, Recherche‑Aufenthalte und dezentrale Ausstellungen (etwa die „Zu Gast“-Programme und die Recherche‑Stipendien der Urbane Künste Ruhr) fördern lokale Vernetzung, Forschung vor Ort und partizipative Formate, die sich explizit an Stadtgesellschaften richten. Solche Strukturen stärken lokale Initiativen, machen Kunst sichtbar und ermöglichen ungewohnte Begegnungsräume.
5 Starke Sammlerszene und Mäzene
Private und institutionelle Sammlungen und Stiftungsaktivitäten schaffen attraktive Wechselausstellungen: 2025 brachte die Langen Foundation die Sammlung Ringier nach Neuss, kuratiert von Beatrix Ruf und Wade Guyton, und ermöglichte damit eine umfangreiche Überblicksschau zeitgenössischer Positionen. Solche Leihkooperationen erhöhen die regionale Anziehungskraft für internationale Publikumsschwerpunkte.
6 Lokale Szene und künstlerische Infrastruktur (Die Ruhrtalstadt Mülheim als Beispiel)
Städte wie Mülheim an der Ruhr entwickeln sich zu lebendigen, erschwinglichen Kunstorten: Offene Ateliers, Ateliergemeinschaften und Förderformate wie der „Mülheimer Kunstsonntag“ oder die lokalen „KunstBlicke / Offene Ateliers“ schaffen Verbindungen zwischen Produzent:innen und Publikum; das städtische Kulturprogramm listet zahlreiche Ateliers, Vereins‑ und Ausstellungsorte sowie geförderte Veranstaltungen vor Ort. Diese kleinteilige Infrastruktur ist für Kunstaktive attraktiv und wirkt stabilisierend für eine langfristige Szeneentwicklung.
2026 ist das JAHR DES ELEFANTEN„Lebensfreude“ im Volksmund „Die drei Grazien“ auf der Schloßbrücke von Mükheim (Künstler: Heinrich Adolfs (1901-1964)
Das Besondere an der Ruhrtalstadt Mülheim ist, dass die Stadt – trotz ihrer industriellen Wurzeln – seit Jahrzehnten als pulsierender Schmelztiegel künstlerischer Kreativität gilt. Alte Industrieareale wurden zu lebendigen Kulturzentren umgestaltet, die ständig neue Talente anziehen und ebenso wieder abgeben. Diese kontinuierliche Bewegung garantiert, dass die Kunstszene in der Stadt Mülheim an der Ruhr niemals statisch ist, sondern sich stets erneuert und weiterentwickelt.
Die Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksformen zeigt sich in den zahlreichen Galerien, Ateliers und Kulturstätten, die in der Stadt entstanden sind. Hier verschmelzen traditionelle Kunstformen mit modernen Ansätzen: Von klassischer Malerei bis hin zu experimenteller Performance-Kunst ist alles vertreten. Der enge Austausch zwischen den Disziplinen – sei es Musik, bildende Kunst oder interdisziplinäre Projekte – eröffnet immer wieder neue Perspektiven und Impulse, die den Puls der Zeit widerspiegeln.
Ein erfahrenes Team aus allen Kulturbereichen wirkt an einem der innovativen Kunstzentren in der Stadt Mülheim an der Ruhr – der 1840 gegründeten VILLA ARTIS mit der Ruhr Gallery – und erlebt täglich, wie die Stadt ihre internationale Ausstrahlung bewahrt. Die Einrichtungen hier legen großen Wert darauf, nicht nur lokale Größen, sondern auch international renommierte Künstler:innen einzuladen – stets kombiniert mit hervorragenden pädagogischen Fähigkeiten. Dieser ausgewogene Ansatz macht Mülheim zu einem faszinierenden Ausbildungs- und Begegnungsort für Kunst im Herzen des Ruhrgebiets.
Besonders hervorzuheben ist auch die Leitung des städtischen Kunstmuseums in der Alten Post, das unter der inspirierenden Führung steht. Mit Weitsicht und Engagement fördert sie Projekte, die bewusst provozieren und herausfordern – künstlerische Vorstöße, die nicht immer sofort zugänglich oder verständlich sind, aber langfristig den Weg für neue Trends ebnen. Dieser Innovationsgeist und das langfristige Denken sind essenziell, um die Avantgarde voranzutreiben. Unterstützt werden die Aktivitäten durch die Kulturverwaltung und einen fachlich besetzten Kulturausschuss, der immer zu neuen Ideen und Projekten auffordert.
Die geografische Lage Mülheims im pulsierenden Ruhrgebiet, in unmittelbarer Nähe zu kulturell reichen Städten wie Duisburg, Essen und Düsseldorf, schafft ideale Voraussetzungen für einen regen interregionalen Austausch. So bleibt die Kunststadt Mülheim nicht nur ein lokaler Hotspot, sondern auch ein international attraktiver Ort der künstlerischen Ausbildung und zeitgenössischen Kunst – ein lebendiger Raum, in dem echte Kreativität keine Grenzen kennt.
Dr. Friedrich Stavenhagen, 2025
Solitär in der Kunststadt Mülheim: DIE VILLA ARTIS
–>> Ankündigung eines Kunstereignisses in der Ruhrtalstadt vom 27. September 2025 bis 12. April 2026
Natalie Czech – Zwischen Bild, Sprache und Klang
Mit Natalie Czech zeigt das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr eine Künstlerin, deren Arbeiten mit großer Präzision und gleichzeitig poetischer Offenheit die Schnittstellen von Fotografie, Text und Ton ausloten. Ihre Werke entstehen im Dialog mit Literatur, Musik und visueller Kultur und eröffnen neue Lesarten unserer alltäglichen Kommunikationsformen.
Czech, die ihre Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf absolvierte und bei Thomas Ruff – einem Schüler des legendären Fotografenpaares Bernd & Hilla Becher – studierte, steht in der Tradition konzeptueller Fotografie. Diese Linie erweitert sie jedoch konsequent durch sprachliche und akustische Elemente, die in ihren Arbeiten nicht bloß Zitat sind, sondern als gleichberechtigte Strukturen die visuelle Ebene durchdringen und ergänzen.
Die erste große institutionelle Einzelausstellung im deutschsprachigen Raum würdigt Czechs Werk als ein ästhetisch anspruchsvolles und zugleich zugängliches Spiel mit Bedeutungen. Plattencover, poetische Texte und Abspielgeräte werden zu Trägern einer visuellen Semantik, die den Klang als subtiles Echo mitdenkt. So wird Bild nicht nur gesehen, sondern auch „gehört“ – eine Einladung zur Wahrnehmung im erweiterten Sinne.
Mit dieser Ausstellung setzt das Kunstmuseum Mülheim unter der neuen Leitung von Dr. Stefanie Kreuzer ein klares Zeichen: Für eine Kunst, die Denken und Fühlen verbindet und intermediale Ausdrucksformen als relevanten Zugang zur Gegenwartskultur begreift.
Logo „Mülheim lohnt sich!“
Ein Paradies für Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhaber
Logo aus dem Jahr 2019 für die Kunstreihe des Mülheimer Kunstvereins KKRR „Mülheim is calling“Künstlertreff: v.l. Armin Tölke, Ivo Franz, Hans-Hermann Bottenbruch, Jutta Dammers-PlaßmannHA SCHULT bei seiner Ausstellung in der Ruhr Gallery – links Margarete Wietelmann, Kulturausschuss MHKunstprojekt „Bruno Bentley“ in der Rijrtalstadt Mülheim
Mülheim an der Ruhr, malerisch im Ruhrtal gelegen, ist längst mehr als nur ein Geheimtipp für Kunstfreunde. Die Stadt hat sich als pulsierendes Zentrum der Kunstszene etabliert und lockt mit einer Vielzahl an Highlights, die sowohl Traditionsliebhaber als auch moderne Kunstinteressierte begeistern.
Zentraler Anziehungspunkt ist das städtische Kunstmuseum, dessen Fundamente auf einer bedeutenden Privatsammlung basieren. Es bietet einen faszinierenden Einblick in die Kunstgeschichte und beherbergt eine beeindruckende Sammlung klassischer und moderner Werke. Wer sich jedoch mehr für zeitgenössische Kunst interessiert, sollte das MMKM – Museum Moderne Kunst Mülheim besuchen. Dieses private Kunstmuseum, das im stetigen Aufbau begriffen ist, beeindruckt mit ständig wechselnden Ausstellungen und internationalen Künstlern, die die moderne Kunst in all ihren Facetten zelebrieren.
„Hier spielt die Kunst“ – OpenStreetMap – Villa Artis – Ruhrstr, 3 / Ecke DelleLogo der Sammlung im MMKM by Designer Klaus WieselBlick in die Ausstellung „Ruhrpreisträger*innen“ in der Villa Artis in de Ruhrstr. 3 / Ecke Delle Besuche nach Vereinbarung!
Der Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft – Bereich „Bildende Kunst“ ist ein wichtiger Förderpreis für junge Kreative, da er mehrere zentrale Funktionen erfüllt:
Finanzielle Unterstützung: Der Preis bietet eine finanzielle Basis, die es den Preisträgern ermöglicht, neue Projekte zu realisieren, Materialien zu beschaffen oder sich stärker auf ihre künstlerische Entwicklung zu konzentrieren.
Anerkennung und Sichtbarkeit: Der Preis schafft Aufmerksamkeit für aufstrebende Talente und bietet eine Plattform, um ihre Werke einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Dies kann entscheidend für den Karrierestart sein.
Netzwerkmöglichkeiten: Preisträger erhalten oft Zugang zu etablierten Künstlern, Galeristen und Kuratoren. Dies kann zu neuen Kooperationen und Ausstellungsmöglichkeiten führen.
Traditionspflege und regionale Identität: Durch die Förderung junger Talente stärkt der Preis die Kunstszene im Ruhrgebiet und unterstreicht die Bedeutung der Region als Kulturstandort.
Impulsgeber für innovative Kunst: Indem er junge, experimentierfreudige Künstler auszeichnet, trägt der Preis dazu bei, neue Strömungen und Ideen in die Kunstszene einzubringen, was sowohl regional als auch überregional inspirierend wirkt.
Diese Aspekte zeigen, warum Preise wie der Ruhrpreis wesentlich sind, um künstlerisches Potenzial zu fördern und die kulturelle Landschaft nachhaltig zu bereichern.
Aquarellisten aus Mexiko-City in der Ruhrtalstadt Mülheim – ein Highlight der über 300 musealen Ausstellungen in der Ruhr Gallery
WDR – Lokalzeitvl. Cristela Baker und_ Emma Herrera Ortega
„Little-CHUCK“ Aquarell von Placido Merino, Mexiko-City in der Ständigen Sammlung PERMANENTA des Mülheimer Kunstvereins KKRR
Karin Dörre ermöglichte dem Mülheimer Kunstverein KKRR die Schau MEXIKO 8 in der VILLA ARTIS / Ruhr Gallery. Zwei Werke wurden verkauft. Das Aquarell „Little Chuck“ von Placido Merino erwarb der Verein für die Ständige Sammlung PERMANENTA.
Logo-FreieMülheimerKünstlerschaft gestaltet von Designer Klaus Wiesel
Doch die Kunststadt Mülheim hat noch viel mehr zu bieten: Zahlreiche Galerien und Kunsthäuser beleben das kulturelle Leben der Stadt. Besonders hervorzuheben sind die Galerie d’Hamé, die Galerie 46und die Ruhr Gallery, die mit außergewöhnlichen Ausstellungen und Events das ganze Jahr über begeistern. Diese Orte sind nicht nur Treffpunkt für Kunstliebhaber, sondern auch für Künstler selbst, die hier ihre Werke präsentieren und sich mit dem Publikum austauschen können.
Die historische Villa Artis in der Ruhrstraße 3 / Ecke Delle beheimatet neben einer Kunstgalerie das private „Kunstmuseum MMKM Museum Moderne Kunst Mülheim“ und in einem separaten Gebäude die ARTIST RESIDENCE RUHR – auch genannt „Kunsthaus Mülheim Mitte“Marga Steinwasser aus Buenos Aires, Argentinien mit Dr. Christian Esch, Direktor des NRW KULTURsekretariats 2014 in der Ruhr Gallery
Die Vielfalt der Mülheimer Kunstszene zeigt sich auch in den zahlreichen Kunsthäusern, die das Stadtbild prägen. Ob Malerei, Bildhauerei oder Installationen – hier findet jeder Kunstliebhaber sein persönliches Highlight.
Mülheim ist eine Stadt, in der Kunst nicht nur ausgestellt, sondern auch gelebt wird. Wer Kunst in all ihrer Vielfalt erleben möchte, kommt an dieser charmanten Stadt im Herzen des Ruhrgebiets nicht vorbei.
Mülheim an der Ruhr: Kunst, Kultur und Theater in perfekter Harmonie
Das Theater eunoia (only connect! & doghouse,theater) bei einer Brecht-Inszenierung
Mülheim an der Ruhr begeistert nicht nur mit einer lebendigen Kunstszene, sondern hat sich auch als kulturelles Zentrum weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Neben beeindruckenden Galerien, Kunsthäusern und Museen punktet die Stadt vor allem mit dem renommierten Theater an der Ruhr, das seit Jahren nationale und internationale Beachtung findet.
Das Theater an der Ruhrist ein echtes Aushängeschild der Stadt. Unter der künstlerischen Leitung von Roberto Ciulli hat sich das Theater zu einer Institution entwickelt, die weit über die Region hinaus für ihre innovativen Inszenierungen und mutigen künstlerischen Experimente gefeiert wird. Es versteht sich als Ort des kulturellen Dialogs, der sowohl Klassiker als auch zeitgenössische Werke auf die Bühne bringt – immer mit einem frischen Blick und einem internationalen Ansatz. Tourneen durch Europa und Gastspiele auf großen Bühnen weltweit zeugen von der Qualität und Strahlkraft dieses Theaters. Aber auch weitere Theater, wie die VOLXSBÜHNE oder das junge Theater eunoia im Mülheimer Wallviertel spielen ganz vorne mit.
Autorenlesung von Ruhrpreisträger Jörg Juretzka in der Villa Artis in Mülheim
Ob die bildende Kunst oder die darstellende Kunst – Die Ruhrtalstadt Mülheim bietet ein ganzheitliches kulturelles Erlebnis. Die Stadt im Ruhrtal ist ein wahres Mekka für Kunst- und Kulturliebhaber, die eine Mischung aus Tradition und Moderne schätzen. So wird Mülheim zu einem lebendigen Treffpunkt für Kreative, Künstler und Kulturliebhaber aus aller Welt.
Nicht „im eigenen Saft schmoren“: Besuch einer gefragten Fotografin in der Ruhrtalstadt Mülheim
Altes Reichspostamt – heute Städtisches Kunstmuseum in Mülheim (Fotoprojekt: ArtObscura)
Natalie Czech wurde 1976 in Neuss in Nordrhein-Westfalen geboren. Sie studierte von 2000 bis 2005 Fotografie an der Kunstakademie Düsseldorf bei Thomas Ruff. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt sie 2008 den Förderpreis für junge Kunst des Landes NRW und nahm 2014 den Villa Romana-Preis entgegen. Natalie Czech ist seit 2020 als Professorin für Fotografie am Institut Freie Kunst der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig tätig.
Ihre Werke waren und sind in internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen und befinden sich in internationalen Sammlungen, darunter in Institutionen wie die Pinakothek der Moderne in München, dem Museum Kunstpalast, Düsseldorf, dem Musée de l’Elysée, Lausanne, der Lafayette Anticipations, Fondation d’Entreprise Galeries Lafayette, Paris, dem Victoria and Albert Museum in London und dem Museum of Modern Art in New York. Czech lebt und arbeitet in Berlin.
LINK ZUM KUNSTBLOCK „FREIE MÜLHEIMER KÜNSTLESCHAFT – FMK“ – klick auf’s Bild von Dirck LietkeKunst & Kultur in der Ruhrtalstadt Mülheim
-Übersicht über den Stadtkern, der von der Ruhr durchströmt wird
Ruhrtalbrücke mit „Elefant im Porzellanladen !?“Foto: Andreas Ingramm
Ein Hintergrundbericht über Proteste, Kulturpolitik und eine zivilgesellschaftliche Neugründung
Mülheim an der Ruhr. – Als erstmals das Ruhrgebiet im Jahr 2010 unter dem Titel „RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas“ international im Rampenlicht stand, erlebte die lokale Kunstszene in Mülheim eine paradoxe Situation. Während die Region sich als kulturell innovativ präsentierte, plante die Stadtverwaltung zeitgleich massive Einsparungen im Kulturbereich – darunter auch die Schließung bzw. Ausgliederung des Städtischen Kunstmuseums in der Alten Post.
Diskussion um die Schließung des Kunstmuseums Alte Post Mülheim im Jahr 2010 – Einsparung p.a. 1.000.000 EURO Foto: Portal Mülheim (Auszug)
Diese Pläne lösten breite Proteste aus, vor allem unter den Mülheimer Künstlerinnen und Künstlern, die den Verlust eines zentralen Ausstellungsortes und einer wichtigen kulturellen Institution befürchteten. Die Diskussionen fielen in eine Zeit, in der viele Kommunen des Ruhrgebiets unter enormem finanziellem Druck standen und Kultur häufig als „freiwillige Leistung“ zur Disposition geriet.
Gründung als Antwort auf drohenden Kulturabbau
Vor diesem Hintergrund entstand im Jahr 2010 die Idee, einen neuen unabhängigen, bürgerschaftlich getragenen Kunstverein zu gründen, der dauerhafte, nicht-kommunale Ausstellungsmöglichkeiten sichern sollte. Wie eine Quelle beschreibt, setzten Kunstinteressierte „während der Kulturhauptstadt RUHR.2010 die Idee um, den aktiven Kunstverein und Kunstförderverein KKRR zu gründen – mit einem vereinseigenen Kunsthaus“.
Logo des neu gegründeten Kunstvereins KKRR in der Ruhrtalstadt ülheim Foto: Designer Klaus Wiesel
Die Initiative verstand sich als kulturelle Selbstermächtigung: Wenn die Stadt ihre Kunstinstitutionen nicht mehr zuverlässig schützen konnte, sollten Bürgerinnen und Bürger selbst Verantwortung übernehmen.
Beim Rundgang durch die ehemalige Kernstadt von Mülheim an der Ruhr am rechten Ruhrufer ( Delle / Ruhrstraße / Luisenstraße) leider im Krieg fast völlig zerstört). Wenige Häuser sind dort erhalten und stehen unter Denkmalschutz: Ensemble Ruhrstr. 3-9 und das CASINO-Gebäude Delle 57Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Die Geburtsstunde des KKRR
Der Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR) wurde nach umfassender Vorbereitungszeit schließlich gegründet, um: • zeitgenössische Kunst unabhängig zu fördern, • kostenfreie oder kostengünstige Ausstellungsflächen bereitzustellen, • regionale und überregionale Künstler zu vernetzen, • und ein eigenes Kunsthaus zu betreiben, das später in der VILLA ARTIS und der RUHRKUNSTHALLE konkrete Form annahm. Parallel begann der Aufbau des MMKM – Museum Moderne Kunst Mülheim, das ebenfalls „im Zuge der Kulturhauptstadt RUHR.2010 gegründet“ wurde.
Villa Artis, Sitz des Mülheimer Kunstvereins KKRR in der Ruhrstr. 3 / Ecke DelleÖPNV: Stadtmitte-MH NAVI: „Delle 54“ Foto: Andreas Ingramm
Der KKRR positionierte sich dagegen als dauerhafte, pluralistische Alternative, getragen von Engagement statt Etat.
Ein Modell mit Wirkung
Heute – viele Jahre und über 300 geförderte Ausstellungen später – zeigt sich, dass die Gründung des KKRR ein entscheidender Impuls für die Mülheimer Kunstlandschaft war. Was als Reaktion auf drohende Einsparungen begann, entwickelte sich zu einer stabilen, unabhängigen Kulturinstitution, die bis heute aktiv die Vielfalt der Kunst in der Region stärkt. In der über 6-jährigen Sanierungspause des Städtischen Kunstmuseums konnte der Verein zusätzlich zahlreiche neue Mitwirkende kunstinteressierte Menschen aus der Ruhrtalstadt Mülheim gewinnen.
Gruppenausstellung in der Stadt Mülheim an der Ruhr „ELEFANT IM PORZELLANLADEN !?“ Vernissage 5. Juli 2026 Ausstellung bis 26. Juli 2026 – EINTRITT FREI ! Foto: Andreas Ingramm, MKB
Das Kunstjahr 2026 (Jahr des Elefanten)ElefantenSkulptur im See Foto: Andreas Ingramm
Wie in den Vorjahren hat der Mülheimer Kunstverein KKRR ein Jahresthema gewählt. 2026 lautet es „Elefant im Porzellanladen !?“ mit wieder einem spannenden Programm, u.a. mit einer großen Gruppenausstellung, die am 5. Juli 2026 beginnt. Aktuell läuft noch der „OPEN CALL“, Künstlerinnen und Künstler aus der Metropolregion Rhein-Ruhr sind aufgerufen sich zu beteiligen (Malerei, Skulptur, Installationen, Fotografie… Bewerbungen bitte an Info@Kunststadt-MH.de oder per Post an Villa Artis, Ruhrstraße 3 / Ecke Delle, 45468 Mülheim an der Ruhr – FON 0157 3629 5489).
„Elli“, Cartapesta ca. 30 cm hoch Skulptur von Andreas Ingramm in der Sammlung „permanenta“ Foto: Hans Dempler
Freie Kunstakteure in Mülheim ohne Vereinsbindung Musik, Tanz, Theater, Bildende Kunst legten schon 1951 Wert darauf einbezogen zu werden in Bürgervertretung (Kulturausschuss der Stadt Mülheim) viele heute noch „gesuchte“ Kunstakteure hatten damals unterschrieben.
Mülheim, den 12.6.51 Die am heutigen Abend konstituierte Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Kulturschaffender, die keinen Vereinscharakter trägt, ist der Ansicht, dass in Mülheim eine fruchtbare Kulturpolitik nur dann getrieben werden kann, wenn die Arbeitsgemeinschaft der Kulturschaffenden von dem Mülheimer Kulturausschuss zur beratenden Mitarbeit herangezogen wird. Unterschriften:Foto: Archiv Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR, Ruhrstr. 3, 45468 Mülheim-Stadtmitte
Genauer: Ausschuss für Kultur, Brauchtum, Tourismus und Stadtgeschichte der Ruhrtalstadt Mülheim
Name | Funktion / Partei (Stand Dezember 2025) ———————————————————— Frank Wagner | Vorsitzender FDP/BAMH Anna Bens | Gremiumsmitglied CDU Marcel Helmchen | Gremiumsmitglied CDU Markus Püll | 2. stellv. Vorsitzender CDU Hansgeorg Schiemer | Gremiumsmitglied CDU Petra Seidemann-Matschulla | Gremiumsmitglied CDU Dr. Henner Tilgner | Gremiumsmitglied CDU Dr. Rahim Benrazavi | Gremiumsmitglied SPD Gabriele Hawig | 1. stellv. Vorsitzende SPD Sascha Jurczyk | Gremiumsmitglied SPD Torsten Kohlbrei-Brinkmann | Gremiumsmitglied SPD Jessica Tackenberg | Gremiumsmitglied SPD Karin Lore Fiene | Gremiumsmitglied AfD Regina Rebbelmund | Gremiumsmitglied AfD Pascal Werning | Gremiumsmitglied AfD Philipp Hoffmann | Gremiumsmitglied BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Björn Maue | Gremiumsmitglied BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Heidemarie Sinn-Leyendecker | Gremiumsmitglied BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Andreas Johren | Gremiumsmitglied Die Linke
Auch schon kurz nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland fand sich die freie Mülheimer Künstlerschaft zusammen um ihre Mitwirkung auch in den Gremien der Stadt Mülheim anzubieten.
Der Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR hat in seinem umfangreichen Archiv dazu ein Dokument hervorgeholt, das von namhaften Kunstakteuren unterzeichnet wurde.
Freie Kunstakteure in Mülheim ohne Vereinsbindung Musik, Tanz, Theater, Bildende Kunst legten schon 1951 Wert darauf einbezogen zu werden in Bürgervertretung (Kulturausschuss der Stadt Mülheim) viele heute noch „gesuchte“ Kunstakteure hatten damals unterschrieben.Mülheim, den 12.6.51 Die am heutigen Abend konstituierte Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Kulturschaffender, die keinen Vereinscharakter trägt, ist der Ansicht, dass in Mülheim eine fruchtbare Kulturpolitik nur dann getrieben werden kann, wenn die Arbeitsgemeinschaft der Kulturschaffenden von dem Mülheimer Kulturausschuss zur beratenden Mitarbeit herangezogen wird. Unterschriften: Foto: Archiv Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR, Ruhrstr. 3, 45468 Mülheim-Stadtmitte
Freie Kunstakteure in Mülheim ohne Vereinsbindung Musik, Tanz, Theater, Bildende Kunst legten schon 1951 Wert darauf einbezogen zu werden in der Bürgervertretung (Kulturausschuss der Stadt Mülheim). Viele heute noch „gesuchte“ Kunstakteure hatten damals unterschrieben. Die unter den Nationalsozialisten stark gebeutelten Menschen, wollten wieder selbst und frei entscheiden was ihre Kunst betraf – unzählige Kunstwerke waren damals beschlagnahmt und auch vernichtet worden. Der Mülheimer Künstler Hermann Haber wurde von den Nazis ermordet.
Signet AGMK – mit der Adresse des Schriftführers Dr. R. Strenger Foto: Archiv Mülheimer Kunstverein KKRR
Die ursprüngliche Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstlerinnen und Künstler AGMK umfasste alle Sparten der Kunstakteure
Pressemitteilung der AGMK aus dem Jahr 1951 Die Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Kulturschaffender, die Anfang Juni (1951) von einer Gruppe heimischer Maler, Bildhauer, Musiker, Schriftsteller, Schauspieler, Kunsthandwerker, Kunst- und Musikerzieher begründet wurde, sieht sich veranlasst, zu betonen, dass sie jedem Kulturschaffenden offen steht. Anfragen sind an Daniel Traub, Mülheim-Dümpten, Adolf Stöckerstr. 13 oder Dr. R. Strenger, Mülheim-Speldorf, Friedhofstr. 149 zu richten. Besprechungsabende werden durch die Mülheimer Tagespresse bekanntgegeben. 4.7.51An: Mülheimer Zeitung Neue Ruhr-Zeitung Mülheimer Tagesblatt Mülheimer MorgenpostLinks unten sind Namen handschriftlich ergänzt: Goebels Karenburg Erdle Ruppl Morell“ Hinweis der Red. Die Adolf Stöckerstaße.wurde 1995 in Anne Frank Straße umbenannt, wegen der antisemitischen Haltung des evangelischen Theologen Adolf Stöcker. Dr. R. Strenger war seinerzeit der Schriftführer der AG. Foto: Archiv Mülheimer Kunstförderverein KKRR
Wie aus dem o.g. Dokument hervorgeht, war es den Kulturakteuren damals wichtig, niemanden auszugrenzen (z.B. durch Vereinssatzung / Aufnahmebedingungen etc.).
Hier der Wortlaut der Gründungssitzung aus dem Jahr 1951
Mülheim, den 12.6.51 Die am heutigen Abend konstituierte Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Kulturschaffender, die keinen Vereinscharakter trägt, ist der Ansicht, dass in Mülheim eine fruchtbare Kulturpolitik nur dann getrieben werden kann, wenn die Arbeitsgemeinschaft der Kulturschaffenden von dem Mülheimer Kulturausschuss zur beratenden Mitarbeit herangezogen wird. Unterschriften:
Einladungskarte der AGMK vom 25.11.1951Damals konnten alle kulturellen Mülheimer Vereinigungen die Stadthalle Mülheim kostenfrei für Treffen und Veranstaltungen nutzen. Foto: ARCHIV: Mülheimer Kunstverein KKRR
„Die Mülheimer können was“
Auch im Archiv befinden sich unzählige Dokumente aus der Zeit des Wiederaufbaus der Mülheimer Kulturszene – u.a. dieser Artikel von Kurt Heiser:
„JA, DIE MÜLHEIMER KÖNNEN WAS“ alter Zeitungsartikel aus der Zeit der Gründung der freien Kulturaktiven in der Ruhrtalstadt Mülheim Foto: Archiv Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR, Ruhrstr. 3, 45468 Mülheim-Stadtmitte
Logo des Mülheimer Kunstvereins KKRR Foto: Designer Klaus Wiesel
Über den KKRR
Der Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR wurde 2012 in der VILLA ARTIS in der Ruhrtalstadt Mülheim gegründet um Kunstakteure mit und ohne akademische Ausbildung zu fördern – z.B. mit Bereitstellung von Ateliers oder Ausstellungsflächen. Seit seiner Gründung wurden über 350 museale Ausstellungen – kuratiert von den Mitgliedern und Kunstaktiven – durchgeführt. Der Verein veröffentlichte 2012 die APP „KultAppMH.de“ mit der auch kleinere Events gefunden werden.
Jahresthema im Kunstjahr 2026 „ELEFANT IM PORZELLANLADEN !?“ Foto: Designer Andreas Ingramm
Das Kunstjahr 2026 steht unter dem Jahresthema „ELEFANT IM PORZELLANLADEN!?“ „ELEPHANT IN A CERAMICS SHOP!?“ – Künstlerinnen und Künstler aus der Metropolregion Rhein-Ruhr sind eingeladen, sich zu diesem Thema Gedanken zu machen und ihre Werke verhüllt einzureichen. Die Enthüllung wird wie seinerzeit bei der großen Schau „JACKSON POLLOCK VISITING“ bei der Vernissage in der Ruhr Gallery erfolgen. Im Mai 2026 wird ein 100-jähriges Jubiläum der GEDOK in allen Räumen der Villa Artis gefeiert. Weitere spannende Projekte sind in der Kunstpipeline.
Logo der werbefreien KultAppMH.de Redaktionsleitung Ruhrstr. 3 / Ecke Delle ÖPNV: „Stadtmitte-Mülheim“ NAVI & PARKEN: „Delle 54“ Foto: KKRR,Ruhrstr.3-MH-Stadtmitte
Museum im Stadion San Mamés, BilbaoFoto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Kunst, Genuss und baskische Magie – KKRR auf Kunstreise in Bilbao vom 28. bis 31.10.2025
Wenn der Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR) zur traditionellen Herbstkunstreise aufbricht, ist eines gewiss: Es wird ein Fest für die Sinne. Drei Tage lang tauchten die Teilnehmenden in die pulsierende Kunstszene der baskischen Metropole ein – begleitet von kulinarischen Entdeckungen, inspirierenden Begegnungen und architektonischen Highlights.
Blick vom Aussichtspunkt „Artxanda“ vorne das Guggenheim Museum – in der Mitte der Iberdrola Büro-Tower dahinter das Stadion „San Mamés“ am Fluß Nerviòn Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Zwischen Avantgarde und Altstadtflair
Die Reise begann mit einem Höhepunkt: Die Vernissage der renommierten baskischen Künstlerin Rut Olabarri in der eleganten Galerie rekalde. Ihre neuen Arbeiten – poetisch, kraftvoll und tief verwurzelt in der regionalen Identität – trafen auf die Erstausstellung des jungen britischen Talents Leo Burge, dessen konzeptuelle Malerei zwischen digitaler Fragmentierung und analoger Tiefe oszilliert. Ein spannender Dialog zweier Generationen, der die Besucher:innen in seinen Bann zog.
Guggenheim Bilbao – ein Publikumsmagnet im Baskenland – es entstand auf einer ehemaligen Industriebrache Foto: KI/Salomon Guggenheim Foundation
Georg Baselitz im Museum of Fine Art
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der großen Baselitz-Schau im Museo de Bellas Artes, das mit freiem Eintritt nicht nur kulturelle Teilhabe zelebriert, sondern auch mit einer beeindruckenden Retrospektive aufwartete: Werke von 2014 bis 2025, darunter selten gezeigte Skizzen, großformatige Leinwände und ein spannendes Interview mit dem hochbetagten Künstler.
Immer freier Eintritt: Das Kunstmuseum in Bilbao zeigt aktuell eine große Ausstellung von Georg Baselitz – Werke von 2014 bis 2025 Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Guggenheim – das SahnehäubchenJeder Raum eine Überraschung: BARBARA KRUGER dominierte die aktuellen Ausstellungen im GUGGENHEIM BILBAO Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Natürlich durfte das ikonische Museo Guggenheim Bilbao nicht fehlen. Die monumentale Architektur von Frank O. Gehry, die sich wie ein Schiff aus Titan in die Stadtlandschaft schmiegt, bildete den Rahmen für internationale Gegenwartskunst – von immersiven Lichtinstallationen bis zu kinetischen Skulpturen. Boden, Wände und Decken waren bedeckt mit Werken von Barbara Kruger – jeder Raum eine neue Überraschung in einem Ort, der nicht nur Kunst zeigt, sondern selbst Kunst ist.
Etwa 33.000 dünne Titanpaneelen und viel Glas prägen die Außenhaut des Kunstmuseums GUGGENHEIM BILBAO Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Abseits der Museen lockte die Altstadt mit ihrem lebhaften Flair: Tappas-Bars, verwinkelte Gassen, spontane Straßenmusik und Gespräche mit lokalen Künstler:innen machten die Reise zu einem ganzheitlichen Erlebnis. Zwischen Pintxos und Rioja entstanden neue Ideen, Kontakte und Impulse für kommende Projekte in der Metropolregion Rhein-Ruhr.
Auf dem Dach des Kulturpalastes in Bilbao „Palacio Euskalduna“ Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Die KKRR-Kunstreise nach Bilbao war mehr als eine Exkursion – sie war ein lebendiger Austausch zwischen Kulturen, Generationen und Disziplinen. Voll gepackt mit Kunst und Gaumengenuss kehrten die Teilnehmenden inspiriert zurück – mit dem Gefühl, dass Kunst nicht nur betrachtet, sondern gelebt werden will. Eine umfangreiche Fotodokumentation der Kunstfahrt hält der Mülheimer Kunstverein in der Villa Artis in der Ruhrstr. 3 bereit. Ein Vortrag über die diesjährigen Reisen ist traditionell im Dezember geplant.
Der Vorsitzende des Mülheimer Kunstvereins KKRR (unten links) in der KRUGER-Schau in Bilbao – Herbstkunstreise 2025 Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Kunstreise nach Bilbao – überraschend günstig und inspirierend Eine Reise in die pulsierende Kunstmetropole Bilbao muss keineswegs teuer sein. Bereits ab 19 EUR lassen sich Flüge buchen – unser Direktflug ab Düsseldorf dauerte weniger als zwei Stunden. UBER fuhr uns für 29 EUR zum Flughafen. Auch die Unterkunft vor Ort ist erschwinglich, und der öffentliche Nahverkehr überzeugt mit unschlagbaren Preisen: Mit der praktischen „Barik-Smartcard“ bewegt man sich flexibel und kostengünstig von und zum Flughafen und durch die Stadt. Die Metro fährt unter 2 EUR auch direkt ans Meer z.B. zum UNESCO-Weltkulturerbe „Biskaya-Brücke“, auch bekannt als „Hängende Fähre“,die Portugalete und Getxo miteinander verbindet.
Bilbao bietet nicht nur das weltberühmte Guggenheim-Museum (Eintritt 7,50 EUR), Museum Fine Arts stets kostenfrei – sondern auch eine lebendige Szene zeitgenössischer Kunst, beeindruckende Architektur und kulinarische Entdeckungen. Wer Kunst und Kultur (einschließlich „Graswurzelkultur“) liebt, findet hier Inspiration – ganz ohne großes Budget.
Fingerprint des Künstlers Juanjo Novella als Erinnerung an die Opfer des Spanischen Bürgerkrieges. Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Fotoreihe „Hommage an die ‚Capri-Batterie‘ von Joseph Beuys“ . Ausstellung „ESSENTIALS“ von Bernd Pirschtat im Rahmen der „Kunstblicke 2025 in der Ruhrtalstadt Mülheim“Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Die Ausstellung „THE ESSENTIALS – Bernd Pirschtat | Fotografie 2017 – 2025 |“ ergänzt wirkungsvoll die Mülheimer Woche der Offenen Ateliers und die Aktion „Kunstblicke 2025“ am 8. und 9. November 2025
Spezialfotografie „NATÜRLICH“ des Mülheimer Fotokünstlers Bernd Pirschtat in der Villa Artis Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Mit seinen Arbeiten wandelt der Mülheimer Fotokünstler Bernd Pirschtat Gedanken in fotografische Realität und zeigt Motive, die so eigentlich nicht abbildbar sind. Sie entspringen seiner Konzeption und werden im Studio in Szene gesetzt. Sie wirken spannend und interessant, so wie das Auge sie nicht kennt oder üblicherweise nicht wahrnimmt.
Makrofotografie „NATÜRLICH“ des Mülheimer Fotokünstlers Bernd Pirschtat in der Villa Artis Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
In den letzten Jahren entstanden diverse Fotoreihen, die die Vielfalt der angegangenen Themen widerspiegeln und in der Ruhr Galerie präsentiert wurden. Genannt werden müssen insbesondere die gezeigten Serien: 2024 – Trefflich / A(lice) meets B(ob) 2023 – Home Sweet Home 2022 – Die Farben der Freiheit 2020 – Mit den Augen hören – Ludwig van Beethoven 2019 – Leonardo da Vinci – Hände sprechen 2018 – Once Upon a Time in San Francisco 2017 – Jackson Pollock Visiting
Aktuell gezeigt werden die Fotoreihen „Ganz natürlich“ und die „Hommage an die Capri-Batterie von Joseph-Beuys“, die erstmals in der Ruhr Galerie im Jahre 2021 ausgestellt waren.
Bei allen Kunstwerken von Bernd Pirschtat stehen Kreativität und die perfekte fotografische Umsetzung im Mittelpunkt seines Schaffens.
Kunst kaufen direkt vom Kunstaktiven ohne Aufschläge !Bei dem Event „KUNSTBLICKE“ sind alle 12 Ateliers zugänglich – auch sind wieder zahlreiche Gastkünstlerinnen und Gastkünstler vor Ort! SA/SO 8. und 9. 11. 2025 jeweils 14 – 19 Uhr Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Die Ausstellung ergänzt wirkungsvoll die Aktion „KUNSTBLICKE“ die am 8. und 9. November 2025 in der Ruhrtalstadt Mülheim stattfindet. Im gesamten Stadtgebiet jeweils von 14 bis 19 Uhr.
Eintritt und Parken frei – Gäste willkommen !Eintritt und Führungen sind stets frei in der VILLA ARTIS mit MMKM und RuhrGallery Bei dem Event „KUNSTBLICKE“ sind alle 12 Ateliers zugänglich – auch sind wieder zahlreiche Gastkünstlerinnen und Gastkünstler vor Ort! SA/SO 8. und 9. 11. 2025 jeweils 14 – 19 Uhr Foto: Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR
Das historische Köln (hier der Heumarkt) – über 1.000 Gebäude liebevoll modelliert und coloriert vom Kölner Künstler Theo Giesen (1920-1990) – Sammlung des Mülheimer Kunstmuseums MMKMFoto: Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr-KKRR
Aufruf an alle Kölner: Kommt in die Ruhrtalstadt Mülheim! Kommt nach Mülheim und erlebt die einmalige Präsentation des historischen Köln-Stadtmodells von Theo Giesen, bekannt als das Croissant de Cologne. Das vollplastische Stadtmodell wurde über Jahrzehnte in liebevoller Handarbeit gefertigt und zeigt die Stadtstruktur Kölns in faszinierender Detailfülle.
Das alte Köln hat die Form eines Croissants – das Stadtmodell von Theo Giesen ist ein einmaliges Unikat – es entstand als es weder Google noch KI-Hilfsmittel gab in jahrelanger Kleinarbeit Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR, Bernd Pirschtat
Veranstaltung und Anlass
Im Rahmen von KUNSTBLICKE 2025 und anlässlich der Woche der Offenen Ateliers präsentiert der Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR auch das vollplastische Köln-Stadtmodell (um 1571) in der Villa Artis, Ruhrstr. 3 im „Kunsthaus Mülheim Mitte“ auf über 1.300 Quadratmetern. Die Villa Artis öffnet ihre Türen für ein breites, kostenloses Kunsterlebnis.
Stadtforscher Porf. Dr. Heiner Treinen (li.) mit Ivo Franz vor einem Plakat des Stadtmodells in der Ruhr Gallery Mülheim. Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Schirmherrschaft und Mitwirkung
Die Aktion Kunstblicke findet seit 2 Jahren unter der Schirmherrschaft von Dr. Daniela Grobe, Kulturdezernentin der Stadt Mülheim statt. Auch der Mülheimer Kunstverein und der Kunstförderverein Rhein-Ruhr nimmt aktiv an den Kunstblicken teil und stellt im Kontext der Offenen Ateliertage (2. bis 9.11.2025) eine Vielzahl künstlerischer Beiträge zur Schau.
Marc Buchholz (re.), Oberbürgermeister der Stadt Mülheim vor dem Giesen-Köln-Stadtmodell in der Villa Artis Foto: Bernd Kirstein, Mülheimer Künstlerbund MKB
Besuchsinformationen
• Ort: Villa Artis, Ruhrstr. 3 / Ecke Delle, Innenstadtpark Ruhranlage, Mülheim an der Ruhr. • Format: Präsentation im Rahmen der Offenen Ateliers / Kunstblicke 2025; freier Eintritt, offene Führungen möglich während der Veranstaltungszeiten. Wunsch-Terminbuchungen auch mit dem Online Tool hier:
Fotostudie von Bernd Pirschtat – Auszug des Giesen-Stadtmodells – kennzeichnung einer Straße – über 1.000 Gebäude wurden maßstabsgerecht modelliert und coloriert. Foto: Bernd Pirschtat
• Besonderheit: Das Modell wird liebevoll als Croissant de Cologne bezeichnet und lädt zum genauen Betrachten und Staunen ein.
• Ein historisch-künstlerisches Unikat von Theo Giesen, das lokale Stadtgeschichte künstlerisch sichtbar macht. • Großer, zugänglicher Ausstellungsraum in der Villa Artis mit vielfältigen weiteren Ausstellungs- und Atelieröffnungen im Rahmen von Kunstblicke 2025 (8. und 9. November 2025 von 14 bis 19 Uhr). • Gelegenheit, Kunstaktive zu treffen, hinter die Kulissen von zahlreichen Ateliers zu schauen und Teil des regionalen Kunstnetzwerks zu werden.
Auch der Künstler HA SCHULZ und seine Ehefrau waren begeistert vom Stadtmodell – hier zeigt HA Schult, wo er derzeit im historischen Stadtkern von Köln wohnt. Das Foto entstand währende der Corona-Pandemie. Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Kurz und prägnant: Kommt aus Köln und Umgebung der Metropolregion Rhein-Ruhr, bringt Freunde mit und erlebt das Croissant de Cologne live in Mülheim — ein freier Kunsterlebnis-Tag, der Stadtgeschichte und Künstlerinnen und Künstler zusammenbringt.
Zwischen Tape und Tönen: Der Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR zu Gast bei der Eröffnung des Kunstmuseums BRUSK in BrüggeFoto: Mülheimer Kunstverein KKRREingang in das neue BRUSK in Brügge – links oben noch verhangen ein monumentales historisches Kunstwerk Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Brügge im September 2025 – Mit der Eröffnung des neuen Kunstzentrums BRUSK hat die belgische Stadt Brügge ein kraftvolles Zeichen für zeitgenössische Kunst und partizipative Gestaltung gesetzt. Auch der Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR war vor Ort vertreten und erlebte ein Wochenende, das Kunst, Technik und kollektive Erfahrung auf eindrucksvolle Weise miteinander verband.
Begehbare Installation des 1998 gegründeten Künstlerkollektivs Numen/For Use im BRUSK bei der Erstveranstaltung im September 2025 – errichtet mit Studenten der Akademie VTI-Brügge Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Verpackungstape wird Raum: Die Installation von Numen/For Use
Im Zentrum der Eröffnung stand eine monumentale Tape-Art-Installation des international renommierten Künstlerkollektivs Numen/For Use. Mit nichts als transparentem Verpackungsband und viel räumlichem Gespür entstand eine riesige begehbare Struktur, die sich wie ein organisches Netz durch zwei Ausstellungssäle spannte. Besucher konnten hindurchkriechen, klettern und sich in der schimmernden Architektur verlieren.
Tragfähige Kunst – die Monumentalwerke von Numen/For Use sind begehbar – wie hier im BRUSK, Brügge Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Die Installation wurde vollständig vor Ort und von Hand gefertigt – ohne zusätzliche Klebstoffe oder tragende Konstruktionen. Die Stabilität entstand durch:
– Handelsübliches Polypropylenband, das durch Überlagerung haftet
– Spannung zwischen Fixpunkten, die ein tragfähiges Netz erzeugt
– Mehrschichtige Wickeltechnik, die Kräfte verteilt und elastisch trägt
Glänzende Aussicht – Blick aus dem BRUSK auf die Frauenkirche in Brügge Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Bildung trifft Kunst
Ein besonderes Merkmal des Projekts war die Zusammenarbeit mit Schüler:innen der Kunsthochschule VTI Brugge. Die Fachrichtungen „Fijnschilder“ und „Grafi Media“ waren aktiv am Aufbau beteiligt – eine praxisnahe Lernerfahrung, die Handwerk, Kommunikation und Sicherheitskompetenz miteinander verband. Für den Mülheimer Kunstverein war dies ein inspirierendes Beispiel für gelungene Bildungsintegration in künstlerische Prozesse.
Klang als Erweiterung
Am Abend wurde die Tape-Struktur durch eine eigens komponierte Klanginstallation des Brügger Komponisten Patrick Hamilton erweitert. Sein Werk „BRUSK, forms in motion“, ein Konzert für Klavier, Streicher und Sopran, wurde live aufgeführt – mit dem Sonare Collective und Sopranistin Christine Dalli. Die Musik verwob sich mit Licht und Bewegung und verwandelte die Installation in ein multisensorisches Erlebnis.
Über das Kollektiv: Numen/For Use
Numen/For Use wurde 1998 von Sven Jonke, Christoph Katzler und Nikola Radeljković gegründet. Das Kollektiv arbeitet an der Schnittstelle von Industriedesign, Szenografie und Konzeptkunst und ist bekannt für seine temporären, begehbaren Installationen aus Folien, Klebeband, Seil und Netz. Ihre Werke wurden bereits in Paris, Frankfurt, Madrid und Venedig gezeigt – stets ortsbezogen, improvisiert und interaktiv.
Besucher strömen ins das neue Kunstmuseum BRUSK in Brügge – die endgültige Eröffnung ist 2026 geplant Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Ein Impuls zur Nachahmung in der Metropolregion Rhein-RuhrLogo der Metropolregion Rhein-Ruhr, gestaltet von Andreas Ingramm vom Mülheimer Künstlerbund Foto: Andreas Ingramm, MKB
Die Teilnahme des Mülheimer Kunstvereins KKRR an der BRUSK-Eröffnung war mehr als ein Besuch – sie war Teil eines Dialogs über die Zukunft von Kunst als Infrastruktur. Die Tape-Art-Installation zeigte, wie Raum durch kollektive Vorstellungskraft neu gedacht werden kann. BRUSK ist nicht nur ein Museum, sondern ein Labor für künstlerische Bewegung – ein Impuls, der auch in der Rhein-Ruhr-Region sicherlich Resonanz findet und zur Nachahmung anregt.
Über den Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR Logo des Kunstvereins und Kunstfördervereins Rhein-Ruhr – KKRR Geschäftsstelle: Ruhrstr. 3 / Ecke Delle – 45468 Mülheim an der Ruhr in Nordthein-Westfalen Foto: Logogestaltung: Designer Klaus Wiesel
Zuhause und bestens vernetzt in der Metropolregion Rhein-Ruhr ist der im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 gegründete Verein in Mülheim an der Ruhr, Essen und in Bensberg bei Köln aktiv. Über 350 Museale Ausstellungen hat der Verein seither realisiert und über 100 Kunstfahrten ins In-und Ausland unternommen. Belohnt werden die Aktivitäten durch eine ständig wachsene Fan-Gemeinde, die aktiv an den Kunstprojekten des Vereins teilnimmt.
Das Logo ARCO (ital. auch Bogen) steht als Abkürzung für ARTIST’S COLONY – gleichzeitig hat es Ähnlichkeit mit dem Logo mit dem Portal der RuhrGallery, das seinerzeit Konrad Kollnig entwickelt hat.Foto: Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr-KKRR
Aus den Gründerjahren des ARCO hier die Ausstellung im Düsseldorfer Landtag von Jürgen Heinrich Block (li.) mit der damaligen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Ivo Franz (RuhrGallery / KKRR), Dirk Schneider (Städt.Kulturbetrieb) und Hans Jürgen Bolz (Vorstand Kunstverein von 1956 e.V.) Foto: Nicole Gdwawitz
Die Villa Artis in der Ruhrstraße 3 / Ecke Delle – mit Zugang zum Innenstadtpark „Ruhranlage“ Foto: ARCO Artist’s Colony Mülheim
Manifest der Künstlerkolonie *) Mülheim „ARCO ARTIST’S COLONY“ · Villa Artis · Ruhrtalstadt Mülheim 1. Ursprung und Ort Wir sind die Künstlerkolonie Mülheim. Wir wirken in der Villa Artis – einem lebendigen Organ aus Stein, Geschichte und Fantasie. Unser Standort ist kein Zufall: Die Ruhrtalstadt Mülheim ist unser Resonanzraum, unser Labor, unser Gedächtnis. 2. Wer wir sind Wir sind Kunstaktive, Kunstakteure, Kunstschöpfende. Wir sind keine Berufsbezeichnung, sondern ein Zustand. Wir handeln, vermitteln, verwandeln. Wir sind lokal verankert und global vernetzt. Wir sind plural, fluid, wach. 3. Was wir tun Wir schaffen Räume für das Unvorhersehbare. Wir öffnen Ateliers, Gedanken, Prozesse. Wir transformieren Material in Bedeutung, Struktur in Spiel, Geschichte in Möglichkeit. Wir arbeiten interdisziplinär – zwischen Bild, Klang, Text, Technik und Theorie. Wir forschen künstlerisch, philosophisch, sozial. 4. Wie wir denken Wir glauben an die Kraft der Iteration und Transformation. Wir feiern das Fragment, die Korrektur, den Widerspruch. Wir gestalten nicht nur Werke, sondern Systeme des Bedeutens. Wir achten auf Diakritika, Frequenzen, auf Zwischenräume, auf das Unsichtbare. Wir sind präzise, weil wir frei sein wollen. 5. Wofür wir stehen Für eine Kunst, die nicht dekoriert, sondern aktiviert. Für eine Sprache, die nicht ausschließt, sondern einlädt. Für eine Stadt, die nicht verwaltet, sondern inspiriert. Für ein Morgen, das sich heute schon zeigt – in jedem Detail, in jedem Chip, in jedem Zeichen.
Die Villa Artis ist unser Raum für weiterbildende Fantasie. Die Künstlerkolonie Mülheim ist ihr lebendiger Körper. Wir sind da. Wir sind viele. Wir sind im Werden.
*) Künstlerinnen und Künstler aller Kunstgattungen – z.B. Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Medienkunst, Musik und „Kunst & KI“ sind hier vereint
ARCO ist eine Künstlerkolonie in der Villa Artis in Mülheim an der Ruhr, die als Plattform für künstlerischen Austausch und kollaborative Projekte dient. Der Name steht für „Artistic Resonance & Collaborative Orbit“ und betont den Gedanken von Vernetzung, Resonanz und gemeinsamer Kreativität. Foto: KKRR Mülheimer Kunstverein
8. und 9. November geöffnet „OFFENE ATELIERS IN DER VILLA ARTIS“
Über das weisse Treppenhaus gelangt man über mehrere Ebenen in die Atelierräume der Villa Artis Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Künstlergespräch in der Schau zum Grundgesetz in der Reihe „KUNST & EUROPA“ OB Marc Buchholz diskutiert mit Künstler Reinhard Fingerhut (Ausstellung „WIR KÖNNEN UNS AUF NICHTS BERUFEN“)Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Mülheim an der Ruhr – Mitten im laufenden Wahlkampf zur Stichwahl am 28. September 2025 zwischen dem amtierenden Bürgermeister Marc Buchholz (CDU) und Herausforderin Nadia Khalaf (SPD) setzte Buchholz heute ein klares Zeichen für kulturelle Präsenz und demokratische Auseinandersetzung.
Bei seinem Besuch der Ausstellung „WIR KÖNNEN UNS AUF NICHTS BERUFEN“ in der Ruhr Gallery nahm sich der Oberbürgermeister auffallend viel Zeit, um die Werke der Künstler Manfred Dahmen und Reinhard Fingerhut eingehend zu betrachten und zu diskutieren.
Blick in die Beletage der VILLA ARTIS – zu jedem Artikel ein Kunstwerk von Reinhard Fingerhut
Die Schau widmet sich dem Grundgesetz in all seinen Facetten – jedes Werk ist einem Artikel gewidmet und lädt zur kritischen Reflexion über Recht, Freiheit und gesellschaftliche Verantwortung ein. Fingerhuts mehrjähriger Werkzyklus wird durch KI-gestützte Bildantworten ergänzt, die den Dialog zwischen analoger Kunst und digitaler Interpretation eröffnen. Besonderes Interesse zeigte Buchholz am Werk „Blau, blau, blau blüht der Enzian“ von Manfred Dahmen. Die Arbeit spielt ironisch mit Farbassoziationen und politischen Zuschreibungen – sie macht deutlich, dass die Farbe Blau nicht exklusiv einer politischen Gesinnung gehört, sondern als ästhetisches und kulturelles Symbol vielfältig interpretierbar bleibt.
An der Ecke Delle / Ruhrstraße 3 diskutieren Oberbürgermeister von Mülheim Marc Buchholz und Dr. Reinhard Fingerhut auf dem Weg in die Ausstellung „WIR KÖNNEN UNS AUF NICHTS BERUFEN“ Foto: AIRL.MH
Die Ausstellung ist Teil der Reihe „WAS KANN KUNST“ im Kunstjahr 2025 und findet in der Villa Artis statt, dem ehemaligen Stammhaus der Tengelmann-Gründerfamilie.
Anmerkung d.R. Sie ist noch bis zum 5.Oktober 2025 geöffnet (ursprünglich bis 28.09.2025 wegen starkem Interesse um 1 Woche verlängert!
„Begegnungen“ mit Kunst in der Villa Artis – das Eingangsportal des Stammhauses der Tengelmann-Gründerfamilie Schmitz-Scholl in der „kleinen Ruhrstraße Nr. 3“ in der Ruhrtalstadt Mülheim Foto: RuhrGallery
Ort der Begegnung
Die Villa Artis am Innenstadtpark Ruhranlage in der Ruhrstr. 3, bietet einen historischen Rahmen für diese moderne Auseinandersetzung mit Verfassung und Gesellschaft – ÖPNV: „Stadtmitte-MH“.
Ruhrtalstadt Mülheim – Panorama: Basis ist die Original-Bleistiftzeichnung von Daniel Traub, die in der Ständigen Sammlung im MMKM Museum Moderne Kunst Mülheim an der Ruhrstr. 3 zu sehen ist. Foto: Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR
Die Villa Artis beherbergt direkt am Ruhrufer ein privates Kunstmuseum, eine Kunstgalerie und ein großes Atelierhaus als Artists Residence Ruhr,
Erforscht die Beziehungen von KI und Kunst: Das „Analog Interference Research Lab“ in Mülheim, Ruhrstr. 3 Foto: AIRL-MH
Hier befindet neben den Räumlichkeiten für Kunst (Kunstmuseum MMKM, RuhrGallery) auch das „Analog Interference Research Lab – AIRL“ , das seit einigen Jahren in der Ruhrtalstadt Mülheim die Nutzung der Künstlichen Intelligenz (KI) erforscht.
Siegel der VILLA ARTIS mit „Frequenzen“ Foto: Kulturort VILLA ARTIS
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