WOLFGANG VOGELSANG MIT ÜBERZEUGENDER AUSSTELLUNG

Besuchermagnet in der ersten Septemberhälfte des Leonardo-Jahres 2019 in der Stadt Mülheim an der Ruhr war die große SCHAU MALEREI WOLFGANG VOGELSANG in der Ruhr Gallery Mülheim.

Wolfgang Vogelsang (li.) mit der Kunsthistorikerin Dr. Beate Reese und Manfred Dahmen (Foto: Jürgen Brinkmann)

Über 50 Arbeiten zeigte der umtriebige Mülheimer Künstler Wolfgang Vogelsang, der in der Laudatio von Dr. Tobias Kaufhold für seine Vielfalt und Qualität gelobt wurde. Der Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein ermöglichte die spannende Schau in der Villa Schmitz-Scholl – Kurator war Klaus Wiesel vom Mülheimer Künstlerbund, der es schaffte, die verschiedenen Schaffensphasen von Wolfgang Vogelsang wirkungsvoll in Szene zu setzen.

Dr. Tobias Kaufhold bei der Einführung in die Ausstellung am 3. September 2019 (Foto: Jürgen Brinkmann)

Ausstellung mit Arbeiten aus allen Schaffensperioden

Der Mülheimer Maler Wolfgang Vogelsang lebt und arbeitet in Mülheim Saarn. Das Mitglied der Arbeitsgemeinschaften Mülheimer und Oberhausener Künstler hat sich als junger Mann von Künstlern der niederländischen Haager Schule inspirieren lassen und an ihren Ölbildern sein Handwerk von der Pike auf gelernt. Ihm sind für seine Kunst zwei verschiedene Richtungen wichtig:

Das ist zum einen die Aquarellmalerei, zum anderen die konstruktivistisch-informelle Öl- und Acrylmalerei.

Arbeit von Wolfgang Vogelsang in der Galerie an der Ruhr / Besucher (Foto: Jürgen Brinkmann)

Die Werke beider Techniken drängen sich dem Betrachter nicht auf. Sie sind häufig in Erdfarben gemalt. Komplementärfarben setzt der bekannte Künstler nur sparsam ein – seine Kunst soll den Betrachter nicht durch kräftige Farben, sondern eher durch Harmonie in Farbe und Form überzeugen. Die realistischen oder halbabstrakten Aquarelle mit Landschafts- und Blumenmotiven sind von einer Ausgewogenheit, die zuweilen an asiatische Kalligraphie erinnert. Die oft großformatigen konstruktivistischen oder informellen Acryl- oder Ölbilder sind ebenfalls reduziert in der Darstellung, wenn auch auf eine graphisch-geometrische Weise.

Besucher diskutieren in der Ruhr Galley Mülheim (Foto: Jürgen Brinkmann)

Die beiden Malweisen sprechen den Betrachter auf emotionale und rationale Weise an, sind stimmig und zusammengehörig, besonders wenn der zurückhaltende Künstler seine Werke vorstellt. Ein wunderbares Beispiel seiner Kunst sind die Aquarelle seines „Norwegischen Zyklus“, die in der Edition des Mülheimer Kunstmuseums „Wolfgang Vogelsang Aquarelle“ 1993 veröffentlicht wurden. Das Zur-Schau-Stellen ist allerdings nur begrenzt die Sache des Malers. Der anerkannte Künstler freut sich, seine Werke in einem persönlichen Gespräch vorstellen zu können und zu sehen, wenn seine kleinen und mittelgroßen Zeichnungen oder großformatigen Acryl- und Ölarbeiten ankommen.

Laura Rodrigues (li.) im Gespräch mit Kurator Klaus Wiesel in der Ruhrgalerie Mülheim (Foto: Jürgen Brinkmann)

„Manchmal wird man ja auch belächelt, wenn man Blumen malt“, gibt er lächelnd zu und findet, dass genau das bei vielen bekannten Malern besonders hoch geschätzt wird und ihrem Publikum viel Freude bereitet.

Villa Schmitz-Scholl: Überraschung im Treppenhaus

Mit dabei bei Denkmaltag 2019 in der grünen Kulturstadt Mülheim an der Ruhr

Die denkmalgeschützte Villa der Tengelmann-Gründerfamilie Schmitz-Scholl in der Stadt Mülheim an der Ruhranlage bietet manche Überraschung. Auf dem Weg in das dortige KuMuMü Kulturmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3 kommt man derzeit an Plakaten des Künstlers Klaus Wiesel vorbei, die dieser für das LEONARDO DA VINCI – JAHR 2019 IN DER STADT MÜLHEIM entworfen hat.

„DER LEONARDO-HYPE“ ist 2019 Ganzjahresthema in der Kulturstadt Mülheim an der Ruhr mit 15 Kunstausstellungen in der Kunststadt an der Ruhr.

Plakate des Künstlers Klaus Wiesel in der Villa Schmitz-Scholl
Artikel über den Tag des offenen Denkmals 2019 in der Kulturstadt Mülheim (Auszug)

KulturMuseum Mülheim zeigt aktuell eine Auswahl zeitgenössischer Kunst in der Ruhrstraße 3

KulturMuseum lheim (kurz KuMuMü) zeigt aktuell eine Auswahl zeitgenössischer Kunst in der Ruhrstraße 3

Umhängepause in der Ruhr Gallery Mülheim bis 17. August 2019 – das KuMuMü ist aber geöffnet und zeigt neben Werken aus der ZERO -Sammlung von Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker auch Arbeiten von Anton Stankowski, Fernand Luickx und Edith Polland-Dülfer. Führungen nach Vereinbarung unter 0208 46949-567 – Eintritt und Parken frei.

Ausstellungsplanung am Modell

Planung am Modell 1:10 (Foto Mülheimer Kunstverein KKRR)

Ein 1:10 Modell der Beletage der Villa Schmitz-Scholl diente der Mülheimer Malerin Dörthe Speetzen zur Vorbereitung ihrer Ausstellung „DEN KARREN AN EINEN STERN BINDEN“ die am Sonntag, 18. August 2019 um 16 Uhr in der Stadt Mülheim eröffnet wird und dann bis zum 31. August 2019 läuft.

Kein Leerlauf in der Kunstvilla Schmitz-Scholl in der Ruhrstraße

Im Kunstjahr 2019 hat sich das Team des Mülheimer Künstlerbundes einiges vorgenommen, um den Kunstliebhabern in Mülheim monatlich ein abwechslungsreiches Kunstangebot zu bieten. Ermöglicht und gefördert wird dies durch den Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR), der im Gebäudekomplex in der Ruhrstraße Künstlern aller Altersgruppen auch Atelierräume und Projekträume zur Verfügung stellt.

Probehängung in der Ausstellung von Dörthe Speetzen (ab 18. August 2019 bis 31. August 2019) (Foto Mülheimer Kunstverein KKRR)

Das Jahresprogramm kann im Internet abgerufen werden – hier ist der Link:

Weitere Informationen über die Ruhrgalerie auch auf Wikipedia – hier ist der Link:

Einladungskarte von Dörthe Speetzen – Freunde und Gäste willkommen !

Gehirn und Kopf frei bekommen

22 einfache Tricks, um das Hirn zu entlasten und den Kopf freizubekommen

Wenn wir uns zu viele Gedanken machen und unsere Grübeleien uns den Alltag erschweren
und uns mit Zweifeln, Anspannung, Sorgen, Frustration, Kontrollzwängen und
Verpflichtungen erfüllen, ist es manchmal ziemlich schwierig, ihnen Einhalt zu gebieten.
Die Psychologin und Kunsttherapeutin Victoria Nazarevich erklärt, warum der Akt des
Malens oder Zeichnens uns mit unserem Inneren in Verbindung bringt und uns erlaubt, uns
unsere eigene Realität zu erschaffen und die Belastungen, die unser Kopf uns einredet, zu
vergessen – ohne Zwang, Verpflichtung oder Selbstverurteilung („Ich muss mich beruhigen“;
„Ich muss meine Art zu Sein oder zu Denken ändern“; „So kann ich nicht weitermachen“,
etc.).
Auch für Kinder ist diese therapeutische Herangehensweise an die Kunst geeignet.
Davon ausgehend, macht Victoria einige einfache Vorschläge, um den Kopf freizubekommen
und das psychisch-physisch-emotionale Gleichgewicht wiederzuerlangen:

o Wenn Du wütend bist, zeichne Striche.
o Wenn Dir etwas wehtut, schnitze etwas.
o Wenn Dir langweilig ist, fülle ein Blatt Papier mit verschiedenen Farben.
o Wenn Du traurig bist, male einen Regenbogen.
o Wenn Du Angst hast, knüpfe oder sticke.
o Wenn Du Beklemmungen hast, fertige eine Puppe aus Stoffresten.
o Wenn Du müde bist, male Blumen.
o Wenn Du empört bist, zerreiße ein Blatt Papier in kleine Stücke.
o Wenn Du besorgt bist, praktiziere Origami.
o Wenn Du angespannt bist, zeichne verschiedene Muster.
o Wenn Du Dich an etwas erinnern musst, zeichne Labyrinthe.
o Wenn Du enttäuscht bist, fertige eine Kopie eines Bildes an.
o Wenn Du verzweifelt bist, zeichne Wege.
o Wenn Du etwas verstehen musst, zeichne Mandalas.
o Wenn Du Energie tanken musst, male Landschaften.
o Wenn Du Deine eigenen Gefühle verstehen möchtest, fertige ein Selbstbildnis
an.
o Wenn es Dir wichtig ist, Dir Deines eigenen Zustandes bewusst zu werden,
male Farbkleckse.
o Wenn Du Deine Gedanken ordnen möchtest, zeichne Kästchen oder Quadrate.
o Wenn Du Deine Wünsche verstehen möchtest, fertige eine Collage an.
o Wenn Du Deine Gedanken sammeln möchtest, male Punkte.
o Wenn Du eine optimale Lösung für ein Problem finden möchtest, male Wellen
und Kreise.
o Wenn Du Dich festgefahren fühlst und weiterkommen möchtest, zeichne
Spiralen.

Text übersetzt aus dem Spanischen von Susanne Franz

TRAUMHAFTE GELEGENHEIT IN MÜLHEIM – HOCHKLASSIGE KUNST AUS NACHLASS ZU ERWERBEN

EIN LEBENSWERK:
MALEREI VON EVA HEMMERLEIN-RICHTER
IN DER RUHR GALLERY MÜLHEIM


Vom 3. bis 10. Juli widmet sich die RUHR GALLERY dem Lebenswerk einer ungewöhnlichen Künstlerin: Die gebürtige Pforzheimerin Eva (auch Eve) Hemmerlein-Richter (1914-2001) war Goldschmiedin und Schmuckdesignerin, zeichnete Dias fürs Kino und brillierte nach dem Krieg als Stoffmalerin im Atelier „Südreklame“. Zu jeder Zeit ihres Lebens gehörte ihr Herz jedoch der Aquarellmalerei.

EINE GUTE GELEGENHEIT ZUM KUNSTKAUF

facebook-Werbung für die Benefiz-Ausstellung in der Kunststadt Mülheim

Erstmals präsentiert Rose Borchert, Tochter der Künstlerin, nun einen Einblick in das rund 1.000 Arbeiten umfassende Gesamtwerk von Eva Hemmerlein-Richter – und in rund 70 Jahre kreatives Schaffen der Künstlerin. Ein Teil des Erlöses der Verkaufsausstellung geht als Spende an das Frauenhaus Mülheim an der Ruhr. Die Tochter der Künstlerin verkauft in eigenem Namen und auf eigene Rechnung aus ihrer privaten Sammlung.

Die Vernissage findet am 2. Juli um 18 Uhr statt; die Familie der Künstlerin ist anwesend. Eintritt und Parken frei.

Rund 100 Arbeiten hat Rose Borchert für die Ausstellung in der Ruhr Gallery zusammengestellt. Farbgewaltige, fließende Werke, die einen intensiven Rückblick auf ein kreatives Leben gewähren, das geprägt war von enormer Offenheit und Begeisterungsfähigkeit – für unterschiedliche Stile ebenso wie für unterschiedliche Themen.

Mal grafisch streng, mal voller Leichtigkeit, mal provokant: Die Arbeiten von Hemmerlein-Richter lassen sich nicht ohne weiteres „auf Linie“ bringen – und wollen es auch gar nicht. Die einstige Schülerin von Bert Joho, Adolf Sautter, Adolf Hildenbrand, Theo Sand, Helmut Meyer-Weingarten und Hildegard Burhenne spielt mit Themen ebenso wie Techniken und lässt in ihre Aquarellarbeiten immer wieder auch Erfahrungen aus ihrem Berufsleben als Schmuckdesignerin und Zeichnerin einfließen.


Vielseitige Künstlerin


In ihren Werken finden sich Anspielungen auf Märchen ebenso wie religiöse Bezüge. Doch auch diese werden weltoffen und frei umgesetzt, denn auf eine bestimmte Weltanschauung oder religiöse Ausrichtung legte sich die Künstlerin im Leben und in ihren Bildern zu keiner Zeit fest. Zugleich sind es darüber hinaus immer wieder Gesichter, der Mensch selbst, den Hemmerlein-Richter ins Zentrum der Betrachtung und ihrer künstlerischen Arbeit rückt. Ein Fokus, der sich auch in ihrem ehrenamtlichen Engagement widerspiegelt: 1980 gründete sie eine kunsttherapeutische Gruppe für psychisch kranke Menschen und begleitete diese gut zwei Jahrzehnte als Leiterin.

Rose Borchert mit einem Selbstbildnis von Eva Hemmerlein-Richter in der RUHR GALLERY MÜLHEIM

Zu Lebzeiten hat Eva Hemmerlein-Richter, die 1981 mit der Goldmedaille des Europäischen Kulturkreises Baden-Baden ausgezeichnet wurde, unter anderem in Karlsruhe, Paris und St. Petersburg ausgestellt. Einzelwerke wurden vom Landesmuseum Karlsruhe angekauft.

In Mülheim an der Ruhr sind ihre Arbeiten erstmals zu sehen; zugleich war die Spannbreite der gezeigten Werke bislang noch nie so umfassend wie in der von Rose Borchert konzipierten Verkaufsausstellung. Dass ein Teil des Erlöses – zehn Prozent von jedem verkauften Gemälde –­ als Spende an das Frauenhaus in Mülheim an der Ruhr gehen soll, ist ihr dabei ein besonderes Anliegen: „Meine Mutter hat sich in ihren Bildern schon früh mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft auseinandergesetzt und hat dieses Thema bis zu ihrem Tod immer wieder aufgegriffen. Dass ihre Werke nun vielleicht dazu beitragen können, Frauen in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen, hätte ihr gefallen und wäre ganz in ihrem Sinne gewesen.“

Christine Lehmann (li.) vor ihrer Kalligraphie und Rose Borchert (re.) mit „PICASSO-Bildnis“ von Eva Hemmerlein-Richter

Hier mit freundlicher Genehmigung der Autorin die Laudatio zur Vernissage
LAUDATIO
Ich freue mich, dass Sie alle Interesse an den Gemälden meiner Mutter haben und möchte Ihnen des Wesen meiner Mutter und ihr Werk näher bringen.
Ich bin Lilie Hemmerlein, das 5. Kind von den 6 Kindern meiner Mutter, 3 Mädchen, 3 Jungs.
Involviert wie ich bin, fällt es mir nicht leicht, einen gewissen Abstand zu wahren, der es ermöglicht von meiner Mutter, der Künstlerin Eva Hemmerlein-Richter zu berichten. Deshalb subjektive Worte und meine persönlich gefärbte Sichtweise auf das Leben und die Gemälde meiner Mutter.
Meine Mutter hat uns liebevoll, autoritär und auch mit körperlichen Strafen „erzogen“. Dass wir bei so einer großen Familie im Haushalt mithelfen mussten, war klar. Meine Mutter hatte eine solche Dominanz/Präsenz, dass sich einige Geschwister heute noch mit Themen aus der Kindheit auseinandersetzen und manche Ereignisse werfen lange Schatten.
Wenn man das Werk meiner Mutter betrachtet, kann man eine grobe Kategorisierung der Gemälde meiner Mutter vornehmen:
Portraits und Stillleben
Ornamente und Schmuckdesign
Themen in Beziehung zum Baha’i-Glauben, was übergeht in den Themenkreis
Krisen, humanitäre Probleme, Umweltzerstörung, Gesellschaftskritik: Kriege, der Gegensatz von arm und reich und das daraus entstehende Elend
und dann Bilder der Inneren Schau/Meditationsbilder
Diese Sujets brachte sie in phantasievoller Weise zu Papier.
Meine Mutter hat eine Vielzahl von Bildern geschaffen, die meist farbenfrohen, ausdrucksstarke Bilder, gefallen mir sehr gut. Als Malstile finden sich Kubismus, Pop-Art, Ornamental, Mystik, Märchenhaft, Japanische Holzschnitt, Art brut und plakative Malerei. Meine Mutter ließ sich vom Zeitgeist und der Avantgarde der Künstler „ihrer Zeit“ inspirieren, blickte nach Frankreich zu den Kubisten, spielte mit verschiedenen Einflüssen ist jedoch psychologisch und ästhetisch immer ihrem eigenen Kompass gefolgt.
Im Laufe meines Lebens war unser Familientisch oft von im Entstehen begriffenen Gemälden belegt. Zu jedem Gemälde gab es eine Geschichte, jedes war eine Darstellung ihrer inneren Wahrnehmung, Ausdruck von Schönheit, einer Phantasie.
Mit ihrer Aufgeschlossenheit Neuem gegenüber, Ihrer geistigen Aufnahmefähigkeit und Flexibilität ließ sie ihren großbürgerlichen Hintergrund weit hinter sich zurück.
Meine Mutter war Künstlerin, ihre Gemälde zu vermarkten war eher nicht ihre Stärke. Trotzdem war es ihr immer ein Anliegen, dass ihre Bilder einer Öffentlichkeit zugänglich sein sollen, dass Gespräche angeregt und ein Meinungsaustausch stattfinden möge. Sie hatte verschiedene Einzelausstellungen in Karlsruhe so z. B. in der Künstlervereinigung GEDOK, dem Theater ‚Die Käuze‘, im Bahá’í-Zentrum, im Bundesverfassungsgericht sowie Gemeinschafts-ausstellungen in Petersburg, Russland und im Salon des Nations in Paris. Einige Gemälde meiner Mutter wurden von Privatpersonen, einige von der Stadt, dem Kulturamt der Stadt Karlsruhe erworben.
Meine Mutter hat – bis auf die Zeiten, in denen wir jung waren und sie sich viel um Haushalt, Geschäft und Kinder kümmerte – immer gemalt. Entsprechend viele Gemälde, über 800, hauptsächlich in Acryl aber auch Kohlezeichnungen oder Aquarellgemälde, hat sie geschaffen.
Ich finde es beachtlich, dass der gestalterische Ausdruck, diese nie versiegende Quelle der Kreativität das Leben meiner Mutter kontinuierlich begleitet hat. Ihrem Lebenslauf nachgezeichnet, dem Erkenntnisgewinn entsprechend, erschuf sie hier Bildwelten, erlebte und ordnete sie innere Wahrnehmungen, erforschte neue Räume. Die Malerei war ihr Ausdrucksmittel und entsprechend sind ihre Gemälde Spiegel ihrer Persönlichkeit. Sie braucht es als Ausdruck ihrer Selbst, als Akt der Verarbeitung und der Selbstreflektion. Ihre Bilder sind auch Formulierungen ihres Wunsches nach Schönheit, Harmonie und Weltfrieden.
Ihre Hinwendung zu Yoga und dem Erschließen der Meditation fand Ausdruck in oft kleinerformatigen Aquarellen, den Meditationsbildern.
Was mir in den Bildern meiner Mutter auffiel ist, dass sie keine Schatten malte. Sie schattierte schon mal, aber im Großen und Ganzen gab es keine Schatten, was auch mit ihrem Wesen zu tun hatte: Meine Mutter war vom Sternzeichen her Zwilling und wer sich mit Astrologie befasst, weiß um die Dualität des Zeichens: den hellen und den dunklen Zwilling – meine Mutter hat bei sich selbst nur den hellen sehen wollen, bei sich selbst im übertragenen Sinne nur schwer Schatten erkennen zu können und dies spiegelte sich in den Bildern wider. Auch wenn sie Themen, in denen sie die Umweltzerstörung aufgriff, wie z.B. ‚Das Band der Autobahn zerfrisst die Landschaft‘, sehen diese Bilder weder monsterhaft bedrohlich, sondern irgendwie wieder harmonisch aus.
Ich begleitete sie an einem Nachmittag in den 80er-Jahren zu der von ihr initiierten Gruppe ‚Malen mit Musik‘, die sie im Treffpunkt für psychisch Kranke ‚Club Pinguin‘ anbot. Nach geraumer Zeit wollte ich mich verabschieden. Lehnte mich zu ihr und wollte ihr dies unauffällig mitteilen, worauf sie mir sagte: Einen kleinen Moment, ich schalte mal mein Hörgerät wieder an. Ich mache das nämlich aus, wenn der eine oder andere so einen Blödsinn redet.
Auch hier ein Ausblenden von dem was nicht passte und gleichzeitig eine Beharrlichkeit weiterzumachen, immerhin hat sie den Workshop 18 Jahre lang geleitet.
Jedoch bat sie mich bei anderer Gelegenheit ihr neuestes Gemälde anzuschauen und ihr meine Meinung dazu zu sagen. Ich sah es – und es gefiel mir nicht. Geschmäcker ändern sich – manche Bilder, zu denen ich damals keinen Zugang fand, sprechen mich heute wegen ihrem guten Ausdruck oder der Farbkomposition an – egal, dieses Bild gefiel mir nicht und ich fragte sie: „Willst Du es wirklich wissen?“ „Ja!“ „Also, es gefällt mir nicht!“ Und sie dann mit Nachdruck und Zorn in der Stimme: „Wenn ich diese Bilder nicht male, kann ich die anderen auch nicht malen!“ Und das fand ich dann wieder sehr weise, dass sie verstanden hatte, dass man den einen Pol nicht unterdrücken kann, ohne dass der andere Pol leidet, das sie in der Kunst die Notwendigkeit des Zulassens auch des Triebhaften oder des Dunklen als Gegenpol des Harmonischen, Vergeistigten annehmen konnte. Das Negative will genauso ausgedrückt werden, wie das Positive – wir übernehmen „nur“ die Verantwortung dafür, wie wir es ausdrücken.
Meine Mutter war vielseitig interessiert, gesellschaftlich sensibel und fand ihren Platz in der Gesellschaft indem sie auf Umwelt- und soziale Themen in ihrem unmittelbaren Umfeld und in der Welt auf Ihre Art reagierte.
Wir lebten Mitte der 50er-Jahre in einer nach dem Krieg schnell erbauten Siedlung des sozialen Wohnungsbaus, in dem kinderreiche Familien wohnten. Schon in unserer Jugend gab es gelegentlich eine von meinen Eltern initiierte ‚Kinderstunde‘ und nachdem mein Vater gestorben war und die meisten von uns Kindern ausgezogen waren, widmete sich meine Mutter verstärkt den Kindern in unserer Siedlung, die von den Eltern zum Spielen auf die Straße geschickt wurden. Mittwochs durften die Kinder zu meiner Mutter kommen, dort wurde gemalt, Hausaufgaben gemacht und sich unterhalten, kleine und große Kümmernisse erzählt. Meine Mutter nannte die Kinder ihre SONNENSTRAHLEN und als ich mit ihr durch‘s Rintheimer Feld lief, riefen die Kinder „Frau Hemmerlein“ und nahmen sie bei der Hand oder lachten sie einfach an. Mutti begrüßte das Kind dann, fragte wie es ihnen gehe, erkundigte sich nach den Eltern oder Geschwistern. Es war ein Phänomen. Als der Raum im Wohnzimmer meiner Mutter nicht mehr ausreichte, besprach sie sich mit dem Pfarrer von St. Martin, einer nahegelegenen Kirche, und konnte die Kinderstunde dann in Räumen der Kirchengemeinde abhalten.
In den 50er-Jahren wurde meine Mutter Mitglied der Baháí-Gemeinde. Dieser Schritt, den Bahai-Glauben anzunehmen, den sie zusammen mit meinem Vater unternahm, beeinflusste ihr ganzes weiteres Leben. Sie war zutiefst von den Zielen des Bahá’í-Glaubens überzeugt, die da sind: Weltfrieden, Einheit der Menschheit, Gleichberechtigung aller Menschen. Diese Ziele strebte sie an und verteidigte sie in Gesprächen und Diskussionen. An diesen Zielen wurde die Welt gemessen.
Als von mir dankbar angenommenes Erbe hiervon haben sich alle ihre Kinder mit Religion und Spiritualität in vertiefter Weise befasst und in ihr Leben integriert.
Meine Mutter entwickelte sich im Lauf der Jahre immer mehr zur Exzentrikerin, die mit 60, 70, 80 Jahren jeden Morgen Yoga machte, in schwarzen Lederhosen und mit Lederhut unterwegs war, ob zum Oberbürgermeister mit einem besonderen Anliegen oder zum 19-Tage-Fest der Bahai-Religion.
Als meine Mutter im Alter von 87 Jahren starb, konnte sie auf ein langes und produktives Leben zurückschauen.
Sie malte bis eine Woche vor ihrem Tod.
Ich freue mich, dass die Ruhrgalerie zusammen mit meiner Schwester Rose die Möglichkeit geschaffen hat, einen konzentrierten Einblick in das Schaffen meiner Mutter der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ich danke dem Künstler, Galeristen und Leiter der Ruhrgalerie Alexander-Ivo-Franz, der sich auf diese spannende Sache eingelassen hat, eine ihm unbekannte Künstlerin vorzustellen. Dies ist eine Ehre und eine Freude für mich und unsere gesamte Familie.
Diese Ausstellung wäre ohne den unermüdlichen Einsatz meiner Schwester Rose, die sich in liebevoller Weise um alles kümmerte von der Bildauswahl und -hängung, Blumenschmuck, Getränke – einfach alles. Vielen Dank, Rose!
An dieser Stelle geht mein Dank auch an Frau Tanja Weimer, Journalistin Zeche Zollverein, Schacht 11, die die Pressemitteilung verfasste sowie besonderer Dank an den Künstler und Grafikdesigner Klaus Wiesel, der Layout der Flyer und Banner gestaltete und sein unterstützender Einsatz weit über den üblichen Rahmen hinaus.
Und großes Dankeschön auch an Isi vom Caterer Isi Baba, etlichen auch vom Ringlok-Schuppen bekannt, zu dessen kulinarischen Genüssen wir nach den Genüssen fürs Auge einladen. Und Danke auch an alle weiteren Helfer, die zum Gelingen der Ausstellung beitrugen.
Danke Minh für dein feines Klavierspiel!
Und jetzt lade ich Sie alle herzlich ein, mit uns eine Entdeckungsreise durch die gemalte Erlebniswelt von Eva Hemmerlein-Richter zu machen!
Danke!

600. Besucher in der aktuellen Kunstausstellung in Mülheims Ruhrstraße 3 begrüßt

600. Besucher in der aktuellen Kunstausstellung in Mülheims Ruhrstraße 3 begrüßt.

„UNDER CURRENT …nichts zu verbergen“ geht in die letzte Ausstellungswoche (bis Sonntag 30. Juni 2019)

WDR-Lokalzeit Ruhr berichtet am Freitag, 21. Juni 2019 gegen 20 Uhr kurz über die Ausstellung in der Mülheimer RUHR GALLERY in der denkmalgeschützten Villa Schmitz-Scholl.

Die drei Kunstschaffenden Kuno Lange, Joachim Kramer (JOTT-KAA) und Klaus Jost haben den Geschmack der Kunstliebhaber aus dem Ruhrgebiet mit über 100 Exponaten voll getroffen – die durchschnittliche Verweilzeit beim Besuch des Ausstellung UNDER CURRENT betrug mehr als 40 Minuten. Am Donnerstag wurde bei strahlendem Wetter der 600. Ausstellungsbesucher begrüßt – Wolfgang Iff kam per Fahrrad aus Bochum in die Kunststadt an der Ruhr.

Joachim Kramer (JOTT KAA) mit seiner Installation „Die drei von der Tankstelle“

„Nichts zu verbergen“

, so lautet der verschmitzte Untertitel der aktuellen in der Galerie an der Ruhr. Nichts zu verbergen? Tatsächlich? Denn die ironische Wendung liegt in der Bedeutung des englischen Obertitels: under current. Diese Sprachfloskel bezeichnet eine Absicht, die so gar nicht existiert. Es wird etwas ausgesagt, dessen Gegenteil gemeint sein kann. In diesem subtilen Bedeutungsgeflecht bewegen sich auch die drei Künstler in anspielungsreichen Werkkompositionen, immer bereit, die Doppelbödigkeit ihrer Arbeiten wirken zu sehen.

Portrait der Kunstschaffenden

Lange – Kramer – Jost: eine Kerngruppe um den Bildhauer und Maler Kuno Lange, seit vielen Jahren verortet an der Tinkrathstr. 60 in der Kunststadt Mülheim, stellen nun Ergebnisse Ihrer langjährigen Zusammenarbeit in der Galerie an der Ruhr der Öffentlichkeit vor. Das Spektrum ihrer künstlerischen Werke erstreckt sich von malerischen Arbeiten auf Leinwand, Folie und Holz über Reliefbilder, Objektbilder und Assemblagen zu Objekten, Kleinplastiken und Skulpturen. Darüber hinaus wird der Komplex Fotografie ausschließlich vom Kollegen Klaus Jost repräsentiert. Seine fotografischen Arbeiten zeigen einen Querschnitt unterschiedlicher Motivreihen, wobei der Schwerpunkt auf stark vergrößerten Portraits populärer Helden verschiedener Comic-Universen liegt.

Skulptur von Kuno Lange in der RUHR GALLERY „UNDER CURRENT“

KEIN TAG OHNE KUNST IN MÜLHEIM – 2 FOLGEAUSSTELLUNGEN NICHT VERPASSEN !

Die Ausstellung Lange-Kramer-Jost wird am 30. Juni 2019 abgebaut – es folgen 2 spannende Ausstellungen:

Eröffnung am Dienstag, 2. Juli 2019 um 18:00 Uhr die Benefizausstellung EVA HEMMERLEIN-RICHTER im Erdgeschoss  der Villa Schmitz-Scholl – RUHR GALLERY – Galerie an der Ruhr in der Ruhrstraße 3 / Ecke Delle – Ruhranlage

gefolgt bereits am nächsten Tag am Mittwoch, 3. Juli 2019 um 19:00 Uhr mit der Vernissage in der Beletage des Ausstellungshauses mit KALLIGRAPIE VON CHRISTINE LEHMANN.

Eintritt auch für diese Ausstellungen ist frei – sie sind bis 10. Juli 2019 in Mülheim an der Ruhr zu sehen (bitte beachten Sie auch das Sonderprogramm von Stadtführer Georg Reinders mit Kalligraphie und Haikos begleitet von Musik (Saxophon und Duduk) am 6. Juli 2019 von 13 – 17 Uhr in der Galerie an der Ruhr).

In Zusammenarbeit mit dem MÜLHEIMER KUNSTVEREIN UND KUNSTFÖRDERVEREIN RHEIN-RUHR – KKRR

Hier geht es zum Video-Clip zur Ausstellung „UNDER CURRENT“

Salon der Zurückgewiesenen

Ausstellungen heimischer Künstler im städtischen Kunstmuseum

Es war schon immer das Ziel vieler Künstler einmal im städtischen Kunstmuseum eine Einzelausstellung zu bekommen. Nur wenigen ist das bisher gelungen. Wer aber durch eine Jury zur so genannten „Jahresausstellung der Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstler“ zugelassen wurde, durfte dort in einer Gemeinschaftsausstellung ausstellen, wenn er es gar drei mal schaffte, wurde er in den Kreis dieser Arbeitsgemeinschaft aufgenommen und konnte danach auf Wunsch jedes Jahr seine ausgewählten Werke im Kunstmuseum präsentieren. Für manchen bedeutete dies ein wichtiges Sprungbrett in eine Künstlerkarriere, andere Kunstschaffende versuchten es gar nicht und hatten Erfolg.

Viele Künstlerinnen und Künstler kamen aber nie in den Genuss – auch eine Ausstellung der Zurückgewiesenen wurde bislang in der Kunststadt Mülheim nicht organisiert.

Beispiel einer Zurückweisung (Ausjurierung) aus dem Jahr 1978 (Archiv des Kunstvereins KKRR, Mülheim)

Wenn dich die Welt aus ihren Toren stößt,

so gehe ruhig fort und lass das Klagen.

Sie hat durch die Verstoßung dich erlöst

und ihre Schuld an dir nun selbst zu tragen.

(Karl May, 1910 Leitspruch zur Selbstbiographie)

Salon der Zurückgewiesenen – ein Rückblick in die Kunstgeschichte

In der Kunsthochburg Paris war der „Salon des Refusés“, auch „Salon der Refüsierten“ oder „Salon der Zurückgewiesenen“ eine Parallelausstellung zum offiziellen „Salon de Paris“. In dieser Ausstellung wurden diejenigen Gemälde und Plastiken gezeigt, welche von der Jury des Salon de Paris zurückgewiesen worden waren. Die kunstgeschichtlich bedeutsamste Ausstellung ist die von 1863, die auf Initiative von Napoleòn III zustande kam, nachdem die Jury aufgrund ihrer Auswahlmethoden in die Kritik geraten war. Von einer Reihe von Kunsthistorikern wird diese Ausstellung als Geburtsstunde der Moderne eingestuft.

Auch Otto Pankok wurde bei einer Jahresausstellung ausjuriert „…zu Gegenständlich“.

Der Mülheimer Verein „Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR)“ arbeitet gerade das Thema im Hinblick auf das Jubiläum (90 Jahre Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstler im Dezember 2019) auf und sucht Material für eine Ausstellung über die damalige Kunstszene in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr – die Geschäftsstelle des Vereins ist in der Villa Schmitz-Scholl in der Ruhrstraße 3 und unter der Rufnummer 0208 46949-567 oder via Email info@kunststadt-mh.de erreichbar.

Hier ein interessanter Artikel von Klaus Geldmacher über den Mülheimer Künstler Hermann Haber aus dem Jahre 2009 zum 80. Jubiläum der Mülheimer Künstlerschaft:

Christine Lehmann stellt in der RUHR GALLERY MÜLHEIM aus –

Kalligraphie ist einer der Schwerpunkte der Künstlerin Christine Lehmann.

In der Mülheimer Ruhr Gallery ist sie vom 2. bis zum 10. Juli 2019 zu sehen. Ein Highlight ist sicher auch die Veranstaltung von Georg Reinders „LITERATUR UND RUHR“ mit Künstlern aus Musik, Literatur und Malerei in der Stadtmitte von Mülheim an der Ruhr, die am 6. Juli 2019 von 13 – 17 Uhr stattfindet.

Programmausschnitt – Ruhrstraße 3 – Villa Schmitz-Scholl

HIER IST DAS GESAMTPROGRAMM 6.7.2019 von 13-17 Uhr gestaltet von Klaus Wiesel zum Download:

KEINE KUNSTPAUSE IN DER STADT MÜLHEIM !

Das KuMuMü in der Ruhrstraße 3 sorgt in der Stadt Mülheim an der Ruhr für quirlige Abwechslung.

Das Jahresprogramm 2019 ist voll gepackt – im Kunstjahr 2019 hat der Mülheimer Verein Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR) im LEONARDO-JAHR 2019 IN DER STADT MÜLHEIM zahlreiche museale Ausstellungen auf dem Programm. Nach japanischem Vorbild haben die Kuratoren immer nur ein sehr kurzes Zeitfenster trotz hohem finanziellen Aufwand, den jede Ausstellung mit sich bringt.

Vielerorts werden nach der gut beworbenen Vernissage die Ausstellungen nur spärlich besucht – meist von interessierten Gruppen bei den Künstlergesprächen – ein weiterer Höhepunkt ist dann die Finissage, wo das ein oder andere Kunstwerk den Besitzer wechselt.  Der Trägerverein KKRR hat sich daher entschlossen lieber zahlreiche aber hochwertige Ausstellungen anzubieten.

WAS GESCHAH BEREITS 2019?

Das Mülheimer Privatmuseum KuMuMü zeigte im Januar 2019 die Ausstellung „ONCE UPON A TIME IN SAN FRANCISCO“ des Mülheimer Fotokünstlers Bernd Pirschtat – über 400 Besucher kamen.

Hans Arts zeigte seine Malerei TRANSFORMIERENDE KUNST ebenfalls im Januar 2019 in der Beletage der Kunstvilla an der Ruhranlage.

Am Tag der Offenen Ateliers kamen im Januar 2019 weit über 300 Besucher in die 10 Ateliers im  angeschlossenen Kunsthaus an der Ruhrstraße.

Der Februar 2019 zeigte die Schau „SCHLUSSPUNKT“ zum Ende des Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet – 19 Künstler*innen überzeugten mit ihrem Beitrag über 2.500 Besucher. Highlights waren der Vortrag des Steigerliedes durch den Spielmannszug der Roten Funken im malerischen Galeriehof und die Kunstversteigerung zugunsten des Projekts „Der Wünschewagen“ mit herausragenden Arbeiten Mülheimer Künstler*innen.
Ausstellende Kunstschaffende waren Heidi Becker, Jutta Dammers-Plaßmann, Janina Funken, Cornelia Wissel, Brigitte Zipp, Hans Arts, Manfred Dahmen, Aliv Franz, Martin Sieverding, Lukas Benedikt Schmidt, und Klaus Wiesel sowie als Gäste Sabine Geiger-Brée, Max Schulz, Jörg Dornemann, Bernward Kraft, NK MIP, Martin Kruska, Franz Püll und Marc Rohn.

Die Mülheimer Malerin Edith Polland-Dülfer (1931-2018) wurde im April und Mai 2019 präsentiert mit der Nachlass-Ausstellung „DYNAMIK ALS LEBENSFORM“.

In der Beletage zeigte die Düsseldorfer BBK-Malerin Bernadett Wiethoff über 50 aktuelle Arbeiten in ihrer Ausstellung „LAUNISCH“, gefolgt von der musealen Einzelausstellung der Meisterschülerin Heidi Becker mit der Ausstellung „OTIUM“.

Auch die Schau der Mülheimer Malerin Usula Vehar „MALEREI 2015-2019“ überzeugte die Mülheimer Kunstbegeisterten. Der Kunsthistoriker Dr. Tobias Kaufhold würdigte das Lebenswerk der Künstlerin und die aktuellen Arbeiten, die voll den Zeitgeist treffen.
Auch hier erfreuten sich weit über 500 Besucher an den aktuellen Arbeiten der großen Mülheimerin.

WAS LÄUFT IM JUNI 2019 IN MÜLHEIM ?

Die aktuelle Juniausstellung „UNDER CURRENT – nichts zu verbergen“ hatte bereits zum Auftakt einen Besucherrekord zu verzeichnen. Der Maler und Bildhauer Kuno Lange zeigt zahlreiche Arbeiten aus verschiedenen Schaffensperioden zusammen mit dem Fotokünstler Klaus Jost und Joachim Kramer, besser bekannt als JOTT KAA , er zeigt Arbeiten zwischen Ernst und Humor (Malerei, Collagen, Installationen und Plastiken). 

Ausblick auf das verbleibende Jahresprogramm KUNST 2019

WAS KOMMT IM JULI 2019 IN MÜLHEIM ? 

Am 2. Juli 2019 wird die Ausstellung „EVA HEMMERLEIN-RICHTER“ eröffnet.
Die Familie der Künstlerin hat aus über 1.000 Werken 100 Arbeiten zur Verfügung gestellt. Vernissage um 18:00 Uhr in der Ruhrstraße 3.

Einen Tag später am 3. Juli 2019 wird die Ausstellung „KALLIGRAPHIE“ der Künstlerin Christine Lehmann in den Ausstellungsräumen in der Beletage der Villa Schmitz-Scholl eröffnet. Zusammen mit dem Mülheimer Eventorganisator Georg Reinders werden begleitend am Sonntag, dem 6. Juli 2019 im Rahmen der Innenstadtveranstaltung „generation mülheim – Literatur & Ruhr“ Andrè Meisnerund Hovhannes Margaryan mit ihren Instrumenten Saxophon und Duduk in der Ruhr Gallery erwartet.

Vom 12. Juli bis 28. Juli 2019 sind die Kunstschaffenden der Hochschule der Bildenden Künste / HBK, Essen und der Freien Akademie der bildenden Künste / fadbk, Essen mit ihrer Ausstellung „esgehtimmerumalles“ im gesamten Ausstellungskomplex vertreten.
Annika Hardy (HBK Essen) | Anja Kreitz (HBK Essen) | Beate Palmen (fadbk Essen) | Sabine Büttner (HBK Essen) | Liane Lonken (fadbk Essen) | Stephan P. Schneider (fadbk | HBK Essen) |Ilona Reinhardt (fadbk Essen) | Anne van Linn (fadbk Essen) | Sabine Michels (fadbk Essen) | Daniela Werth (fadbk Essen) | Gaby Marquardt (HBK Essen) | Silvia Jacobi (fadbk Essen) | Heidi Becker (fadbk Essen) | Iris Paternoster (fadbk Essen) | Jens Thörner (HBK Essen) | Petra Flaßkamp (fadbk Essen) | Christa Thüsing (fadbkEssen) | Cornelia Wissel (fadbk Essen) | Helga Erlenkötter (fadbk Essen) zeigen Arbeiten, die zuvor im Rahmen der Ruhrfestspiele 2019 im Schloss Herten ausgestellt werden. Das Projekt wird geleitet von Professor Stephan Paul Schneider.

WAS KOMMT IM AUGUST 2019 IN MÜLHEIM ?

Im August 2019 können sich die Kunstliebhaber sich erneut auf die Meisterschülerin Liane Lonken freuen, die ihre neue Werkreihe unter dem Titel „spaces“  vom 2. bis 11. August 2019 zeigt.

Nach kurzer Pause kommt die museale Einzelausstellung der Mülheimer Künstlerin Dörthe Speetzen mit dem Titel „DEN KARREN AN EINEN STERN BINDEN“ in allen Raumen der Villa Schmitz-Scholl vom 18. August bis 31. August 2019.

WAS KOMMT IM September 2019 IN MÜLHEIM ?

Der Maler Wolfgang Vogelsang ist Mitglied einer der vielen Mülheimer Künstlergruppen, und seit vielen Jahren im Kunstmuseum der Stadt Mülheim an der Ruhr in der Jahresausstellung vertreten. Er stellt im gesamten Ausstellungsbereich des KuMuMü seine Arbeiten aus allen Schaffensperioden aus. Die Einführung wird von Dr. Tobias Kaufhold, Kunsthistoriker aus Mülheim vorgenommen. Ausstellungszeit 3. bis 11. September 2019.

Martin Sieverding zeigt ab 15. September 2019 bis 30. September 2019 seine aktuelle Werkreihe „TRANSFIGURES“ in der gesamten Ausstellungshalle und im Loftbereich sind dann Installationen, Raumbilder und Malerei zu sehen. Sieverding arbeitet im Loft-Atelier der Villa Schmitz-Scholl in der Ruhrstraße 3 in der Kunststadt Mülheim.

WAS KOMMT IM Oktober 2019 IN MÜLHEIM ?

In Zusammenarbeit mit Familienmitgliedern von Daniel Traub (1909-1995) plant das private Mülheimer „KuMuMü – Kulturmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3“ zum 110. Geburtstag des vielseitigen Künstlers eine umfassende Schau, die derzeit noch in Vorbereitung ist.
Einzelheiten werden noch bekanntgegeben.

WAS KOMMT IM November 2019 IN MÜLHEIM ?

Die Ruhr Gallery Mülheim zeigt vom 10. November bis 8. Dezember 2019 die Schau „LEONARDO DA VINCI FÜR QUERDENKER – Retrospektive Reinhard Fingerhut
Zum Grußwort wird u.a. der Präsident der Kulturstiftung NRW, Dr. Fritz Behrenserwartet.

Mit der Ausstellung „daVinci 7.0“ wird der Abschluss des „LEONARDO-JAHR 2019 IN DER STADT MÜLHEIM“ eingeleitet. Die Fotografen der Künstlergruppe CFRR zeigen sieben Sichten und Studien von Jürgen Brinkmann, Michael Arndt, Wolfgang Rücker, Claudia Kruszka, Bernd Pirschtat, Jörg Dornemann, und Martin Kruska.

WAS KOMMT IM DEZEMBER 2019 IN MÜLHEIM ?

Die große Weihnachtsschau Mülheimer Künstler 2019“ bildet den Abschluss des Kunstjahres 2019 mit ständig wechselnden Exponaten. Gleichzeitig erfolgt dort der Ausblick auf das JAHRESTHEMA 2020: 
„ BTHVN2020 IN DER STADT MÜLHEIM / RUHR“.

Änderungen und Ergänzungen sind möglich und werden auf den betreffenden Webseiten veröffentlicht.  #KuMuMü #GalerieRuhr #Kunstmuseum #Mülheim #MHRuhr #KunststadtMülheim

Juni-Ausstellung von Kuno Lange, Joachim Kramer und Klaus Jost RUHR GALLERY MÜLHEIM

„UNDER CURRENT – NICHTS ZU VERBERGEN“ Einladung zur Vernissage am 1. Juni 2019 um 16 Uhr . Eintritt und Parken frei – Freunde und Gäste willkommen !

Lange Kramer Jost gestalten den Kunst-Juni in Mülheim: Eine Überraschung !

Eine Ausstellung von Kuno Lange, Joachim Kramer und Klaus Jost RUHR GALLERY – Galerie an der Ruhr Ausstellungseröffnung am Samstag, 1. Juni 2019, 16.00 Uhr Nichts zu verbergen, so lautet der verschmitzte Untertitel der kommenden Ausstellung in der Galerie an der Ruhr. Nichts zu verbergen? Tatsächlich? Denn die ironische Wendung liegt in der Bedeutung des englischen Obertitels: under current. Diese Sprachfloskel bezeichnet eine Absicht, die so gar nicht existiert. Es wird etwas ausgesagt, dessen Gegenteil gemeint sein kann. In diesem subtilen Bedeutungsgeflecht bewegen sich auch die drei Künstler in anspielungsreichen Werkkompositionen, immer bereit, die Doppelbödigkeit ihrer Arbeiten wirken zu sehen.

Lange – Kramer – Jost: eine Kerngruppe um den Bildhauer und Maler Kuno Lange, seit vielen Jahren verortet an der Tinkrathstr. 60 in der Kunststadt Mülheim, stellen nun Ergebnisse Ihrer langjährigen Zusammenarbeit in der Galerie an der Ruhr der Öffentlichkeit vor. Das Spektrum ihrer künstlerischen Werke erstreckt sich von malerischen Arbeiten auf Leinwand, Folie und Holz über Reliefbilder, Objektbilder und Assemblagen zu Objekten, Kleinplastiken und Skulpturen. Darüber hinaus wird der Komplex Fotografie ausschließlich vom Kollegen Klaus Jost repräsentiert. Seine fotografischen Arbeiten zeigen einen Querschnitt unterschiedlicher Motivreihen, wobei der Schwerpunkt auf stark vergrößerten Portraits populärer Helden verschiedener Comic-Universen liegt.

Die Ausstellung ist vom 1. bis 30. Juni 2019 in der Villa Schmitz-Scholl – RUHR GALLERY – Galerie an der Ruhr in der Ruhrstraße 3 / Ecke Delle – Ruhranlage zu sehen.

In Zusammenarbeit mit dem MÜLHEIMER KUNSTVEREIN UND KUNSTFÖRDERVEREIN RHEIN-RUHR – KKRR