Schutzraum für die Kunst: KUNSTRESORT RUHR in der Kunststadt Mülheim

Zugang für Kunstliebhaber’innen „KUNSTRESORT RUHR“ (Foto: Bernd Pirschtat)
Delle 54 in der Kunststadt Mülheim - das Blaue Tor zum KUNSTRESORT RUHR
Delle 54 in der Kunststadt Mülheim – das Blaue Tor zum KUNSTRESORT RUHR (Zeichnung: Dirck Lietke)

Das KUNSTRESORT RUHR liegt direkt in der Ruhranlage in der Kunststadt Mülheim. Durch das „Blaue Tor“ Delle Nr. 54 gelangt man in den Schutzraum für Kreative, Kunstschaffende und Kunstwerke.

Im KUNSTRESORT findet regelmäßig ein Gedankenaustausch statt - eine Oase inmitten der quirligen Kunststadt an der Ruhr in Mülheim
Im KUNSTRESORT findet regelmäßig ein Gedankenaustausch statt – eine Oase inmitten der quirligen Kunststadt an der Ruhr in Mülheim (Foto: Jürgen Brinkmann)
Ausstellungsbereich im CIRCULO DE BELLAS ARTES hier Arbeiten von Manfred Dahmen (re.) und Aliv Franz (Foto: Bernd Pirschtat)
Ausstellungsbereich im CIRCULO DE BELLAS ARTES hier Arbeiten von Manfred Dahmen (re.) und Aliv Franz (Foto: Bernd Pirschtat)

Besuche auch von Gruppen / Kunstvereinen nach Terminabstimmung unter 0157 3629 5489 (Resortleitung)

Hängung mit schwerem Gerät – Skulptur von Harald Schmitz-Schmelzer (1953 – 2019) in der RUHR-GALLERY MUELHEIM

Ergänzung des Blogs – Nachruf Dezember 2019

Harald Schmitz-Schmelzer ist Anfang Dezember 2019 nach kurzer schwerer Krankheit verstorben.  Der Mülheimer Künstlerbund trauert um einen liebenswerten Künstlerkollegen. Er war ein immer freundlicher, sehr geschätzter Künstlerkollege.

Hängung mit schwerem Gerät – Skulptur von Harald Schmitz-Schmelzer in der RUHR-GALLERY MUELHEIM

Zum Pollock-Jahr 2017 in der Stadt Mülheim an der Ruhr lieferte der Künstler Harald Schmitz-Schmelzer eine pollockeske Skulptur mit dem Titel „Sermarkona“.  Der Künstler kam mit „schwerem Gerät“ und einem großen Eisenbolzen, denn die Galerieschienen im historischen Stammhaus der Tengelmann-Gründerfamilie Schmitz-Scholl können die fast 20 Kilogramm nicht tragen.

Die Befestigung muß sitzen ! Harald Schmitz-Schmelzer mit der Bohrmaschine, Galerieleiter Ivo Franz assistiert mit dem Staubsauger
Die Befestigung muß sitzen ! Harald Schmitz-Schmelzer mit der Bohrmaschine, Galerieleiter Ivo Franz assistiert mit dem Staubsauger (Foto: Jürgen Brinkmann)
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: "SERMARKONA" ist der Titel der Arbeit.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: „SERMARKONA“ ist der Titel der Arbeit (Foto: Jürgen Brinkmann)

Ein Kurzportrait des vielseitigen Künstlers:

1953 – 2019 Geboren in Duisburg – verstorben im  Dezember 2019
1973-1981 Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf
1977 Ernennung zum Meisterschüler
1977-1983 Dozent an der Gesamthochschule Universität Duisburg

 

Schmitz-Schmelzer, bekannt aus zahlreichen Ausstellungen, u.a. Art Cologne, Cologne, Art Frankfurt, Art Karlsruhe, Art Fair, Köln; Arts, Zürich, Schweiz; Palm Beach, USA, Art Miami, USA, Chicago Contemporary & Classic, USA; Art Santa Fe, USA; TIAF, Toronto, Kanada; KIAF, Seoul, Korea; Kind Moskau, Russland; Los Angeles Art Show 2009; AAF London, Paris.

Über die Skulptur „Sermarkona“

Mit seiner Skulptur „Sermarkona“, ca. 60 x 24 cm, Kunststoff auf Holz, hat Harald Schmitz-Schmelzer eine bunte pollockeske Welt komponiert, die die Ausstellungsbesucher wie eine mystische Erdkugel in ihren Bann zieht.

 

Mit-Ausstellende Bildende Künstler*innen in Mülheim an der Ruhr in der Schau „Jackson Pollock Visiting“:

Hans-Jürgen Arts • Ute Augustin-Kaiser • Jürgen Brinkmann • Marion Callies • Karin Dörre • Ron Franke • Lutz Gierig • Tilch Hagemann • Klaus Heckhoff • Karin Heissen • Peter Helmke • Anne Kaiser • David Katz • JOTT KAA • Lutz Lange • Erika Kühn-Michaelidis • Marvin Michel • Inna Mosor • Anett Münnich • Eliane Paulino • Sven Piayda • Bernd Pirschtat • Laura Rodriguez • Alejandro Scasso • Harald Schmitz-Schmelzer • Detlev van Ravenswaay • Peter Alfred Wahle • Klaus Wiesel

 

Führungen nach Vereinbarung

Die Ausstellung ist noch bis zum 5. Juni 2017 in der Galerie an der Ruhr in Mülheim zu sehen. Die Schau wurde in Zusammenarbeit mit dem Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR) konzipiert und konnte bereits über 2.000 Besucher willkommen heißen. Der Eintritt ist frei. Besucherführungen am Pfingstwochenende für Gruppen bitte unter 017680151192 vereinbaren.

 

Mit Kinderaugen gesehen: Kunsthaus Mülheim Ruhrstraße 3

Kinder sehen ein Kunsthaus LUKAS, 6 Jahre
Kinder sehen ein Kunsthaus LUKAS, 6 Jahre – deutlich zu erkennen ist das große Eingangsportal, dahinter die verschiedenen Ateliers

Mit Kinderaugen gesehen: Kunsthaus Mülheim Ruhrstraße 3

Die Galerie an der Ruhr hat seit 2012 zahlreiche Kunst- und Malkurse mit Schülern aller Altersgruppen durchgeführt, zuletzt im März 2017  im Rahmen des bundesweiten Projekts „KLIMAKUNSTSCHULE“ mit dem Mülheimer Kunstlehrer Jürgen Heinrich Block, der 26 Schüler der Gesamtschule Dorsten-Wulfen an zwei Projekttagen mit dem „Artistic-Seed“ vertraut machte.

Malen mit Kindern
Kunstförderung kann nicht früh genug beginnen: Malen mit Kindern

Jetzt liegen auch die ersten Erfahrungen mit Kindern der Altersgruppe 6 – 7 Jahre vor. Nach dem durchstromern der vielen Ateliers und einer ausgiebigen „Anfassprobe“ kamen interessante Ergebnisse auf Papier oder Leinwand.

Deutlich zu erkennen auch das imposante Eingangsportal des Atelier- und Galeriehauses in der Ruhrstraße 3, das aus der Perspektive der „Zwerge“ noch riesiger erscheinen mag.

Artistic Seed hier mit der Dortmunder Gertrud-Bäumer-Realschule in der Galerie an der Ruhr

Kunsthaus Mülheim Ruhrstr. 3 Atelies und Galerie

Kunsthaus Mülheim Ruhrstr. 3 Ateliers und Galerie

Über das Mülheimer Kunsthaus in der Ruhrstr. 3

Die Galerie an der Ruhr / Ruhr Gallery in der Stadt Mülheim an der Ruhr ist seit 2012 eine private, nicht-kommerzielle Institution zur Förderung der zeitgenössischen Kunst.

KRANKHEITSBEDINGT VERSCHOBEN ! Theater: Cranach malt Luther

Cranach malt Luther

Friederike und Oliver Nedelmann "CRANACH MALT LUTHER"
Friederike und Oliver Nedelmann „CRANACH MALT LUTHER“ Foto: Paul Böhm

Die Veranstaltung muss leider krankheitsbedingt verschoben werden!

Für die Theaterliebhaber in der grünen Kunststadt Mülheim an der Ruhr steht im POLLOCK – JAHR 2017 IN DER STADT MÜLHEIM am 28. September 2017 um 19:30 Uhr ein besonderer Leckerbissen auf dem Programm.

So wie Luther einen Meilenstein für die Religionswelt darstellt, hat Pollock die Kunstwelt verändert. Die Galerie an der Ruhr konnte den Ur-Enkel des Mülheimer Fabrikanten, Kaufmanns und Kunstliebhabers Carl Nedelmann (1867-1947) mit dem „THEATER & nedelmann“ für ein einmaliges Gastspiel in der Theaterstadt Mülheim an der Ruhr gewinnen.

Ein Schauspiel in zwölf Bildern von Oliver Nedelmann im historischen Nedelmannhaus in Mülheim an der Ruhr

Wir schreiben das Jahr 1539. Lucas Cranach portraitiert Luther. Das Publikum sieht wie ein Bild entsteht. Nicht nur im wörtlichen, auch im übertragenen Sinne. Im Gespräch mit dem Freund Cranach erfahren wir von einem normalen Tag im Leben des Martin Luther. Was auch immer „normal“ im Hause Luther heißen mag…

Cranach ist ein Freund Luthers, ein guter Freund, ein Vertrauter, einer, der Luther zu nehmen weiß mit seinen Launen und Eigenheiten. Dem Maler hilft dabei sein Mutterwitz, mit dem er überreich bedacht ist. Und da auch Luther bekanntlich nicht aufs Maul gefallen ist, erleben wir herrliche Wortgefechte: klug, witzig, lehrreich.

Wir versprechen keine „spektakulären Neuigkeiten“ über Luther oder eine „neue Sicht“ auf den Reformator, aber eine lebendige Auseinandersetzung mit einem äußerst kraftvollen und auch widersprüchlichen Menschen. In dem atmosphärisch intensiven Kammerspiel geht es um kleine Nöte im Alltag genauso wie um große (kirchen)politische Entscheidungen.

Und wenn Sie wissen wollen, wie „Ein feste Burg ist unser Gott“ entstanden ist, sollten sie diesen Abend nicht verpassen.

Platzkarten können bei der Galerieleitung der Galerie an der Ruhr bestellt werden – es geht der Hut rum – es wird kein Eintritt erhoben.

THEATER & nedelmann – Wohnzimmertheater

THEATER & nedelmann existiert seit September 2004. Die Akteure, das Ehepaar Friederike und Oliver Nedelmann, waren von 1993 bis 2004 das Rückgrat des freien eisenacher burgtheaters, das aus der geschlossenen Schauspielsparte des Landestheaters Eisenach 1993 hervorgegangen ist.

THEATER & nedelmann macht Theater für die ganze Familie. Das Angebot reicht von Kinder- und Schulstücken über Eigenproduktionen  bis hin zu Theaterklassikern und bekannten Stücken gehobener Unterhaltung. Die Inszenierung „Faust eins (zu zweit)“ wurde 2006 zu den Hessischen Theatertagen eingeladen.

THEATER & nedelmann lebt von seinen Zuschauern, das heißt ohne irgendwelche staatlichen Subventionen. Das bedeutet im Umkehrschluss, es macht Theater für das Publikum – einfach, ehrlich, ohne Allüren, nicht intellektuell abgehoben, aber mir Niveau und einem warmen Humor.

THEATER & nedelmann spielt in ihrem eigenen Wohnzimmer und ist damit das einzige wirkliche Wohnzimmertheater Deutschlands, das heißt, es wird wirklich im Wohnzimmer der Nedelmanns gespielt, nicht in irgendeinem Raum in Wohnzimmergröße. Entsprechend intim ist der Rahmen mit 40-50 Zuschauern.

Das Schauspielerpaar verschränkt bewusst den öffentlichen und privaten Raum, schafft nicht nur eine räumliche Nähe zum Publikum: die Zuschauer sind nach jeder Vorstellung eingeladen, in der großen Küche Platz zu nehmen und mit den Akteuren zu trinken und zu plaudern – nicht nur über den Theaterabend.

Auf den Spuren seiner großen Familie freut sich Oliver Nedelmann mit seiner Frau das Wohnzimmer einmalig in die Ausstellungsräume der Galerie an der Ruhr im Nedelmannhaus in Mülheim eintauschen zu können.

Informationen über das THEATER & nedelmann:

Ausschnitte des Theaterstücks hier im Video:

ALLE KUNST-EVENTS IN MÜLHEIM MIT DER APP

Alle aktuellen Kunstevents der grünen Ruhrstadt Mülheim mit einem Klick (einschl. MST Veranstaltungskalender, #Kunststadt, KunstQuartier, Mülheimer Galerien, Kunsthaus Mülheim, Kulturbetrieb, Kunstgebiet.Ruhr, Kunstmuseum Mülheim und Veranstaltungen Mülheimer Künstler, Kunstverein Mülheim KKRR, Pollock Jahr 2017 Mülheim, Jahresausstellung 2017 Mülheimer Künstler, Offene Ateliers Mülheim 2017, Mülheimer Kunsttage 2017, Art Talk & Touch Ruhrgalerie, Theater an der Ruhr, Stücke 2017, Künstlergespräche, #ALIV, #GALERIE_RUHR, Vernissage Mülheim, Kunst – Schau Stadt Mülheim – MUELHEIM: GREEN TOWN IN THE HEART OF RUHRGEBIET, GERMANY – European Capital of Culture 2010 – Town of Pollock-Year 2017 – JACKSON.POLLOCK.ALIVE) – KULTURORTE IN MÜLHEIM – RUHRDIAMANTEN – #MLHMRHR #KuMuMü

Über die Galerie an der Ruhr in der Villa Schmitz-Scholl / Nedelmannhaus Mülheim:

Wer ist eigentlich Manfred Dahmen in Mülheim ?

Wer ist eigentlich Manfred Dahmen in Mülheim ?

Mülheim an der Ruhr: Atelier Manfred Dahmen | Künstlerportrait

Düsselkölner wird Wahlmülheimer

Sein KFZ-Kennzeichnen endet vorzugsweise mit „4711“.
Manfred Dahmen ist ein Künstler, der sich vor 3 Jahren in der grünen Ruhrstadt Mülheim niedergelassen hat. Der gebürtige Düsseldorfer zog mit seinen Eltern, die eine Metzgerei in Düsseldorf – Derendorf hatten, wo er in die Lehre ging, 1971 nach Köln Mülheim. Dort arbeitete er als Geselle im väterlichen Betrieb. Schon im ersten Lehrjahr las er viel und beschäftigte sich mit der Kunstszene: Joseph Beuys, Roy Lichtenstein, Andy Warhol, Hermann Nitsch, Otto Mühl und Jackson Pollock waren die ersten mit denen er sich kritisch auseinandersetze. Er fertigte erste Zeichnungen und Skizzen. Mit Mitte 40 trat er in eine neue veränderte Leben­sphase. Er suchte sich ein Atelier in der Kölner Innenstadt und begann zu malen. Die Malerei war für ihn zunächst eine Be­frei­ung, sie wurde zunehmend zur Leben­sauf­gabe und ständigen Begleiterin.

Arbeit von Manfred Dahmen aus dem Jahr 2017 im Rahmen der Werkreihe "Zeus"
Arbeit von Manfred Dahmen aus dem Jahr 2017 im Rahmen der Werkreihe „Zeus“

Zugang zur Kunst

Über die Erlernung der Malerei hat Manfred Dahmen sei­nen Zu­gang zur Kunst gefunden – was an­dere durch Texte und Noten, the­a­tralisch oder tänz­erisch auszu­drück­en wis­sen, das ver­steckt Dah­men in sein­er Malerei. Seine Arbeiten sprühen vor Energie, er rastet nicht, ständig neue Materialien auszuprobieren, seine zahlreichen großformatigen Arbeiten finden sich in Privatsammlungen und Unternehmen.

Mülheim verdankt Manfred Dahmen eigentlich durch den Verkehrsstau während der Sperrung der Ruhrtalbrücke. Im Stop and Go erschloss sich Dahmen die grüne Ruhrstadt – sah morgens den Nebel über der Ruhr und abends den Sonnenuntergang. Seine ersten Bilder trugen die Titel „Guten Morgen Mülheim“ oder „Fliegende Frösche an der Ruhr“ oder „Freiheitsstatue von Mülheim“.

An der B1 machte er täglich bei den Gebrüdern Brach immer eine Pause an der „Bude“. Bei Kaffee, unvergleichlichen Brötchen, Suppe oder Currywurst kam er schnell in Kontakt mit den Mülheimern aus allen Schichten. Da war die Unternehmenschefin, der Konzernvorstand neben dem Gärtner, der Dachdecker, Elektriker oder Professor. Der Fotokünstler Max Schulz, den er bei einer Tasse Kaffee kennenlernte führte ihn in die Galerie an der Ruhr, wo er im ersten Atelier des Mülheimer Bildhauers Ernst Rasche seinen Mülheimer Arbeitsraum fand. Museumsbesuche und Atelierbesuche bei den Mülheimer Künstlern waren an der Tagesordnung. Ein passendes Haus fand er schnell direkt an der Ruhr in der Nähe der Mendener Brücke – für ihn wie ein ständiger Urlaubsort.

Sein Familienunternehmen mit über 600 Mitarbeitern leitet Dahmen zusammen mit seinen Söhnen, die er schrittweise in die Unabhängigkeit entlässt. Seine Leidenschaft und Kraftspenderin ist und bleibt aber die Kunst.

Amtsleiter im Amt für weiterbildende Fantasie

Jedes fertige Werk wird von Manfred Dahmen auf seine Weise signiert: Zunächst erhält es einen Stempel „Authorisiert für die Reisen in der Zeit“. Darunter ist das Siegel „Amt für weiterbildende Fantasie“ angebracht. Neben einem Daumenabdruck signiert der Künstler mit seinem Namen. Dahmens Gemälde erzielen gute Preise. Das sei, so der Künstler, die beste Versicherung, das das Werk für die Ewigkeit erhalten bleibt. Mit dem „Amt“ will er Kunstvermittlung und Kunstförderung erreichen.
Mancher Spaziergänger landete von den Ruhranlagen aus direkt in seinem Atelier und konnte seine ersten Versuche auf Leinwand mit Glasfarben und Schellack machen. Einer seiner Schüler macht hat sich inzwischen enorm weiterentwickelt und nimmt an ersten Ausstellungen teil.

Aktuelle Ausstellung mit dem Titel „ZEUS“

Die Beschäftigung mit der Götterwelt und Mythologie in Verbindung mit den aktuellen Geschehnissen in der Welt haben die Werkreihe „Zeus“ ausgelöst.
Manfred Dahmen setze erstmals Bitumen neben anderen Mischtechniken ein um der Bedeutung dieser Arbeiten Nachdruck zu verleihen. Die Vergolderin Silvia Schmalenbach aus Saarn setze mit der Rahmung der Arbeiten eindrucksvolle Akzente.

Trailer auf Youtube zur Ausstellung ZEUS in der Stadt Mülheim an der Ruhr
Trailer auf Youtube zur Ausstellung ZEUS in der Stadt Mülheim an der Ruhr

Ausstellung in der Galerie an der Ruhr

Die Ausstellung wird am 9. Febraur 2017 um 18:00 Uhr in der Belle Etage der Galerie an der Ruhr in der Ruhrstr. 3 in Mülheim eröffnet. Die Schau läuft bis 30. April 2017.

TRAILER „ZEUS“ – mit Impressionen der Vernissage vom 9.II.2017 hier auf YOU TUBE

Zitate des Tages: Künstlers Apotheose – Drama von Goethe

Künstlers Apotheose – Drama von Goethe

Es wird eine prächtige Gemäldegalerie vorgestellt. Die Bilder aller Schulen hängen in breiten goldenen Rahmen. Es gehen mehrere Personen auf und ab. An einer Seite sitzt ein Schüler und ist beschäftigt, ein Bild zu kopieren.

 

Aufnahme der Mülheimer Ruhrgalerie im September 2016 - Wikipedia Foto: Dat Doris - Galerie.Ruhr - KunstQuartier.Ruhr
Aufnahme der Mülheimer Ruhrgalerie im September 2016 – Wikipedia Foto: Dat Doris – Galerie.Ruhr – KunstQuartier.Ruhr

Schüler (indem er aufsteht, Palette und Pinsel auf den Stuhl legt und dahinter tritt).
Da sitz’ ich hier schon tagelang,
Mir wird’s so schwül, mir wird’s so bang,
Ich male zu und streiche zu
Und sehe kaum mehr, was ich tu’.
Gezeichnet ist es durchs Quadrat;
Die Farben, nach des Meisters Rat,
So gut mein Aug’ sie sehen mag,
Ahm’ ich nach meinem Uster nach;
Und wenn ich dann nicht weiter kann,
Steh’ ich wie ein genestelter Mann
Und sehe hin und sehe her,
Als ob’s getan mit Sehen wär’;
Ich stehe hinter meinem Stuhl
Und schwitze wie im Schwefelpfuhl –
Und dennoch wird zu meiner Qual
Nie die Kopie Original.
Was dort ein freies Leben hat,
Das ist hier trocken, steif und matt;
Was reizend steht und sitzt und geht,
Ist hier gewunden und gedreht;
Was dort durchsichtig glänzt und glüht,
Hier wie ein alter Topf aussieht;
Und überall es mir gebricht
Als nur am guten Willen nicht,
Und bin nur eben mehr gequält,
Dass ich recht sehe, was mir fehlt.

Ein Meister (tritt hinzu).
Mein Sohn, das hast du wohl gemacht,
Mit Fleiß das Bild zustand’ gebracht!
Du siehst, wie wahr ich stets gesagt:
Je mehr als sich ein Künstler plagt,
Je mehr er sich zum Fließe zwingt,
Um desto mehr es ihm gelingt.
Drum übe dich nur Tag für Tag,
Und du wirst sehn, was das vermag!
Dadurch wird jeder Zweck erreicht,
Dadurch wird manches Schwere leicht,
Und nach und nach kommt der Verstand
Unmittelbar dir in die Hand.

Schüler.
Ihr seid zu gut und sagt mir nicht,
Was alles diesem Bild gebricht.

Meister.
Ich sehe nur mit Freuden an,
Was du, mein Sohn, bisher getan.
Ich weiß, dass du dich selber treibst,
Nicht gern auf einer Stufe bleibst.
Will hier und da noch was gebrechen,
Wollen wir’s ein andermal besprechen. 
(Entfernt sich.)

Schüler (das Bild ansehend).
Ich habe weder Ruh’ noch Rast,
Bis ich die Kunst erst recht gefasst.

Ein Liebhaber (tritt zu ihm).
Mein Herr, mir ist verwunderlich,
Dass Sie hier Ihre Zeit verschwenden
Und auf dem rechten Wege sich
Schnurstracks an die Natur nicht wenden;
Denn die Natur ist aller Meister Meister!
Sie zeigt uns erst den Geist der Geister,
Lässt uns den Geist der Körper sehn,
Lehrt jedes Geheimnis uns verstehn.
Ich bitte, lassen Sie sich raten!
Was hilft es, immer fremden Taten
Mit größter Sorgfalt nach zu gehn?
Sie sind nicht auf der rechten Spur;
Natur, mein Herr! Natur! Natur!

Schüler.
Man hat es mir schon oft gesagt.
Ich habe kühn mich dran gewagt;
Es war mir stets ein großes Fest.
Auch ist mir dies und jen’s geglückt;
Doch öfters ward ich mit Protest,
Mit Scham und Schande weggeschickt.
Kaum wag’ ich es ein andermal;
Es ist nur Zeit, die man verliert:
Die Blätter sind zu kolossal
Und ihre Schrift gar seltsam abbreviert.

Liebhaber (sich weg wendend).
Nun seh’ ich schon das Wo und Wie;
Der gute Mensch hat kein Genie!

Schüler (sich niedersetzend).
Mich dünkt, noch hab’ ich nichts getan;
Ich muss ein andermal noch dran.

Ein zweiter Meister (tritt zu ihm, sieht seine Arbeit an und wendet sich um, ohne etwas zu sagen).

Schüler.
Ich bitt’ Euch, geht so stumm nicht fort
Und sagt mir wenigstens ein Wort.
Ich weiß, Ihr seid ein kluger Mann,
Ihr könntet meinen Wunsch am allerersten stillen.
Verdien’ ich’s nicht durch alles, was ich kann,
Verdien’ ich’s wenigstens durch meinen guten Willen.

Meister.
Ich sehe, was du tust, was du getan,
Bewundernd halb und halb voll Mitleid an.
Du scheinst zum Künstler mir geboren,
Hast weislich keine Zeit verloren:
Du fühlst die tiefe Leidenschaft,
Mit frohem Aug’ die herrlichen Gestalten
Der schönen Welt begierig festzuhalten;
Du übst die angeborne Kraft,
Mit schneller Hand bequem dich auszudrücken;
Es glückt dir schon und wird noch besser glücken,
Allein –

Schüler.
Verhehlt mir nichts!

Meister.
Allein du übst die Hand,
Du übst den Blick, nun üb’ auch den Verstand.
Dem glücklichsten Genie wird’s kaum einmal gelingen,
Sich durch Natur und durch Instinkt allein
Zum Ungemeinen aufzuschwingen:
Die Kunst bleibt Kunst! Wer sie nicht durchgedacht,
Der darf sich keinen Künstler nennen;
Hier hilft das Tappen nichts; eh’ man was Gutes macht,
Muss man es erst recht sicher kennen.

Schüler.
Ich weiß es wohl, man kann mit Aug’ und Hand
An die Natur, an gute Meister gehen;
Allein, o Meister, der Verstand,
Der übt sich nur mit Leuten, die verstehen.
Es ist nicht schön, für sich allein
Und nicht für andre mit zu sorgen:
Ihr könntet vielen nützlich sein,
Und warum bleibt Ihr so verborgen?

Meister.
Man hat’s bequemer heutzutag’,
Als unter meine Zucht sich zu bequemen:
Das Lied, das ich so gerne singen mag,
Das mag nicht jeder gern vernehmen.

Schüler.
O sagt mir nur, ob ich zu tadeln bin,
Dass ich mir diesen Mann zum Muster auserkoren?

(Er deutet auf das Bild, das er kopiert hat.)

Dass ich mich ganz in ihn verloren?
Ist es Verlust, ist es Gewinn,
Dass ich allein an ihm mich nur ergötze,
Ihn weit vor allen andern schätze,
Als gegenwärtig ihn und als lebendig leibe,
Mich stets nach ihm und seinen Werken übe?

Meister.
Ich tadl’ es nicht, weil er fürtrefflich ist;
Ich tadl’ es nicht, weil du ein Jüngling bist:
Ein Jüngling muss die Flügel regen,
In Lieb’ und Hass gewaltsam sich bewegen.
Der Mann ist vielfach groß, den du dir auserwählt,
Du kannst dich lang an seinen Werken üben;
Nur lerne bald erkennen, was ihm fehlt:
Man muss die Kunst und nicht das Muster lieben.

Schüler.
Ich sähe nimmer mich an seinen Bildern satt,
Wenn ich mich Tag für Tag damit beschäft’gen sollte.

Meister.
Erkenne, Freund, was er geleistet hat,
Und dann erkenne, was er leisten wollte:
Dann wird er dir erst nützlich sein,
Du wirst nicht alles neben ihm vergessen.
Die Tugend wohnt in keinem Mann allein;
Die Kunst hat nie ein Mensch allein besessen.

Schüler.
So redet nur auch mehr davon!

Meister.
Ein andermal, mein lieber Sohn.

Galerie-Inspektor (tritt zu ihnen).
Der heut’ge Tag ist uns gesegnet!
O, welch ein schönes Glück begegnet!
Es wird ein neues Bild gebracht,
So köstlich, als ich keins gedacht.

Meister.
Von wem?

Schüler.
Sagt an, es ahnet mir.

(Auf das Bild zeigend, das er kopiert.)

Von diesem?
Inspektor.
Ja, von diesem hier.

Schüler.
Wird endlich doch mein Wunsch erfüllt!
Die heiße Sehnsucht wird gestillt!
Wo ist es? Lasst mich eilig gehen.

Inspektor.
Ihr werdet’s bald hier oben sehn.
So köstlich, als es ist gemalt,
So teuer hat’s der Fürst bezahlt.

Gemäldehändler (tritt auf).
Nun kann die Galerie doch sagen,
Dass sie ein einzig Bild besitzt.
Man wird einmal in unsern Tagen
Erkennen, wie ein Fürst die Künste liebt und schützt.
Es wird sogleich herauf getragen;
Es wird erstaunen, wer’s erblickt.
Mir ist in meinem ganzen leben
Noch nie ein solcher Fund geglückt.
Mich schmerzt es fast, es wegzugeben:
Das viele Gold, das ich begehrt,
Erreicht noch lange nicht den Wert.

(Man bringt das Bild der Venus Urania herein und setzt es auf eine Staffelei.)

Hier! Wie es aus der Erbschaft kam,
Noch ohne Firnis, ohne Rahm.
Hier braucht es keine Kunst noch List.
Seht, wie es wohl erhalten ist!

(Alle versammeln sich davor.)

Erster Meister.
Welch eine Praktik zeigt sich hier!

Zweiter Meister.
Das Bild, wie ist es überdacht!

Schüler.
Die Eingeweide brennen mir!

Liebhaber.
Wie göttlich ist das Bild gemacht!

Händler.
In seiner trefflichsten Manier.

Inspektor.
Der goldne Rahm wird schon gebracht.
Geschwind herbei! Geschwind herein!
Der Prinz wird bald im Saale sein.

(Das Bild wird in den Rahmen befestiget und wieder aufgestellt.)

Der Prinz (tritt auf und besieht das Gemälde).
Das Bild hat einen großen Wert;
Empfanget hier, was Ihr begehrt.

Der Kassier (hebt den Beutel mit den Zechinen auf den Tisch und seufzet).

Händler (zum Kassier).
Ich prüfe sie erst durchs Gewicht.

Kassier (aufzählend).
Es steht bei Euch, doch zweifelt nicht!

Der Fürst steht vor dem Bilde, die andern in einiger Entfernung. Der Plafond eröffnet sich, die Muse, den Künstler an der Hand führend, auf einer Wolke.

Künstler.
Wohin, o Freundin, führst du mich?

Muse.
Sieh nieder und erkenne dich!
Dies ist der Schauplatz deiner Ehre.

Künstler.
Ich fühle nur den Druck der Atmosphäre.

Muse.
Sieh nur herab! Es ist ein Werk von dir,
Das jedes andre neben sich verdunkelt
Und zwischen vielen Sternen hier
Als wie ein Stern der ersten Größe funkelt.
Sieh, was dein Werk für einen Eindruck macht,
Das du in deinen reinsten Stunden
Aus deinem Innern selbst empfunden,
Mit Maß und Weisheit durchgedacht,
Mit stillem, treuem Fleiß vollbracht!
Sieh, wie noch selbst die Meister lernen!
Ein kluger Fürst, er steht entzückt,
Er fühlt sich im Besitz von diesem Schatz beglückt;
Er geht und kommt und kann sich nicht entfernen.
Sieh diesen Jüngling, wie er glüht,
Da er auf deine Tafel sieht!
In seinem Auge glänzt das herzliche Verlangen,
Von deinem Geist den Einfluss zu empfangen.
So wirkt mit Macht der edle Mann
Jahrhunderte auf seinesgleichen:
Denn, was er guter Mensch erreichen kann,
Ist nicht im engen Raum des Lebens zu erreichen.
Drum lebt er auch nach seinem Tode fort
Und ist so wirksam, als er lebte;
Die gute Tat, das schöne Wort,
Es strebt unsterblich, wie er sterblich strebte.
So lebst auch du durch ungemessne Zeit.
Genieße die Unsterblichkeit!

Künstler.
Erkenn’ ich doch, was mir im kurzen Leben
Zeus für ein schönes Glück gegeben,
Und was er mir in dieser Stunde schenkt!
Doch er vergebe mir, wenn dieser Blick mich kränkt.
Wie ein verliebter junger Mann
Unmöglich doch den Göttern danken kann,
Wenn seine Liebste fern und eingeschlossen weint;
Wer wagt es, ihn beglückt zu nennen?
Und wird er wohl sich trösten können,
Weil eine Sonne ihn und sie bescheint?
So hab’ ich stets entbehren müssen,
Was meinen Werken nun so reichlich widerfährt;
Was hilft’s, o Freundin, mir, zu wissen,
Dass man mich nun bezahlet und verehrt?
O, hätt’ ich manchmal nur das Gold besessen,
Das diesen Rahm jetzt übermäßig schmückt,
Mit Weib und Kind mich herzlich satt zu essen:
War ich zufrieden und beglückt.
Ein Freund, der sich mit mir ergötzte,
Ein Fürst, der die Talente schätzte,
Sie haben leider mir gefehlt;
Im Kloster fand ich dumpfe Gönner:
So hab’ ich emsig, ohne Kenner
Und ohne Schüler mich gequält. –

(Hinab auf den Schüler deutend.)

Und willst du diesen jungen Mann,
Wie er’s verdient, dereinst erheben,
So bitt’ ich, ihm bei seinem Leben,
Solang er selbst noch kaun und küssen kann,
Das Nötige zur rechten Zeit zu geben!
Er fühlte froh, dass ihn die Muse liebt,
Wenn leicht und still die frohen Tage fließen.
Die Ehre, die mich nun im Himmel selbst betrübt,
Lass ihn dereinst, wie mich, doch freudiger genießen!

 

Anmerkung:

Apo·the·o̱·se

Substantiv [die]

geh.
  1. Vergöttlichung einer Person.
    „die Apotheose des Homer“

 

22 mal „LICHTER DER STADT“ Fotografie – Ausstellung in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr

Einladungsplakat "LICHTER DER STADT"
Einladungsplakat „LICHTER DER STADT“

Mülheim/Ruhr: 22 mal „LICHTER DER STADT“  Fotografie – Ausstellung in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr

Im Medienhaus der Kunst- und Kulturstadt Mülheim findet eine bemerkenswerte Ausstellung der Gruppe CreativFoto Rhein-Ruhr vom 10. Januar bis 9. Februar 2017 statt.

Zur Eröffnung am 10. Januar 2017 stehen die Künstler zum Art Talk bereit. Außerdem sorgt Jonas Schäfer von der Mülheimer POOL BAND für korrespondierende „Klänge der Stadt“ auf der Gitarre.

Mit dabei sind die Fotografen Bernd Pirschtat (li.) und Jürgen Brinkmann, hier bei Aufnahmen des Stadtmodells von Köln in der Galerie an der Ruhr in der Ruhrstr. 3
Mit dabei sind die Fotografen Bernd Pirschtat (li.) und Jürgen Brinkmann, hier bei Aufnahmen des Stadtmodells von Köln in der Galerie an der Ruhr in der Ruhrstr. 3

Elf Fotografen geben unter diesem Titel in der Stadtbibliothek im Medienhaus, Synagogenplatz 3, Einblick in ihr künstlerisches Schaffen. Die Ausstellung wird am Dienstag, 10. Januar, 18.30 Uhr, eröffnet und in der dritten Etage bis zum 9. Februar während der üblichen Öffnungszeiten zu sehen sein.

Reflexionen auf Straßen, in Gassen, auf Kopfsteinpflaster und Asphalt, Spiegelungen auf Wasserflächen und Glasfassaden, Lichter fahrender Autos und von Schaufenstern – einfach alles, was in einer Stadt leuchtet und funkelt: Die Ergebnisse dieser Interpretationen sind sehenswert, eröffnen sie doch dem Betrachter, wenn nicht neue Dimensionen, so doch andere Ansätze beim Betrachten des täglich Wahrgenommenen. Die Ausstellung zeigt mit 22 großformatigen Aufnahmen einen Querschnitt durch das Thema, die unterschiedliche Herangehensweise und Deutung des Themas durch die Fotografen.

Die Fotowerkstatt Creativ-Foto Rhein-Ruhr ist ein Kreis ambitionierter Fotografen, deren Zielsetzungen über das Alltägliche hinausgehen. Die elf Mitglieder arbeiten an immer neuen Ideen zur Umsetzung gestalterischer Herausforderungen und mit künstlerischen Experimenten. Zu der Gruppe gehören Michael Arndt, Jürgen Brinkmann, Volker Flecht, Dr. Susanne Haas, Ulrike Hensel, Claudia Kruszka, Dr. H.-J. Laufer, Norbert Ninck, Wolfgang Rücker, Bernd Pirschtat und Vera Selhorst.

Mehr Infos und Kontakt unter: www.creativfoto-rheinruhr.jimdo.de Interessierte und ambitionierte Fotografen sind herzlich eingeladen, im Kreise Gleichgesinnter ihre fotografischen Ziele zu verfolgen.

Ein spannender Event zum Beginn des Kunstjahres 2017 der Kunststadt Mülheim an der Ruhr.

#LichterDerStadt

Eintritt frei.

Hier geht’s zu allen aktuellen Kunstveranstaltungen in der Stadt Mülheim an der Ruhr

Termin im Lokalkompass-Funke-Medien

Titelfoto: Jonas Schäfer von der Band POOL stimmt musikalisch ein

#MACHTUNDPRACHT – RUHRSTRASSE 3 – KUNSTSTADT MUELHEIM

Das historische Stammhaus von Wilhelm Schmitz-Scholl ist mit dabei beim Denkmaltag 2017 – Thema: MACHT UND PRACHT

„Macht und Pracht“ heißt das bundesweite Motto des Tags des offenen Denkmals am 10. September 2017. Auch die Kunst- und Kultursstadt Mülheim an der Ruhr beteiligt sich wie auch in den Vorjahren (#MachtUndPracht)

Tengelmann Stammsitz in der Ruhrstrasse öffnet am Tag des offenen Denkmals alle Räume im Jahr des 150. Geburtstags des Weltkonzerns

Die Geburtstagsfeier findet bereits am Samstag, 06.05.17 10:00 Uhr
UNTERNEHMENSGRUPPE TENGELMANN, WISSOLLSTRASSE 5-43 statt.
Motto: „Wir öffnen unsere Türen für Sie! 150 Jahre Tengelmann. Weiterhandeln.“
Erleben Sie bei einem Rundgang durch die Zentrale der Unternehmensgruppe Tengelmann die Präsentation unserer Geschäftsfelder, die Oldtimer im TECHNIKUM, das Firmenmuseum und die Herstellung handgemachter Pralinen.
Ihre Anmeldung nehmen wir telefonisch unter: Tel. 02 08 / 58 06 78 20 oder per E-Mail unter anmeldung@uz.tengelmann.de gerne entgegen.
Bitte geben Sie bei der Anmeldung Ihren Namen und die geplante Teilnehmerzahl an. Anmeldeschluss ist der 26.04.2017.
Für Essen & Trinken zu kleinen Preisen ist gesorgt. Bei trockenem Wetter warten außerdem ein Kletterturm und eine Hüpfburg auf unsere „kleinen Gäste“.
Sämtliche Erlöse der Veranstaltung kommen einer sozialen Einrichtung zugute.

10. September 2017: MACHT UND PRACHT IN DER KUNSTSTADT MÜLHEIM

Installation im Treppenhaus der Kunstgalerie Ruhrstr. 3 „DER PATRIARCH“ von Franzjosef Klemm, Porträt aus dem Jahr 1923 – „Blick aus der Vergangenheit in die rosige Zukunft“
Installation im Treppenhaus der Kunstgalerie Ruhrstr. 3 „DER PATRIARCH“ von Franzjosef Klemm, Porträt aus dem Jahr 1923 – „Blick aus der Vergangenheit in die rosige Zukunft“

Mit dabei ist diesmal das historische Stammhaus des Tengelmanngründers Wilhelm Schmitz Scholl in der Ruhrstr. 3 / Ecke Delle in der Innenstadt von Mülheim, das später durch den Glasfabrikanten Carl Nedelmann zum ersten Kunsthaus der Stadt von Baumeister Ernst Niebel umgestaltet wurde.

„Das Thema 2017 besticht durch sehr breite Interpretationsmöglichkeiten, die es allen Veranstaltern und Organisatoren leicht machen, Anknüpfungspunkte für die Präsentation Ihres Denkmals zu finden.
Architektur und Kunst drücken seit jeher den Wunsch ihrer Erbauer, Erschaffer und Auftraggeber aus, Schönheit, Wohlstand, weltliche und religiöse Machtansprüche abzubilden. Dies geschieht durch Form- und Materialwahl, den Einsatz von Technik und Technologien, die Art der künstlerischen Ausgestaltung mit Farben, Motiven und Ornamentik, den gewählten Bauplatz und die Qualität der eingebundenen Baumeister, Architekten, Künstler und Handwerker. Vieles davon nehmen wir als vollkommen selbstverständlich wahr, einfach weil wir unser baukulturelles Erbe als gegeben annehmen. Der Tag des offenen Denkmals 2017 möchte soll die Besucher dazu anregen, sich mit den vielfältigen Ausdruckformen von „Macht und Pracht“ in allen relevanten Bereichen von Architektur- und Kunstgeschichte einmal bewusster auseinanderzusetzen“ – so schreibt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

In der bundesweiten Ausschreibung für 2017 ist weiter zu lesen:

„Jedes Denkmal erzählt uns immer viel über die sozialen und kulturellen Verhältnisse der Zeit seiner Entstehung und Nutzung. Doch sind wir tatsächlich heute noch in der Lage, die Denkmale als Geschichtszeugnisse und Informationsquellen im Sinne ihrer Bauzeit richtig zu deuten? Schwer zu sagen, denn bei dem Motto „Macht und Pracht“ soll es nicht allein um ein vordergründiges Zeigen von „Reich und Groß“ gehen. Selbstverständlich liegt es nahe, imposante Schlösser, Burgen, mächtige Klöster und Kirchen, reiche Patrizierhäuser und Industriellenvillen, Rathäuser, Gerichts- und andere Verwaltungsbauten, große historische Fabrikhallen, Gärten und Parks sowie prächtige Bauernhäuser zu zeigen.“

Zum Kunsthaus umgestaltet vom Mülheimer Glasfabrikanten Carl Nedelmann ist hier heute der Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR) aktiv mit der Galerie an der Ruhr / RUHR GALLERY MUELHEIM

Link zur Historie des Nedelmannhauses in Mülheim:

Programm im Jahr 2017 – Dauerausstellung – Performances – Workshops im Kunsthaus Mülheim Ruhrstr. 3 Eröffnung: 7. Mai 2017 um 16:00 Uhr RUHRSTR. 3  Eintritt frei !

Link zur Kunst-Events-App:

Matthias Meyer stellt im Kunstmuseum Mülheim aus – Eröffnung 1. Juli 2017

Ausstellung bis 10. September 2017 im Pollock Jahr 2017

Matthias Meyer. Malerei „GLÄSERNER TAG“

Eröffnung: Samstag, 1. Juli 2017, 18 Uhr

Werke von Matthias Meyer in der Ausstellung „INSOMNIA“, die der Mülheimer Kunstverein KKRR in Leverkusen besuchte

Um die Arbeiten des Mülheimer Künstlers Matthias Meyer zu bewundern musste der, der nicht in seinem Mülheimer Atelier war schon mal weit fahren.  Zuletzt war der Mülheimer Kunstverein KKRR (Kunstverein und Kunstförderverein Rhein – Ruhr, Sitz Mülheim – Ruhrstr.3) extra nach Leverkusen ins Schloss Morsbroich gefahren um eine umfassende Ausstellung des Schülers von Gerhard Richter, der in Düsseldorf und am Chelsea College of Arts in London studierte.

Jetzt zeigt das Kunstmuseum den 1969 geborenen Maler Matthias Meyer, der  2014 dort bereits eines seiner Werke, sein Gemälde Park für die Sammlung des Kunstmuseums zur Verfügung stellte.

In der Pressemitteilung des Kunstmuseums ist folgendes zu lesen:

„Überregional bekannt geworden ist Matthias Meyer mit großformatigen Malereien, in denen Landschaftseindrücke, Naturimpressionen und Innenräume aus verschiedenen Perspektiven miteinander verwoben sind. Mittels einer speziellen Nass-in-Nass-Technik, die von zufälligen Farbverläufen, Verwischungen und Überlagerungen der stark verdünnten Ölfarbe bestimmt ist, gelingt ihm ein Wechselspiel zwischen Formwerdung und Auflösung, Figuration und Abstraktion.

Stand in Meyers früheren Werken das Element Wasser in all seinen Erscheinungsformen im Fokus, so lässt sich der Künstler derzeit vom Motiv des Fensters und dessen Transparenz anregen. Neben den „Fensterbildern“ präsentiert der in Mülheim an der Ruhr lebende und arbeitende Künstler weitere neue Arbeiten.“

Der Mülheimer Kunstverein KKRR freut sich gerade im Pollock – Jahr 2017 in der Stadt Mülheim auf die Ausstellung des sympatischen Künstlers und plant wieder mehrere Besuche am Synagogenplatz 1 bei den Künstlergesprächen mit Matthias Meyer.

Neue Serie: KELLERKUNST – Chateau-de-la-Placeliere

Das Weinbaugebiet Muscadet-Sèvre et Maine ist Teil des Gebiets Pays Nantais und somit der Weinbauregion Loire. Hier das Weingut Château de la Placelière
Das Weinbaugebiet Muscadet-Sèvre et Maine ist Teil des Gebiets Pays Nantais und somit der Weinbauregion Loire. Hier das Weingut Château de la Placelière der Famille LIEUBEAU.

Eine neue Blog-Serie hat sich der Blog Kunststadt-MH vorgenommen und dies hat einen guten Grund. Im alten Weinkeller des historischen Nedelmannhauses lagern viele edle Tropfen, die nun nach und nach zur Verkostung kommen.

kellerkunst_galerie-an-der-ruhr_kunststadt-mh-de
Aus dem Weinkeller des historischen Nedelmannhauses – ein 2007er zum Geburtstag von Ernst Rasche am 24. November 2017

Es sind viele alte Weine dort, aber auch jüngere Tröpfchen warten auf eine fachkundige Verkostung. Heute wurde ein Wein aus dem Jahr 2007 gewählt – zum 90. Geburtstag des Mülheimer Bildhauers Ernst Rasche. Die Traubensorte „Melon de Bourgogne“ – eigentlich sollte der Wein nicht länger als 1 bis 2 Jahre lagern.  Ein Wein jetzt geöffnet nach 10 Jahren – der Natur-Korken halb durchzogen aber intakt. Klar hell und frisch kommt er rüber, ein echter Knaller. Wir stoßen an auf den 90. Geburtstag des symphatischen Menschen Ernst Rasche.

Ein doppelter Genuss !

Zum Weingut hier weitere Informationen: http://www.lieubeau.com/chateaux-et-domaine/chateau-de-la-placeliere/

 

 

Titelfoto zur Kellerkunst „Pfälzer Wein“ Foto Ivo Franz für die Serie „KELLERKUNST“ im Kunstblog KUNSTSTADT-MÜLHEIM