Kunstrettung im öffentlichen Raum in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr Heute: die Türlaibungen in der Brüder-Grimm-Schule in Styrum geschaffen von Daniel Traub

Geologe Jörg Dornemann gab Tipps für den Ausbau von Fragmenten der Mosaike von Daniel Traub – hier beim Abriss

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Kunst im öffentlichen Raum in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr – Teilerfolg der „Kunstrettung Rhein-Ruhr“

Heute: die Türlaibungen in der Brüder-Grimm-Schule in Styrum, geschaffen von Daniel Traub

Kunst im öffentlichen Raum, auch als Public Art bezeichnet, gilt als ein Sammelbegriff für Kunstwerke unterschiedlicher Epochen und Stile – Der Maler und Grafiker Daniel Traub (1909-1995) erhielt damals von der Stadt Mülheim den Auftrag, die Türen der Grundschule an der Zastrowstraße kindgerecht zu gestalten – unzählige Kinder haben seither die Türen genutzt und kamen in den dadurch hervorgehobenen Bereich ihres Klassenraumes – die unterschiedlichen Farben halfen insbesondere den I-Dötzchen sich zu orientieren.

Bescheibung der Kunst im öffentlichen Raum
Bescheibung der Kunst im öffentlichen Raum

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1924 kam Traub mit seinen Eltern nach Mülheim an der Ruhr, wo sein Vater Karl Friedrich Traub eine Stelle als Prediger der Baptistischen Gemeinde antrat. Nach dem Abschluss der Schule studierte Daniel Traub zunächst an der Essener Folkwanghochschule, dann an der Akademie der Bildenden Künste in Berlin.Traub verdiente seinen Lebensunterhalt nicht nur mit klassischen Landschaftsbildern und Porträts, sondern ebenso mit dem Ausmalen von Theaterkulissen, Schulgebäuden sowie mit Kunst am Bau. Die Keramikgemälde in den U-Bahn-Schächten des Mülheimer Hauptbahnhofes zählen zu seinen bekanntesten Werken.

1963 wurde Traub mit dem Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim ausgezeichnet, 1980 erhielt der den Ehrenpreis „Jobs“ der Mülheimer Bürgergesellschaft Mausefalle für seine Verdienste als künstlerischer Stadtchronist. Zu seinem 75. Geburtstag im Jahre 1984 würdigte ihn das städtische Kunstmuseum mit einer umfassenden Werkschau.

Daniel Traub war Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstler.

Zeitgemäßem Umbau müssen die Kunstwerke im Sommer 2018 nun weichen

Behutsam wird das alte Schulgebäude nun Schritt für Schritt umgebaut. Zusammen mit der Familie des Künstlers hat der Mülheimer Verein „Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR)“ Kontakt mit den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung der Kunststadt Mülheim aufgenommen um die Kunstwerke oder Teile davon für die Nachwelt zu erhalten. Die „Kunstrettung der Stadt Mülheim“ ist einen Schritt weiter, es konnten Fragmente gesichert werden – diese werden nun für die große Traub-Schau im Oktober 2019 (6. bis 31.10.2019) im „KuMuMü – Kulturmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3“ präpariert und zusammen mit Fotografien der Kunstwerke ausgestellt.

Gerettete Fragmente der Traub-Kunstwerke aus der Brüder-Grimm-Schule
Gerettete Fragmente der Traub-Kunstwerke aus der Brüder-Grimm-Schule (Foto: Kunstrettung Mülheim/Ruhr)

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Zur Orientierung hier zwei Links: https://geo.muelheim-ruhr.de/kunst/daniel-traub/ohne-titel/8625

https://www.waz.de/staedte/muelheim/geduldsproben-an-der-brueder-grimm-schule-id211042437.html

#KunstrettungMülheim #KunstretterMülheimRuhr #MHRuhr #KunststadtMülheim #MülheimerKunstvereinKKRR

Klaus Geldmacher engagiert für die Kunst im öffentlichen Raum in der Stadt Mülheim an der Ruhr

Eine gute Einschätzung zum Thema „Kunst im öffentlichen Raum der Kunststadt Mülheim“ haben wir bei Klaus Geldmacher gefunden – hier der Link zu seiner Abhandlung aus dem Jahr 2008.

Exkurs Zitat eines Artikels erschienen in Monopol 08/2010

Giftige Substanzen in Ateliers

Es ist eines der letzten Tabus der Kunstwelt – und eines der gefährlichsten: Toxische Substanzen gehören zum Alltagsgut in den Ateliers dieser Welt. Dabei sind viele dieser Gifte krebserregend oder lösen Allergien aus.

Wenn Kunst krank macht

Blei, Arsen, Schwefel: Viele Künstler hantieren täglich mit Giften – und verdrängen die Gefahr. Mit fatalen Folgen

Es ist eines der letzten Tabus der Kunstwelt – und eines der gefährlichsten: Toxische Substanzen gehören zum Alltagsgut in den Ateliers dieser Welt. Dabei sind viele dieser Gifte krebserregend oder lösen Allergien aus. Yves Klein starb mit nur 34, Eva Hesse im gleichen Alter – aller Wahrscheinlichkeit nach ausgelöst durch unachtsamen Umgang mit Arbeitsmaterial. Auch der Tod Sigmar Polkes wirft Fragen auf. Künstler leiden an Asthma, Allergien, Dermatitis, Multipler Chemikalienintoleranz, Nieren- oder Leberschäden oder Krebs – denn Farbträger enthalten nun einmal Pestizide und Chemikalien, und fast alle Lösungsmittel, mal abgesehen von Wasser, sind schädlich.

Christian Scheidemanns Atelier Contemporary Conservation Ltd. in Chelsea, New York, hat sich einen legendären Ruf im virtuosen Konservieren und Restaurieren von Kunstwerken erarbeitet. Monopol wollte wissen: Welchen Risiken setzen sich Künstler aus – und warum?

Herr Scheidemann, warum hören wir eigentlich so selten von Künstlern, die durch Künstlermaterialien erkranken?
Den meisten geht es wohl erst einmal um den Effekt und die Verarbeitbarkeit. Sie handeln intuitiv und machen sich erst später Gedanken – meist, wenn sie bereits unter bestimmten Symptomen leiden. Und Museen und Sammler wissen ja oft nicht, welche Substanzen diese Materialien enthalten, ebenso wenig kümmert es den Rezipienten. Er hat mit dem Entstehungsprozess nichts zu tun und interessiert sich in erster Linie für die Wirkung des Werks.

Welche Pigmente in der Malerei haben ein besonders toxisches Potenzial?
Kadmiumrot oder -gelb zum Beispiel beinhaltet Schwermetalle, man sollte es weder einatmen noch an den Fingern haben, geschweige denn sich in die Augen reiben. Ebenso giftig ist echtes Zinnober, es besteht aus Quecksilbersulfid. Und in Neapelgelb sowie Kremserweiß kann Blei enthalten sein. Bleihaltige Pigmente werden heute aber kaum mehr in Pulverform angeboten.

Benutzt man sie noch zu restauratorischen Zwecken?
Wir verwenden sie in solch geringen Mengen, dass man nicht von einer Gefährdung sprechen kann – es sei denn, man gebraucht sie ständig.

Wie schützen Sie sich?
Wir tragen Latexhandschuhe und Feinstaub- oder Atemmasken.

Sigmar Polke setzte diverse giftige Stoffe ein. 
Im Gegensatz zu anderen Künstlern, die sich dem unfreiwillig und unwissentlich ausgesetzt haben, spielte er aber bewusst damit.

Haben Sie mit ihm darüber gesprochen?
Ich erzählte ihm, dass ich mich immer gründlich wasche, wenn ich ein Bild von ihm angefasst habe. Er sagte, er liebe diesen direkten Kontakt, diese unmittelbare Wirkung seiner Kunst. Er könne sich vorstellen, dass eine Familie mit zwei Kindern sonntagmorgens schön ins Museum komme und ihr dann vor seinen Bildern die Haare ausfielen.

Können diese Bilder dem Betrachter tatsächlich schaden?
Nein, da das Binden der Pigmente mit einem Medium eine Zerstäubung ausschließt.

Im deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig 1986 soll das Aufsichtspersonal über Kopfschmerzen geklagt haben, Polkes große Bilder waren noch nicht trocken. Und der ausgestellte Zinnoberstein musste hinter Panzerglas. 
Der Kunststoffsiegellack, den Polke seit den 80er-Jahren verwendet, enthält auch Formaldehyd. Solange es ausdünstet, verursacht es Kopfschmerzen und allergieähnliche Symptome. In hohen Konzentrationen steht es im Verdacht, Krebs zu erregen.

Im Kontext des alchemistischen Prozesses kommt Giftigkeit allerdings eine besondere Bedeutung zu.
Natürlich, eine geradezu mystische. Bei Polke gehörte dieser Aspekt zum Repertoire. Es gibt auch nur wenige Sammler, die ein Bild nicht kaufen würden, weil es mit derartigen Farben gemalt wurde.

Welche Wirkung haben sie genau?
Schweinfurter Grün wurde seit dem 19. Jahrhundert wegen seiner Intensität und Lichtechtheit geschätzt. Bis dahin gebräuchliche Grüntöne waren stumpf, blichen schnell aus – Schweinfurter Grün verglich man mit dem Feuer von Smaragden. Es ist eine Verbindung aus Kupfer, Arsen und Essigsäure. Kumulative Effekte können karzinogen wirken, und eine akute Vergiftung kann tödlich sein. Deshalb nahm man es schon vor 100 Jahren vom offiziellen Markt. Ähnliche Wirkungen haben Auripigment und Realgar, Zinnober schädigt die Nerven. Diese Liste wäre lange fortzusetzen. Und Polke experimentierte mit zahlreichen solcher Substanzen. Ob sie seinen Krebs auslösten, kann ich freilich nicht beurteilen.

Dazu kommen Terpentin und andere Lösungsmittel, denen jeder Maler ausgesetzt ist.
Ja, alle chemischen Lösungsmittel wirken sensibilisierend, toxisch nervenschädigend. Auch dann, wenn sie in geringen Konzentrationen über lange Zeit eingeatmet werden. Das Tragen einer Maske mit Filter ist unbedingt empfehlenswert. Eigentlich müsste in jedem Atelier ein explosionsgeschützter Giftschrank stehen, mit integrierter Abzugsanlage.

Nun haben ja nicht alle Künstler die finanziellen Mittel dafür.
Ich weiß von einem Freund, dem New Yorker Künstler Keith Edmier, der viel mit Polyester arbeitet, dass er unter Folgebeschwerden leidet, ausgelöst durch die Dämpfe, denn er konnte sich kein solches System leisten. Und David Reed musste in den frühen 70er-Jahren aufhören, mit Magna-Farben zu arbeiten, weil auch sein Sohn im Atelier wohnte. Er hatte anfangs, wie auch Roy Lichtenstein und viele andere Popkünstler, mit dieser wunderbar deckenden, aber lösemittelhaltigen Farbe gearbeitet. Jeff Koons wiederum hat in seinem Studio in Chelsea – wo bis zu 100 Leuten an Skulpturen mit Polyurethanlacken und Bildern mit Ölfarbe arbeiten – vorbildliche Absauganlagen und Profispritzkabinen eingebaut. Somit kenne ich beide Extreme.

Welche weiteren Maler bedienen sich bedenklicher Pigmente?
Ed Ruscha nimmt Schwarzpulver, das auch Schwefel enthält. Er reibt das Schießpulver mit Schwämmchen auf das Papier und trägt eine Staubmaske, sodass er nicht viel riskiert. In den Titeln gibt Ruscha an, es handle sich um „gunpowder“. Das verstärkt die Bedeutung, ansonsten wäre es einfach nur graue Farbe. Das Material wird vom Malmittel zum Bedeutungsträger. Genauer: vom Bedeutungsträger zum Bedeutungsinhalt.

Eine Aufladung des Werks im wörtlichen Sinn. Doch sie kann die Gesundheit gefährden.
Der amerikanische Farbfeldkünstler Morris Louis etwa verdünnte seine ohnehin schon lösemittelhaltigen Farben zum Teil mit bis zu 30 Teilen Terpentin.

Er starb 1962 mit 50 Jahren. Er litt wohl unter der sogenannten Terpentinkrankheit.
Häufig auch Malerkrankheit genannt, treten bei dieser Nervenstörung Symptome von Kopfschmerzen bis zu schweren Gedächtnisstörungen auf. Auch Yves Klein ist ein trauriges Beispiel. Für sein großes Schwammrelief im Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen, verwendete er 1959 Nitrozelluloselacke als Bindemittel, um dem Pigment, dem International Klein Blue (IKB), ein besonders mattes Erscheinungsbild zu geben. Die enthaltenen Kohlenwasserstoffe und Ester können Dermatitis und Leukämie verursachen.

Yves Klein ist schon mit 34 gestorben.
Ohne Handschuhe und ohne Atemschutzmaske rührte er mit den Armen bis zu den Ellbogen in seinem Blau. Seine inneren Organe waren alle zersetzt. Dabei hatte ihm der Verkäufer versichert, Nitrozellulose berge keine Risiken.

So einfach käme heute kein Händler oder Hersteller mehr davon, oder?
Im Fachhandel hat sich einiges getan. Vorsicht aber beim Kauf von preiswerteren Farben über das Internet oder im Baumarkt. Viele lesen die Warnhinweise nicht – falls welche existieren. Außerdem sind die Inhaltsangaben für Nichtchemiker oft kaum zu übersetzen. „Aromaten“ etwa hört sich nach Duftstoff an, es sind jedoch gefährliche chemische Verbindungen. Es lohnt sich, den Waschzettel genau zu studieren.

Und overexposure zu vermeiden.
Richtig, so ging es auch den Künstlern, die in den 60er-Jahren übermäßig mit Polyester hantierten.

Wie Niki de Saint Phalle?
Ja, das Einatmen von Dämpfen bei der Arbeit an ihren Skulpturen hatte ein lebensbedrohliches Lungenemphysem verursacht. Sie starb 2002 an den Folgen. Eva Hesse ging es ähnlich. Sie hatte innovative Materialien wie Latex, Fiberglas und eben Polyester verarbeitet, sehr wahrscheinlich ohne Schutzvorkehrungen. 1970 erlag sie mit 34 Jahren einem Gehirntumor. Die ganze Künstlergeneration der 60er hat sich kaum um die Giftigkeit von Materialien gekümmert, und es ist in den USA auch erst seit den 80ern so, dass die Inhaltsstoffe angegeben werden müssen.

Geschah das nicht auf Druck von Künstlern?
Genau. Moon McNeill, auch Chemikerin, gründete mit anderen das internationale Netzwerk umweltkranker Künstler, Creative Canaries. Sie kritisierten auch, dass amerikanische Kunsthochschulen zu wenig über Risiken aufklärten. Als Restaurator lernt man das im Studium.

Wahrscheinlich auch über Asbest, ich denke da an Gordon Matta-Clarks urbane „Cuttings“.
Er setzte sich Asbest, Säuren und Industrieabfällen aus. Matta-Clark kämpfte sich ja mit Motorsägen durch Fassaden, Decken und Böden von Gebäuden aus den 20er- bis 50er-Jahren. Seine Witwe bestreitet allerdings, dass sein Tod 1978, mit 35 Jahren, etwas damit zu tun hat.

Warum ist Asbest so gefährlich?
Er bildet winzige, unsichtbare Fasern. Beim Atmen werden sie in die Lunge eingelagert und sorgen dort für Probleme mit überwiegend tödlichem Ausgang. Die Stäube sind insofern besonders heimtückisch, als die Folgeerkrankungen in der Regel erst 20 bis 30 Jahre später ausbrechen.

Gibt es Künstler, die vorsätzlich zu Asbest griffen?
Beispielsweise der Arte-povera-Künstler Pino Pascali. 1967 machte er für „Campi arati e canali d’irrigazione“ Wannen aus Asbestplatten. Außerdem benutzte er Anilinfarben, die auch nicht ungiftig waren.

Inwiefern?
Sie werden aus Teer hergestellt. Das Medium ist eine farblose, leicht ölige Flüssigkeit mit süßlichem Geruch, die an der Luft leicht bräunlich wird. Anilin kann Hämolyse auslösen und gilt als krebserregend. Es wird über die Haut aufgenommen und spielt immer noch eine wichtige Rolle sowohl in der Arzneimittel- als auch der Farbenindustrie.

Ihr Kollege Otto Hubacek erzählte mir von Rebecca Horns Schneewittchensarg, einer meterlangen schwarzen Glaswanne, gefüllt mit Quecksilber. Er riet dem Museum Abteiberg Mönchengladbach vom Ankauf ab.
Es gibt einige Künstler, die Quecksilber einsetzten. Michelangelo Pistoletto nutzte eine Dampflampe, die „Lampa a Mercurio“, die ihn interessierte, gerade weil sie durch das Quecksilber ein ganz bestimmtes Licht macht. Nach 25 Jahren hatte sie ihren Geist aufgegeben. Er fragte mich, ob ich nicht ein neues Modell für ihn finden könnte, und ich musste feststellen, dass die Produktion eingestellt worden war.

Blei übt eine ähnliche Faszination aus.
Ja, Richard Serra hat es zum Beispiel erhitzt und in seine Installationen geschüttet. Blei schadet vor allem, wenn es Dämpfe abgibt. Das betrifft auch die Aktion „Splashing“ in der Hamburger Kunsthalle. 1996 hat Richard Serra in der neu errichteten Galerie der Gegenwart geschmolzenes Blei gegen die Wand geschleudert, eine Wiederaufnahme einer Arbeit von 1967. Er weiß aber um die Gefahr, seine Mitarbeiter und er sind mit sehr guten Masken ausgerüstet.

So schützt auch Anselm Kiefer sich und seine Angestellten, Blei hat in seinem Werk ebenfalls einen hohen Stellenwert. Welche Symptome könnten bei häufiger Berührung oder dem Einatmen von Bleidämpfen eintreten?
Gehirnschäden, Tumore, Gedächtnisverlust, Sehstörungen, auch Taubheit in den Gliedern und Nervenentzündungen.

Litten Sie als Restaurator selbst unter bedenklichen Substanzen?
Durchaus. Für Matthew Barney zum Beispiel habe ich circa 150 große Idaho-Kartoffeln konserviert. Das macht man mit Lösungsmitteln in größeren Mengen – während der zwei Wochen Arbeit bekam ich Kopfschmerzen, Schwindelgefühle und schwere Depressionen. Ich hatte nicht geahnt, was da auf mich zukam.

Jetzt befinden sich die Kartoffeln im Dallas Museum of Art. Welche Beschwerden haben die Besucher?
Der Trocknungs-, der Verdunstungsprozess ist abgeschlossen, so besteht keine Gefahr mehr. Nur während der Verarbeitung, bei wiederholtem oder länger andauerndem Kontakt, treten möglicherweise eine Sensibilisierung, später auch asthmatische Beschwerden und Schädigungen des zentralen und peripheren Nervensystems auf.

Haben Sie auch schon eine Formaldehyd-getränkte Skulptur von Damien Hirst restauriert?
Nein, aber ich weiß von Hubacek, der „Sensation“ im Hamburger Bahnhof in Berlin restauratorisch betreut hatte, dass bei jeder Ausstellung des Hais der Glastank wieder neu mit Formaldehyd gefüllt wird. Am Ende der Schau muss es von einer zertifizierten Entsorgungsfirma recycelt werden. Ein teures Unternehmen.

Dennoch wird das Thema Ökologie, auch bei der Verpackung und dem Transport von Kunstwerken, ähnlich nachlässig behandelt wie der Komplex Gift. Warum?
Es ist unbequem und hat wenig mit der Kunst selbst zu tun. Es sei denn, der Künstler trägt einen so großen Namen wie Sigmar Polke.

Stadt Mülheim an der Ruhr: Kunst im öffentlichen Raum neu definiert

Kunst im öffentlichen Raum neu definiert

KRAUSEKRAUSE-Skulptur in der Stadt Mülheim - Ruhranlage in der Bildmitte der Künstler im Gespräch (ganz links: Almut Hestermann)
KRAUSEKRAUSE-Skulptur in der Stadt Mülheim – Ruhranlage in der Bildmitte der Künstler im Gespräch (ganz links: Almut Hestermann)

 

 

Öffentlicher Raum muss nicht zwingend der „öffentlichen Hand“ gehören.

Öffentlich ist auch der Einblick in einen großen Gartenhof – umrahmt von Wohnhäusern – von den Fenstern und Balkonen gut einsehbar – so zu bewundern in der Ruhranlage in der Stadt Mülheim, nur 20 Schritte vom Ufer der Ruhr entfernt.

 

Die in der Moritz Bastei der Stadt Leipzig in den Jahren 1994 bis 1995 installierte Skulptur „Jeder für Alle“ , errichtet von dem Künstler KRAUSEKRAUSE als Mahn- und Gedenkinstallation für die sanfte Revolution – steht nun nach einer Zwischenstation auf der Präsentationsfläche des KulturOFEN NRW e.V. in Düsseldorf in der Kunststadt Mülheim, wenige Meter von der Ruhr in der Ruhranlage.

 

Feierliche Einweihung am 19. Mai 2018

Der Künstler KRAUSEKRAUSE vor seiner Skulptur in der Ruhranlage in der Stadt Mülheim an der Ruhr (Foto: Almut Hestermann, Mai 2018)
Der Künstler KRAUSEKRAUSE vor seiner Skulptur in der Ruhranlage in der Stadt Mülheim an der Ruhr (Foto: Almut Hestermann, Mai 2018)

Der Halbkreis um die Skulptur wird durch historische und neuere Wohnhäuser gebildet und öffnet sich zum Fluss. In etwa 6 Meter Höhe ist HEAD OVER HEELS eine lebensgroße Gestalt mit einladend geöffneten Armen angeordnet – sie ist beweglich, grazil eingebettet in die wunderbare Landschaft im Herzen der Kunst- und Kulturstadt Mülheim an der Ruhr.

 

Taufe auf den Namen „Leo Paul“ in Anwesenheit des Künstlers

 

In Anwesenheit zahlreicher Zaungäste an Fenstern und Balkonen und einer Festgemeinde wurde das Kunstwerk seiner neuen Bestimmung übergeben. Der Galerist Ivo Franz hob die aktuelle Bedeutung des neuesten Kunstwerks im öffentlichen Raum der Stadt Mülheim bei seiner Laudatio besonders hervor und lobte das Engagement der Designerin Almut Hestermann bei der Verwirklichung des Projektes – stolz und glücklich war der Schöpfer der spannungsgeladenen Arbeit Gerhard KRAUSEKRAUSE.

 

Die Arbeiten des Ausnahmekünstlers KRAUSEKRAUSE können in Veröffentlichungen, mehreren Museen und über die Mülheimer Galerie an der Ruhr in der Ruhrstraße 3 besichtigt werden. Terminhotline: 0157 3629 5489.

#ArtnewsRuhr – Künstlerin Ruth Kretzmann angekommen in der Kunststadt Mülheim

Bereichert die Kunststadt Mülheim – die Künstlerin Ruth Kretzmann lebt und arbeitet jetzt direkt am Fluß

Ruth Kretzmann in ihrem Atelier in der Kunststadt Mülheim
Ruth Kretzmann in ihrem Atelier in der Kunststadt Mülheim
Manfred Dahmen und Ivo Franz besuchten die Künstlerin Ruth Kretzmann in Mülheim
Manfred Dahmen (li.) und Ivo Franz besuchten die Künstlerin Ruth Kretzmann im Atelier

Die malerische Ruhr zieht schon von jeher Künstlerinnen und Künstler in die Kunst- und Kulturstadt Mülheim. BLOG KUNSTSTADT-MH.DE traf das neue Mitglied der mit Mülheim verbundenen Kreativen in ihrem Atelier an der Ruhrpromenade, nur wenige Meter entfernt vom „KuMuMü“ – dem privaten „Kulturmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3“ mit der „Galerie an der Ruhr / RUHR GALLERY“.

Ein Gewinn für die Kunststadt Mülheim

Ruth Kretzmann wurde 1979 in Stoneham, Massachusetts, USA geboren – ihre Vorfahren lebten u.a. in Südafrika.  Kretzmann studierte am Massachusetts College of Art, Boston, bekannt als „MassaArt“ bei  Professor Roger Tibbetts und danach an der Freien Kunstakademie der Bildenden Künste, München bei Professor Axel Kasseböhmer, einem Schüler von Gerhard Richter.  Immer schon malte sie, aber auch das Erlernen von Sprachen ist eine ihrer Leidenschaften.

Viele Arbeiten von Ruth Kretzmann bestehen aus unzähligen Einzelbildern
Viele Arbeiten von Ruth Kretzmann bestehen aus unzähligen Einzelbildern (Ausschnitt)
Das "rote Sofa" in einer der Arbeiten von Ruth Kretzmann
Das „rote Sofa“ in einer der Arbeiten von Ruth Kretzmann (Ausschnitt)

Atelier hoch über der Ruhr

Inspirierende Aussicht über den Fluß Ruhr auf Müga und Stadthalle
Inspirierende Aussicht über den Fluß Ruhr auf Müga und Stadthalle: Ruth Kretzmann mit ihren Arbeiten

Wenn man Kretzmann in ihrem spannenden Atelier erlebt, wo sie den Blick auf den 60 Meter hohen Rathausturm oder auf der anderen Seite auf die große Grünanlage der Kunststadt (Müga) genießen kann, dann spingt schnell der Funke über. Ruth Kretzmann liebt große Leinwände und ihre Arbeiten entstehen aus vielen Facetten und Einzelbildern, manchmal unterbrochen von klassischen Mustern, oft in Landschaften eingebunden. Anregungen findet die Malerin u.a. bei Pieter Breughel d.Ä. oder in den Fresken von Benozzo Gozzoli – aber auch die Ruhrlandschaft mit Kanadagänsen hat sie bereits in einer ihrer Arbeiten festgehalten.

Wer kleine Formate sucht muss die Arbeiten schon zerschneiden und neu aufziehen – dagegen hätte sie nichts – so die Künstlerin. Aber wer würde so etwas machen?!

Boston – Berlin – München – Mülheim

Nach Stationen in Berlin und München fand Kretzmann mit ihrem Mann die geeignete Atelierwohnung direkt am Ruhrufer von Mülheim. Über die Mülheimer Bürgergesellschaft Casino wurden die Kontakte zum Kunsthaus in der Stadtmitte in der Ruhrstraße 3 geknüpft, auch Museumsleiterin Dr. Beate Reese hat die Künstlerin schon besucht. Jetzt sind Atelierbesuche in der unmittelbaren Nachbarschaft an der Reihe, auf einer ersten Besuchsliste stehen u.a. die Ateliers von Ursula Vehar in der Wertgasse, Professor Martin Goppelsröder in der Kämpgenstraße, Matthias Meyer in der Gerberstraße und aus der Ruhrstraße: Gerhard Krausekrause, Altmut Hestermann, Joachim Poths, Heidi Becker, Jutta Dammers-Plaßmann, Manfred Dahmen, Martin Sieverding, Klaus Wiesel und Lukas Benedikt Schmidt – alle nur wenige Schritte voneinander entfernt.

Erste Ausstellung im Ruhrgebiet

Blick auf Rathausturm mit Uhr aus dem Atelier von Ruth Kretzmann in Mülheim
Blick auf Rathausturm mit Uhr aus dem Atelier von Ruth Kretzmann in Mülheim

Ausstellungsplanung 2018 / 2019

Am Wochenende vom 29. Juni – 1.Juli 2018 ist Ruth Kretzmann auf der  7. Revierkunst in der alten Waschkaue und Lampenstube auf Zeche Ewald in Herten vertreten. Mit dabei sind u.a. auch Cornelia Wissel, Marion Callies, Klaus Heckhoff und Martin Sieverding, die bereits in Mülheim an der Ruhr in der RUHR GALLERY ausgestellt haben. Weitere Ausstellungen sind in Vorbereitung.

Großformatige Werke im Mülheimer Atelier
Großformatige Werke im Mülheimer Atelier

Link zur Webseite der Mülheimer Künstlerin hier:

Hier geht es zu den Kunst-Terminen für die Stadt Mülheim an der Ruhr mit der Kunstapp vom Mülheimer Kunstverein (KKRR):

Auf nach Wien – Mülheimer Kunstfreunde auf Exkursion in die Heidi Horten-Ausstellung WOW!

Horten und die Kunststadt Mülheim haben viele alte Verbindungen. Jetzt fahren die Mitglieder vom Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr nach Wien um eine der spannendsten Privatsammlungen zu genießen.

WOW! The Heidi Horten Collection: 170 Werke von Marc Chagall, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, August Macke, Franz Marc, Henri Matisse, Joan Miró, Edvard Munch, Pablo Picasso, Egon Schiele u. v. a.

Von 16. Februar bis 29. Juli zu sehen im Leopold Museum Wien, leopoldmuseum.org

Auch ein Treffen mit der Sammlerin steht auf dem Programm.

 

HOL DIR DIE MÜLHEIM-KUNST-APP – HIER IST DER LINK:

 

 

 

„TAGWERK2017“ ist Skizzenbuch, Ideensammlung, Dokumentation des Künstlers Klaus Wiesel

Blick in die Ausstellung "TAGWERK 2017" von Klaus Wiesel in der Beletage der RuhrGallery in der Stadt Mülheim an der Ruhr
Blick in die Ausstellung „TAGWERK 2017“ von Klaus Wiesel in der Beletage der RuhrGallery in der Stadt Mülheim an der Ruhr – zu betrachten durch ein Fernglas (vorne auf dem Sockel)

Nur noch bis 28. Februar: Klaus Wiesel „TAGWERK2017“

EINLADUNG ZUM KÜNSTLERGESPRÄCH AM SONNTAG 25. FEBRUAR 2018 VON 11:00 h bis 16:00 h – Eintritt frei !
Zur Finissage der Jahresausstellung Mülheimer Kunsthauskünstler in der RUHR GALLERY ist die letzte Gelegenheit, die Rauminstallation „TAGWERK2017“ des Künstlers Klaus Wiesel zu besuchen.

Blick in die Ausstellung "TAGWERK 2017" von Klaus Wiesel in der Beletage der RuhrGallery in der Stadt Mülheim an der Ruhr
Blick in die Ausstellung „TAGWERK 2017“ von Klaus Wiesel in der Beletage der RuhrGallery in der Stadt Mülheim an der Ruhr

365 Arbeiten = 1 Jahr
Das „TAGWERK2017“ ist Skizzenbuch, Ideensammlung, Dokumentation. Vom 1.1. bis zum 31.12.2017 entstand Tag für Tag ein Werk, eine Arbeit, ein Gedicht, eine Geschichte, eine Grafik, Malerei, eine Fotografie, eine Skizze, eine Retusche.

Spannende Inszenierung in 360°
Spannend ist die Inszenierung: Wiesel hat die 365 Arbeiten chronologisch nach ihrer Entstehung im gesamten Raum angeordnet. „TAGWERK 2017“ ist also in 360 Grad zu sehen und somit ein Kunstwerk, für das man Zeit einplanen muss. Zusätzlich hält Wiesel mehrere Fern- bzw. Operngläser bereit, damit auch in den entlegensten Ecken und den obersten Reihen in fast drei Meter Höhe die Arbeiten noch erfasst werden können.

Blick in die Ausstellung "TAGWERK 2017" von Klaus Wiesel in der Beletage der RuhrGallery in der Stadt Mülheim an der Ruhr
Blick in die Ausstellung „TAGWERK 2017“ von Klaus Wiesel in der Beletage der RuhrGallery in der Stadt Mülheim an der Ruhr

Diverse Ausstellungen bereits in 2017
Der Künstler Klaus Wiesel ist in der RUHR GALLERY kein Unbekannter. Im Jahr 2017 nahm er mit einer Pollock-Stahl-Skulptur teil an der Gemeinschaftsausstellung JACKSON POLLOCK VISITING. Im Oktober des Jahres präsentierte er dann rund 60 Arbeiten in einer Einzelausstellung zum Thema Pollock und den vielfältigen Wegen einer Annäherung.

Blick in die Ausstellung "TAGWERK 2017" von Klaus Wiesel in der Beletage der RuhrGallery in der Stadt Mülheim an der Ruhr
Blick in die Ausstellung „TAGWERK 2017“ von Klaus Wiesel in der Beletage der RuhrGallery in der Stadt Mülheim an der Ruhr

Zum Künstler
Klaus Wiesel, Jahrgang 1961, geboren und aufgewachsen in Oberhausen, war neben seiner langjährigen Tätigkeit als Kreativdirektor einer Werbeagentur in Mülheim an der Ruhr immer als Künstler aktiv. Als freischaffender Künstler widmet er sich jetzt verstärkt seinen künstlerischen Arbeiten. Eines der Ergebnisse ist die Rauminstallation „TAGWERK2017“. In seinen neuesten Arbeiten setzt er sich intensiv mit den Möglichkeiten der „Rostmalerei“ auseinander.

Quelle: RUHR GALLERY, Mülheim an der Ruhr
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Die RUHR GALLERY, auch bekannt als Galerie an der Ruhr, hat ihre Räumlichkeiten im Nedelmannhaus, dem ehemaligen Stammsitz der Tengelmann-Gründerfamilie Schmitz-Scholl – direkt in der Stadtmitte von Mülheim an der Ruhr unmittelbar am Ruhrufer gelegen.

Gegründet von Alexander Ivo Franz im Jahr 2012, wurde für die Galerie ein mehrgliedriges Konzept gewählt:

• Ausstellungsräume mit über 1.000 Quadratmetern, Raumhöhen teilweise über 5 Meter
• Separater Ateliertrakt im Kunsthaus Mülheim Stadtmitte
• Geschäftsstelle: Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR)
• Geschäftsstelle: ArtHub Rhein-Ruhr (kurz AHRR)
Der AHRR bündelt u.a. die unterschiedlichen Künstlernetzwerke in der Rhein-Ruhr-Region.

Die RUHR GALLERY, ein Zentrum der Ruhrkunstszene, versteht sich als lebendiger Ort der Kommunikation und Begegnung in freundlich ungezwungener Atmosphäre.

Titelfoto: Oliver Müller

Im Kunsthaus Mülheim in der Ruhrstraße 3 geht derzeit die Post ab.

Im Kunsthaus Mülheim in der Ruhrstraße 3 geht derzeit die Post ab.

Das „San Francisco Jahr 2018 in der Stadt Mülheim“ nimmt Fahrt auf.

Die dort derzeit produzierenden acht Mülheimer Kunsthauskünstlerinnen und Kunsthauskünstler präsentieren aktuelle Arbeiten im Ausstellungsbereich der Ruhr Gallery im Erdgeschoss und in der Beletage. Dort wo einst die Tengelmann Gründerfamilie Schmitz-Scholl das heutige Weltunternehmen gründete ist im Jahr 2012 der „Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – kurz KKRR“ eingezogen. Auf über 1.000 Quadratmetern Kunst – Malerei, Installationen und Skulpturen.

Aufbau einer eigenen Sammlung

Kunstort in der kleinsten Ruhrgebietsstadt Mülheim an der Ruhr Artikel aus der WAZ und NRZ. Sept.2017
Kunstort in der kleinsten Ruhrgebietsstadt Mülheim an der Ruhr

Eine Sammlung zeitgenössischer Kunst rundet die bunte Palette der temporären Ausstellungsobjekte der Produktionsgalerie ab. Auch von den zahlreichen Künstlergruppen der Stadt, wie der Gruppe „Ander e.V.“ ,der städtischen „Arbeitsgemeinschaft der Mülheimer Künstler des Kunstmuseums“, der „Künstlergruppe M40“ oder der Mitglieder des Vereins „Kunsthaus Mülheim e.V.“ wurden Kunstwerke für die eigene Kunstsammlung erworben aber auch von Künstlerinnen und Künstlern, die sich keiner der vielen unterschiedlichen Künstlergruppen angeschlossen haben.

Die aktive Künstlergemeinschaft im „Kunsthaus Mülheim Ruhrstraße“ in der Stadtmitte geht 2018 in das 7. Jahr und hat ein besonderes Jahresprogramm zusammengestellt.

SAN FRANCISCO-JAHR 2018 IN DER STADT MÜLHEIM

Zahlreiche Ausstellungen werden ergänzt durch Lesungen, Musikalische Events, Performances und Workshops und den jährlichen Rundgang. Künstleraustausche und „Artists in Residence“ runden das Jahresprogramm der Galerie an der Ruhr ab.

Eintritt stets frei ! Alle Künstler verkaufen ihre Arbeiten auf eigene Rechnung.

Der Kunstort in der Ruhrstraße 3 in der Stadtmitte der Kunststadt Mülheim wird ständig bekannter, immer neue Gastkünstler zeigen und verkaufen hier ihre Arbeiten einem interessierten Publikum.

Terminhotline

Individuelle Terminabstimmungen, auch Gruppenführungen können über die Hotline 0157 3629 5489 erfolgen.

Online Terminübersicht auf der Webseite (ruhr-gallery.com), aktuelle Kunsttermine für die gesamte Stadt sind in der vom Mülheimer Kunstverein KKRR entwickelten APP „Kunststadt-MH“ auf einen Klick zu finden. So wird keine Vernissage mehr verpasst!

Banner, gestaltet von Klaus Wiesel am "Kunsthaus Mülheim Ruhrstraße"
Banner, gestaltet von Klaus Wiesel am „Kunsthaus Mülheim Ruhrstraße“

Wer und wo sind die Kuenstlerinnen und Kuenstler in der Kunststadt Muelheim an der Ruhr_ – Stadt Mulheim an der Ruhr

Videokunst

Vidioaufnahme bei der Kunst-Exkursion nach Irland in Hamilton`s_Bar, Leenane Village, Co Mayo
Videoaufnahme bei der Kunst-Exkursion nach Irland in Hamilton`s_Bar, Leenane Village, Co Mayo – Foto: Ivo Franz

Irische Entsorgungseinrichtung

Ein Besuch in der kleinen Kunststadt an der Ruhr – #Mülheim

Ein Besuch in der kleinen Kunststadt an der Ruhr – #Mülheim

„Mülheim an der Ruhr“ ist ein Künstlerparadies

Der Boden ist poliert alle Fenster sind verhängt, dezente Beleuchtung, Überwachungskameras surren – nettes Museumspersonal achtet darauf, dass keine Handyaufnahmen ohne Fotografiererlaubnis gemacht werden – dann kann man eintauchen und die sorgfältig in der „richtigen Höhe“ angeordneten Kunstwerke betrachten – und die sonstigen Besucher und deren Dialog mit den Kunstwerken. Wahre Kunstschätze sind hier von der Mülheimer Bürgerschaft in „Guten Zeiten“ am „Synagogenplatz 1“ zusammengetragen worden – manches Werk wird international ausgeliehen.

Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr in der "ALTEN POST MÜLHEIM"
Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr in der „ALTEN POST MÜLHEIM“

Ein paar Schritte weiter durch die Schloßstraße in Richtung Ruhr wird es schon lockerer,

hier herrscht Aufbruchstimmung – überall wird gebaut oder leerstehende Läden werden renoviert. Vorbei kommt man am „Kunstraum Schloßstraße 29“  – dort keine Werbung, nur dezente Plakatierung – dahinter ein Flügel und an den Wänden Kunstwerke. Der Galerist Gerold d’ Hamé ist über die Grenzen hinaus bekannt für außergewöhnliche Kunst – hier ist gerade eine Mülheimer Künstlergruppe zu sehen, die ihr „Israel-Austauschprojekt“ vorstellt. Ein Druck auf die Klingel und man kann Eintauchen in die spannende Zeit „Bauhaus“ oder “Klassische Moderne“. Wer noch tiefer eintauchen will, verabredet sich in der „Wallstraße 15“, dem Stammhaus der Galerie.

"Kunstraum Schloßstraße 29" in Mülheim an der Ruhr
„Kunstraum Schloßstraße 29“ in Mülheim an der Ruhr (Aufbau einer Ausstellung)
Galerie d' Hamè in der Wallstraße 15
Galerie d‘ Hamè in der Wallstraße 15 in Mülheim an der Ruhr

Jetzt geht es in Richtung „Ruhranlage“, die einzige Grünfläche in diesem quirligen Bereich – mit dem historischen Casinogebäude, dem einstigen Ballhaus der Mülheimer Bürgerschaft. Daneben ein übergroßes Portal – einst Zugang zum Stammhaus der Tengelmann-Gründerfamilie Schmitz-Scholl – dahinter eine Kunstgalerie mit angeschlossenem Atelierbereich. Dort in der „Ruhrstraße 3“ entsteht zeitgenössische Kunst, Malerei und Skulpturen und es findet hier ein reger Austausch der Künstlerschaft aus der Region statt- Hier trifft man sich in freundlich ungezwungener Atmosphäre. Eintrittsgelder gibt es hier grundsätzlich nicht – die Kunst ist frei!

Jüngster Kunstverein in der Ruhrstadt Mülheim

KKRR – Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr ist dort in goldenen Lettern zu lesen. Seit 2012 ist in dem historischen Gebäude – VILLA ARTIS -, das einst der Industrielle Carl Nedelmann zum Kunsthaus umbaute, der jüngste Kunstverein der Stadt Mülheim an der Ruhr beheimatet.  Der jüngste Stipendiat ist 26 Jahre alt und bekommt ein Atelier gestellt.

Galerie an der Ruhr "RUHR GALLERY MÜLHEIM" in der Ruhrstraße 3 in der Kunststadt Mülheim
Galerie an der Ruhr „RUHR GALLERY MÜLHEIM“ in der Ruhrstraße 3 in der Kunststadt Mülheim

Spannende Jahresthemen

Das Jahresprogramm 2018 trägt den Titel „SAN FRANCISCO-JAHR 2018 IN DER STADT MÜLHEIM“ – über 30 Künstlerinnen und Künstler haben den „Spirit“ der Stadt der ewigen Veränderungen aufgenommen und ein spannendes Programm aus Ausstellungen, Performances, Lesungen und Workshops gestaltet – auf über 1.000 Quadratmetern wird hier Kunst ohne Schranken zelebriert – flexibel wird das Programm im Jahresverlauf erweitert.

Atelierhaus Delle 54-56 in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr
Atelierhaus Delle 54-56 in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr
"Amt für weiterbildende Fantasie" Delle 54 - 56 in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr
„Amt für weiterbildende Fantasie“ Delle 54 – 56 in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr

Über 350 Ateliers in der Kunststadt Mülheim

Atelierbesuche sind ein wichtiger Baustein des Kunstalltags in Mülheim an der Ruhr. Nicht nur die spannenden Ateliers in der Ruhrstraße 3 und im Atelierhaus Delle 54 -56. Über 350 aktive Künstler*innen sind in der aktuellen „Künstlerliste“ der Kunststadt an der Ruhr zu finden – mit steigender Tendenz. Nachträglicher Hinweis der Redaktion:  Die Künstlerliste als Grundlage für das Networking wurde mit Wirkung vom 20.04.2018 gelöscht im Hinblick auf die neue DSVO. Informationen sind bei den jeweiligen Kunstvereinen und Künstlergruppen der Stadt Mülheim an der Ruhr erhältlich.

Blick in das Atelier des Kunstprofessors Martin Goppelsröder in der Kunststadt Mülheim
Blick in das Atelier des Kunstprofessors Martin Goppelsröder in der Kunststadt Mülheim

 

Titelbild: Stahlskulptur von Klaus Wiesel (70 x 90 cm) in der Sammlung der RUHR GALLERY MÜLHEIM

 

HOL DIR DIE MÜLHEIM-KUNST-APP – HIER IST DER LINK:

Homage an den gelernten Dreher Heinrich Siepmann (1904-2002) in der Kunststadt Mülheim

Wohnquartier mit historischem Rathausturm in der aufstrebenden Kunststadt an der Ruhr (Foto: Ivo Franz)
Wohnquartier mit historischem Rathausturm in der aufstrebenden Kunststadt an der Ruhr (Foto: Ivo Franz)

Heinrich Siepmann ist in der quirligen Kunststadt an der Ruhr allgegenwärtig. Als Autodidakt hat er sich durchgekämpft und mit mit 44 Jahren erhielt er den 1948 erstmals ausgelobten „Kunstpreis Junger Westen“ zusammen mit Karl Otto Götz, Kurt Lehmann, Emil Schumacher. Siepmann gehörte zusammen mit Gustav Deppe, Thomas Grochowiak, Ernst Hermanns, Emil Schumacher und Hans Werdehausen zu den Gründungsmitgliedern der in Recklinghausen gegründeten Künstlergruppe. Zuletzt wurde der Preis – 2015 ausgeschrieben für Grafik, Zeichnung und Fotografie –an den Kölner Jan Paul Evers vergeben.

Fester Platz im Museum Mülheim

Das Kunstmuseum in Mülheim zeigt eine große Schau von Heinrich Siepmann bis zum 15. April 2018 – z.B. jeden Mittwoch nachmittags bei freiem Eintritt. A Must See im Kunstjahr 2018 in der Stadt Mülheim.

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Immer aktuell – die APP KULT MÜLHEIM vom Mülheimer Kunstverein KKKRR

Sonstige Kunstausstellungen in Mülheim – alle aktuellen Kunst – Events auf einen Klick

Link zur Kunst-Events-App KULT hier:

Über die Galerie an der Ruhr in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr:

#SANFRAN2018 #GalerieRuhr #RuhrGallery #MHRuhr

SAN FRANCISCO JAHR 2018 startet in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr – #SANFRAN #MHRUHR

San Francisco Jahr 2018 in Mülheim an der Ruhr mit Performances, Ausstellungen und Workshops
San Francisco Jahr 2018 in Mülheim an der Ruhr mit Performances, Ausstellungen und Workshops

Das San Francisco Jahr 2018 startet mit Kunstausstellung in Mülheim an der Ruhr

Mit großem Werbeaufwand und einem weiteren Ausstellungshighlight im Ruhrgebiet startet das Kunstjahr 2018 mit dem Schwerpunkt „SAN FRANCISCO VISITING“.

Künstleraustausch /  Artists in Residence im Atelierhaus in der Kunstmeile von Mülheim im Kunsthaus Mülheim Stadtmitte in der Ruhrstraße 3.

Galerieleiter Ivo Franz konnte vier amerikanische Künstler begrüßen, die bis März 2017 in der Kunststadt am Fluß in den malerischen Atelierräumen arbeiten werden.

Buntes quirliges Ausstellungsprogramm ergänzt das Standard-Kunst-Angebot der Ruhrstadt Mülheim (Sammlung Ziegler u.v.a.m.)

Die Ausstellungsmacher haben eine Vielzahl Events im Jahr 2018 bereits fest gebucht. Wenn das Kunstmuseum Mülheim in die Renovierungspause geht, wird ein wahres Feuerwerk an Performances und Events die kreative Lücke schließen. Gefördert werden die Aktivitäten durch den #SANFRANFOND vom Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein.Ruhr , KKRR, der seine Geschäftsstelle in der Ruhrstraße 3 in der ehemaligen Villa der Tengelmann-Gründerfamlie Schmitz-Scholl hat.

Kunstvilla in Mülheim Stadtmitte direkt am Ruhrufer gelegen / Ruhranlage . Ruhrstraße 3 / Ecke Delle
Kunstvilla in Mülheim Stadtmitte direkt am Ruhrufer gelegen / Ruhranlage . Ruhrstraße 3 / Ecke Delle

Hier der Link zu den aktuellen Events:

Anregungen und Ergänzungen sind stets willkommen ! Ideen-Hotline: 0157 3629 4589 Stichwort „Mülheim brennt für Kunst“

„EIER BRAUEREI“ VISIONÄRES KUNSTWERK VON GERHARD KRAUSEKRAUSE WIEDER IN MÜLHEIM

KRAUSEKRAUSE „EIER BRAUEREI“, 1989, 120 x 140 cm Gouache auf Leinwand

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In seinem Atelier in der Gerresheimerstraße in Düsseldorf, unweit vom Bund Bildender Künstler,  BBK Bezirksverband Düsseldorf e.V. in der Birkenstraße 47 schuf Gerhard Krausekrause, genannt KRAUSEKRAUSE im Jahr 1989 sein Werk „EIER BRAUEREI“.

Die farbige Arbeit entstand 1989 zum Zeitpunkt der „Wende“ im Jahr 1989 und war als Leihgabe fast 20 Jahre fester Bestandteil der Kultkneipe „Kesselhaus“ in der Hildebrandstraße 4. Dort wo einst die „MAOAM“ („Mundet Allen Ohne AusnahMe“) – Fabrik von Haribo produzierte, ist heute das „Creativ Center Düsseldorf“ beheimatet. KRAUSEKRAUSE hatte schon damals die Vision – im Brauhaus, der Gärprozeß, die Eier als wichtigste Elemente der Evolution – die verschworene Gemeinschaft an der Theke im Dialog mit den Gastgebern – eine ältere Dame und ein Herr flankieren die gelungene Szenerie.

Gerhard KRAUSEKRAUSE mit seinem Werk aus 1989, das im Alten Kesselhaus in Düsseldorf lange Zeit als Leihgabe ausgestellt war
Gerhard KRAUSEKRAUSE freut sich mit seinem Werk aus 1989, das im Alten Kesselhaus in Düsseldorf lange Zeit als Leihgabe ausgestellt war

KRAUSEKRAUSE lebt heute in der Kunststadt Mülheim direkt am Ruhrufer und freute sich, nach so langer Zeit die Arbeit wiederzusehen – die Leihgabe ist wieder zu ihm zurückgekehrt und hat einen Ehrenplatz in der Künstlerwohnung von Almut Hestermann und Gerhard Krausekrause in der Kunststadt an der Ruhr gefunden.

Im Frühjahr wird das Werk zusammen mit anderen Arbeiten von KRAUSEKRAUSE in der Galerie an der Ruhr in Mülheim an der Ruhr in der Ruhrstraße 3 ausgestellt. Man darf gespannt sein !

Lageplan der Galerie an der Ruhr / RUHR GALLERY in der Ruhrstraße 3 in der Kunststadt Mülheim
Lageplan der Galerie an der Ruhr / RUHR GALLERY in der Ruhrstraße 3 in der Kunststadt Mülheim

In der RUHR GALLERY MUELHEIM, hier befindet sich auch der Sitz des Mülheimer Kunstvereins und Kunstfördervereins Rhein-Ruhr - KKRR
In der RUHR GALLERY MUELHEIM, hier befindet sich auch der Sitz des Mülheimer Kunstvereins und Kunstfördervereins Rhein-Ruhr – KKRR

Aktuelle Ausstellung „WONDERLANDS“ hier ein Einblick (Quelle: WDR-lokalzeit-Ruhr