Kulturmuseum in Mülheim – das „KuMuMü Kulturmuseum an der Ruhrstraße 3 – 庫穆姆“

Idyllisch in der Ruhranlage der Kunststadt Mülheim an der Ruhr gelegen: das KuMuMü
Das Logo KuMuMü mit den Wellen der Ruhr in der grünen Kunststadt im Ruhrtal

Die ersten Pläne für ein neues progressives Kunstmuseum direkt an der Ruhr entstanden im Rahmen der Stadtplanungsaktivität „Charette“ im Jahr 2012 – alle Bürger waren aufgerufen, ihre Stadt lebenswerter zu gestalten – die Stadt sollte wieder näher an den Fluß rücken.

Dies war der Startschuss für die Gründung eines neuen Kunstvereins in der Stadt Mülheim im Jahr 2012.

Der Verein „Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR“ wurde gegründet und in Zusammenarbeit mit der fdl-Immobiliengesellschaft ein geeignetes Objekt gesucht – aus mehreren Objekten fiel die Wahl auf das denkmalgeschützte historische Stammhaus der Tengelmann-Gründerfamilie Wilhelm Schmitz-Scholl (WISSOL) in der Ruhrstraße 3 / Ecke Delle – mit rückseitigem Turm zur Ruhr gelegen.

Besucher in der Villa Schmitz-Scholl (KRAUSEKRAUSE-SCHAU 2019)

Nach aufwändiger Sanierung von über 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wurde vom Mülheimer Kunstverein KKRR ein dreigliedriges Konzept erarbeitet und der Mülheimer Stadtplanung vorgestellt.

  • Einrichtung eines privaten Kunstmuseums
  • Einrichtung einer Kunstgalerie
  • Einrichtung eines Kunsthauses mit Atelierräumen

Ein Mülheimer Galerist fand die Räumlichkeiten für seine Zwecke ungeeignet, da sich kein weiterer Galeriebetreiber meldete, beschloss der Verein, die Kunstgalerie solle durch den Kunstverein Mülheim KKRR zeitweise an interessierte Künstler für Ausstellungen vermietet werden. So wurde im Jahr 2012 die Galerie an der Ruhr / RUHR GALLERY MÜLHEIM gegründet und mittlerweile über 200 museale Ausstellungen veranstaltet.

Um die Nähe zur zeitgenössischen Kunst zu halten, wurden zunächst zehn Ateliers und weitere Projekträume eingerichtet. Mit einer IT-Agentur wurde 2012 ein Konzept zur Sichtbarmachung der Stadt Mülheim in den „Social Media“ als „Kunststadt“ umgesetzt, da der Begriff „Stadt am Fluß“ kein Unterscheidungskriterium zu den vielen Städten, die ebenfalls an Flüssen liegen, hergibt. Eine eigene Kunst-Events-APP wurde hierzu programmiert und der Blog „Kunststadt-MH.de“ eingerichtet.

Im Jahr 2014 zog der Kölner Künstler Manfred Dahmen in die Kunststadt Mülheim. Dahmen traf auf den Mülheimer Fotografen Max Schulz, der den Kontakt zum Kunstverein und Kunstförderverein KKRR herstellte. Manfred Dahmen richtet sodann im Galeriehof das „Amt für weiterbildende Fantasie“ ein. Damit gehört das Ensemble in Mülheimer Innenstadtpark „Ruhranlage“ zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt Mülheim mit internationalen Besuchern.

Inzwischen ist der Wunsch der Initiatoren eingetreten, einen freien – nicht durch Spenden oder Sponsoren finanzierten „Kunstort für Jedermann“ zu schaffen mit Kunstvielfalt ohne Mitgliedsbeiträge oder Aufnahmeprozeduren oder Eintritt.

Kunstförderung und Kunstvermittliung steht im Vordergrund

Ausstellung mit Prof. Stephan Paul Schneider und Absolventen der HBK / fadbk Essen in der RUHR GALLERY MÜLHEIM

Die Zusammenarbeit mit Kunstakademien macht viel Freude und bringt stets neue Impulse, zahlreiche Malkurse für Schulklassen aus ganz NRW wurden als Partner der „bildungscent e.V. – Klima-Kunst-Schule“ durchgeführt – Schülerpraktika absolviert – Kunstexkursionen, Galeriebesuche und Künstlergespräche ( Titelbild bei der Ausstellung „URSULA VEHAR WERKE AUS 2019“) organisiert.

Benefizaktionen

Zahlreiche Benefizaktionen wie die Kunstversteigerungen „Ruhri Art“ mit dem RotaryClub, Kunstsackaktionen mit dem LionsClub, Versteigerung zugunsten des „WÜNSCHEWAGEN-Projekts“, Versteigerung zugunsten des Vereins AXATIN e.V., Versteigerung eines Kunstwerks von Manfred Dahmen bei den Wirtschaftsjunioren Düsseldorf, Kunstspenden für den Verein „Kunst hilft geben, Köln“ oder die 1 Dollar-Brille gehören zu den zahlreichen sonstigen Aktivitäten des Kunstvereins Mülheim KKRR mit seiner Geschäftsstelle in der Ruhrstraße 3 in der Stadtmitte von #MHRuhr.

Dr. Fritz Behrens, Präsident der Kulturstiftung NRW beim Grusswort zur Eröffnung der Ausstellung Reinhard Fingerhut 2019 in der RUHRGALLERY in Mülheim an der Ruhr

Sammlungen als Inspirationsquelle

Eine unerschöpfliche Quelle findet sich in den Depoträumen – u.a. flämische Meister mit der Sammlung Luickx oder die umfangreiche Skizzen-Sammlung. Ein Einblick hier am Beispiel der vielseitigen Sammlung „Edith Polland-Dülfer“.

Jahresthemen als Leitlinie

Das erste Leitthema war die Ausstellungsreihe „MIGRINT“ zum Thema Migration und Integration – u.a. mit internationaler Beteiligung von Marga Steinwasser aus Argentinien, deren jüdische Familie einst aus Mülheim vertrieben wurde.

Marga Steinwasser und Dr. Christian Esch (Geschäftsführer NRW Kultursekretariat) in der Ausstellung „SUBTERRÁNEA UNDERGROUND“ in der RUHR GALLERY MÜLHEIM

Es folgten – das „JACKSON POLLOCK – Jahr“, das „SAN-FRANCISCO-Jahr“, das „Leonardo da Vinci-Jahr“, aktuell das „Beethoven-Jahr“ und 2021 geplant das Jahresthema „BEUYS INSPIRIERT UND MÜLHEIM KOMMT“.

Inzwischen kann der Verein auf über 200 spannende museale Ausstellungen zurückblicken.

2020 während der CORONA-Zwangspause wurde in den einzelnen Ateliers viel geschaffen – die Ausstellungen und Führungen wurden zunächst digital – virtuell durchgeführt. Jeden Tag wurde das Kunstwerk des Tages in der Stadt Mülheim gewählt – hier ein Einblick:

Jahresthema für das Kunstjahr 2021 (Gestaltung Klaus Wiesel)

Zur Webseite des KuMuMü geht es hier: