Kunstrettung im öffentlichen Raum in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr Heute: die Türlaibungen in der Brüder-Grimm-Schule in Styrum geschaffen von Daniel Traub

Geologe Jörg Dornemann gab Tipps für den Ausbau von Fragmenten der Mosaike von Daniel Traub – hier beim Abriss

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Kunst im öffentlichen Raum in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr – Teilerfolg der „Kunstrettung Rhein-Ruhr“

Heute: die Türlaibungen in der Brüder-Grimm-Schule in Styrum, geschaffen von Daniel Traub

Kunst im öffentlichen Raum, auch als Public Art bezeichnet, gilt als ein Sammelbegriff für Kunstwerke unterschiedlicher Epochen und Stile – Der Maler und Grafiker Daniel Traub (1909-1995) erhielt damals von der Stadt Mülheim den Auftrag, die Türen der Grundschule an der Zastrowstraße kindgerecht zu gestalten – unzählige Kinder haben seither die Türen genutzt und kamen in den dadurch hervorgehobenen Bereich ihres Klassenraumes – die unterschiedlichen Farben halfen insbesondere den I-Dötzchen sich zu orientieren.

Bescheibung der Kunst im öffentlichen Raum
Bescheibung der Kunst im öffentlichen Raum

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1924 kam Traub mit seinen Eltern nach Mülheim an der Ruhr, wo sein Vater Karl Friedrich Traub eine Stelle als Prediger der Baptistischen Gemeinde antrat. Nach dem Abschluss der Schule studierte Daniel Traub zunächst an der Essener Folkwanghochschule, dann an der Akademie der Bildenden Künste in Berlin.Traub verdiente seinen Lebensunterhalt nicht nur mit klassischen Landschaftsbildern und Porträts, sondern ebenso mit dem Ausmalen von Theaterkulissen, Schulgebäuden sowie mit Kunst am Bau. Die Keramikgemälde in den U-Bahn-Schächten des Mülheimer Hauptbahnhofes zählen zu seinen bekanntesten Werken.

1963 wurde Traub mit dem Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim ausgezeichnet, 1980 erhielt der den Ehrenpreis „Jobs“ der Mülheimer Bürgergesellschaft Mausefalle für seine Verdienste als künstlerischer Stadtchronist. Zu seinem 75. Geburtstag im Jahre 1984 würdigte ihn das städtische Kunstmuseum mit einer umfassenden Werkschau.

Daniel Traub war Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstler.

Zeitgemäßem Umbau müssen die Kunstwerke im Sommer 2018 nun weichen

Behutsam wird das alte Schulgebäude nun Schritt für Schritt umgebaut. Zusammen mit der Familie des Künstlers hat der Mülheimer Verein „Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR)“ Kontakt mit den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung der Kunststadt Mülheim aufgenommen um die Kunstwerke oder Teile davon für die Nachwelt zu erhalten. Die „Kunstrettung der Stadt Mülheim“ ist einen Schritt weiter, es konnten Fragmente gesichert werden – diese werden nun für die große Traub-Schau im Oktober 2019 (6. bis 31.10.2019) im „KuMuMü – Kulturmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3“ präpariert und zusammen mit Fotografien der Kunstwerke ausgestellt.

Gerettete Fragmente der Traub-Kunstwerke aus der Brüder-Grimm-Schule
Gerettete Fragmente der Traub-Kunstwerke aus der Brüder-Grimm-Schule (Foto: Kunstrettung Mülheim/Ruhr)

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Zur Orientierung hier zwei Links: https://geo.muelheim-ruhr.de/kunst/daniel-traub/ohne-titel/8625

https://www.waz.de/staedte/muelheim/geduldsproben-an-der-brueder-grimm-schule-id211042437.html

#KunstrettungMülheim #KunstretterMülheimRuhr #MHRuhr #KunststadtMülheim #MülheimerKunstvereinKKRR

Klaus Geldmacher engagiert für die Kunst im öffentlichen Raum in der Stadt Mülheim an der Ruhr

Eine gute Einschätzung zum Thema „Kunst im öffentlichen Raum der Kunststadt Mülheim“ haben wir bei Klaus Geldmacher gefunden – hier der Link zu seiner Abhandlung aus dem Jahr 2008.

Exkurs Zitat eines Artikels erschienen in Monopol 08/2010

Giftige Substanzen in Ateliers

Es ist eines der letzten Tabus der Kunstwelt – und eines der gefährlichsten: Toxische Substanzen gehören zum Alltagsgut in den Ateliers dieser Welt. Dabei sind viele dieser Gifte krebserregend oder lösen Allergien aus.

Wenn Kunst krank macht

Blei, Arsen, Schwefel: Viele Künstler hantieren täglich mit Giften – und verdrängen die Gefahr. Mit fatalen Folgen

Es ist eines der letzten Tabus der Kunstwelt – und eines der gefährlichsten: Toxische Substanzen gehören zum Alltagsgut in den Ateliers dieser Welt. Dabei sind viele dieser Gifte krebserregend oder lösen Allergien aus. Yves Klein starb mit nur 34, Eva Hesse im gleichen Alter – aller Wahrscheinlichkeit nach ausgelöst durch unachtsamen Umgang mit Arbeitsmaterial. Auch der Tod Sigmar Polkes wirft Fragen auf. Künstler leiden an Asthma, Allergien, Dermatitis, Multipler Chemikalienintoleranz, Nieren- oder Leberschäden oder Krebs – denn Farbträger enthalten nun einmal Pestizide und Chemikalien, und fast alle Lösungsmittel, mal abgesehen von Wasser, sind schädlich.

Christian Scheidemanns Atelier Contemporary Conservation Ltd. in Chelsea, New York, hat sich einen legendären Ruf im virtuosen Konservieren und Restaurieren von Kunstwerken erarbeitet. Monopol wollte wissen: Welchen Risiken setzen sich Künstler aus – und warum?

Herr Scheidemann, warum hören wir eigentlich so selten von Künstlern, die durch Künstlermaterialien erkranken?
Den meisten geht es wohl erst einmal um den Effekt und die Verarbeitbarkeit. Sie handeln intuitiv und machen sich erst später Gedanken – meist, wenn sie bereits unter bestimmten Symptomen leiden. Und Museen und Sammler wissen ja oft nicht, welche Substanzen diese Materialien enthalten, ebenso wenig kümmert es den Rezipienten. Er hat mit dem Entstehungsprozess nichts zu tun und interessiert sich in erster Linie für die Wirkung des Werks.

Welche Pigmente in der Malerei haben ein besonders toxisches Potenzial?
Kadmiumrot oder -gelb zum Beispiel beinhaltet Schwermetalle, man sollte es weder einatmen noch an den Fingern haben, geschweige denn sich in die Augen reiben. Ebenso giftig ist echtes Zinnober, es besteht aus Quecksilbersulfid. Und in Neapelgelb sowie Kremserweiß kann Blei enthalten sein. Bleihaltige Pigmente werden heute aber kaum mehr in Pulverform angeboten.

Benutzt man sie noch zu restauratorischen Zwecken?
Wir verwenden sie in solch geringen Mengen, dass man nicht von einer Gefährdung sprechen kann – es sei denn, man gebraucht sie ständig.

Wie schützen Sie sich?
Wir tragen Latexhandschuhe und Feinstaub- oder Atemmasken.

Sigmar Polke setzte diverse giftige Stoffe ein. 
Im Gegensatz zu anderen Künstlern, die sich dem unfreiwillig und unwissentlich ausgesetzt haben, spielte er aber bewusst damit.

Haben Sie mit ihm darüber gesprochen?
Ich erzählte ihm, dass ich mich immer gründlich wasche, wenn ich ein Bild von ihm angefasst habe. Er sagte, er liebe diesen direkten Kontakt, diese unmittelbare Wirkung seiner Kunst. Er könne sich vorstellen, dass eine Familie mit zwei Kindern sonntagmorgens schön ins Museum komme und ihr dann vor seinen Bildern die Haare ausfielen.

Können diese Bilder dem Betrachter tatsächlich schaden?
Nein, da das Binden der Pigmente mit einem Medium eine Zerstäubung ausschließt.

Im deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig 1986 soll das Aufsichtspersonal über Kopfschmerzen geklagt haben, Polkes große Bilder waren noch nicht trocken. Und der ausgestellte Zinnoberstein musste hinter Panzerglas. 
Der Kunststoffsiegellack, den Polke seit den 80er-Jahren verwendet, enthält auch Formaldehyd. Solange es ausdünstet, verursacht es Kopfschmerzen und allergieähnliche Symptome. In hohen Konzentrationen steht es im Verdacht, Krebs zu erregen.

Im Kontext des alchemistischen Prozesses kommt Giftigkeit allerdings eine besondere Bedeutung zu.
Natürlich, eine geradezu mystische. Bei Polke gehörte dieser Aspekt zum Repertoire. Es gibt auch nur wenige Sammler, die ein Bild nicht kaufen würden, weil es mit derartigen Farben gemalt wurde.

Welche Wirkung haben sie genau?
Schweinfurter Grün wurde seit dem 19. Jahrhundert wegen seiner Intensität und Lichtechtheit geschätzt. Bis dahin gebräuchliche Grüntöne waren stumpf, blichen schnell aus – Schweinfurter Grün verglich man mit dem Feuer von Smaragden. Es ist eine Verbindung aus Kupfer, Arsen und Essigsäure. Kumulative Effekte können karzinogen wirken, und eine akute Vergiftung kann tödlich sein. Deshalb nahm man es schon vor 100 Jahren vom offiziellen Markt. Ähnliche Wirkungen haben Auripigment und Realgar, Zinnober schädigt die Nerven. Diese Liste wäre lange fortzusetzen. Und Polke experimentierte mit zahlreichen solcher Substanzen. Ob sie seinen Krebs auslösten, kann ich freilich nicht beurteilen.

Dazu kommen Terpentin und andere Lösungsmittel, denen jeder Maler ausgesetzt ist.
Ja, alle chemischen Lösungsmittel wirken sensibilisierend, toxisch nervenschädigend. Auch dann, wenn sie in geringen Konzentrationen über lange Zeit eingeatmet werden. Das Tragen einer Maske mit Filter ist unbedingt empfehlenswert. Eigentlich müsste in jedem Atelier ein explosionsgeschützter Giftschrank stehen, mit integrierter Abzugsanlage.

Nun haben ja nicht alle Künstler die finanziellen Mittel dafür.
Ich weiß von einem Freund, dem New Yorker Künstler Keith Edmier, der viel mit Polyester arbeitet, dass er unter Folgebeschwerden leidet, ausgelöst durch die Dämpfe, denn er konnte sich kein solches System leisten. Und David Reed musste in den frühen 70er-Jahren aufhören, mit Magna-Farben zu arbeiten, weil auch sein Sohn im Atelier wohnte. Er hatte anfangs, wie auch Roy Lichtenstein und viele andere Popkünstler, mit dieser wunderbar deckenden, aber lösemittelhaltigen Farbe gearbeitet. Jeff Koons wiederum hat in seinem Studio in Chelsea – wo bis zu 100 Leuten an Skulpturen mit Polyurethanlacken und Bildern mit Ölfarbe arbeiten – vorbildliche Absauganlagen und Profispritzkabinen eingebaut. Somit kenne ich beide Extreme.

Welche weiteren Maler bedienen sich bedenklicher Pigmente?
Ed Ruscha nimmt Schwarzpulver, das auch Schwefel enthält. Er reibt das Schießpulver mit Schwämmchen auf das Papier und trägt eine Staubmaske, sodass er nicht viel riskiert. In den Titeln gibt Ruscha an, es handle sich um „gunpowder“. Das verstärkt die Bedeutung, ansonsten wäre es einfach nur graue Farbe. Das Material wird vom Malmittel zum Bedeutungsträger. Genauer: vom Bedeutungsträger zum Bedeutungsinhalt.

Eine Aufladung des Werks im wörtlichen Sinn. Doch sie kann die Gesundheit gefährden.
Der amerikanische Farbfeldkünstler Morris Louis etwa verdünnte seine ohnehin schon lösemittelhaltigen Farben zum Teil mit bis zu 30 Teilen Terpentin.

Er starb 1962 mit 50 Jahren. Er litt wohl unter der sogenannten Terpentinkrankheit.
Häufig auch Malerkrankheit genannt, treten bei dieser Nervenstörung Symptome von Kopfschmerzen bis zu schweren Gedächtnisstörungen auf. Auch Yves Klein ist ein trauriges Beispiel. Für sein großes Schwammrelief im Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen, verwendete er 1959 Nitrozelluloselacke als Bindemittel, um dem Pigment, dem International Klein Blue (IKB), ein besonders mattes Erscheinungsbild zu geben. Die enthaltenen Kohlenwasserstoffe und Ester können Dermatitis und Leukämie verursachen.

Yves Klein ist schon mit 34 gestorben.
Ohne Handschuhe und ohne Atemschutzmaske rührte er mit den Armen bis zu den Ellbogen in seinem Blau. Seine inneren Organe waren alle zersetzt. Dabei hatte ihm der Verkäufer versichert, Nitrozellulose berge keine Risiken.

So einfach käme heute kein Händler oder Hersteller mehr davon, oder?
Im Fachhandel hat sich einiges getan. Vorsicht aber beim Kauf von preiswerteren Farben über das Internet oder im Baumarkt. Viele lesen die Warnhinweise nicht – falls welche existieren. Außerdem sind die Inhaltsangaben für Nichtchemiker oft kaum zu übersetzen. „Aromaten“ etwa hört sich nach Duftstoff an, es sind jedoch gefährliche chemische Verbindungen. Es lohnt sich, den Waschzettel genau zu studieren.

Und overexposure zu vermeiden.
Richtig, so ging es auch den Künstlern, die in den 60er-Jahren übermäßig mit Polyester hantierten.

Wie Niki de Saint Phalle?
Ja, das Einatmen von Dämpfen bei der Arbeit an ihren Skulpturen hatte ein lebensbedrohliches Lungenemphysem verursacht. Sie starb 2002 an den Folgen. Eva Hesse ging es ähnlich. Sie hatte innovative Materialien wie Latex, Fiberglas und eben Polyester verarbeitet, sehr wahrscheinlich ohne Schutzvorkehrungen. 1970 erlag sie mit 34 Jahren einem Gehirntumor. Die ganze Künstlergeneration der 60er hat sich kaum um die Giftigkeit von Materialien gekümmert, und es ist in den USA auch erst seit den 80ern so, dass die Inhaltsstoffe angegeben werden müssen.

Geschah das nicht auf Druck von Künstlern?
Genau. Moon McNeill, auch Chemikerin, gründete mit anderen das internationale Netzwerk umweltkranker Künstler, Creative Canaries. Sie kritisierten auch, dass amerikanische Kunsthochschulen zu wenig über Risiken aufklärten. Als Restaurator lernt man das im Studium.

Wahrscheinlich auch über Asbest, ich denke da an Gordon Matta-Clarks urbane „Cuttings“.
Er setzte sich Asbest, Säuren und Industrieabfällen aus. Matta-Clark kämpfte sich ja mit Motorsägen durch Fassaden, Decken und Böden von Gebäuden aus den 20er- bis 50er-Jahren. Seine Witwe bestreitet allerdings, dass sein Tod 1978, mit 35 Jahren, etwas damit zu tun hat.

Warum ist Asbest so gefährlich?
Er bildet winzige, unsichtbare Fasern. Beim Atmen werden sie in die Lunge eingelagert und sorgen dort für Probleme mit überwiegend tödlichem Ausgang. Die Stäube sind insofern besonders heimtückisch, als die Folgeerkrankungen in der Regel erst 20 bis 30 Jahre später ausbrechen.

Gibt es Künstler, die vorsätzlich zu Asbest griffen?
Beispielsweise der Arte-povera-Künstler Pino Pascali. 1967 machte er für „Campi arati e canali d’irrigazione“ Wannen aus Asbestplatten. Außerdem benutzte er Anilinfarben, die auch nicht ungiftig waren.

Inwiefern?
Sie werden aus Teer hergestellt. Das Medium ist eine farblose, leicht ölige Flüssigkeit mit süßlichem Geruch, die an der Luft leicht bräunlich wird. Anilin kann Hämolyse auslösen und gilt als krebserregend. Es wird über die Haut aufgenommen und spielt immer noch eine wichtige Rolle sowohl in der Arzneimittel- als auch der Farbenindustrie.

Ihr Kollege Otto Hubacek erzählte mir von Rebecca Horns Schneewittchensarg, einer meterlangen schwarzen Glaswanne, gefüllt mit Quecksilber. Er riet dem Museum Abteiberg Mönchengladbach vom Ankauf ab.
Es gibt einige Künstler, die Quecksilber einsetzten. Michelangelo Pistoletto nutzte eine Dampflampe, die „Lampa a Mercurio“, die ihn interessierte, gerade weil sie durch das Quecksilber ein ganz bestimmtes Licht macht. Nach 25 Jahren hatte sie ihren Geist aufgegeben. Er fragte mich, ob ich nicht ein neues Modell für ihn finden könnte, und ich musste feststellen, dass die Produktion eingestellt worden war.

Blei übt eine ähnliche Faszination aus.
Ja, Richard Serra hat es zum Beispiel erhitzt und in seine Installationen geschüttet. Blei schadet vor allem, wenn es Dämpfe abgibt. Das betrifft auch die Aktion „Splashing“ in der Hamburger Kunsthalle. 1996 hat Richard Serra in der neu errichteten Galerie der Gegenwart geschmolzenes Blei gegen die Wand geschleudert, eine Wiederaufnahme einer Arbeit von 1967. Er weiß aber um die Gefahr, seine Mitarbeiter und er sind mit sehr guten Masken ausgerüstet.

So schützt auch Anselm Kiefer sich und seine Angestellten, Blei hat in seinem Werk ebenfalls einen hohen Stellenwert. Welche Symptome könnten bei häufiger Berührung oder dem Einatmen von Bleidämpfen eintreten?
Gehirnschäden, Tumore, Gedächtnisverlust, Sehstörungen, auch Taubheit in den Gliedern und Nervenentzündungen.

Litten Sie als Restaurator selbst unter bedenklichen Substanzen?
Durchaus. Für Matthew Barney zum Beispiel habe ich circa 150 große Idaho-Kartoffeln konserviert. Das macht man mit Lösungsmitteln in größeren Mengen – während der zwei Wochen Arbeit bekam ich Kopfschmerzen, Schwindelgefühle und schwere Depressionen. Ich hatte nicht geahnt, was da auf mich zukam.

Jetzt befinden sich die Kartoffeln im Dallas Museum of Art. Welche Beschwerden haben die Besucher?
Der Trocknungs-, der Verdunstungsprozess ist abgeschlossen, so besteht keine Gefahr mehr. Nur während der Verarbeitung, bei wiederholtem oder länger andauerndem Kontakt, treten möglicherweise eine Sensibilisierung, später auch asthmatische Beschwerden und Schädigungen des zentralen und peripheren Nervensystems auf.

Haben Sie auch schon eine Formaldehyd-getränkte Skulptur von Damien Hirst restauriert?
Nein, aber ich weiß von Hubacek, der „Sensation“ im Hamburger Bahnhof in Berlin restauratorisch betreut hatte, dass bei jeder Ausstellung des Hais der Glastank wieder neu mit Formaldehyd gefüllt wird. Am Ende der Schau muss es von einer zertifizierten Entsorgungsfirma recycelt werden. Ein teures Unternehmen.

Dennoch wird das Thema Ökologie, auch bei der Verpackung und dem Transport von Kunstwerken, ähnlich nachlässig behandelt wie der Komplex Gift. Warum?
Es ist unbequem und hat wenig mit der Kunst selbst zu tun. Es sei denn, der Künstler trägt einen so großen Namen wie Sigmar Polke.

Stadt Mülheim an der Ruhr: Kunst im öffentlichen Raum neu definiert

Kunst im öffentlichen Raum neu definiert

KRAUSEKRAUSE-Skulptur in der Stadt Mülheim - Ruhranlage in der Bildmitte der Künstler im Gespräch (ganz links: Almut Hestermann)
KRAUSEKRAUSE-Skulptur in der Stadt Mülheim – Ruhranlage in der Bildmitte der Künstler im Gespräch (ganz links: Almut Hestermann)

 

 

Öffentlicher Raum muss nicht zwingend der „öffentlichen Hand“ gehören.

Öffentlich ist auch der Einblick in einen großen Gartenhof – umrahmt von Wohnhäusern – von den Fenstern und Balkonen gut einsehbar – so zu bewundern in der Ruhranlage in der Stadt Mülheim, nur 20 Schritte vom Ufer der Ruhr entfernt.

 

Die in der Moritz Bastei der Stadt Leipzig in den Jahren 1994 bis 1995 installierte Skulptur „Jeder für Alle“ , errichtet von dem Künstler KRAUSEKRAUSE als Mahn- und Gedenkinstallation für die sanfte Revolution – steht nun nach einer Zwischenstation auf der Präsentationsfläche des KulturOFEN NRW e.V. in Düsseldorf in der Kunststadt Mülheim, wenige Meter von der Ruhr in der Ruhranlage.

 

Feierliche Einweihung am 19. Mai 2018

Der Künstler KRAUSEKRAUSE vor seiner Skulptur in der Ruhranlage in der Stadt Mülheim an der Ruhr (Foto: Almut Hestermann, Mai 2018)
Der Künstler KRAUSEKRAUSE vor seiner Skulptur in der Ruhranlage in der Stadt Mülheim an der Ruhr (Foto: Almut Hestermann, Mai 2018)

Der Halbkreis um die Skulptur wird durch historische und neuere Wohnhäuser gebildet und öffnet sich zum Fluss. In etwa 6 Meter Höhe ist HEAD OVER HEELS eine lebensgroße Gestalt mit einladend geöffneten Armen angeordnet – sie ist beweglich, grazil eingebettet in die wunderbare Landschaft im Herzen der Kunst- und Kulturstadt Mülheim an der Ruhr.

 

Taufe auf den Namen „Leo Paul“ in Anwesenheit des Künstlers

 

In Anwesenheit zahlreicher Zaungäste an Fenstern und Balkonen und einer Festgemeinde wurde das Kunstwerk seiner neuen Bestimmung übergeben. Der Galerist Ivo Franz hob die aktuelle Bedeutung des neuesten Kunstwerks im öffentlichen Raum der Stadt Mülheim bei seiner Laudatio besonders hervor und lobte das Engagement der Designerin Almut Hestermann bei der Verwirklichung des Projektes – stolz und glücklich war der Schöpfer der spannungsgeladenen Arbeit Gerhard KRAUSEKRAUSE.

 

Die Arbeiten des Ausnahmekünstlers KRAUSEKRAUSE können in Veröffentlichungen, mehreren Museen und über die Mülheimer Galerie an der Ruhr in der Ruhrstraße 3 besichtigt werden. Terminhotline: 0157 3629 5489.

#KRAUSEKRAUSE Installation  „Here I am – back again“ ist jetzt an der Ruhr zu sehen

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#ARTNEWSRUHR:  Installation  „Here I am – back again“ in der Kunststadt Mülheim zu sehen   

Die Großraumplastik entstand Ende der 80er Jahre zunächst als Prototyp zur Überprüfung der gewünschten Ausstrahlung und erforderlichen Statik und wurde im Außenbereich der Galerie Plafi, Düsseldorf installiert.

1994 ging sie als Mahn- und Gedenkinstallation für die sanfte Revolution nach Leipzig, Moritz-Bastei mit dem Titel „Jeder für Alle“.

Nach Abbau der temporären Installation wurde die Plastik im Innenraum, Präsentationsfläche des KulturOFEN NRW e.V. Düsseldorf, ohne Stelzen-Konstruktion direkt im Deckenbereich des Kulturvereins installiert.

Der Künstler Krausekrause vor seinem Atelier in Mülheim an der Ruhr - im Garten ist jetzt die Großraumplastik "Here I am - back again"
Der Künstler Krausekrause vor seinem Atelier in Mülheim an der Ruhr – im Park dort ist jetzt die Großraumplastik „Here I am – back again“

Heute steht sie wieder im Außenbereich einer parkähnlichen Gartenanlage und hat nichts verloren von ihrer Ausstrahlung und Aufforderung zu persönlicher Erlebung und Reflexion.

Hier wurde die Skulptur, wie ursprünglich konzipiert, tatsächlich schwingend installiert. Diese Umsetzung einer Installation im öffentlichen Raum war in dieser Form und Inszenierung bislang nicht möglich.

Die Skulptur „Jeder für Alle“, 1994-1995, war Mahnmal und Symbol für die Bürger der Stadt Leipzig und eine Ehrung der Menschen, die trotz der staatlich aufgezwungenen Unmündigkeit und auferlegter Gesetze sich zu der sanften Revolution gefunden haben und die Öffnung zu Eigen- und Mitverantwortung gesetzt haben.

Die in ca. 6m Höhe kopfüber installierte Figur zeigt ausdrucksstark die Eigendynamik eines Menschen, der sich trotz Verletzbarkeit der Gegenwehr und Öffnung stellt.

Die Installation ist zu durchgehen und spricht die Gefühlswelt des Betrachters unmittelbar an. Anders als bei abstrakten Darstellungen wird der Betrachter direkt mit ins Bild gesetzt und die Auseinandersetzung mit der Kopfüber – Situation fordert vom Betrachter eine Infragestellung und Überprüfung seiner Position und Gefühlswelt, da Skulptur und Betrachter gegenübergestellt werden.

Die Individualität des Einzelnen wird provoziert und die Eigenart des Individuums, der Funktionalität innerhalb der Gesellschaft oft geopfert, wird angesprochen. Die Skulptur beinhaltet die Aufforderung an den Betrachter sich selbst und sein Umfeld neu zu betrachten in Bezug auf die Wirklichkeit und Gefühlswelt im Alltag.

Großraumplastik "Macht der Figuren" von Krausekrause in Langenfeld (Rhld.)
Weitere Großraumplastik „Macht der Figuren“ von Krausekrause in Langenfeld (Rhld.)

Über den Künstler

Gerdhard Krausekrause
freier Maler und Bildhauer
StudiumAkademie Duesseldorf,
Meisterschueler von Clemens Pasch,
kaufmaennische Ausbildung

Biografie

1971 – 1972 erster kuenstlerischer Leiter beim Jugendamt der Stadt Duesseldorf
1974 – 1985 Gesellschafter und Vorstandsmitglied in der GIV GmbH und in der
gemeinnuetzigen Gesellschaft zur Foerderung internationaler Verbindungen e.V.
1979           kuenstlerischer Berater des Goethe Museums, Duesseldorf
Dozent für Malerei und Bildhauerei, Duisburg
1985 – 1988 Gesellschafter des Unternehmens Plafi für die Bereiche Galerie und
Architektur
1991           Stipendium der Stadt Langenfeld
Großrauminstallation ‚Die Macht der Figuren‘, Langenfeld, Germany
1996           Aufnahme ins Dokumenta-Archiv, Kassel durch Cathérine David, Paris
1998           Beginn der Performance ´Zukunft Kunst und Kultur im 21. Jahrhundert´:
Idee, Konzept und Realisation ´Haus multikultureller Berufe´ – Standortsicherung
fuer Kunst- und Kulturschaffende, Duesseldorf sowie des KulturOFEN NRW.
seit 2000     Kurator u.a. ´Outback – mittendrin und feinraus´, ´Niederrheinische Gegenwarts-
kunst´, ´Lustfaktor 21.Jahrhundert´, ´Backstage´, ´springtime´, ´exposition
sérielle´
seit 2001     Gruendungs- und Vorstandsmitglied des KulturOFEN NRW. e.V.
2001           Leitung des Workshop-Projekts zur Dokumenta XI, Duesseldorf
seit 2002     Dozent am KulturOFEN NRW.
2003           Vertreter des KulturOFEN NRW. im Beirat des Wirtschaftsministerium NRW
zum Kulturwirtschaftstag 2003

Ausstellungen (Auswahl)

1976 – 1982 USA, At the Breakers, Palm Beach (E / B)
1976 – 1982 France, Galerie Mouffe, Paris (E / B)
1977           Belgium, Festival International de Peinture, Bruxelles, (B)
1978           Germany, Kunstmuseum Duesseldorf (E)
1981 – 1986 Germany, Große Duesseldorfer Kunstausstellung (B)
1982           Germany, Galerie Muehlenbusch, Duesseldorf (E)
1986 – 1990 Germany, Galerie Plafi, Duesseldorf (E)
1990           Germany, ‚Neue deutsche Kunst – Perversionskorrektivismus‘, Duesseldorf (E)
1994 – 1995 Germany, Mahn- und Gedenk-Installation ‚Jeder für Alle‘, Moritzbastei, Leipzig (E)
1996           Germany, Landesmuseum Volk und Wirtschaft, Duesseldorf (B)
2001           Germany, SEB, Minden (E)
Germany, Staatliche Kunsthalle, Baden-Baden (B)
2004 – 2006 Germany, ‚Springtime‘, KulturOFEN NRW., Duesseldorf (B)
2005           Germany, ‚Zielwege‘, Duesseldorf (B)
seit 2006     Great Britain, vertreten durch Galerie Saatchi, London
2008           Germany, Stiftung HMM, Foerdersalon CORA, Meerbusch (E)

Wettbewerbe / Konzepte / Entwuerfe (Auszug)

1990           Germany, Projekt ‚Perversionskorrektivismus‘, Dokumenta IX, Kassel
1992           Germany, Wettbewerb Objektgestaltung ‚Burgplatz‘, Duesseldorf
1993           Germany, Projekt Mahn- und Gedenkstaette ‚Alte Synagoge‘, Schwerte
Germany, Entwurf ‚Koenigshauspassage‘, Leipzig
1994           Belgium, Wettbewerb Europaeische Union, Bruxelles
Germany, Konzept für das Juedische Museum, Berlin
1995           Germany, Konzept mit dem Praesidenten des BDA, Kirchplatzgestaltung,
Stadt Breyell
Germany, Projekt ‚Skulptur dX‘, Dokumenta, Kassel
1996           Germany, Entwurf Hauptverwaltung Mannesmann, Rathausufer, Duesseldorf
1997           Germany, Konzept ‚Kunstbegehung‘, VEBA AG Kunstmuseum-Kunstpalast,
Duesseldorf
Germany, Konzept ‚Promenade‘ EXPO 2000, Hannover
Germany, Projektentwurf Holocoust-Mahnmal, Berlin
1999           Germany, Wettbewerb ‚Kunst am Bau‘, Bundesministerium der Justiz, Berlin
2000           Germany, Wettbewerb ‚Kunst am Bau‘, Bundesministerium für Wirtschaft, Berlin
2001           Germany, Wettbewerb ‚Gruenderzentren‘, Ministerium Wirtschaft und Arbeit NRW
Germany, Wettbewerb ‚Kunst am Bau‘, Strelasund Kaserne, Greifswald
2003           Germany, Gewinn des Wettbewerbs ‚Gruenderzentren‘ und Foerderung durch das
Ministerium Wirtschaft und Arbeit NRW
2006           Germany, Wettbewerb der Beethoven-Stiftung fuer Kunst u. Kultur der Stadt Bonn
2007           Great Britain, Wettbewerb ‚The World´s interaktive Art Gallery‘, Saatchi London

Veroeffentlichungen

seit 1977     zahlreiche Veroeffentlichungen in Katalogen, Fachzeitschriften,
Tagespresse, Rundfunk und TV u.a.:

1977           France, Franzoesisches Fernsehen ‚antenne 2‘, Paris
1978           USA, Kunstzeitschrift ‚Pictorial‘, Palm Beach
1981           France, ‚Les Maitres du Paysage‘ (u.a. mit Turner, Kokoschka, Monet, Dufy,
Matisse)
1990           Kunst der Gesellschaftskomoedie – ´Perversionskorrektivismus – spriwitzio-
drastische Betrachtungsweise – Krausekrause, JUNI-Verlag
weltweit in den wichtigsten Museen bibliothekarisch aufgenommen
1997           Germany, Dokumentation ‚Duesseldorfer Stadttor – Kunstwerkstadt‘, Duesseldorf

Ankäufe für öffentliche und private Sammlungen

Blaue Schafe im Galeriehof des KuMuMü an der Ruhrstraße 3 gesichtet

Blauschafe im Galeriehof des KuMuMü an der Ruhrstraße 3 gesichtet

5 blaue Schafe trafen gestern aus Köln kommend in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr ein.

Mit dem Kauf der Schafe wird ein ambitiöses Projekt des Vereins „Kunst hilft geben für Arme u. Wohnungslose in Köln e.V.“  in Köln gefördert: die sog. „Casa Colonia“ soll – als menschenwürdiges Zuhause für Obdachlose und Flüchtlinge, die mit Studenten und Künstlern unter einem Dach leben sollen – errichtet werden.

Im Hof des KuMuMü - Kunstmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3 sind derzeit 5 blaue Schafe
Im Hof des KuMuMü – Kulturmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3 sind derzeit 5 blaue Schafe

QUEIßER-AUSSTELLUNG KOMMT IM MAI 2018 NACH MÜLHEIM AN DIE RUHR

Ein weiteres Ausstellungshighlight kommt 2018 in die Stadt Mülheim an der Ruhr.

Das Lebenswerk von Max Manfred Queißer wird als „Museale Einzelausstellung“ im KuMuMü – Kulturmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3 gezeigt.

Max Manfred Queißer, Clown mit Tremoloharmonika, 2009, Öl auf Leinwand, 80 x 75 cm
Foto: Herbert Boswank

In Zusammenarbeit mit der Familie von Max Manfred Queißer hat der Mülheimer Verein „Kunstverein KKRR“ eine umfassende Ausstellung zusammengestellt und in die Rhein-Ruhr Region geholt.

Über 60 Arbeiten des 2016 verstorbenen Künstlers, der u.a. in Dresden und Radebeul gewirkt hat werden gezeigt.

Schau „Projektion & Imagination des Lebens“ – Malerei von Max Manfred Queißer in der Galerie an der Ruhr

Vernissage 4. Mai 2018 um 19:00 Uhr – Galerie an der Ruhr / Ruhr Gallery / Kunsthaus Mülheim Stadtmitte Ruhrstraße 3

Eintritt und Parken frei!

In Zusammenarbeit mit dem

Link zu Ihrer persönlichen Einladung hier:

KuMuMü startet nach Ostern mit neuer Ausstellung in der Ruhrstraße 3

Das Team vom Kulturmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3 – kurz KuMuMü – teilt mit: Nächste Vernissage: 13. April 2018 um  19:00 h „oxymoron“ Cornelia Wissel – Schau

#ArtnewsRuhr – Künstlerin Ruth Kretzmann angekommen in der Kunststadt Mülheim

Bereichert die Kunststadt Mülheim – die Künstlerin Ruth Kretzmann lebt und arbeitet jetzt direkt am Fluß

Ruth Kretzmann in ihrem Atelier in der Kunststadt Mülheim
Ruth Kretzmann in ihrem Atelier in der Kunststadt Mülheim
Manfred Dahmen und Ivo Franz besuchten die Künstlerin Ruth Kretzmann in Mülheim
Manfred Dahmen (li.) und Ivo Franz besuchten die Künstlerin Ruth Kretzmann im Atelier

Die malerische Ruhr zieht schon von jeher Künstlerinnen und Künstler in die Kunst- und Kulturstadt Mülheim. BLOG KUNSTSTADT-MH.DE traf das neue Mitglied der mit Mülheim verbundenen Kreativen in ihrem Atelier an der Ruhrpromenade, nur wenige Meter entfernt vom „KuMuMü“ – dem privaten „Kulturmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3“ mit der „Galerie an der Ruhr / RUHR GALLERY“.

Ein Gewinn für die Kunststadt Mülheim

Ruth Kretzmann wurde 1979 in Stoneham, Massachusetts, USA geboren – ihre Vorfahren lebten u.a. in Südafrika.  Kretzmann studierte am Massachusetts College of Art, Boston, bekannt als „MassaArt“ bei  Professor Roger Tibbetts und danach an der Freien Kunstakademie der Bildenden Künste, München bei Professor Axel Kasseböhmer, einem Schüler von Gerhard Richter.  Immer schon malte sie, aber auch das Erlernen von Sprachen ist eine ihrer Leidenschaften.

Viele Arbeiten von Ruth Kretzmann bestehen aus unzähligen Einzelbildern
Viele Arbeiten von Ruth Kretzmann bestehen aus unzähligen Einzelbildern (Ausschnitt)
Das "rote Sofa" in einer der Arbeiten von Ruth Kretzmann
Das „rote Sofa“ in einer der Arbeiten von Ruth Kretzmann (Ausschnitt)

Atelier hoch über der Ruhr

Inspirierende Aussicht über den Fluß Ruhr auf Müga und Stadthalle
Inspirierende Aussicht über den Fluß Ruhr auf Müga und Stadthalle: Ruth Kretzmann mit ihren Arbeiten

Wenn man Kretzmann in ihrem spannenden Atelier erlebt, wo sie den Blick auf den 60 Meter hohen Rathausturm oder auf der anderen Seite auf die große Grünanlage der Kunststadt (Müga) genießen kann, dann spingt schnell der Funke über. Ruth Kretzmann liebt große Leinwände und ihre Arbeiten entstehen aus vielen Facetten und Einzelbildern, manchmal unterbrochen von klassischen Mustern, oft in Landschaften eingebunden. Anregungen findet die Malerin u.a. bei Pieter Breughel d.Ä. oder in den Fresken von Benozzo Gozzoli – aber auch die Ruhrlandschaft mit Kanadagänsen hat sie bereits in einer ihrer Arbeiten festgehalten.

Wer kleine Formate sucht muss die Arbeiten schon zerschneiden und neu aufziehen – dagegen hätte sie nichts – so die Künstlerin. Aber wer würde so etwas machen?!

Boston – Berlin – München – Mülheim

Nach Stationen in Berlin und München fand Kretzmann mit ihrem Mann die geeignete Atelierwohnung direkt am Ruhrufer von Mülheim. Über die Mülheimer Bürgergesellschaft Casino wurden die Kontakte zum Kunsthaus in der Stadtmitte in der Ruhrstraße 3 geknüpft, auch Museumsleiterin Dr. Beate Reese hat die Künstlerin schon besucht. Jetzt sind Atelierbesuche in der unmittelbaren Nachbarschaft an der Reihe, auf einer ersten Besuchsliste stehen u.a. die Ateliers von Ursula Vehar in der Wertgasse, Professor Martin Goppelsröder in der Kämpgenstraße, Matthias Meyer in der Gerberstraße und aus der Ruhrstraße: Gerhard Krausekrause, Altmut Hestermann, Joachim Poths, Heidi Becker, Jutta Dammers-Plaßmann, Manfred Dahmen, Martin Sieverding, Klaus Wiesel und Lukas Benedikt Schmidt – alle nur wenige Schritte voneinander entfernt.

Erste Ausstellung im Ruhrgebiet

Blick auf Rathausturm mit Uhr aus dem Atelier von Ruth Kretzmann in Mülheim
Blick auf Rathausturm mit Uhr aus dem Atelier von Ruth Kretzmann in Mülheim

Ausstellungsplanung 2018 / 2019

Am Wochenende vom 29. Juni – 1.Juli 2018 ist Ruth Kretzmann auf der  7. Revierkunst in der alten Waschkaue und Lampenstube auf Zeche Ewald in Herten vertreten. Mit dabei sind u.a. auch Cornelia Wissel, Marion Callies, Klaus Heckhoff und Martin Sieverding, die bereits in Mülheim an der Ruhr in der RUHR GALLERY ausgestellt haben. Weitere Ausstellungen sind in Vorbereitung.

Großformatige Werke im Mülheimer Atelier
Großformatige Werke im Mülheimer Atelier

Link zur Webseite der Mülheimer Künstlerin hier:

Hier geht es zu den Kunst-Terminen für die Stadt Mülheim an der Ruhr mit der Kunstapp vom Mülheimer Kunstverein (KKRR):

Auf nach Wien – Mülheimer Kunstfreunde auf Exkursion in die Heidi Horten-Ausstellung WOW!

Horten und die Kunststadt Mülheim haben viele alte Verbindungen. Jetzt fahren die Mitglieder vom Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr nach Wien um eine der spannendsten Privatsammlungen zu genießen.

WOW! The Heidi Horten Collection: 170 Werke von Marc Chagall, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, August Macke, Franz Marc, Henri Matisse, Joan Miró, Edvard Munch, Pablo Picasso, Egon Schiele u. v. a.

Von 16. Februar bis 29. Juli zu sehen im Leopold Museum Wien, leopoldmuseum.org

Auch ein Treffen mit der Sammlerin steht auf dem Programm.

 

HOL DIR DIE MÜLHEIM-KUNST-APP – HIER IST DER LINK:

 

 

 

Mitmachmuseum in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr eröffnet

In direkter Ruhrlage ist das MMKM MUSEUM MODERNE KUNST MÜLHEIM in der Ruhrstraße 3“ eingezogen.

Auf 1.200 Quadratmetern wird hier Kunst geschaffen, gesammelt und präsentiert.

AKTUELLE EVENTS HIER:

Vorne links die Mülheimer Kunsthistorikerin Dr. Laura Rodriquez, daneben Galerieleiter Ivo Franz
Auf der Museumstreppe die Künstlergruppe der Pollock-Visiting-Ausstellung 2017 Vorne links die Mülheimer Kunsthistorikerin Dr. Laura Rodrigues, daneben Galerieleiter Ivo Franz (Foto: Jürgen Brinkmann)

Bereits 2012 eröffnete die Mülheimer Ruhr Gallery, auch genannt Galerie an der Ruhr im Stammhaus der Tengelmann-Gründerfamilie Schmitz-Scholl, das seither als Kunsthaus und Ausstellungshalle vom Mülheimer Verein  „Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR)“ getragen wird und bereits mit über 80 Ausstellungen erfreuen konnte.

Museum im ehemaligen Stammhaus der Tengelmann-Gründerfamilie Schmitz-Scholl in der Ruhrstraße 3 - Mülheim Stadtmitte
Museum im ehemaligen Stammhaus der Tengelmann-Gründerfamilie Schmitz-Scholl in der Ruhrstraße 3 – Mülheim Stadtmitte (Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR)

Museale Ausstellungen und Events

Die erste museale Einzelausstellung unter dem Titel „Deconstructures“ mit dem in Mülheim arbeitenden Künstler Martin Sieverding ist noch bis zum 24.März 2018 bei freiem Eintritt zu sehen. Danach folgt nach kurzer Umbauphase die museale Einzelausstellung der Mülheimer Künstlerin Cornelia Wissel mit dem Titel „Qxymoron“ vom 13. bis 29. April 2018.

Vor dem Kunstmuseum Ruhrstraße 3 Prof. Dr. Heiner Treinen, Cornelia Wissel und Ivo Franz (Foto: Lars Fröhlich)
Vor dem Kunstmuseum Ruhrstraße 3 Prof. Dr. Heiner Treinen, Cornelia Wissel und Ivo Franz (Foto: Lars Fröhlich)

Max Manfred Queißer (1927-2016) ist ab 4. Mai 2018 die Schau „Projektionen des Lebens“ gewidmet. Der Künstler N.K.MIP schließt vom 10. bis 30. Juni 2018 im gesamten Museumsbereich mit der Ausstellung „mip fiftynine – Malerei und Objekte“ das erste Museumshalbjahr 2018 ab.

Eintritt und Parken frei

Der Eintritt in das Mülheimer Museum an der Ruhrstraße 3 ist grundsätzlich frei. Kostenlose Parkplätze stehen zur Verfügung.

Mitwirkende gesucht

Das erste Mitmachmuseum in der Rhein-Ruhr-Region sucht noch kunstinteressierte Mitwirkende und hat dafür die Hotline 208 46949-567 eingerichtet.

Hier der Link zur Webseite des KuMuMü:

#KuMuMü #KKRR #MHRuhr #GalerieRuhr #RuhrGallery #MLHMRHR #BTHVN2020MLHM

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COLONIA AGRIPPINA IM „KULTURMUSEUM MÜLHEIM AN DER RUHRSTRASSE 3“

Ruhrseite "Kleines Kunstmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3"

Ruhrseite „Kulturmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3“

PROJEKT: COLONIA AGRIPPINA INSPIRATION

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist KuMuMue_KulturMuseumMuelheim_Logo_by_Klaus_Wiesel_2019-1024x351.jpg

Nach umfangreicher Restaurierung wird jetzt das vollplastische Modell der Stadt Köln, geschaffen von dem Kölner Künstler und ersten Konzertmeister des Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester (KRSO)  Theo Giesen (1922-1990) im Kunstort „Kulturmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3“ – kurz „KuMuMü“ als Leihgabe gezeigt.

3D – Stadtmodell von Theo Giesen (1022-1990) im KuMuMü (Ausschnitt)

AUFTEILUNG IN SCHREINSBEZIRKE

Die aufwändige fotografische Aufbereitung wurde Anfang 2018 abgeschlossen.

Zunächst wird das Modell in die damaligen Schreinsbezirke (zunächst 20 Hauptbezirke) der Stadt aufgeteilt und eine entsprechende Visualisierung vorgenommen.

RELIQUIEN – MEHR ALS EIN MARKETINGINSTRUMENT DER FRÜHZEIT

Schwerpunkt ist nun die museale Präsentation der Schreine und der Gefäße der Reliquien, die der damaligen Stadt Wohlstand und Macht durch Millionen von Pilgern brachten. Ein Schwerpunkt bildet dabei u.a. der Franziskaner John Duns Scotus (*um1266 in Duns, Schottland; † 8. November 1308 in Köln – Schrein in der Minoritenkirche zu Köln) und die Kaiserin Theophanu – auch aus der Sicht „Köln als Migrationsstadt“ – Stichwort „Griechenmarkt“.

Besuchszeiten nach Vereinbarung unter FON 0157 3629 5489 oder EMail: info@galerie-an-der-ruhr.de

Ergänzung des Beitrags vom 15. August 2018

nach Besuch von zwei Doktorandinnen in Mülheim an der Ruhr (wo derzeit das Giesen-Köln-Modell zu Gast ist).

An dem Gespräch nahmen vom Projektteam des „KuMuMü“ auch Prof. Dr. Heiner Treinen, Bernd Pirschtat, Klaus Wiesel und Ivo Franz teil.

Weitere Details in diesem Artikel – LINK:

Im Gespräch v.li. Karin Jedner , Bernd Pirschtat und Cornelia Schulte
Im Gespräch v.li. Karin Jedner , Bernd Pirschtat und Cornelia Schulte vor der Fotografie des Köln-Stadtmodells von Theo Giesen

Themen: Deutscher Orden, Professor Udo Arnold / Prof. Karl Ubl – Forschungsstelle Köln – Classen-Kappelmann Straße

St. Katharina – Torbogen / Museum Schnütgen / Stadtarchiv Köln / Ausstellung Stadttore am Heumarkt /Hermann Heussen – Topografie /

Schreinsbezirke / Schreinsbücher – Mittellatein / Mundart – Verein Fortis-Colonia e.V.

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