Das Hoffmeisterhaus am Stadthafen von Mülheim an der Ruhr hat Potential zum „Kunstraum“

Bekommt die Kulturstadt Mülheim an der Ruhr ihren „TACHELES“ im Hoffmeisterhaus am Ruhrufer  neben Rathaus und „DeZentrale“ ? – Die Ausstellung von Ralf Raßloff kann 24 Stunden täglich besucht werden.

Wie unlängst der Journarlist Simon Rahm in der WAZ schrieb will der seit 1984 in der Kunststadt Mülheim lebende Kunstschaffende Hardy Bock gemeinsam mit der „DeZentrale“  das Hoffmeisterhaus am Ruhrufer und Stadthafen der Kulturstadt Mülheim zum Kunstraum machen und  u.a. Bilder in den dortigen Schaufenstern ausstellen. Ob das klappt, stehe noch in den Sternen, schrieb damals Simon Rahm.  Die ersten Sponsoren haben jetzt den Start ermöglicht: das Hoffmeisterhaus ist nicht wiederzuerkennen – eine bunte Mischung auf Graffitikunst und Fotografie – aber auch Ausstellungen im Innenbereich sind dort zu bewundern. Die Mülheimer Kunstmeile (Ateliers und Kunstgalerien in der RUHRSTRASSE – SCHOLLENSTRASSE- WALLSTRASSE bis zum Kunstmuseum am Synagogenplatz) wird bereichert und bekommt eine neue bunte Facette.

Künstler verschönern die gute Stube der Kunststadt Mülheim an der Ruhr mit Fassadenkunstwerken – voran das Initiative-Team um Sabine Mann und Hermann-Josef Pogge neben vielen weiteren Mitstreiterinnen und Mitstreitern.

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Am Hoffmeisterhaus am neuen Stadthafen prangt das junge Logo der Kunststadt Mülheim an der Ruhr, geschaffen vom Graffitikünstler Dennis Broszat aus Mülheim-Saarn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Hoffmeister-Haus, benannt nach dem Investor und Stadtprojektentwickler aus der Kunstmetropole, liegt unmittelbar am neuen Stadthafen und gegenüber vom historischen Rathaus Mülheims. Lange Jahre war hier eine Filiale der Kaufhof AG untergebracht, die nicht mehr bereit war, die hohen Mieten für das in die Jahre gekommene Gebäude zu zahlen. Jetzt wurde mit der Neugestaltung der Stadtbrache begonnen.

Wenn Besuch erwartet wird, wird in der Regel zu Hause aufgeräumt – die Kunststadt Mülheim an der Ruhr erwartet ab sofort Besuch aus aller Welt zur Eröffnung bzw. Einweihung des neuen Stadthafens, der die Kulturstadt Mülheim noch näher an die Ruhr bringt.  „Unser Dorf soll schöner werden“ ist in vielen ländlichen Gemeinden ein beliebter Wettbewerb – so haben auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt und engagierte Bürger das Momentum der Einweihung genutzt, um die Stadt am Fluß herauszuputzen. Die Stadtplaner / Gestalterin Sabine Mann & Team der „Schokoladenseite von Mülheim an der Ruhr“ entschieden sich am Hoffmeister-Haus für moderne junge Kunst – ein schöner Kontrast zur Fassade des am Ufer neu errichteten Wohn- und Geschäftshauses, das nach einem international ausgeschriebenen Architektenwettbewerb zur Überraschung vieler Bürger der Kunststadt in etwas abgewandelter Form errichtet wurde. Inzwischen setzen jedoch die dortigen Nutzer der Eigentumswohnungen eigene Akzente z.B. durch bunte Markisen und individuelle Gestaltung ihrer Balkone – so langsam ist die (R)Urbanität spürbar – der Anfang ist vielversprechend.

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„Auf Tauchstation“ – Gestaltung der Ausfahrt des Parkhauses von Investor Jochen Hoffmeister aus Mülheim im Mai 2014 durch den Düsseldorfer Künster Damian G. Bautsch (Ami / SKYLINEZ.de)
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„Der Fang“ – Gestaltung der EINFAHRT des Parkhauses von Investor Jochen Hoffmeister aus Mülheim im Mai 2014 durch den Düsseldorfer Künster Damian G. Bautsch (Ami / SKYLINEZ.de)

 

Die „Ruhranlagen stromaufwärts“ sind jetzt die grüne Stube der Mülheimer Bürger

Als Entschädigung für die in den letzten Jahren überbauten Parkanlagen wurde damit begonnen , die verbleibenden Ruhranlagen attraktiver zu gestalten. Am neuen Hafenbecken entlang und weiter am ehemaligen Stadtbad vorbei unter der Schlossbrücke hindurch geht es in den „grünen gemütlichen  Teil“  der Ruhrpromenade:  zu attraktiven Spielplätzen, dem alteingessenen Cafe Plati an der Schleuseninsel, zum Wasserbahnhof mit großem Biergarten oder zum Haus Ruhrnatur und in die einmalige Landschaft „Ruhrauen“. Der Radweg führt auch über die „Ruhrstraße“ vorbei an der Galerie an der Ruhr / RUHR GALLERY MÜLHEIM und die „Delle“ am Casinogebäude vorbei zu den historischen Ruhranlagen.

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Aktuelle Aufnahme in der Ruhrstraße: Die Parkhauseinfahrt des Hoffmeisterhauses bildet den Rahmen für die Gourmetmeile zur Einweihung des neuen Stadthafens der Kulturstadt Mülheim in der Metropole Ruhr

Ausstellung „GESICHTER EINER INNENSTADT“ von Ralf Raßloff im Hoffmeisterhaus

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Der Fotograf Ralf Raßloff fotografiert von Ivo Franz bei der Ausstellungsvorbereitung
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Durch die Scheibe fotografiert „Gesichter einer Innenstadt“ mit eindrucksvollen Arbeiten des Mülheimer Fotokünstlers Ralf Raßloff

Zunächst ist der Mülheimer Künstler  Ralf Raßloff  im Innenbereich des Hoffmeisterhauses mit der Ausstellung „Gesichter einer Innenstadt“ vertreten und es gibt Arbeiten u.a. des Mülheimer Fotografen Andreas Köhring zu sehen.

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An zentraler Stelle in der Kunst- und Kulturmeile von Mülheim ist das für die Kunst umgewidmete Hoffmeisterhaus direkt am Ruhrufer der Kunststadt Mülheim
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Verdeckt duch PKW …
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…wird die gelungene künstlerische Gestaltung beinträchtigt
Hoffmeisterhaus_Kunststadt_Muelheim_mit_imposanten_Grossfotos_des_Fotografen_Andreas_Koehring_Foto_Ivo_Franz
Imposante Großfotos sind am Hoffmeisterhaus zu bewundern, umgesetzt von Sabine Mann aus Mülheim

Titelfoto : Teilansicht des HOFFMEISTERHAUSES in der Stadtmitte der Kunststadt Mülheim an der Ruhr von der Ruhrstraße aus fotografiert. Hier im Untergeschoss des ehemaligen KAUFHOF-Parkhauses ist die Kunstgalerie  mit der Eröffnungsausstellung von Ralf Raßloff zu sehen – PUBLIC ART 24/7 rund um die Uhr.

(Alle Fotos von Ivo Franz)

Link weiterer Artikel zur Stadtveränderung in Mülheim an der Ruhr

NACHTRAG IM BLOG KUNSTSTADT-MH VOM JUNI 2015:  Das Hoffmeisterhaus ist verkauft – hier soll das sog. StadtQuartier Schlossstraße bis 2018 errichtet werden.

Seit 1984 lebt Hardy Bock nun in Mülheim, seitdem ist er der Stadt treu geblieben, auch wenn er nicht selten den Blick über den Tellerrand der Stadtgrenze wagt. Sein nächstes Projekt ist für Mitte Mai geplant. Dann will er gemeinsam mit der Dezentrale das alte Kaufhofgebäude zum Kunstraum machen und seine Bilder in den Schaufenstern des ehemaligen Kaufhauses ausstellen. Ob das klappt, steht zurzeit noch in den Sternen.Simon RahmHardy Bock will den Kaufhof zum Kunst-Raum machen | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/muelheim/hardy-bock-will-den-kaufhof-zum-kunst-raum-machen-id9262600.html#plx2069936946

 

 

OBELISK KOLUMNE: Lustwandeln im Paradies

Der Andalusische Garten des Museums “Enrique Larreta” in Buenos Aires
Von Susanne Franz

Der “Jardín Andaluz” des Museums Enrique Larreta ist eine Oase der Ruhe inmitten der hektischen Großstadt Buenos Aires. Ein Spaziergang durch die labyrinthartigen Wege, der vorbei an grünen Büschen, schattenspendenden Bäumen und blühenden Pflanzen führt, lädt den Besucher ein zur Meditation und spricht alle seine Sinne an.
Der Garten umfängt den Gast mit seinem Zauber, sobald er ihn betritt. Wege und Kreuzgänge sind so angelegt, dass man sich in ihnen zu verlieren scheint – und auch gerne bereit dazu ist -, obwohl der Garten eher klein ist. Doch er vervielfältigt sich, denn egal aus welcher Richtung man kommt, wohin man sich wendet – die Perspektive verändert sich unaufhörlich.
Hunderte Schattierungen der Farbe Grün beruhigen das umherschweifende Auge. Blühende Pflanzen oder Büsche sind eher spärlich gesät, denn die Konzentration des Betrachters soll nicht abgelenkt werden. Auf einem kleinen Platz befindet sich ein achteckiger Brunnen aus Marmor, der von vier Fröschen aus Keramik gesäumt ist. Er ist mit Wasser gefüllt, das sich in kleinen konzentrischen Kreisen langsam bis zum Rande bewegt und dann in ein Abfangbecken überläuft. Auch dieses stille, unendliche Spiel des Wassers und der Wellen lädt zur Beruhigung des Geistes ein.
Überall sind die Sinne angesprochen, sie werden erhöht und geschärft, ohne überreizt zu werden. Blüten wie Jasmin verströmen einen betörenden Duft, auch die für die Andalusischen Gärten so typischen Orangenbäume. Vogelgezwitscher und das Summen der Bienen und Hummeln streicheln das Ohr. Der Boden ist mal aus hartem Lehm und dann – plötzlich – knirschen Kieselsteine unter den Füßen. Das Gehen selbst wird zu einem sinnlichen Erlebnis.

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Sehen, Riechen, Hören, seine Füße auf dem Boden spüren, all diese Sinneserfahrungen werden durch die Anlage des Gartens verstärkt. Dieser einzige hispano-islamische Garten in ganz Lateinamerika wurde nach dem Vorbild der spanischen Gärten Anfang des 20. Jahrhunderts von der wohlhabenden argentinischen Familie Larreta angelegt.

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In Spanien waren diese Gärten von den Arabern errichtet worden, die in dem europäischen Land Bedingungen vorfanden, welche sie aus ihren Herkunftsländern voller Wüsten nicht kannten: Grüne Pflanzen, Blumen, aber vor allen Dingen das lebensspendende Wasser. So bauten sie Lustgärten, vom Menschen geschaffene und gezielt angelegte Paradiese, die selbst ihre Oasen ihnen nicht bieten konnten.
Die Araber in Spanien bauten ihre Gärten wiederum nach dem Vorbild der Perser, in deren Sprache “Garten” gleichbedeutend mit Paradies ist.
Der paradiesische Garten des Museums Larreta folgt dem Vorbild berühmter Lustgärten in Spanien. Auch hier wird zum Ansprechen der Sinne ein Spiel mit abrupten Wechseln gespielt: So tritt man, wenn man aus einem schattigen kühlen Gang herauskommt, plötzlich und unvermittelt in die pralle Sonne. So wächst in den Quadraten innerhalb der streng geschnittenen Hecken, die die labyrinthartigen Wege säumen, eine wilde, natürliche Vegetation. Die Araber pflegten sich mit dem Rücken zu den Hecken zu stellen und die Samen über die Schulter zu werfen. Der Baum oder Busch sollte dann dort wachsen, wo der Samen hingefallen war. Die Freiheit, die von der Ordnung umrahmt ist, nannten sie diese Technik, oder: die Ordnung, die die Freiheit umgibt.

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Der Boden verändert sich urplötzlich unter den Füßen, die Gerüche ändern sich während des Lustwandelns durch den Garten laufend. All dies scheint willkürlich, ist aber sorgfältig geplantes Menschenwerk – ein vom Menschen für den Menschen gestaltetes und geschaffenes Paradies.

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(Andalusischer Garten des Museums Enrique Larreta, Juramento 2291, Stadtteil Belgrano. Informationen: http://www.buenosaires.gob.ar/areas/cultura/museos/dg_museos/larreta_jardin.htm)

„Ständige Vertretung“ auch in der Kunststadt Mülheim

Aktualisierung 04/2017: NEUER BESITZER IM KÖLNER HOF (Altstadt-MH)

Fatemeh Aziz hat in den „Kölner Hof“ einiges investiert. Im Restaurant bietet sie persische Küche an. Das Haus war anderthalb Jahre geschlossen. Jetzt im April 2017 ist der Betrieb wieder voll im Gange – ein Test wird in Kürze erfolgen !

Die Redaktion Kunststadt-MH

Eigentlich steht die „Ständige Vertretung“ von Colonia in der Kunststadt Mülheim schon lange fest – sie befindet sich in der Ruhrstr. 3 und das hat einen guten Grund.

Im „historischen Kölner Hof“ in der Mülheimer Altstadt (Hagdorn 10-12) gibt es  selbstverständlich neben Altbier auch Kölsch *)  wie schon mancher Tourist feststellen konnte, der im dortigen Restaurant der Familie Alexandros und Christos Tassios, griechische Spezialitäten oder sogar vegetarische und vegane Gerichte genoß – und das in einem gemütlichen Viertel auf einem Kirchenhügel mitten in der Metropole Ruhr. Die „Ständige Vertretung“ ist nur wenige Schritte davon in Richtung Ruhranlage und neuem Stadthafen der Kunststadt Mülheim entfernt:

Denn in der Ruhrstraße Nr. 3 ist ein  in der Welt einzigartiges großes plastisches „Stadtmodell Colonia Agrippina“ ständig ausgestellt. Hier kann man buchstäblich aus der Luft das mittelalterliche Köln hautnah erleben (Ausschnitt mit Kölner Dom in unserm Titelbild).

In tausenden Stunden hat dieses Modell der Kölner Künstler und Konzertmeister Theo Giesen erstellt, der jedes einzelne Gebäude und Grundstück recherchierte und nach der Zeichnung auf Millimeterpapier aus Holz formte und anschließend bemalte – lange Zeit bevor es Satelliten, Google oder Bing gab.

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Theo Giesen erstellte von jedem Gebäude eine Skizze unter Verwendung von Unterlagen aus dem Kölner Stadtarchiv (hier das Faßbinderhaus Bleistift auf Pergamentpapier)

Die Galerie an der Ruhr hat das Kunstwerk zusammen mit allen Plänen und der Dokumentation erworben und bereits 2013 bei der mehrmonatigen Ausstellung „Colonia Agrippina Inspiration“ in der Kunststadt Mülheim ausgestellt, zusammen mit Werken, die Kölner Stadttore darstellen. Viele Kölner Kunstfreunde gehören seither zu den ständigen Besuchern der Mülheimer Künstlergilde und der Galerie an der Ruhr inmitten der Metropole Ruhr direkt am idyllischen Flußlauf gelegen.

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Kölsch und Kölsche Lieder gibt es jährlich in der „Ständigen Vertretung“ in der Kunststadt Mülheim, die am Zugweg des Mülheimer Rosenmontagszuges liegt.

Als „Ständige Vertretung“ beobachten die Künstlerinnen und Künstler des Kunsthauses in der Galerie an der Ruhr alle Entwicklungen der Aktion Mülheim 2020.

Logo „MÜLHEIM 2020“ ein von der Europäischen Union gefördertes Projekt für Stadtteilentwicklung

 

Link zur Übersicht der Kölner Veedel (u.a. auch Mülheim)

Link zu den sieben Brücken der Kulturstadt Köln am Rhein

Links zur Museumsnacht 8. November 2014 in Köln am Rhein – Exkursion der Galerie an der Ruhr (Reihe: ART TALK & TOUCH – Abfahrt mit Reisebus ab Ruhrstr. 3 Kunststadt Mülheim)

 

 

 

 

 

 

*) obergärige Brauarten im Rheinland sind z.B. Kölsch, Alt und Mölmsch

Renoviertes Schloss in der Kunststadt Mülheim lockt Besucher an

Das Schloss Broich liegt am linken Ruhrufer der Kunststadt Mülheim. Die dortige Befestigungsanlage ist der älteste teilweise erhaltene Wehrbau aus der Zeit der westgermanischen Franken nördlich der Alpen. Mülheim an der Ruhr gehörte zum Besitz des Herzogtums Berg – d.h. zum Bergischen Land.

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Vor dem Eingang von Schloss Broich: Noch stehen Baugerüste, denn der nächste Abschnitt der Instandhaltungsarbeiten hat begonnen.

 

Hier haben die Bürger der Kunststadt Mülheim immer mit vielen Initiativen mit Erfolg um den Erhalt gekämpft zuletzt die Mülheimer Bundestagsabgeordnete Dr. Ulrike Flach. Jetzt nach den ersten Abschnitten der überfälligen Instandhaltungsarbeiten des Denkmals ist das Kleinod wieder herausgeputzt und wird nicht nur wegen seiner inspirierenden Lage gern als touristisches Ziel oder für intime Veranstaltungen genutzt. Auch ist dort ein bemerkenswertes Museum beheimatet – was allein einen Besuch wert ist.

 

Die Büste der Königin Luise stand viele Jahre vor dem 1842 an der Delle in Mülheim erbauten Gesellschaftsgebäude der Casinogesellschaft Mülheim von 1816, die diese Büste seinerzeit in Auftrag gab

Eng verbunden ist das historische Schloss der Kunststadt Mülheim an der Ruhr für die Mülheimer Bürger mit ihrer „Königin der Herzen“ Luise von Mecklenburg-Strelitz (geb. 1776) der späteren Königin von Preußen und Mutter Kaiser Wilhelms I. Luise hat sich nur zweimal in der Kunststadt an der Ruhr aufgehalten, hat aber deutlich hier ihre Spuren hinterlassen. Überliefert ist, dass Luise die Gabe hatte, ganz auf andere Menschen einzugehen, zuzuhören und verständnisvollen Rat zu geben. Außerdem förderte sie die schönen Künste am Hofe.

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Teilansicht des Palas im Innenhof von Schloss Broich in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr
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Das mächtige Tor des Schloss Broich in der Kunststadt Mülheim zeigt zur Ruhr hin

 

 

 Auch aus Bruchstein 1769 erbaut:

das „Gut aufm Pütz“ in der Schlossstadt Bensberg bei Köln heute: „KUBE“ KUNSTHAUS BENSBERG – auch KBBK = „Kunstort Bensberg bei Köln“

„Gut aufm Pütz“ in der Schlossstadt Bensberg Quelle/Link: Bergischer Geschichtsverein Rhein-Berg mit Fotos von Manfred Dasbach und Dietmar Weiß

Bekanntlich gehört die Kunststadt Mülheim an der Ruhr zum „Bergischen Land“ wie auch Bensberg im Kölner Raum. Dort sind noch Reste des historischen Gutshofs  „Gut aufm Pütz“  erhalten. Pütz bzw. Pützchen ist in mittelalterlichem rheinischem Dialekt der Begriff für einen Brunnen oder eine Wasserstelle die einem oder mehreren Häusern als Wasserversorgung dienten.

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Kreisrunder Pütz mit kritallklarem Wasser im Gewölbekeller des historischen Gutshauses „Gut aufm Pütz“ in der Schlossstadt Bensberg bei Köln

Historisches Bruchsteinhaus in Bensberg (Bergisch Gladbach bei Köln) heute das „KUBE“ KUNSTHAUS BENSBERG

 

 

 

 

Kunsthaus Mülheim Ruhrstr. 3 mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) versorgt

Gerade als Veranstalter der Kunst-Dauerausstellung ENERGY-ART in NRW geht die Galerie an der Ruhr / Ruhr Gallery in Mülheim mit gutem Beispiel voran. So wurden nicht nur die Scheinwerfer, die die Kunstwerke wirkungsvoll beleuchten, mit Energiesparlampen und Bewegungsmeldern ausgestattet – auch eine ausgeklügelte Beheizung der Räume wurde realisiert.

Energiesparlampen in der von Uwe Jansen gestalteten Lampe in der Eingangshalle
Nahwärmeleitungen im Gebäude, passend zum Techniklook der Deckenbeleuchtung

 

Als das Energiekonzept für die Galerie an der Ruhr im historischen Nedelmannhaus anstand, wollte der Galerist Alexander-Ivo Franz sich zunächst den Traum von einer erdgasbetriebenen Mikro-KWK-Anlage erfüllen. Nach der Beratung durch die medl – Versorgungsspezialisten empfahlen diese wegen der besseren Gesamtwirtschaftlichkeit eine Nahwärmelösung. Nach Verlegung der Erdleitungen von der Delle aus versorgt heute das Blockheizkraftwerk an der Duisburger Straße die Galerie und das Kunsthaus mit seinen über 700 Quadratmetern Ausstellungs- und Atelierflächen mit ca. 80 Grad heißem Wasser, überwiegend erzeugt durch große grüne Gasmotoren, die gleichzeitig Ökostrom produzieren. Immerhin sind im Erdgeschoss die Räume des ehemaligen Kolonialwarenhauses des Mülheimer Glasfabrikanten Carl Nedelmann 5,40 Meter hoch und auch die „Belle Etage“ hat noch fast 4 Meter Raumhöhe zu beheizen. Die Anlage soll 2014 noch durch eine Fernsteuerungsmöglichkeit via Smartphone ergänzt werden. Damit leistet die Galerie an der Ruhr schon heute einen wichtigen Beitrag zu den Bemühungen der Stadt Mülheim an der Ruhr, die sich als „KWK-Modellkommune“ positioniert.

Inmitten der Ausstellung ENERGY ART ist die moderne Nahwärmezentrale der Mülheimer medl installiert

Die Kunststadt Mülheim ist KWK – Kommune

Im Wettbewerb „KWK Modellkommune 2012 bis 2017“, der vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen ausgelobt wurde, hatte sich auch die Kunststadt Mülheim an der Ruhr mit einem Wettbewerbsbeitrag für die erste von zwei Auswahlstufen beworben.

Link zu der Webseite der ENERGY-ART 2014

Auf den Spuren des Bildhauers Ernst Rasche (1926-2018) in der Kunst- und Kulturstadt Mülheim an der Ruhr

Ergänzung der Redaktion: Unser Künstlerfreund Ernst Rasche verstarb am 4. Februar 2018, wir werden ihm stets gedenken!

Auf den Spuren des Bildhauers Ernst Rasche in der Kunst- und Kulturstadt Mülheim an der Ruhr – der Bildhauer Ernst Rasche wurde 91 Jahre alt

Ernst Rasche (li.) bei der Ausstellung Mülheimer Kunstschaffender 2016 mit dem Künstler Manfred Dahmen, der heute im ersten Atelier von Ernst Rasche in der Ruhrstraße 3 in der Kunststadt Mülheim arbeitet
Ernst Rasche (li.) bei der Ausstellung Mülheimer Kunstschaffender 2016 mit dem Künstler Manfred Dahmen, der heute im ersten Atelier von Ernst Rasche in der Ruhrstraße 3 in der Kunststadt Mülheim arbeitet

Kunst im öffentlichen Raum – Ernst Rasches Werk ist an vielen Stellen der Kunststadt Mülheim präsent (unser Titelbild: Skulptur des Musikus in der Musikschule – Alte Augenklinik)

Der heilige Michael (oder Georg), den der Künstler Ernst Rasche als Steinmosaik auf die Fassade am Haus Leineweberstr. 2 aufgebracht hat, ist ein wenig traurig. Der hl. Michael wurde seit der siegreichen Schlacht auf dem Lechfeld (10. August 955) zum Schutzpatron des Heiligen Römischen Reiches und später Deutschlands erklärt (es soll übrigens kein Zusammenhang mit dem nationalen Symbol und Autostereotyp „Der deutsche Michel“ bestehen).

Jetzt blickt er in Mülheim auf einen riesengroßen Wegweiser  – sozusagen unter Speer und Drachen weist er den Weg u.a. zur Altstadt, zum historischen Rathaus, zum neuen Medienhaus und zum Kunstmuseum der Kunststadt Mülheim an der Ruhr.

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Wegweiser sind wichtig und werden nur im Notfall so nah an der „Kunst im öffentlichen Raum“ platziert – wie im Fall des hl. Michael (oder Georg)  geschehen

Rasche ist in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr kein Unbekannter, dessen Kunstwerke nicht wertgeschätzt werden!

Eindrücke eines Atelierbesuches der Mülheimer Casinogesellschaft bei Ernst Rasche im Dezember 1980

Kunststadt-MH hat die wichtigsten „Kunstwerke Rasches im öffentlichen Raum“ besucht:

Den Brunnen „Dröppelminna“ aus Bronze und Stein neben dem Rathaus und die Gestaltung des Platzes „Am Löhberg“ schuf Rasche 1985 im Auftrag der Kunststadt Mülheim an der Ruhr.

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Gegenüber dem „Ratskeller“ der Kunststadt Mülheim an der Ruhr steht der Brunnen „Dröppelminna“ von Ernst Rasche aus Mülheim

Die Platzgestaltung von 1974 in der Schloßstraße ist ebenfalls eines der bekannteren Werke mit der markanten „Kugel“.

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Schon macher hat versucht sie wegzurollen: Die Kugel auf dem von Ernst Rasche gestalteten Bereich der Schloßstraße, eine der ersten Einkaufsstraßen als Fußgängerzone in Deutschland

Schüler und Lehrer des Karl-Ziegler-Gymnasiums kennen die große Granit-Skulptur Rasches im dortigen Innenhof (Schulstr.2), die „Leere im Gehirn“ darstellen soll.

In der Luisenschule (An den Buchen 36) hat sich Rasche mit einer lebensgroßen Darstellung der „Familie“ verewigt.

1970 entstanden teilw. großformatige Graphiken des Mülheimer Künstlers Ernst Rasche – auch als Auftragsarbeiten.

Seine Bronzegruppe „Drei Frauen“ steht auf dem Berta Krupp Platz und ist ebenfalls 1985 entstanden.

Im „KuMuMü . Kulturmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3“ Grafik von Ernst Rasche, Auftragsarbeit für Kurtwalter Neuhoff (1970 bis 1974 dem Vorstand  der Mannesmannröhren-Werke AG) signiert im Jahr 1970 – SammlungFRANZ

Rasches „Aesculapstab“ aus Stein und Bronze, der in der Ruhrstr. 34 unweit der alten Bibliothek stand ist derzeit „eingelagert“, so erklärten das die angetroffenen freundlichen Herren des Ruhrbania-Projektes – nach dem Kunstwerk gefragt. Der Mülheimer Bildhauer Ernst Rasche soll dabei gewesen sein, als die Reliefs an den Stelen der Arkaden abgenommen wurden.

Fröhlichkeit strahlen die „Drei tanzenden Mädchen“ an der Fassade der Schule Sunderweg 90 (Heimaterde) aus, die 1966 aus Eisen gefertigt wurden und farbig angelegt ist.

Die Granitskulptur Maria mit dem Jesukind im Kreuzganghof von St. Mariae in der Klosterstr. 53 (Saarn) entstand 1991.

Die Granitplastik „Quo vadis / an eine Tarnkappe erinnernd“ neben dem von Norman Foster errichteten Bürokomplex in der Nähe des Flughafens Essen/Mülheim in der Zeppelinstr. 301 hat Ernst Rasche 1986 geschaffen.

1980 schuf Ernst Rasche auf dem Hauptfriedhof in der Nähe der Kapelle(Zeppelinstraße) ein Ensemble aus Stein.

Die Tür an seinem Haus in der Teinerstraße trägt ebenfalls seine Handschrift.

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Ernst Rasche wurde am 24.11.1926 in Mülheim an der Ruhr geboren. 1947 begann er sein Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf. Für seine Kunstwerke bekam er zahlreiche Auszeichnungen wie 1962 den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr. Den Ehrenring und die Ehrenspange der Stadt Mülheim an der Ruhr erhielt der Mülheimer Künstler am 18.12.2012.

Sein erstes Atelier war in der Ruhrstraße 3 in Mülheim, in der dortigen kleinen Atelierhalle im Galeriehof der Galerie an der Ruhr. Gegenüber wohnten die Schwiegereltern von Ernst Rasche und er hatte so nur wenige Meter bis in sein erstes Atelier.

Rasches Werke sind in vielen Städten zu sehen. So z.B. in Hagen im Innenhof des Polizeipräsidiums wo das Werk aus dem Jahr 1980 „In-Gebundenheit“ eine große Halbkugel: 150 cm Durchmesser, kleine Halbkugel: 95 cm Durchmesser aus Carrara-Marmor und Granit steht.  Diese Arbeit wird von den der Belegschaft als ‚das Spiegelei‘ bezeichnet.

Bildnachweis: Die Fotos wurden jeweils von der Straße aus gemacht

Über den Mülheimer Künstler Ernst Rasche

Schon als Kind kam der 1926 an der Zeppelinstraße geborene Ernst Rasche im Betrieb seines Vaters mit der Bildhauerei in Berührung. Er beobachtete und bewunderte, wie sein Vater den Meißel führte und wie er sich bewegte, um den Stein zu bearbeiten. Dies ging dem Sohn in Fleisch und Blut über. Als Prüfer der Meister war sein Vater auch als Ratgeber für die Mülheimer Bildhauer Piretti und Hermann Lickfeld gefragt. Mit 17 wurde Ernst Rasche zum Militär eingezogen. In den Wirren des Krieges kam er unter anderem nach Arnheim, Ungarn, in die Tschechoslowakei und in russische Gefangenschaft, aus der er fliehen konnte. Drei schwere Verwundungen hätten beinahe dazu geführt, dass er nicht mehr zur Bildhauerei fähig gewesen wäre. Er blieb am Leben und kam zurück nach Mülheim. Das Wissen um das Erlebte, die Ängste, aber auch das Glücksgefühl und der Dank, alles überstanden zu haben, sollten sein weiteres Leben und Denken beeinflussen. 1947 bekam er einen von nur 120 von den Engländern zugelassenen Studienplätzen an der Kunstakademie in Düsseldorf. Für ihn begann bei Professor Enseling eine schöne Zeit, weil er dort seine Vorstellung von großen, monumentalen Arbeiten verwirklichen konnte. Es gab viel Kontakt und Austausch mit anderen Studierenden. Zu denen gehörten auch Joseph Beuys und Günter Grass. Neben den für Rasche wichtigen Bildhauern Joseph Enseling, Josef Mages und Ewald Mataré war seit 1947 auch der Mülheimer Otto Pankok Professor in Düsseldorf. Um 1950 verließ Ernst Rasche die Akademie und war seitdem freischaffender Künstler. Nach den Kriegserlebnissen studiert zu haben und die Erfüllung seines Wunsches, Bildhauer zu werden, begründete sein Pflichtbewusstsein, seinem Vater im Betrieb, den später der jüngere Bruder übernahm, zu helfen. Sie begründeten aber auch sein Bestreben, sich mit anderen Menschen und Themen auseinanderzusetzen und etwas Tieferem nachzuspüren. Diese Fragestellung im Innersten und die Suche nach Antwort, aber auch der Werkstoff (Stein, Holz, Metall) und die Umgebung des Kunstwerks waren für ihn wichtige Einflussgrößen bei der Gestaltung. Die Natur, die Maserung und die Lebendigkeit des Materials wurden in die Form einbezogen. Seine Werke muss und darf man begreifen, ertasten, erfühlen. 1954 heiratete Rasche Elsbeth, mit der er schon die Bänke der Volksschule an der Eduardstraße gedrückt hatte. Ein erster kirchlicher Auftrag war der finanzielle Grundstock der Familie. Sein erstes Atelier war im Kunsthaus Mülheim Ruhrstr. 3, dort wo heute das Amt für weiterbildende Fantasie seinen Sitz hat (anm.d.Red.). Auch für die Arbeit seiner Frau, einer Goldschmiedin, interessierte er sich und lernte von ihr das Handwerk. Bei der Geburt des ersten der zwei Söhne erkrankte seine Frau an Kinderlähmung und war zunächst nur eingeschränkt in der Lage, den Alltag zu bewältigen. Trotz der zusätzlichen Aufgaben, die er übernahm, spricht er von einer reichen und schönen Zusammenarbeit. Ernst Rasches Werke in über 140 Städten und 11 Bistümern zeugen von dem großen Interesse an seinen Arbeiten im weltlichen und kirchlich konfessionsübergreifenden Bereich. Der erste Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft (1962) und der Ehrenring der Stadt Mülheim (2011), sowie der Orden Per ecclesia et pontifice von Papst Johannes Paul II. (1990) zeugen von der ihm entgegengebrachten Wertschätzung. In Mülheim gibt es viele Arbeiten von ihm, unter anderem in der Kirche St. Mariae Geburt, in der Petrikirche oder auf der Schloßstraße die Brunnenanlage. Mit seinen Mülheimer Künstlerkollegen aus früherer Zeit, Carl Altena, Heinrich Siepmann, Hans Fischer, Gustav und Anneliese Dahler, Daniel Traub, Helmut Lankhorst und Gretel Just-Heinzerling pflegte er einen regen Austausch. Die heute über 60 Künstler der Ausstellungsgemeinschaft sieht er eher selten. Ernst Rasche möchte auch in Zukunft noch die Kraft haben, neue Dinge zu entwickeln, auch wenn es im Alter von bald 88 Jahren mühsamer wird. Für ihn ist es gut, noch eine Unruhe zu spüren, etwas auf die Beine stellen zu wollen, etwas auszudrücken, zu vermitteln, seine Meinung zu sagen. Er ist noch immer an Neuem interessiert. Hoffentlich noch viele Jahre.

Text: FAM aus der Zeitschrift ALT? NA UND!, Mülheim, Ausgabe Nr.93/2014

Link zum Artikel von Margitta Ulbricht, WAZ aus dem Jahr 2012 „Ein Atelierbesuch bei Ernst Rasche“

Aus einem Grußwort vom ersten Mülheimer Museumsdirektor Werner Kruse von 1966 – (Auszug)

Mein Grußwort anlässlich seiner Sammelausstellung im Schloss Styrum 1966 kommt aus frohem Herzen. Seine Goldbronze „Flötenspieler“ der überschlanke Jüngling, sie wurde von Dr. Möhring 1954 für das Musikzimmer der Stadtbücherei erworben. Sie zeigt in schon beispielhafter Verbindung von Plastizität und Musikalität eine Entwicklung, die sein reiches bildhauerisches Werk und Wirken bis heute in steigendem Maße und Verinnerlichung Gestalt und Ausdruck zu geben bemüht ist.

Er ist mit Leidenschaft, und scheint dazu prädestiniert zu sein: Bildhauer – und beherrscht, vom Vater Steinbildhauer dazu erzogen, und weiterhin von Josef Enseling, auch dem Lehrmeister von Heinrich Lickfeld, sein Metier meisterhaft.

Fassadenkunstwerk „BLACK WALL HANDELSHOF“ in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr

Die Kunststadt Mülheim an der Ruhr ist bekannt für unzählige Werke zum Thema „Kunst im öffentlichen Raum“ – eines fehlt jedoch in der aktuellen Aufstellung: „BLACK WALL HANDELSHOF“ ist der Titel des großen Fassadenbildes an der Friedrichstraße aus dem Jahr 2013, das nur vorrübergehend dort zu sehen ist.

BLACK_WALL_Kunstobjekt_am_Baudenkmal_Handelshof_LUECKE_Foto_by_Ivo_Franz
BLACK WALL Kunst im „Öffentlichen Raum“ in der neu geschaffenen Baulücke in der Friedrichstraße der Kunststadt Mülheim
BLACK_WALL_Kunstobjekt_am_Baudenkmal_Handelshof_Foto_by_Ivo_Franz
Imposanter Kontrast zum historischen Baudenkmal „Handelshof“ in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr – das Fassadenkunstwerk „BLACK WALL HANDELSHOF“

Neben dem Baudenkmal Handelshof sind mit „BLACK WALL HANDELSHOF“ haushohe schwarze Flächen angelegt, die – wie durch den Sucher einer Kamera –  einen interessanten Einblick in den dadurch geöffneten Hinterhof zulassen – je nach dem Stand der Sonne ergeben sich interessante Schattenbildungen.

EHEMALS „EVANGELISCHES VEREINSHAUS MÜLHEIM“

Prachtvolle Stuckfassade vor der Umnutzung des Hauses „Evangelisches Vereinshaus Mülheim an der Ruhr“
--Hotel-Handelshof-Friedrichstrasse1964
Vor dem Entstehen der neuen Baulücke (rechts) sah es so aus (Historische Aufnahme)
Handelshof aus der Luft_Google
Situation von oben: mit Hilfe von Google ist gut die alte Hinterhofsituation zu sehen

Der „Handelshof“ in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr ist über 100 Jahre alt. 1904  erbaut als Versammlungsstätte für die Bürger und Vereine z.B. dem späteren CVJM – „Evangelisches Vereinshaus“.

Hier ist die „Mülheimer Lesebühne“ zu Hause , die Anfang 2009 durch Ideen von Anna Ladage, der Autorin Sabine Fenner sowie dem Autoren und Gründer der internationalen Autoren- und Künstler Plattform Manfred Wrobel entstanden ist. Regelmäßig sind Gastautoren zu hören und die Künstler der Plattform stellen ihre Kunstprojekte aus – umrahmt von musikalischen Darbietungen.

Am 01.07.1934 übernahmen Heinrich und Anna Hesse das 1930 zum Hotel umgebaute „evangelische Vereinshaus“ und gründeten das Hotel Handelshof – heute in der 3. Generation in Besitz der Familie Hesse als Tagungs- und Geschäftshotel. Diese plant in der neuen Baulücke ein Erweiterungsgebäude für das Hotel Handelshof – dann wird das „Kunstwerk“ wieder demontiert.

Nebeneffekt des Fassadenkunstwerkes „BLACK WALL HANDELSHOF“ ist ein kleiner Parkplatz für max. 8 PKW, der durch die neugeschaffene Baulücke angesiedelt wurde – mit aufwändiger Toranlage, Schranke, Kameraüberwachung und einem der 54 Kassenautomaten, die von der Kunststadt bewirtschaftet werden. Lt. aktueller Webseite hat die Kunststadt Mülheim nach der Schließung des ehemaligen Kaufhof Parkhauses nunmehr 3.775 Parkplätze, die über ein elektronisches Parkleitsystem optimiert werden.

Link: Kunst im öffentlichen Raum der Kunststadt Mülheim an der Ruhr

LINK ZU AKTUELLEN KUNST-VERANSTALTUNGEN IN MÜLHEIM – der Kunst-Kompass für die Kunststadt an der Ruhr

Mülheimer „Ruhrbania“ auf historischem Boden errichtet

1816 war dort das erste Stammhaus (Bild oben) der Mülheimer Casinogesellschaft mit Ballsaal, Weinkeller und Kegelbahn in freier Natur

Alte_Flurkarte_von_1822_mit_dem_ersten_Casinogebaeude_an_der_Ruhrstr.26_heute_Ruhrbania
Direkt an Ruhr und „Ruhmbach“ lag das Grundstück, wo heute RUHRBANIA ist

In alten Urkunden hat der Mülheimer Geschichtsforscher Bernd Brinkmann bei seinen Recherchen zu seinem Buch über die Geschichte der Mülheimer Brauereien Urkunden gefunden, die belegen, dass dort, wo heute der „als Baufeld 1“ bezeichnete Neubau Ruhrpromenade Nr.1 entstand, sich das Leben der Mülheimer Bürgerschaft (Gesellschaft Casino e.V. Mülheim von 1816) direkt an der Ruhr und dem Zufluss „Ruhmbach“ (heute Wasserwanderrastplatz/Freizeit-Hafenbecken) abspielte. Auf der Terrasse des Casiono-Gebäudes in der Ruhrstraße Nr. 26 saß man in der Abendsonne und genoss das quirlige Leben in der Kunststadt direkt am Fluß und am alten Hafen. Noch bis 1841 wurde die dortige Kegelbahn durch die Gesellschaft Casino e.V. genutzt, die dann ab 1842 ihr neues Gebäude an der Delle 57 bezog und dieses 99 Jahre lang nutze. Damals betrug die jährliche Erbpacht 17 Reichstaler 3 ¾ Stüber, die an die Broicher Rentei abgeführt wurde.

Blick_auf_den_ehemaligen_Ruhmbach_und_das_Casinogrundstueck_von_1816_Foto_by_Ivo_Franz
Blick auf das ehemalige Grundstück der Casinogesellschaft der Kunststadt Mülheim
Historischer_Boden_an_der_Ruhrstr.26_wo_das_CASINO_stand_Foto_by_Ivo_Franz
Heute ist auf diesem Grundstück ein Teil von RUHRBANIA (hier die Rotunde des Rathauses der Kunststadt Mülheim an der Ruhr)
Bauschild_Ruhrbania_Foto_by_Ivo_Franz
Das Bauprojekt wird aktuell mit dem „Ruhrquartier“ als nächstem Bauabschnitt vervollständigt – weitere Bauabschnitte folgen in den nächsten Jahren
Ruhrbania_Baufeld1_erste_Umzugswagen_Foto_by_Ivo_Franz
Die ersten Umzugswagen – ein attraktiver Wohnort – zum Teil mit Ruhrblick
Stolzer_Stammsitz_der_Muelheimer_Casinogesellschaft_erbaut_1842_in_der_Kunststadt_Muelheim_an_der_Ruhranlage_Foto_by_Ivo_Franz
Baumeister Dahmen errichtete 1842 das 2. Casino an der Delle im Auftrag der Gesellschaft Casino Mülheim an der Ruhr – mit Ballsaal und Weinkeller und großer Terasse zur Ruhrpromenade hin

Bildnachweis: Karte und Auszug aus der Postkarte mit freundlicher Genehmigung vom Autor Bernd Brinkmann, alle Fotos von Ivo Franz

STADTGESTALTUNG: Ruhruferbrücke an der Flora im neuen Glanz in der Kunststadt Mülheim

Spaziergänger und Anwohner sind begeistert, die Brücke am Stauwehr in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr – auch genannt Ruhrinselweg – wurde renoviert und bildet nun mit der „Skyline an der Flora“ einen weiteren repräsentativen Eingang in die Kunststadt Mülheim an der Ruhr. Viele Besucher finden den Weg mit dem Auto über die B1 am Ruhrufer entlang. Von hier gelangt man durch die sogenannte „Straße der Millionäre“ in die City der Kunststadt.

Kunststadt_Muelheim_Strasse_der_Millionaere_Foto_by_Ivo_Franz
Friedrichstraße in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr in Ruhrnähe
Villa_Kunststadt_Muelheim_Strasse_der_Millionaere_Foto_by_Ivo_Franz
Friedrichstraße in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr in Ruhrnähe
Hausschmuck_Kunststadt_Muelheim_Strasse_der_Millionaere_Foto_by_Ivo_Franz
Friedrichstraße in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr in Ruhrnähe
Eckhaus_Kunststadt_Muelheim_Strasse_der_Millionaere_Foto_by_Ivo_Franz
Friedrichstraße in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr in Ruhrnähe
Imposante_Fassade_Kunststadt_Muelheim_Strasse_der_Millionaere_Foto_by_Ivo_Franz
Friedrichstraße in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr in Ruhrnähe

 

 

 

 

Der BLOG KUNSTSTADT-MH.DE greift auch Themen rund um die „Baukunst und Stadtgestaltung“ auf.

Bildnachweis: alle Fotos von der Straße aus, von Ivo Franz