Der Bildband von Max Schulz „Stand der Dinge“ in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr ist fertig !

Der Bildband von Max Schulz „Stand der Dinge“ in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr ist fertig !

Mülheimer Fotokünstler stellt preisverdächtige Aufnahmen der Kunststadt an der Ruhr vor.

Vernissage 13. September 2014 um 19:00 Uhr in der Galerie von Gerold d’Hamé in der Schlossstraße 29 in Mülheim.

LINK ZU AKTUELLEN KUNST-VERANSTALTUNGEN IN MÜLHEIM – der Kunst-Kompass für die Kunststadt an der Ruhr

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Vater und Sohn Schulz teilten sich den Impulsvortrag bei der Vernissage – ein Erfolg !

Lange hat der umtriebige Mülheimer Fotograf Max Schulz sein Projekt vorangetrieben, viel Kraft hat ihn der nun vorliegende einmalige Bildband gekostet – mit Aufnahmen aus einer ganz neuen Perspektive bringt er das wirkliche Mülheim an der Ruhr zum Vorschein.
Der Betrachter erlebt nicht nur die „Stadt der Millionäre“, aber auch die der Wissenschaftler und Malocher, die sich Tür an Tür in einem landschaftlich unvergleichlichen Gebiet niedergelassen haben – ungeschminkt werden die Gegensätze präsentiert. Fern von der Schminke der Marketingprofis und politischer Vernebelung. Ruhrgebietswandel ist in seinen Aufnahmen zu spüren – die Macht des Schweigens liegt in den Aufnahmen von Max Schulz und die Schönheit.
Mülheim an der Ruhr, die Schlafstadt der Düsseldorfer, Direktorenwohnort großer Essener oder Duisburger und Oberhausener Unternehmen, Mülheim an der Ruhr die Stadt die – so scheint es – alle Zeichen der Zeit verschlafen hat – und jetzt versucht, stark gegenzusteuern – zu stark?

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Stetiger Veränderungsprozess: Blick aus der alten Dachluke der Galerie an der Ruhr in der Ruhrstr.3  auf die aktuelle Bebauung des Berliner Platzes in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr (Foto: Ivo Franz)

Mülheim, die Stadt der Lebenskünstler, der Kultur, Theater- und Künstlerkolonien, der Kreativen und der Händler – der Handwerker und Verwaltungsprofis. Mülheim, die Multikulturstadt im Herzen der Metropole Rhein/Ruhr auf dem mühsamen Rückweg zur Familienstadt. Mülheim die Schuldenstadt mit kritischer Größe.

Dem Künstler Max Schulz ist es gelungen, den „Stand der Dinge“ umgeschminkt und konstruktiv zu vermitteln – eine hervorragende Basis, den ständigen Veränderungsprozess der grünen Stadt am Fluß zu dokumentieren.

Vorstellung der Arbeiten am 13. September 2014

Vorstellung des Bildbandes am 13. September 2013 von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr beim fotografischen Rundgang in der Schloßstraße 29 (Kunstraum Galerie von Gerold d‘ Hamé) im Rahmen der Veranstaltung des Kulturbetriebs  Offene Ateliers 2014 in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr.

Vita

Max Schulz, 1956 in Mülheim an der Ruhr geboren studierte Fotografie an der Univeristät Essen. Er lebt und arbeitet in Mülheim an der Ruhr Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist Max Schulz weltweit im Bereich Dokumentation und Architektur aktiv. Seine Handschrift tragen erfolgreiche Kampagnen für Auftraggeber wie Sony, Siemens und ThyssenKruppStahl.

Titelfoto: Der Mülheimer Fotograf und Künstler Max Schulz, Foto von Ivo Franz

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Fassadenkunstwerk „BLACK WALL HANDELSHOF“ in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr

Die Kunststadt Mülheim an der Ruhr ist bekannt für unzählige Werke zum Thema „Kunst im öffentlichen Raum“ – eines fehlt jedoch in der aktuellen Aufstellung: „BLACK WALL HANDELSHOF“ ist der Titel des großen Fassadenbildes an der Friedrichstraße aus dem Jahr 2013, das nur vorrübergehend dort zu sehen ist.

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BLACK WALL Kunst im „Öffentlichen Raum“ in der neu geschaffenen Baulücke in der Friedrichstraße der Kunststadt Mülheim
BLACK_WALL_Kunstobjekt_am_Baudenkmal_Handelshof_Foto_by_Ivo_Franz
Imposanter Kontrast zum historischen Baudenkmal „Handelshof“ in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr – das Fassadenkunstwerk „BLACK WALL HANDELSHOF“

Neben dem Baudenkmal Handelshof sind mit „BLACK WALL HANDELSHOF“ haushohe schwarze Flächen angelegt, die – wie durch den Sucher einer Kamera –  einen interessanten Einblick in den dadurch geöffneten Hinterhof zulassen – je nach dem Stand der Sonne ergeben sich interessante Schattenbildungen.

EHEMALS „EVANGELISCHES VEREINSHAUS MÜLHEIM“

Prachtvolle Stuckfassade vor der Umnutzung des Hauses „Evangelisches Vereinshaus Mülheim an der Ruhr“
--Hotel-Handelshof-Friedrichstrasse1964
Vor dem Entstehen der neuen Baulücke (rechts) sah es so aus (Historische Aufnahme)
Handelshof aus der Luft_Google
Situation von oben: mit Hilfe von Google ist gut die alte Hinterhofsituation zu sehen

Der „Handelshof“ in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr ist über 100 Jahre alt. 1904  erbaut als Versammlungsstätte für die Bürger und Vereine z.B. dem späteren CVJM – „Evangelisches Vereinshaus“.

Hier ist die „Mülheimer Lesebühne“ zu Hause , die Anfang 2009 durch Ideen von Anna Ladage, der Autorin Sabine Fenner sowie dem Autoren und Gründer der internationalen Autoren- und Künstler Plattform Manfred Wrobel entstanden ist. Regelmäßig sind Gastautoren zu hören und die Künstler der Plattform stellen ihre Kunstprojekte aus – umrahmt von musikalischen Darbietungen.

Am 01.07.1934 übernahmen Heinrich und Anna Hesse das 1930 zum Hotel umgebaute „evangelische Vereinshaus“ und gründeten das Hotel Handelshof – heute in der 3. Generation in Besitz der Familie Hesse als Tagungs- und Geschäftshotel. Diese plant in der neuen Baulücke ein Erweiterungsgebäude für das Hotel Handelshof – dann wird das „Kunstwerk“ wieder demontiert.

Nebeneffekt des Fassadenkunstwerkes „BLACK WALL HANDELSHOF“ ist ein kleiner Parkplatz für max. 8 PKW, der durch die neugeschaffene Baulücke angesiedelt wurde – mit aufwändiger Toranlage, Schranke, Kameraüberwachung und einem der 54 Kassenautomaten, die von der Kunststadt bewirtschaftet werden. Lt. aktueller Webseite hat die Kunststadt Mülheim nach der Schließung des ehemaligen Kaufhof Parkhauses nunmehr 3.775 Parkplätze, die über ein elektronisches Parkleitsystem optimiert werden.

Link: Kunst im öffentlichen Raum der Kunststadt Mülheim an der Ruhr

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Mülheimer „Ruhrbania“ auf historischem Boden errichtet

1816 war dort das erste Stammhaus (Bild oben) der Mülheimer Casinogesellschaft mit Ballsaal, Weinkeller und Kegelbahn in freier Natur

Alte_Flurkarte_von_1822_mit_dem_ersten_Casinogebaeude_an_der_Ruhrstr.26_heute_Ruhrbania
Direkt an Ruhr und „Ruhmbach“ lag das Grundstück, wo heute RUHRBANIA ist

In alten Urkunden hat der Mülheimer Geschichtsforscher Bernd Brinkmann bei seinen Recherchen zu seinem Buch über die Geschichte der Mülheimer Brauereien Urkunden gefunden, die belegen, dass dort, wo heute der „als Baufeld 1“ bezeichnete Neubau Ruhrpromenade Nr.1 entstand, sich das Leben der Mülheimer Bürgerschaft (Gesellschaft Casino e.V. Mülheim von 1816) direkt an der Ruhr und dem Zufluss „Ruhmbach“ (heute Wasserwanderrastplatz/Freizeit-Hafenbecken) abspielte. Auf der Terrasse des Casiono-Gebäudes in der Ruhrstraße Nr. 26 saß man in der Abendsonne und genoss das quirlige Leben in der Kunststadt direkt am Fluß und am alten Hafen. Noch bis 1841 wurde die dortige Kegelbahn durch die Gesellschaft Casino e.V. genutzt, die dann ab 1842 ihr neues Gebäude an der Delle 57 bezog und dieses 99 Jahre lang nutze. Damals betrug die jährliche Erbpacht 17 Reichstaler 3 ¾ Stüber, die an die Broicher Rentei abgeführt wurde.

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Blick auf das ehemalige Grundstück der Casinogesellschaft der Kunststadt Mülheim
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Heute ist auf diesem Grundstück ein Teil von RUHRBANIA (hier die Rotunde des Rathauses der Kunststadt Mülheim an der Ruhr)
Bauschild_Ruhrbania_Foto_by_Ivo_Franz
Das Bauprojekt wird aktuell mit dem „Ruhrquartier“ als nächstem Bauabschnitt vervollständigt – weitere Bauabschnitte folgen in den nächsten Jahren
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Die ersten Umzugswagen – ein attraktiver Wohnort – zum Teil mit Ruhrblick
Stolzer_Stammsitz_der_Muelheimer_Casinogesellschaft_erbaut_1842_in_der_Kunststadt_Muelheim_an_der_Ruhranlage_Foto_by_Ivo_Franz
Baumeister Dahmen errichtete 1842 das 2. Casino an der Delle im Auftrag der Gesellschaft Casino Mülheim an der Ruhr – mit Ballsaal und Weinkeller und großer Terasse zur Ruhrpromenade hin

Bildnachweis: Karte und Auszug aus der Postkarte mit freundlicher Genehmigung vom Autor Bernd Brinkmann, alle Fotos von Ivo Franz

BAUKUNST: Verwaltungsgebäude an der Delle / Ecke Ruhrstraße steht unter Denkmalschutz

Das Verwaltungsgebäude an der Delle 50 – 52 wurde kurz nach dem Krieg anstelle des Hauses Ruhrstr. 1 erbaut. Aufgrund der besonderen städtebaulichen Situation ist dieses Gebäude nach Auffassung der zuständigen Stellen erhaltungswürdig und steht seit 2014 unter Denkmalschutz. Bei der Errichtung des Gebäudes wurde seinerzeit davon ausgegangen, dass die angrenzenden Bauten, die bereits in den 70er Jahren als Ensemble unter Denkmalschutz gestellt wurden, früher oder später abgerissen werden, um einer mehrgeschossigen Bürolandschaft an der Ruhr Platz zu machen.

ABRISS_RUHRSTR.1_heute_GFST_Delle_50-52
Abriss des Hauses Ruhrstr. 1 / Ecke Delle. Hier wurde nach dem Krieg ein 4 geschossiger Verwaltungsbau errichtet. Im Hintergrund ist das Casinogebäude von 1842 zu sehen.
Buerohaus_Delle_50-52_Westseite_Foto_by_Ivo_Franz
Ruhrseite des Verwaltungsgebäudes Delle 50-52 in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr

 

Baukunst_in_der_Kunststadt_Muelheim_Verwaltungsbau_Delle_Ecke_Ruhrstrasse_Foto_by_Ivo_Franz
Ansicht Gebäude MH Delle 50-52 vom Gesellschaftshaus der Bürgergesellschaft Casino von 1816 aus
alter_Bauplan_Ecke_Delle_Ruhrstr.1
Ein erster Entwurf für die Neugestaltung der Ecke Delle/Ruhrstraße wurde nicht realisiert.

 

1956: Fertigstellung VerwaltungsgebaeudeDelle 50-52 seit 2017 Baudenkmal Foto: Archiv Mülheimer Kunstverein KKRR
1956: Fertigstellung Verwaltungsgebaeude Delle 50-52 seit 2017 Baudenkmal Foto: Archiv Mülheimer Kunstverein KKRR

 

Im BLOG KUNSTSTADT-MH.DE wird dieser Post laufend aktualisiert und ergänzt.