Privates Engagement ist auch in Mülheim an der Ruhr die Triebfeder, der Kunst einen entsprechenden Rahmen zu verleihen. Mit der Privatsammlung des Mülheimer Bürgermeistersohnes Robert Rheinen (1844–1920) beginnt die Museumsgeschichte und die ersten Weichen zur Kunststadt an der Ruhr werden gestellt. 1909 wird die “Kunstsammlung Rheinen“ von der Stadt Mülheim auf Ratsbeschluss hin angekauft. Der erste hauptamtliche Direktor Werner Kruse setzt ab 1922 den Akzent auf Ausstellungen der bildenden Kunst der Gegenwart, er ist der Meinung, dies sei der richtige Ansatz für ein lebendes Museum. Werke von Karl Hofer oder Emil Nolde bilden damals den Grundstock einer bedeutenden Kollektion moderner Kunst. Das Museum wird im Zweiten Weltkrieg wird weitgehend zerstört, der Bestand jedoch gesichert. Im Jahr 1970 kann es in der Leineweberstraße Nr. 1 wieder ein eigenes Gebäude beziehen. 1981 entscheidet sich die Familie des der Mülheimer Nobelpreisträgers und Kunstfreunds Karl Ziegler, die Kunststadt mit seiner Sammlung von Werken u.a. von Lyonel Feininger, Erich Heckel, Karl Hofer, August Macke und Emil Nolde aufzuwerten. Die Erben der Familie Ziegler vertrauen dem Museum weitere Werke mit entsprechenden Auflagen an, wesentliches Ziel von Karl Ziegler ist die „Förderung der Kunstszene in Mülheim“. Private Zustiftungen der Familie Ziegler im Jahr 2011 ergänzen die o.g. Namensliste u.a. um Werke von Max Beckmann, Paul Klee, Franz Marc und Heinriche Zille. Als das alte Postgebäude in der Innenstadt am Synagogenplatz 1 frei wird, wird das Museum erneut verlagert – das Museum wird mehrfach mit Millionenaufwand herausgeputzt und damit zukunftsfähig gemacht. Die Kunstsammlung Rheinen wird u.a. durch das Mülheimer Stadtarchiv in der Von-Graefe-Straße 37 verwaltet, wo nahezu 800 Jahre Mülheimer Geschichte dokumentiert sind. Seit 1994 ist das Kunstmuseum in der alten Reichspost der Kunststadt Mülheim “Am Synagogenplatz Nr. 1″ untergebracht und hat einen festen Stammplatz in der Museumslandschaft der Ruhrmetropole und Kulturregion Rhein/Ruhr. Im Jahr 2002 wird die “Stiftung Sammlung Ziegler” gegründet. Seit 2013 kümmert sich eine weitere private Stiftung als Förderkreis um Kunst und Kunstmuseum neben den Mitgliedern des 1956 gegründeten Mülheimer Kunstvereins e.V. um die Förderung der “Kunst vor Ort für die Bürger” in einem sich rasant ändernden kulturellen Umfeld. 1998 wird der Kunstverein KULTURTUM e.V. gegründet – der Verein ist heute inaktiv. 2008 kommt ein Verein Kunsthaus e.V. Styrum hinzu, der bislang erfolglos neue kostengünstige Atelierräume erschließen möchte. 2014 wird der Verein Makroskope e.V. gegründet mit einem eigenen Museum für Fotokopie.
2012 wird der „Kunst- und Kunstförderverein Rhein – Ruhr – KKRR“ in Mülheim, Ruhrstr. 3 gegründet, mit dem Ziel, junge Künstler aus dem Kunstgebiet Rhein – Ruhr zu fordern und zu fördern. 2019 gründen die „Altkünstler“ der seit 1929 bestehenden satzungsfreien losen Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstler erstmals einen eingetragenen Verein, der sich lt. Satzung auch als Berater der Stadt und Teilnehmer in den politischen Ausschüssen qualifizieren möchte.
Dr. Beate Ermacora (verstorben 2017), zuletzt Leiterin der Galerie im Taxispalais in ihrer Geburtsstadt Innsbruck, stellte die Weichen bis 2009 im Kunstmuseum in Mülheim. Ihr folgte als städtische Direktorin 2009 die Kunsthistorikerin Dr. Beate Reese, die zuvor 14 Jahre am Städtischen Kunstmuseum in Würzburg tätig war. Seit Oktober 2023 ist Dr. Stefanie Zonan (zwischenzeitlich Kreuzer) Museumsleiterin. Sie war zuvor in Leverkusen und Bonn tätig.
„Kunststadt“ ist die Adelung einer Stadt mit besonderer kultureller Ausprägung. Im Ruhrgebiet hat sich die Kunststadt Mülheim diesen Titel über viele Jahrzehnte erkämpft durch das Engagement der Mülheimer Bürgerschaft – Mäzene wie der Bürgermeistersohn Robert Rheinen oder der Nobelpreisträger Karl Ziegler, aber auch kunstinteressierte Industrielle wie der Mülheimer Glasfabrikant Carl Nedelmann oder der Textilfabrikant Johann Caspar Troost prägen die quirlige Kunstszene in der einmaligen Stadt, die unmittelbar am Fuß liegt – der malerischen Ruhr, die schon immer Künstlerinnen und Künstler angezogen hat – so ist hier eine einmalige Künstlerkolonie in der Ruhrtalstadt entstanden, Maler, Bildhauer und Zeichner, Meisterschüler von Rang neben herausragenden Theaterpersönlichkeiten und immer neu hinzukommende Künstlerinnen und Künstler sorgen für die wichtigste Voraussetzung: Junge, lebende, lebendige aktive Kunst !
In Mülheimer arbeiten professionelle studierte Kunsthochschüler neben Amateuren aus allen Berufen die ihre künstlerische Ader ausleben.
Immer schon fördern die Ratsmitglieder der Stadt und die Verwaltungsfachleute den Wert der bildenden Kunst neben der starken Subventionierung der Theaterszene für eine liebenswerte Stadtgesellschaft.
Seit 1992 werden 6 Atelierräume im Schloss Styrum gefördert.
Private Basis
Auch auf privater Basis sind Kunsthäuser/Künstlerhäuser in der Stadt zu finden wie z.B. seit 2012 die RUHRKUNSTHALLE am Innenstadtpark „Ruhranlage“,das „Atelierhaus des Mülheimer Künstlerbundes MKB in der Ruhrstraße 3“ , bis Ende 2026 das Künstlerhaus „M40“ im Muhrenkamp 40 oder das freie „Künstlerhaus des Vereins makroscope“ in der Friedrich Ebert Straße 48.
Auch die „Ateliers im Dorf Saarn Düsseldorferstr. 36 und Klostermarkt 3“ und die Ateliers in der Wertgasse „Haus 25“, der Auerstraße oder im Dichterviertel erfreuen die Kunstliebhaber*innen der Ruhrtalstadt – der KUNSTSTADT MÜLHEIM.
U30 Atelierstipendium in der Kunststadt Mülheim abgeschlossen
Die Mülheimer Kunstgalerie an der Ruhrstraße 3 hat die Bewerbungsphase um ein Atelierstipedium im Ateliertrakt des Kunsthauses an der Ruhranlage abgeschlossen.
Es haben sich wiederum mehrere Künstler*innen, u.a. aus London und Polen beworben.
Ausstellung nach Abschluß des Praktikums geplant
Die Planung sieht nach mehreren Ausbildungsschritten zum Abschluß eine Ausstellung der im „Kunsthaus Mülheim Ruhrstraße 3“ geschaffenen Kunstwerke in den Ausstellungsräumen der Galerie an der Ruhr und im KBBK – Kunstort Bensberg bei Köln vor.
Kunstförderung in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr
Vom 8. bis 19. Oktober 2018 machte eine weitere Schülerin ihr Praktikum in die Ruhr Gallery. Minh Cau Dao bereitete u.a. eine größere Ausstellung mit allem was dazugehört vor.
Kunstförderung in Mülheim: Artistic Seed hier mit der Dortmunder Gertrud-Bäumer-Realschule in der Galerie an der Ruhr
Benefizveranstaltungen
Vor dem Portal der Ruhr Gallery: Manfred Dahmen mit einem seiner Werke (Titel: Genesis)
Einladungskarte Benefizausstellung „Kunst hilft geben“ in der Kulturkirche Ost in Köln (18.10.2018)
„Was wiegt Kunst ?“ – jeder Besucher der Ausstellung wird gewogen (Archivbild aus der Ruhr Gallery Muelheim)
Versteigerung für den guten Zweck: „RUHRie-Art“ der Rotarier in der Ruhr Gallery
Rotary-Mitglieder malten für den guten Zweck – alle Werke wurden in der Ruhr Gallery versteigert – (Erlös: für 2 Schulen wurde Kunstmaterial beschafft)
In der Beletage im privaten „MMKM MUSEUM MODERNE KUNST MÜLHEIM an der Ruhrstraße 3“ werden ständig ausgewählte Arbeiten aus der Sammlung Franz gezeigt:
Skulptur von Katharina Joos vor der Arbeit „Zirkel der schönen Künste“ von Manfred Dahmen in der Sammlung Franz,Mülheim
Im „KuMuMü – Kulturmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3“ Grafik von Ernst Rasche, Auftragsarbeit für Kurtwalter Neuhoff, Vorstand MANNESMANN Röhrenwerke aus dem Jahr 1970 – heute Sammlung Franz
Arbeit von Nana Novarro de Craiova aus dem Jahr 1961 (Frau von Avantgarde-Fotograf Eddy Novarro) Sammlung Franz (Widmung für Nikolaus Franz)
Rückseite der o.g. Arbeit von Nana Novarro mit Widmung (Sammlung Franz)
Arbeit von Matthias Meyer (Meisterschüler von Gerhard Richter) „Clementinum“ aus dem Jahr 2008 erworben im „Museumsshop des Kunstmuseum Mülheim in der Alten Post „(Sammlung Franz) Foto hier gelöscht wegen Bildrechten der VG Bild-Kunst, Bonn – zu sehen im Kunstmuseum MMKM Mülheim
Arbeit von Wolfgang Vogelsang – erworben 2017 aus der Jahresausstellung der Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstler (Sammlung Franz)
Kunst-Shuttle vor dem Portal zum privaten KUMUMÜ Kulturmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3 mit der RUHR GALLERY – hier liegt im Galeriehof zur Ruhranlage das Amt für weiterbildende Fantasie
2019 ist das Jahr der Kunstjubiläen, so wird das 500. Todesjahr von Leonardo da Vinci und das Jubiläum 100 Jahre Bauhaus gefeiert. Die Mülheimer Kunstgalerie in der Ruhrstraße 3 hat als Jahresmotto das „Leonardo Da Vinci – Jahr 2019 in der Stadt Mülheim“ ausgerufen, plant jedoch auch die Teilausstellung „Bauhaus-Inspiration in der Ruhr Gallery“ („Bauhaus für Dummies“).
Prof. Dr. h. c. Walter Gropius
1919 – 2019 – 100 Jahre Bauhaus werden gefeiert
Dabei hatte der belgisch-flämischer Architekt und Designer. Henry Clement van de Velde (1863-1957) mit den Grundstein gelegt. Er gründete 1902 das „Kunstgewerbliche Seminar“ und das etwas später als Lehranstalt konzipierte „Kunstgewerbliche Institut“, das seinen Lehrbetrieb im Jahr 1907 aufnahm.
Das Bauhaus-Logo, 1922 entworfen von Oskar Schlemmer
Das Staatliche Bauhaus wurde 1919 von Prof. Dr. h.c. Walter Gropius in Weimar als Kunstschule gegründet. Nach Art und Konzeption war es damals etwas völlig Neues, da das Bauhaus eine Zusammenführung von Kunst und Handwerk darstellte. Das historische Bauhaus stellt heute die einflussreichste Bildungsstätte im Bereich der Architektur, der Kunst und des Designs im 20. Jahrhundert dar. Das Bauhaus bestand von 1919 bis 1933 und gilt heute weltweit als Heimstätte der Avantgarde der Klassischen Moderne auf allen Gebieten der freien und angewandten Kunst und Architektur. Die Resonanz des Bauhauses hält bis heute an und prägt wesentlich das Bild modernistischer Strömungen.
Signaturen von Bauhaus Künstler*innen (Sammerservice)
Quellen: u.a. Wikipedia, Fotos: Archiv des Mülheimer Kunstvereins KKRR
Sammlerservice: Abkürzungen auf Grafiken
Insbesondere Vorzugsdrucke von Editionen der künstlerischen Druckgrafik wie Lithographien, Radierungen, Holzschnitt oder Serigraphien werden mit gesonderten Zeichen versehen, die in der folgenden Übersicht kurz erläutert werden sollen.
Auflage bzw. Edition
Charakteristisch für Grafiken ist eine Nummerierung in arabischen Ziffern, wobei die erste Zahl die Nummer des Exemplars und die zweite die Höhe der Auflage bezeichnet. In einigen Fällen kommen auch römische Ziffern zum Einsatz (II, V, XV). Dies ist ein Indiz für einen Vorzugsdruck. Die Nummerierung steht häufig auf der Vorderseite unter dem Bild.
Beispiele:
1 / 50 Die Gesamtauflage beträgt 50 und man besitzt den 1. Druck dieser Auflage.
I / X Die Gesamtauflage beträgt 10 und man besitzt den 1. Druck dieser Auflage.
Die Unterschrift des Künstlers
Diese wird in der Regel durch den Künstler nach dem Druck vorgenommen. In einigen Fällen wird die Signatur durch den Künstler auf die Druckplatte gebracht und dann gedruckt.
Titel des Bildes
Dieser steht in der Regel auf der Rückseite der Grafik.
E.A. EA oder AA
E.A. steht für das französische „Epreuve d’Artiste“ oder aus dem englischen „Artist’s Proof“. Es handelt sich hier um Grafiken, die zusätzlich in einer sehr kleinen Auflage gedruckt werden. In der Regel sind diese durch den Künstler mit römischen Ziffern nummeriert – bei Sammlern sehr beliebt!
H.C., HC
H.C. bezeichnet das französische „Hors de Commerce“. Diese Drucke werden für den Künstler erstellt und waren ursprünglich nicht für den Handel gedacht.
P/A, P.A. oder PA
P.A. sind sogenannte Probedrucke, die vor der eigentlichen Auflage entstehen, aus dem französischen „Epreuve d‘ Etat“. Sie spiegeln häufig Arbeitsstände des Künstlers wider vor dem eigentlichen Druck des Edition und sind aufgrund des Einblicks in das künstlerischen Schaffen bis zur endgültigen Kreation bei Sammlern sehr beliebt.
E.E., EE
E.E. als Abkürzung für das „Epreuve d’Essai“ kennzeichnet den letzten Probeabzug vor der endgültigen Fertigstellung der Druckplatte.
B.A.T., BAT
B.A.T. steht für „Bon a Tirer“ und bedeutet „Gut zum Druck“. Diese Bezeichnung wird für einen Probedruck verwendet und zeigt an, dass die eigentliche Auflage gedruckt werden kann.
Spannung bei der Enthüllung der Kunstwerke mit dem Mülheimer Kunstverein KKRR in der Ruhrstraße 3 #MHRuhr am 26. August 2016 – ein Stimmungsbild
Besucher vor der Arbeit von Jürgen Brinkmann
Über dem Eingangsportal der Ruhr Gallery prangt die Arbeit von Klaus Heckhoff, der die Motto-Plakate zum „San Francisco-Jahr 2018 in der Stadt Mülheim“ kreierte.
Kein Besucher konnte am preisgekrönten Film „DEAD EDGE“ von Alessandro Rovere vorbeigehen – der einen eindrucksvollen Einstieg in die Ausstellung ermöglichte.
Die Spannung stieg, zunächst ging es durch das Treppenhaus der Villa der Tengelmann-Gründerfamilie Schmitz-Scholl in deren ehemalige Beletage durch das weisse Treppenhaus hinauf.
Enthüllung der Einlieferung von Johannes Hein (li.)
Dort las Inge Fleischer Sequenzen aus dem Buch „Ein Jahr in San Francisco“. Beim Stichwort „Hippie-Zeit“ wurden die zuerst die Arbeiten von Dagmar Luczkowski enthüllt: farbenfrohe Mischtechnik, die pure Lebensfreude ausstrahlt. Dann die Arbeiten von Karin Heissen: große Blüten aus Acryl gestaltet und eine bunte Plastik, die just im Moment der Enthüllung von der Sonne angestrahlt wurde. Mit einer San-Francisco-Flagge hatte Bernd Pirschtat seine Arbeit verhüllt. Zum Vorschein kam ein großformatiger Wegweiser „Leavenworth“ links und „Lombard“ rechts).
Franz Püll war im Erkerzimmer gleich mit vier eindrucksvollen Arbeiten vertreten – „Lucie in the sky with diamonds“ steht dort auf der Cable Car in der die Beatles sitzen – darüber schweben zwei Robben – eine Anspielung auf die LSD-Excesse der damaligen Zeit.
In einem weiteren Werk stehen die Gitarren von Jimmy Hendricks am Pier 39.
Das Werk „Painted Ladys“ zeigt im Vordergrund sieben Briefkästen, die wie Grabsteine anmuten, dahinter die malerischen Häuser von Mahalia Jackson und ihren Nachbarinnen – am Horizont die moderne Skyline von San Francisco.
Ein weiteres großformatiges Werk von Püll zeigt die Golden Gate Brigde, die von einem Tiger mit Rolling-Stones-Zunge verschlungen wird – der Titel „San Francisco Night“ – Homage an das Lied von Eric Burdon & the Animals.
Salon
In der Raummitte wurde eine Skulptur von Franz Püll enthüllt: der elektrische Stuhl von Alcatraz wird dort gezeigt, auf dem Stuhl mit martialischen Stromleitungen sitzt Donald – sichtlich erleichtert – zusammengekauert: zum Glück sind Schilder angebracht „Out of order“.
Zwei Werke von Dörthe Speetzen werden enthüllt – eine Homage an Bill Ham, den Kinetic Painter, den die Künsterin persönlich kennen lernte und durch dessen Lichtmalerei inspiriert wurde.
Cornelia Wissel hat eine Szenerie aus den Problemvierteln in die Ausstellung eingebracht: Vor Grafittos ist eine ärmliche Wohnung im Freien zu sehen.
Brigitte Zipp hat das Thema „Verschmutzung der Meere“ aufgegriffen und prangert den Plastikmüll in ihrer Collage an.
An der Arbeit von Hans Arts kann man noch den Geruch der Firnis wahrnehmen, sie kam wenige Stunden vor der Eröffnung in der Ausstellung an und zeigt explosive Farben.
Maria Zerres enhüllte eine Plastik „The Bull“ als Symbol der Wirtschaftskraft und zwei Malereien: „Traumbilder“ und „Blaue Welten“, die das sprituelle San Francisco symbolisieren.
Bibliothek
Manfred Dahmen hat hier eine großformatige Arbeit als Collage des aus seiner Sicht weiblichen San Francisco zur Verfügung gestellt, flankiert von Arbeiten von Lutz Gierig und NK-MIP, die die San Francisco Bridge polockesk darstellen. N.K.MIP hat die musikalischen Klassiker über die Stadt verewigt. Jürgen Brinkmann lieferte seine Fotokunst auf Kodak-Paper mit einmaliger Farbbrillianz – allein aus dem Farbspiel ist sofort die kalifornische Stadt zu erkennen.
Hub
Der Künstler JOTT KAA hat insgesamt vier Arbeiten zur Ausstellung beigetragen. Neben einer Original-Bootsplanke „Frisco Bay“ schuf er Collagen – von der Lombard-Street und Cable Car. Auch Donald Duck durfte nicht fehlen „Who the fuck is Donald Duck ?“ ist der Titel der Collage.
Balkonzimmer
Janina Funken hat zwei feine Grafiken in die Ausstellung eingebracht – mit vernetzten Strukturen tauchen bunte Elemente auf, die sich harmonisch eingliedern. Martin Sieverding hat härtere Strukturen in seinen großformatigen Arbeiten geschaffen, die Farben von San Francisco und architektonische Elemente ergänzen sich wirkungsvoll. Als Kontrast hängen gegenüber drei Arbeiten von Klaus Wiesel, der QR – Codes grafisch komponiert hat – beim Scannen erscheinen interessante Links und führen z.B. direkt ins SF-MOMA – ein spannender Hinweis auf das digitale San Francisco.
Kaffee-Lager
Die Künstlerin Annette Fink zeigt in der Ausstellung sechs Fotoarbeiten und eine digitale Collage. Deutlich ist ihr Thema Silicon Valley erkennbar – Gehirnstrukturen und Wafer sind zu erkennen.
Ras Secco Reggae nimmt mit zwei Skulpturen teil „San Francisco Burning“ eine Bohle durchwirkt von Glassplittern und eine „BetonGitarre“.
Kolonialwaren-Hochlager
Jörg Dornemann hat neben einer Birne auch weiteres Ost und Gemüse soweit fototechnisch verfremdet, dass als Ergebnis Personen entstehen. Eine spannende Umsetzung des Themas „Veränderung“.
Die Eingangshalle zeigt einen Gegensatz: düster und eindrucksvoll der „Phönix aus der Asche“ von Jutta Dammers-Plaßmann – dagegen leicht und farbenfroh die Arbeit von Heidi Becker mit dem Title „Oro en paz“ aus dem Wappen der Stadt.
Weitere Arbeiten im Foyer zeigen die stilisierte Golden Gate Bridge von Jutta Dammers-Plaßmann, sowie alle Brücken von San Francisco von Aliv Franz und den Beitrag von Gerhard Krausekrause „Wie Macho ist der Mann“ als gesellschaftskritische Malerei.
Newcomer Johannes Hein zeigt zwei Skizzen, ein „Stadtlogo“ und „Radrennen in San Francisco“ während Lukas Benedikt Schmidt ein farbenfrohes Badetuch inszeniert, das nahtlos in Strand, Meer und Horizont übergeht: Kalifornien-Feeling pur.
Die gelungene Ausstellung (so ein Eintag im Gästebuch) ist noch bis zum 30. September 2018 in der Galerie an der Ruhr / Ruhr Gallery – Ruhrstraße 3 / Ecke Delle – Ruhranlage in Mülheim bei freiem Eintritt zu sehen. Terminhotline für Führungen: 0157 3629 5489.
Sonderöffnung Samstag und Sonntag jeweils von 11:00 bis 16:00 Uhr oder nach Vereinbarung.
Nicht nur die Vita von Franz Püll ist beeindruckend. Der Maler aus Oberhausen hat eine Retrospektive seiner Arbeiten zusammengestellt und zeigt einen tiefen Einblick in seine Seele. Immer sind vielfältige Aussagen in den überwiegend realistischen Arbeiten zu entdecken. Aber Püll trennt sich auch von seiner bewährten gegenständlichen Malerei und schafft neue freie Ansätze.
Franz Püll (li.,) beim Künstlergespräch im Kloster Saarn
Von seiner frühren Wirkungsstätte am Lago Maggiore, wo er die Stimmung auffing bis hin zum gesellschaftskritischen Beitrag zum Thema „Migration“ – die Ausstellung ist sehr zu empfehlen. Vor Ort wird mit Kaffee und Kuchen eine einmalige Kombination aus Kultur und Genuss präsentiert.
Franz Püll in Mülheim an der Ruhr „Impressionen, Allegorien und surreale Bilder“ – Ort Begegnungsstätte Kloster Saarn bis 9. September 2018
Mo-Fr 9:00 bis 18:00 Uhr – Sa 10:00 bis 18:00 Uhr – So 14:00 – 18:00 Uhr – Eintritt und Parken frei !
Franz Püll in der Gemeinschaftsausstellung zum SAN-FRAN-JAHR
Franz Püll beteiligt sich in diesem Jahr auch an der Hauptausstellung zum „SAN-FRANCISCO-JAHR 2018 IN DER STADT MÜLHEIM“ mit Malerei und einer Installation. Diese Ausstellung startet am 26. August 2018 um 16:00 Uhr in der Stadtmitte von Mülheim – Ruhrstraße 3 / Ecke Delle – Ruhranlage.
Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstler wird eingetragener Verein
WEISS – SCHWARZ war das Thema der Jahresausstellung 2014/2015 im Mülheimer Museum am Synagogenplatz 1
Eine nichtöffentliche Gründungsversammlung hat die Eintragung der bisherigen offenen „Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstlerinnen und Mülheimer Künstler“ auf den Weg gebracht. Damit ist die erfolgreiche historische offene Mülheimer Künstler*innengemeinschaft Geschichte – es gelten jetzt strenge Aufnahmekriterien.
Der Begriff „Arbeitsgemeinschaft“ wird im Allgemeinen wie folgt verstanden: In einer Arbeitsgemeinschaft (Abkürzung: ARGE) schließen sich üblicherweise Unternehmen zusammen, um eine zeitlich befristete und inhaltlich abgegrenzte Aufgabe gemeinsam zu erfüllen. Kooperationen werden regelmäßig im Baugewerbe gebildet und entstehen oftmals aus einer Bietergemeinschaft. Bei der Wahl der Bezeichnung im Jahr 1929 ging die Künstlerschaft davon aus, dass nur hauptberufliche Kunstschaffende einen Zusammenschluss wollten. Damals gab es z.B. noch nicht die Künstlersozialkasse für den Berufsstand.
Bei der Einweihung des Mülheimer Kunstmuseums im Alten Stadtbad: Oberbürgermeister Heinz Hager (mit Brille) mit Peter Könitz, Karlheinz Netzewitz und Heinrich Siepmann (Foto: Stadtbildstelle)
Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstlerinnen und Künstler mit Sitz in Mülheim an der Ruhr e.V. (Vereinsregister für Mülheim geführt in Duisburg)
Gründung: Mai 2019
Vereinszweck
Zweck des Vereins ist die Förderung von Kunst und Kultur in Mülheim an der Ruhr, insbesondere durch die Beratung und Unterstützung der Stadt Mülheim an der Ruhr mit dem Ziel, das kulturelle Leben in ihrer Gesamtheit zum Nutzen einer breiten Öffentlichkeit zu intensivieren.
1. Organisation und Durchführung der traditionellen Jahresausstellung der Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstlerinnen und Künstler im Kunstmuseum. Diese Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum vorbereitet und durchgeführt. 2. Verbesserung der Kunst- und Künstlerförderung, hier vor allem des Nachwuchses. 3. Bewahrung der künstlerischen Identität seiner künstlerisch schaffenden Mitglieder. Der Verein unterstützt ihre Ausstellungstätigkeit insbesondere bei der Entwicklung geeigneter Möglichkeiten für Kunstprojekte in unserer Stadt. 4. Forderung von Mitbestimmung bei der Präsentation von künstlerischen Arbeiten im öffentlichen Raum. 5. Sicherung einer Beteiligung bildender Künstlerinnen und Künstler an Baumaßnahmen der öffentlichen Hand und deren transparenter Durchsetzung bei Wettbewerben. 6. Kooperationen mit Künstlerzusammenschlüssen der Nachbarstädte und darüber hinaus und mit unseren Partnerstädten (Beykoz/Türkei, Darlington/Großbritannien, Kfar Saba/Israel, Kouvola/Finnland, Opole/Polen, Tours/Frankreich). 7. Vertretung mit Rederecht im Kulturausschuss. 8. Regelmäßige Erstellung von Publikationen um ein aktuelles Bild der Kunstschaffenden unserer Stadt nach außen herzustellen. 9. Mitspracherecht bei der Vergabe der Ateliers im Schloß Styrum.
Die ordentliche Mitgliedschaft kann ab sofort beantragt werden, wobei entweder ein akademisches Kunststudium oder eine dreijährige Ausstellungstätigkeit bei Amateurkünstlern / Autodidakten nachgewiesen werden muss. Ein Bezug zur Stadt Mülheim muss gegeben sein (z.B. aktuelle oder frühere Meldebescheinigung oder der Nachweis eines Arbeitgebers in der Stadt Mülheim).
Fördermitglieder können als Einzelpersonen ab 100 EUR p.a. Spenden leisten, Firmen ab 300 EUR p.a. jedoch ohne Stimmrecht.
Bei Verlust der Gemeinnützigkeit oder Auflösung fällt das verbleibende Vereinsvermögen an den Verein Kunsthaus Mülheim e.V. gegr. 2008 , bei dessen Auflösung an die Deutsche Krebshilfe.
Jahresausstellung mit Arbeit von Klaus Heckhoff (li.) – hier im Gespräch mit Manfred Dahmen (Galerie an der Ruhr)
Ein Kuratorium soll auch künftig entscheiden, wer im städtischen Kunstmuseum am Synagogenplatz 1 bei der traditionellen Jahresausstellung, die seit 1929 mit Unterbrechungen bislang jährlich stattfand, teilnehmen darf. Andere Künstler*innengemeinschaften in der Stadt Mülheim sind bislang ausgeschlossen.
Besucherandrang bei einer Jahresausstellung
Während der Modernisierung des städtischen Museums der Stadt Mülheim (bis etwa 2022) war ein Ausweichstandort eingerichtet. – die Bewerbungsbedingungen und Termine wurden traditionell im November eines Jahres bekanntgegeben.
Fragen zu dem neuen e.V. können u.a. bei den wechselnen Vorsitzenden gestellt werden.
Eine Pressemitteilung ist nachstehend abgedruckt wonach Spenden und Fördergelder eingeworben werden sollen (siehe Erklärung der Vorsitzenden). Vereinsmitglied kann jeder werden – er müsse nicht als Künstler arbeiten.
Auszug Artikel von Dr. Thomas Emons vom 23.11.2019
Mülheimer Kunstverein KULTURTURM E.V.
Dirk Schneider, Leiter Kulturbetrieb MLHMRHR bei der Begrüßung (Foto: Ivo Franz)
Der Mülheimer Verein KULTURTURM e.V. gegründet 1998
Im Jahr 1998 wurde der Mülheimer Kunstverein KULTURTURM e.V.
gegründet.
Aus der Satzung:
Der Zweck des Vereins ist, Akzeptanz für zeitgenössische
Kunst zu wecken, die kulturellen Leistungen von Kunstschaffenden sowohl zu
fördern, wie zu koordinieren und Kommunikation im kulturellen Bereich zu
entwickeln.
Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch
Durchführung von kulturellen Veranstaltungen, wie Ausstellungen, Workshops,
Lesungen und musikalische Darbietungen.
Von den Mitgliedern werden keine Beiträge erhoben.
Bei Verlust der Gemeinnützigkeit oder Auflösung fällt das verbleibende Vereinsvermögen an den Mülheimer Kunstverein e.V. gegr. 1956.
Kulturort in #MLHMRHR: Der Bismarckturm (Foto: Ivo Franz)
Daten zum Verein:
Gründung am 20. Juni 1998
Gründungsmitglieder:
Stephanie Behrendt. Thomas Behrendt, Jochen Leyendecker, Dore O. Nekes, Ute Renczewitz, Rolf Schulze, Inge Sinn und Heidemaie Sinn-Leyendecker
Vorsitzender des Verein:
Jochen Leyendecker
Bildmitte der Vorsitzende Jochen Leyendecker lauscht den Ausführungen von Ralf Raßloff bei einer Vernissage im Bismarckturm (Foto: Ivo Franz)
Produktiver Tag im Amt für weiterbildende Fantasie in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr.
Im Galeriehof sind weitere Arbeiten entstanden, dabei wurden auch bereits fertige Arbeiten, die bislang keine Käufer fanden, nochmal komplett überarbeiten und übermalt.
Abfrage „Stadt Mülheim“ im Internet – auch hier erscheint sofort das Logo „Amt für weiterbildende Fantasie“
Das Amt für weiterbildende Fantasie ist täglich geöffnet. Eine Terminhotline ist unter 0157 3629 5489 eingerichtet. Anmeldung erbeten.
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