WOLFGANG VOGELSANG MIT ÜBERZEUGENDER AUSSTELLUNG

Besuchermagnet in der ersten Septemberhälfte des Leonardo-Jahres 2019 in der Stadt Mülheim an der Ruhr war die große SCHAU MALEREI WOLFGANG VOGELSANG in der Ruhr Gallery Mülheim.

Wolfgang Vogelsang (li.) mit der Kunsthistorikerin Dr. Beate Reese und Manfred Dahmen (Foto: Jürgen Brinkmann)

Über 50 Arbeiten zeigte der umtriebige Mülheimer Künstler Wolfgang Vogelsang, der in der Laudatio von Dr. Tobias Kaufhold für seine Vielfalt und Qualität gelobt wurde. Der Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein ermöglichte die spannende Schau in der Villa Schmitz-Scholl – Kurator war Klaus Wiesel vom Mülheimer Künstlerbund, der es schaffte, die verschiedenen Schaffensphasen von Wolfgang Vogelsang wirkungsvoll in Szene zu setzen.

Dr. Tobias Kaufhold bei der Einführung in die Ausstellung am 3. September 2019 (Foto: Jürgen Brinkmann)

Ausstellung mit Arbeiten aus allen Schaffensperioden

Der Mülheimer Maler Wolfgang Vogelsang lebt und arbeitet in Mülheim Saarn. Das Mitglied der Arbeitsgemeinschaften Mülheimer und Oberhausener Künstler hat sich als junger Mann von Künstlern der niederländischen Haager Schule inspirieren lassen und an ihren Ölbildern sein Handwerk von der Pike auf gelernt. Ihm sind für seine Kunst zwei verschiedene Richtungen wichtig:

Das ist zum einen die Aquarellmalerei, zum anderen die konstruktivistisch-informelle Öl- und Acrylmalerei.

Arbeit von Wolfgang Vogelsang in der Galerie an der Ruhr / Besucher (Foto: Jürgen Brinkmann)

Die Werke beider Techniken drängen sich dem Betrachter nicht auf. Sie sind häufig in Erdfarben gemalt. Komplementärfarben setzt der bekannte Künstler nur sparsam ein – seine Kunst soll den Betrachter nicht durch kräftige Farben, sondern eher durch Harmonie in Farbe und Form überzeugen. Die realistischen oder halbabstrakten Aquarelle mit Landschafts- und Blumenmotiven sind von einer Ausgewogenheit, die zuweilen an asiatische Kalligraphie erinnert. Die oft großformatigen konstruktivistischen oder informellen Acryl- oder Ölbilder sind ebenfalls reduziert in der Darstellung, wenn auch auf eine graphisch-geometrische Weise.

Besucher diskutieren in der Ruhr Galley Mülheim (Foto: Jürgen Brinkmann)

Die beiden Malweisen sprechen den Betrachter auf emotionale und rationale Weise an, sind stimmig und zusammengehörig, besonders wenn der zurückhaltende Künstler seine Werke vorstellt. Ein wunderbares Beispiel seiner Kunst sind die Aquarelle seines „Norwegischen Zyklus“, die in der Edition des Mülheimer Kunstmuseums „Wolfgang Vogelsang Aquarelle“ 1993 veröffentlicht wurden. Das Zur-Schau-Stellen ist allerdings nur begrenzt die Sache des Malers. Der anerkannte Künstler freut sich, seine Werke in einem persönlichen Gespräch vorstellen zu können und zu sehen, wenn seine kleinen und mittelgroßen Zeichnungen oder großformatigen Acryl- und Ölarbeiten ankommen.

Laura Rodrigues (li.) im Gespräch mit Kurator Klaus Wiesel in der Ruhrgalerie Mülheim (Foto: Jürgen Brinkmann)

„Manchmal wird man ja auch belächelt, wenn man Blumen malt“, gibt er lächelnd zu und findet, dass genau das bei vielen bekannten Malern besonders hoch geschätzt wird und ihrem Publikum viel Freude bereitet.

alexander

Galerieleitung GadR = Galerie an der Ruhr

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