Kunstjahr 2017 in der Stadt Mülheim an der Ruhr

Kunstjahr 2017 in der Stadt Mülheim an der Ruhr

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Eingang des Mülheimer Kunstmuseums in der Innenstadt von Mülheim an der Ruhr (Foto: Ivo Franz)
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Besucher Mülheimer Museen 2009 bis 2015

Gleich an zwei Orten findet eine Jahresausstellung Mülheimer Künstler im Jahr 2017 statt.  Im Städtischen Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr am Synagogenplatz 1 (historisches Postamt) zeigen vom 29. Januar bis 26. Februar 2017 (außer montags jeweils von 11:00 bis 18:00 Uhr) die in der ältesten Künstler – Arbeitsgemeinschaft gelisteten Künstler ihre Arbeiten – gespannt ist man auch, welche Neubewerber diesmal das Wohlwollen der Jury finden.

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Eingang des Mülheimer Kunsthauses / Kunstgalerie Ruhrstraße in der Innenstadt von Mülheim an der Ruhr (Foto: Ivo Franz)

 

Später auch in der Galerie an der Ruhr / Kunsthaus Ruhrstraße 3 / Ecke Delle (historisches Stammhaus des Tengelmann-Konzerns / Nedelmannhaus) zeigen Mülheimer Künstler ab Juli 2017 brandneue Arbeiten. Jahresthema ist die Homage an Jackson Pollock. Die im vom Mülheimer Kunstverein KKRR (Kunstverein und Kunstförderverein Rhein – Ruhr, Sitz Mülheim) getragenen Künstlerhaus im dortigen KunstQuartier.Ruhr beherbergten Kunstschaffenden laden interessierte Gastkünstler ein, ebenfalls an der ganzjährigen Ausstellung in der Reihe ART TALK & TOUCH – teilzunehmen. Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind täglich, auch montags von 10:00 bis 21:00 Uhr nach Vereinbarung, um auch Berufstätigen und Sammlern den Kunstgenuss zu ermöglichen. Der Eintritt ist in der Galerie an der Ruhr / Kunsthaus Ruhrstraße 3 / Ecke Delle / Ruhranlage frei. Auch Parken ist frei.

Auch die Ateliers im Kunsthaustrakt im KunstQuartier-Ruhr in der Ruhrstr. 3 / Ecke Delle ermöglichen den Ausstellungsbesuchern bei freiem Eintritt die Kunst am Enstehungsort zu erleben und Künstlergespräche zu führen. Dabei sind u.a. die Kunststudentin der freien Akademie Essen Heidi Becker, die Schülerin von Markus Lüpertz Jutta Dammers-Plaßmann, Jürgen-H. Block, Doc (Gregor) Davids mit seinen Glas-Skulpturen, Manfred Dahmen, der Meisterschüler von Clemens Pasch Gerhard Krausekrause – eine Liste der Ausstellenden wird rechtzeitig veröffentlicht. Die Ausstellungsfläche im KunstQuartier.Ruhr beträgt mittlerweile über 1.000 Quadratmeter.

Die Mülheimer Kunstinteressierten und die es noch werden wollen werden von der Qualität und vom breiten Spektrum der ausgestellten Arbeiten begeistert sein.

AUSSCHREIBUNG ZUR TEILNAHME AN DER AUSSTELLUNG „JACKSON POLLOCK VISITING“ 30. April bis 4. Juni 2016

Titelbild: „Homage an Jackson Pollock“ von Kurt Walter Otto (Ring64) aus der Sammlung der Galerie an der Ruhr

SCHLUSS MIT DEM DENKEN. MALEN.

SCHLUSS MIT DEM DENKEN. MALEN.

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Gegenwartskünstler Klaus Heckhoff (li.) bei der Hängung seiner Werke in der Galerie an der Ruhr

Provokanter Ausstellungstitel in der Mülheimer Galerie an der Ruhr im historischen Nedelmannhaus. Dort eröffnet der in Mülheim an der Ruhr geborene Künstler Klaus Heckhoff seine Ausstellung. Die Mülheimer Kunsthauskünstler haben auch 2016 eine Reihe interessanter Gastkünstler eingeladen, die Kunstszene an der Ruhr zu bereichern.

Mit Klaus Heckhoff macht die Kulturstadt an der Ruhr einen weiteren Quantensprung – noch bevor alle Galeriewände mit großflächigen LED – Panels ausgestattet sind, die auf Knopfdruck eine Ausstellung in Sekundenschnelle aufbauen – zeigt Klaus Heckhoff einen Zwischenschritt seiner digitalen Malerei.

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Interview mit der WAZ, Julia Blättgen beim Presserundgang durch die Ausstellung KLAUS HECKHOFF – SCHLUSS MIT DEM DENKEN. MALEN.

Er hat sich vor einiger Zeit schon von der „Essig/Ölmalerei“ verabschiedet, die er bei seinen Lehrmeistern gelernt hatte. Durch seine Arbeit in der Werbewirtschaft hat er früh zu den hochmodernen Möglichkeiten Zugang erhalten. Er verfeinert seine Technik täglich und komponiert so beeindruckende Arbeiten. „Ich brauche keine Umwege über Motivsuche und Skizzenbücher, ich halte mich nicht auf und verwirkliche meine Ideen und Gefühle direkt auf der digitalen Leinwand. Jede Arbeit gibt es bei mir nur ein mal – ein signiertes Unikat“, so der Künstler.

Klaus Heckhoff war zuletzt im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Arbeit im Rahmen der Jahresausstellung der Ausstellungsgemeinschaft Mülheimer Künstlerinnen und Künstler als Gastkünstler zu sehen, auch hatte ihn die Künstlergruppe Ander mit einer Arbeit im Raffelbergpark vorgestellt.

Am Freitag, dem 8. April 2016 eröffnet um 18:00 Uhr Galerieleiter Alexander-Ivo Franz die spannende Ausstellung, die bis zum 27. April 2016 im Nedelmannhaus in Mülheims Ruhrstr. 3 zu sehen ist. Gruppenführungen nach Vereinbarung unter 0157 3629 5489.

ERGÄNZUNG DES BLOGS „NACHLESE ZUR HECKHOFF-AUSSTELLUNG IN MÜLHEIM

Ein Bild ist ein Bild ist ein Bild
Die Ausstellung „Schluss mit dem Denken. Malen“ von Klaus Heckhoff  im Nedelmann Kunstmuseum hat den Mülheimer Kunstinteressierten und der Mülheimer Künstlerschaft neue Impulse vermittelt.

Die neue digitale Technik, die Heckhoff seit einigen Jahren nutzt, ist für ihn nicht nur ein neues, interessantes Instrument – sie eröffnet ihm Wege, die Möglichkeiten von Malerei zu erweitern, indem sie hilft , andressierte Ästhetik und anerzogene Ratio auszuschalten und einer visuellen Intelligenz Platz zu machen.

Und diese neue digitale Arbeitsweise lieferte heftigen Diskussionsstoff.                                                               Sie hat polarisiert, irritiert und vor allen Dingen liebgewonnene Gewohnheiten in Frage gestellt.

So wurde zum Teil heftig darüber diskutiert, dass die Arbeiten im Pigment-Print präsentiert  und nicht in Essig und Öl gemalt wurden.Von Wertigkeit wurde gesprochen – man könne keine Ölfarbe oder Terpentin mehr riechen – kein Rotweinfleck oder Fingerabdruck des Künstlers wären eine Originalitäts-Garantie.

Gegenargumente waren z.B.: Das ist Malerei pur. Ein Bild ist ein Bild, nicht mehr und nicht weniger. Das sind Bilder ohne allen Schnickschnack einer überholten romantisierenden Auffassung von Kunst.  Das ist die Zukunft, die über den Tellerrand, konventioneller Malerei hinaussieht.

Dazu ein Zitat von Dr. Annette Doms, der Direktorin von UNPAINTET Media:                                              „Die digitale Kunst von heute wird die Kunst sein, an die man sich später als an die typische Kunst der ersten Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts erinnern wird.“

Und Alexander Ivo Franz, Leiter des Nedelmann Kunstmuseum in Mülheim:  „Mit dieser Ausstellung von Klaus Heckhoff haben wir einen Quantensprung in die Zukunft und Schluss mit dem Provinzialismus gemacht. Wir haben den Anspruch von Mülheim an der Ruhr als Kunststadt mal wieder exzellent bestätigt.“

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Diskussion während der Vernissage im Nedelmann Kunstmuseum in Mülheim, Ruhrstr. 3
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Nachlese von Klaus Heckhoff „SCHLUSS MIT DEM PROVINZIALISMUS“

 

Mülheimer Kunstverein beschließt Aktivitäten für 2016 auf der Mitgliederversammlung im Nedelmannhaus in der Ruhrstr. 3

Mülheimer Kunstverein beschließt Aktivitäten für 2016 auf der Mitgliederversammlung im Nedelmannhaus in der Ruhrstr. 3

Der Mülheimer Kunstverein KKRR (Kunstverein und Kunstförderverein Rhein – Ruhr mit Sitz in Mülheim an der Ruhr) hat auf der diesjährigen Mitgliederversammlung für das Kunstjahr 2016 eine Ausweitung seines Angebots beschlossen. Gefördert werden nach wie vor ausschließlich aktive, schaffende Künstlerinnen und Künstler im Kunstgebiet Rhein –Ruhr.

Nachdem im Jahr 2015 insgesamt 32 erfolgreiche Ausstellungen und Projekte im historischen Nedelmannhaus (Galerie an der Ruhr / RUHR-GALLERY-MÜLHEIM) am Ruhrufer in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr veranstaltet und gefördert wurden, sollen im Jahr 2016 verstärkt Einzelprojekte unterstützt und gefördert werden.

 Förderung junger Künstlerinnen und Künstler

Mit dem 2014 begonnenen Förderprogramm Kunst U30 in der RUHR-GALLERY“ konnte bereits ein junger Künstler mit Lukas Benedikt Schmidt gewonnen werden, der jetzt sein Studium aufnimmt und sich erstmals für die Teilnahme an Ausstellungen beworben hat.  Das U30 Programm wird auch 2016 fortgesetzt und weiter ausgebaut.

Zunächst werden weiterhin im Rahmen der Partnerschaft mit Bildungscent e.V. / KLIMA-KUNST-SCHULE Schulklassen gezielt für Kunst im sog. „Artistic Seed-Programm“ sensibilisiert. Die Leitung der Projekte hat der internationale Künstler Jürgen Heinrich Block in der Galerie an der Ruhr. Dieses Angebot haben bislang kunstinteressierte Schulen aus Dortmund und Essen angenommen.

Sonstige Förderprojekte 2016

Für das Jahr 2016 ist ein Förderprojekt mit einer Schule aus dem Ruhrgebiet vorgesehen, das die Entwicklung des sog. „Galerie-Energiemanagementsystems GEMS“ finanziert. Es werden u.a. Datenlogger für Temperatur, Luftfeuchte und CO2 entwickelt, gefertigt und installiert. Eine Smartphone-App soll den optimalen Betrieb für den sensiblen Anwendungsbereich in Kunstgalerien kostengünstig ermöglichen.

Die „Dauerausstellung Energy-Art“ soll auch 2016 in der Galerie an der Ruhr fortgesetzt und ausgebaut werden und geht damit bereits in das dritte Jahr. Die bestehende „Kunstbibliothek im Nedelmannhaus“ soll 2016 ebenfalls durch Ankauf erweitert werden, die Exkursionen im Rahmen der Reihe „Art Talk & Touch“ werden auch 2016 weiter angeboten, wie auch sachkundige Führungen von Gruppen durch die Kunstmuseen im Kunstgebiet Rhein – Ruhr (z.B. Sammlung Ziegler, Mülheim).

Ausbau der Produktionsgalerie am Standort Ruhrstraße 3 / Ecke Delle in Mülheim „Kunsthaus Mülheim Ruhrstr. 3“

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Ausstellung „Tiere zeichnen“ Kohle auf Leinwand von Herbert Siemandel-Feldmann im „Kunsthaus Mülheim Ruhrstr. 3 „im Jahr 2015 mit über 500 Besuchern

Der Kunstort an der Ruhrstr. 3 in der Stadtmitte von Mülheim wird weiter als überregionale Produktionsgalerie ausgebaut. Derzeit haben dort 7 Kunstschaffende im Atelierbereich der Villa Schmitz-Scholl / Nedelmannhaus ihre Werkräume im „Kunsthaus Mülheim Ruhrstr. 3“.  Auch ist hier das „Amt für weiterbildende Fantasie“ von Manfred Dahmen angesiedelt. Es liegen bereits verschiedene Bewerbungen lokaler und überregionaler Künstlerinnen und Künstler vor, die sich an dem erweiterten Konzept beteiligen wollen.

Erwerb oder Anmietung von Atelier- und Ausstellungsflächen

Aktuell wird über den Erwerb oder die Anmietung weiterer geeigneter Ausstellungsflächen in  der Kunstmeile der Kunststadt Mülheim sowie an anderen Kunststandorten in Hamburg, Frankfurt und München verhandelt. Die bestehenden Kooperationen mit Kunsthäusern anderer Kunststädte sollen weiter ausgebaut werden.  Im Kunstgebiet Köln – Bonn konnte mit Einrichtung des „KBBK KUNSTORT BENSBERG BEI KÖLN“ ein weiterer spannender Kunstort im Kunstgebiet Rhein – Ruhr geschaffen werden – in einem historischen Gutshaus aus dem Jahr 1769 in der Schlossstadt Bensberg, die als Ortsteil jetzt zu Bergisch Gladbach gehört.

Logo KBBK - KUNSTORT BENSBERG

P.S. Zum Entspannen: Kunst auf hohem Niveau!

David Foster and Charice Pempengco 

Ein spannender Artikel über weitere Kunstaktivitäten in der Kunststadt Mülheim mit Ausblick auf die Zeit nach 2017

AKTUELLES KUNSTGEBIET RHEIN RUHR