Salon der Zurückgewiesenen

Ausstellungen heimischer Künstler im städtischen Kunstmuseum

Es war schon immer das Ziel vieler Künstler einmal im städtischen Kunstmuseum eine Einzelausstellung zu bekommen. Nur wenigen ist das bisher gelungen. Wer aber durch eine Jury zur so genannten „Jahresausstellung der Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstler“ zugelassen wurde, durfte dort in einer Gemeinschaftsausstellung ausstellen, wenn er es gar drei mal schaffte, wurde er in den Kreis dieser Arbeitsgemeinschaft aufgenommen und konnte danach auf Wunsch jedes Jahr seine ausgewählten Werke im Kunstmuseum präsentieren. Für manchen bedeutete dies ein wichtiges Sprungbrett in eine Künstlerkarriere, andere Kunstschaffende versuchten es gar nicht und hatten Erfolg.

Viele Künstlerinnen und Künstler kamen aber nie in den Genuss – auch eine Ausstellung der Zurückgewiesenen wurde bislang in der Kunststadt Mülheim nicht organisiert.

Beispiel einer Zurückweisung (Ausjurierung) aus dem Jahr 1978 (Archiv des Kunstvereins KKRR, Mülheim)

Salon der Zurückgewiesenen – ein Rückblick in die Kunstgeschichte

In der Kunsthochburg Paris war der „Salon des Refusés“, auch „Salon der Refüsierten“ oder „Salon der Zurückgewiesenen“ eine Parallelausstellung zum offiziellen „Salon de Paris“. In dieser Ausstellung wurden diejenigen Gemälde und Plastiken gezeigt, welche von der Jury des Salon de Paris zurückgewiesen worden waren. Die kunstgeschichtlich bedeutsamste Ausstellung ist die von 1863, die auf Initiative von Napoleòn III zustande kam, nachdem die Jury aufgrund ihrer Auswahlmethoden in die Kritik geraten war. Von einer Reihe von Kunsthistorikern wird diese Ausstellung als Geburtsstunde der Moderne eingestuft.

Auch Otto Pankok wurde bei einer Jahresausstellung ausjuriert „…zu Gegenständlich“.

Der Mülheimer Verein „Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR)“ arbeitet gerade das Thema im Hinblick auf das Jubiläum (90 Jahre Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstler im Dezember 2019) auf und sucht Material für eine Ausstellung über die damalige Kunstszene in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr – die Geschäftsstelle des Vereins ist in der Villa Schmitz-Scholl in der Ruhrstraße 3 und unter der Rufnummer 0208 46949-567 oder via Email info@kunststadt-mh.de erreichbar.

Hier ein interessanter Artikel von Klaus Geldmacher über den Mülheimer Künstler Hermann Haber aus dem Jahre 2009 zum 80. Jubiläum der Mülheimer Künstlerschaft:

alexander

Galerieleitung GadR = Galerie an der Ruhr

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