
Reportage: Die Villa Artis – Herzstück der Mülheimer Kunstszene
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Ein Ort mit Geschichte und Vision
Die Villa Artis, gelegen am rechten Ruhrufer in der kleinen Ruhrstraße 3 in der Ruhrtalstadt Mülheim, ist mehr als nur ein Ausstellungsort – sie ist ein lebendiger Treffpunkt für Kunst, Dialog und kulturelle Teilhabe. Seit ihrer Gründung durch den Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – kurz KKRR hat sich die Villa zu einem der wichtigsten Impulsgeber der lokalen Szene entwickelt. Das historische Gebäude, einst Wohnhaus der Industriellenfamilie Schmitz-Scholl (Tengelmann-Gründer), wurde im Jahr 2012 liebevoll restauriert und dient heute als Bühne für zeitgenössische Kunst und kreative Experimente.
Der Mülheimer Kunstsonntag – Ein Fest für alle Sinne
MdB Helge Lindh bei seinem Vortrag zum Thema Grundgesetz in der Ruhr Gallery – hier mit Künstler Reinhard Fingerhut Foto: Jürgen Brinkmann
Prof. Dr. Irene Daum führte in die Ausstellung ein „GRUNDGESETZ – Wir können uns auf nichts berufen“ Foto: Jürgen Brinkmann
Am 31. August 2025 öffnete die Villa Artis erneut ihre Türen für den beliebten Mülheimer Kunstsonntag. Von 14 bis 17 Uhr strömten Besucher:innen aus der ganzen Region in die Villa, um aktuelle Werke in der Schau „WIR KÖNNEN UNS AUF NICHT BERUFEN“ zu entdecken, mit Künstler:innen ins Gespräch zu kommen und die besondere Atmosphäre zu genießen. Die spannende Schau wurde am Vortag feierlich eröffnet.

Was geboten wurde:
• Freier Eintritt & Führungen durch die aktuelle Ausstellung von Manfred Dahmen und Reinhard Hingerhut zum Thema „GRUNDGESETZ“ (noch bis 28. September 2025 zu sehen FR 16-18 Uhr SA+SO 14-17 Uhr) und das denkmalgeschützte Gebäude
• Live-Performances und spontane Aktionen im Garten
• Kunstmarkt mit Werken direkt von den Künstler:innen
• Kinderatelier für die jüngsten Gäste
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie niedrigschwellige Formate Menschen erreichen können.

Schau zum Thema „GRUNDGESETZ“ von Manfred Dahmen und Reinhard Fingerhut
FR 16-18 Uhr SA+SO 14-17 Uhr – EINTRITT FREI
ÖPNV: „Stadtmitte-MH“
NAVI: „Delle“ Foto: Mülheimer Kunstverein Klaus Wiesel
Künstergespräch zur Schau „Wir können uns auf nichts berufen“ zum Thema GRUNDGESETZ Foto: Bernd Kirstein
VORSCHAU „Mülheimer Kulturmarkt“ im Oktober
Am 11. und 12. Oktober 2025 verwandelt sich die Villa Artis erneut in einen lebendigen Marktplatz der Kunst. Beim KulturMarkt können Besucher:innen Werke direkt von den Künstler:innen erwerben – ganz ohne Galerieaufschlag. Der Mülheimer Kunstverein KKRR stellt seine Räume zur Verfügung, damit Kreative ihre Arbeiten im eigenen Namen und auf eigene Rechnung präsentieren können.
Besonderheiten des Mülheimer KulturMarkts:
• Direkter Austausch mit den Kunstschaffenden
• Verkauf von Originalwerken und Editionen
• Offene Ateliers und Gespräche über künstlerische Prozesse
• Eintritt frei – Kunst für alle
Sammler:innen, Neugierige und Flaneure sind gleichermaßen willkommen. Der Mülheimer KulturMarkt ist ein Paradebeispiel für die niederschwellige, zugängliche Kunstvermittlung, die Mülheim auszeichnet.

ÖPNV: „Stadtmitte-MH“
NAVI und PARKEN: „Delle 54“ Foto: Mülheimer Kunstmuseum MMKM
Kunst trifft Stadtgesellschaft
Die Villa Artis ist nicht nur ein Ort für Kunst, sondern auch ein Symbol für den Wandel Mülheims: weg von der reinen Industriestadt, hin zu einem urbanen Raum mit kultureller Strahlkraft. Die unmittelbare Nähe zum Innenstadtpark Ruhranlage, die Offenheit der Formate und die Einbindung lokaler Akteur:innen machen sie zu einem Modell für partizipative Kulturarbeit.
Die Villa Artis ist ein lebendiger Organismus, der wächst, sich wandelt und seine Umgebung prägt. Wer verstehen will, warum Mülheim heute als Kunststadt gilt, sollte hier beginnen. Mit Künstler:innen wie Manfred Dahmen und Reinhard Fingerhut, Formaten wie dem „Mülheimer Kunstsonntag“ und dem „Mülheimer KulturMarkt“ im Oktober zeigt die Stadt, wie Kunst und Gesellschaft sich gegenseitig inspirieren können.





