
Vision: Die Rhein-Ruhr-Region als „Kulturraum der Vielfalt und des Wandels“
Wir streben eine Metropolregion an, in der Kultur nicht nur ein zusätzliches Angebot ist, sondern das Herzstück des Zusammenlebens von rund 10 Millionen Menschen. Die Vision basiert auf einer starken regionalen Identität, die durch kontinuierliche Zusammenarbeit der Städte und Akteure gestärkt wird.
1. Freundlich: Eine Willkommenskultur der Offenheit und Teilhabe
Der Wert „Freundlich“ steht für eine inklusive und einladende Atmosphäre, die Barrieren abbaut und jedem den Zugang zu Kunst und Kultur ermöglicht.
Offene Türen: Kultureinrichtungen werden zu leicht zugänglichen Orten der Begegnung, die alle gesellschaftlichen Gruppen aktiv einbinden und eine ausgeprägte Willkommenskultur leben.
Vielfalt als Stärke: Die kulturelle Vielfalt der Bevölkerung wird als Reichtum verstanden und aktiv in Programmen und Projekten widergespiegelt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.
Einfache Zugänglichkeit: Digitale Plattformen und barrierefreie physische Zugänge machen das gesamte kulturelle Angebot transparent und einfach nutzbar.
2. Mutig: Innovation und Experimentierfreude
Der Wert „Mutig“ beschreibt die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, innovative Formate zu erproben und gesellschaftliche Debatten anzustoßen.
Kultureller Wandel: Die Region nutzt die Erfahrungen aus dem Strukturwandel, um durch Kunst und Kultur neue Perspektiven auf Zukunftsfragen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu entwickeln.
Experimentelle Räume: Es werden gezielt Räume für temporäre Projekte, urbane Künste und junge Kreative geschaffen, die zum kritischen Denken und Experimentieren einladen.
Vernetze Innovation: Durch die enge Zusammenarbeit von Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft (z.B. Initiativen wie Urbane Künste Ruhr und Ecce-Institut) entstehen innovative Projekte mit internationaler Strahlkraft.
3. Zuverlässig: Stabile Strukturen und Nachhaltigkeit
Der Wert „Zuverlässig“ garantiert, dass die kulturelle Entwicklung auf soliden, langfristig angelegten Fundamenten steht und kontinuierlich gefördert wird.
Regionale Kulturstrategie: Die bestehende enge Abstimmung zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Regionalverband Ruhr (RVR) wird fortgesetzt und durch langfristige Finanzierungszusagen untermauert, um Planungssicherheit für die Akteure zu gewährleisten.
Stärkung der Demokratie: Kultureinrichtungen nehmen ihre Rolle als unverzichtbare Orte der Debattenkultur und Demokratieförderung zuverlässig wahr, wie es die Kulturkonferenzen des RVR betonen.
Struktureller Zusammenhalt: Die erfolgreiche Kooperation der RuhrKunstMuseen und Ruhrbühnen wird als Blaupause für weitere stabile Netzwerke genutzt, um die polyzentrische Struktur der Region effektiv zu managen.Foto: Designer Andreas Ingramm
Positionierung des Kunstvereins und Kunstfördervereins Rhein-Ruhr – KKRR
zur Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026
„Ohne Kunst und Kultur keine nachhaltige Zukunft“
Mülheim an der Ruhr, Januar 2026
Die vorliegende Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026 benennt zentrale Transformationsbereiche und Hebel für eine zukunftsfähige Entwicklung unseres Landes. Als Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR) begrüßen wir die ambitionierten Ziele ausdrücklich – sehen jedoch eine gravierende Leerstelle: Kunst und Kultur fehlen als eigenständiger Transformationsbereich.
Warum Kunst und Kultur auch in NRW unverzichtbar sind
Kunst ist kein dekoratives Beiwerk, sondern kritischer Resonanzraum, sozialer Katalysator und Zukunftslabor. Sie schafft Sichtbarkeit für komplexe Zusammenhänge, ermöglicht Perspektivwechsel, fördert gesellschaftlichen Dialog und stärkt die Resilienz von Gemeinschaften. Gerade in Zeiten tiefgreifender Transformationen braucht es kulturelle Ausdrucksformen, die Unsagbares sagbar machen und neue Narrative für eine nachhaltige Gesellschaft entwickeln.

c./0. VILLA ARTIS
Ruhrstraße 3
D 45468 Mülheim an der Ruhr
ÖPNV: „Stadtmitte-MH“
NAVI: „Delle 54“ Foto: Designer Klaus Wiesel
Unsere Forderungen für NRW
1. Kunst und Kultur als eigenständigen Transformationsbereich verankern
Aufnahme eines Kapitels „Kunst, Kultur und Nachhaltigkeit“ in die Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026.
Darstellung der Rolle von Kulturakteur:innen als Impulsgeber:innen, Vermittler:innen und Mitgestalter:innen der Transformation.
2. Kulturelle Bildung stärken – über MINT hinaus
Verankerung kultureller Bildung als Querschnittsaufgabe entlang der gesamten Bildungskette.
Förderung ästhetischer Bildung, kritischer Medienkompetenz und kreativer Zukunftskompetenz.
3. Nachhaltige Kulturinfrastruktur sichern
Förderprogramme für klimaneutrale Sanierung von Kulturbauten, faire Arbeitsbedingungen und barrierefreie digitale Kulturangebote.
Unterstützung der freien Szene und soziokultureller Zentren als Orte gelebter Nachhaltigkeit.
4. Künstlerische Praxis in Partizipation und Kommunikation integrieren
Einbindung von Künstler:innen in Beteiligungsprozesse, Zukunftswerkstätten und Nachhaltigkeitskommunikation.
Förderung künstlerischer Forschung zu ökologischen, sozialen und ökonomischen Fragestellungen.
5. Kulturakteur:innen in Steuerung und Monitoring einbeziehen
Beteiligung von Kulturinstitutionen im Nachhaltigkeitsbeirat.NRW.
Entwicklung eines „Kulturentwicklungsplans Nachhaltigkeit NRW“ in Kooperation mit dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft.
Unser Beitrag in der Metropolregion Rhein-Ruhr
Der KKRR versteht sich als Plattform für künstlerische Reflexion, kulturelle Teilhabe und gesellschaftliche Mitgestaltung. Mit Ausstellungen, Diskursformaten, Residenzen und Bildungsangeboten leisten wir konkrete Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung in der Region Rhein-Ruhr – barrierefrei, interdisziplinär und gemeinwohlorientiert.
Fazit und Zusammenfassung
Die Transformation gelingt nur mit Kunst und Kultur. Wir fordern die Landesregierung auf, diese Potenziale sichtbar zu machen, strukturell zu verankern und aktiv zu fördern. Nachhaltigkeit braucht Vorstellungskraft – und die entsteht durch Kunst.
Mit Nachdruck und Zuversicht,
Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR
c./o. VILLA ARTIS | KultAppMH.de
LINK zur Seite des Landes NRW – mit dem Fragebogen – bitte hier alle kulturinteressierten Stellen die Möglichkeit zur Stellungnahme und Mitwirkung nutzen!

Vision: Die Rhein-Ruhr-Region als „Kulturraum der Vielfalt und des Wandels“
Wir streben eine Metropolregion an, in der Kultur nicht nur ein zusätzliches Angebot ist, sondern das Herzstück des Zusammenlebens von rund 10 Millionen Menschen. Die Vision basiert auf einer starken regionalen Identität, die durch kontinuierliche Zusammenarbeit der Städte und Akteure gestärkt wird.
1. Freundlich: Eine Willkommenskultur der Offenheit und Teilhabe
Der Wert „Freundlich“ steht für eine inklusive und einladende Atmosphäre, die Barrieren abbaut und jedem den Zugang zu Kunst und Kultur ermöglicht.
Offene Türen: Kultureinrichtungen werden zu leicht zugänglichen Orten der Begegnung, die alle gesellschaftlichen Gruppen aktiv einbinden und eine ausgeprägte Willkommenskultur leben.
Vielfalt als Stärke: Die kulturelle Vielfalt der Bevölkerung wird als Reichtum verstanden und aktiv in Programmen und Projekten widergespiegelt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.
Einfache Zugänglichkeit: Digitale Plattformen und barrierefreie physische Zugänge machen das gesamte kulturelle Angebot transparent und einfach nutzbar.
2. Mutig: Innovation und Experimentierfreude
Der Wert „Mutig“ beschreibt die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, innovative Formate zu erproben und gesellschaftliche Debatten anzustoßen.
Kultureller Wandel: Die Region nutzt die Erfahrungen aus dem Strukturwandel, um durch Kunst und Kultur neue Perspektiven auf Zukunftsfragen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu entwickeln.
Experimentelle Räume: Es werden gezielt Räume für temporäre Projekte, urbane Künste und junge Kreative geschaffen, die zum kritischen Denken und Experimentieren einladen.
Vernetze Innovation: Durch die enge Zusammenarbeit von Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft (z.B. Initiativen wie Urbane Künste Ruhr und Ecce-Institut) entstehen innovative Projekte mit internationaler Strahlkraft.
3. Zuverlässig: Stabile Strukturen und Nachhaltigkeit
Der Wert „Zuverlässig“ garantiert, dass die kulturelle Entwicklung auf soliden, langfristig angelegten Fundamenten steht und kontinuierlich gefördert wird.
Regionale Kulturstrategie: Die bestehende enge Abstimmung zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Regionalverband Ruhr (RVR) wird fortgesetzt und durch langfristige Finanzierungszusagen untermauert, um Planungssicherheit für die Akteure zu gewährleisten.
Stärkung der Demokratie: Kultureinrichtungen nehmen ihre Rolle als unverzichtbare Orte der Debattenkultur und Demokratieförderung zuverlässig wahr, wie es die Kulturkonferenzen des RVR betonen.
Struktureller Zusammenhalt: Die erfolgreiche Kooperation der RuhrKunstMuseen und Ruhrbühnen wird als Blaupause für weitere stabile Netzwerke genutzt, um die polyzentrische Struktur der Region effektiv zu managen. Foto: Andreas Ingramm, 2025



