
Musik, Tanz, Theater, Bildende Kunst legten schon 1951 Wert darauf einbezogen zu werden in Bürgervertretung (Kulturausschuss der Stadt Mülheim) viele heute noch „gesuchte“ Kunstakteure hatten damals unterschrieben.
Mülheim, den 12.6.51
Die am heutigen Abend konstituierte Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Kulturschaffender, die keinen Vereinscharakter trägt, ist der Ansicht, dass in Mülheim eine fruchtbare Kulturpolitik nur dann getrieben werden kann, wenn die Arbeitsgemeinschaft der Kulturschaffenden von dem Mülheimer Kulturausschuss zur beratenden Mitarbeit herangezogen wird.
Unterschriften:Foto: Archiv Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR, Ruhrstr. 3, 45468 Mülheim-Stadtmitte
Genauer: Ausschuss für Kultur, Brauchtum, Tourismus und Stadtgeschichte der Ruhrtalstadt Mülheim
Name | Funktion / Partei (Stand Dezember 2025)
————————————————————
Frank Wagner | Vorsitzender FDP/BAMH
Anna Bens | Gremiumsmitglied CDU
Marcel Helmchen | Gremiumsmitglied CDU
Markus Püll | 2. stellv. Vorsitzender CDU
Hansgeorg Schiemer | Gremiumsmitglied CDU
Petra Seidemann-Matschulla | Gremiumsmitglied CDU
Dr. Henner Tilgner | Gremiumsmitglied CDU
Dr. Rahim Benrazavi | Gremiumsmitglied SPD
Gabriele Hawig | 1. stellv. Vorsitzende SPD
Sascha Jurczyk | Gremiumsmitglied SPD
Torsten Kohlbrei-Brinkmann | Gremiumsmitglied SPD
Jessica Tackenberg | Gremiumsmitglied SPD
Karin Lore Fiene | Gremiumsmitglied AfD
Regina Rebbelmund | Gremiumsmitglied AfD
Pascal Werning | Gremiumsmitglied AfD
Philipp Hoffmann | Gremiumsmitglied BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Björn Maue | Gremiumsmitglied BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Heidemarie Sinn-Leyendecker | Gremiumsmitglied BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Andreas Johren | Gremiumsmitglied Die Linke
Jeder Interessierte kann auf der Webseite Ratsinfo.Muelheim-Ruhr.de/Public
die jeweils aktuelle Zusammensetzung des neuen Ausschusses bzw. die Sitzungstermine einsehen.
Der Kulturausschuss der letzten Wahlperiode – unter der Leitung von Bürgermeisterin Ann-Kathrin Allekotte hatte zuletzt u.a. einen jährlich wiederkehrenden Kulturtag vorgeschlagen.
Auch schon kurz nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland fand sich die freie Mülheimer Künstlerschaft zusammen um ihre Mitwirkung auch in den Gremien der Stadt Mülheim anzubieten.
Der Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR hat in seinem umfangreichen Archiv dazu ein Dokument hervorgeholt, das von namhaften Kunstakteuren unterzeichnet wurde.

Musik, Tanz, Theater, Bildende Kunst legten schon 1951 Wert darauf einbezogen zu werden in Bürgervertretung (Kulturausschuss der Stadt Mülheim) viele heute noch „gesuchte“ Kunstakteure hatten damals unterschrieben.Mülheim, den 12.6.51
Die am heutigen Abend konstituierte Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Kulturschaffender, die keinen Vereinscharakter trägt, ist der Ansicht, dass in Mülheim eine fruchtbare Kulturpolitik nur dann getrieben werden kann, wenn die Arbeitsgemeinschaft der Kulturschaffenden von dem Mülheimer Kulturausschuss zur beratenden Mitarbeit herangezogen wird.
Unterschriften: Foto: Archiv Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR, Ruhrstr. 3, 45468 Mülheim-Stadtmitte
Freie Kunstakteure in Mülheim ohne Vereinsbindung
Musik, Tanz, Theater, Bildende Kunst legten schon 1951 Wert darauf einbezogen zu werden in der Bürgervertretung (Kulturausschuss der Stadt Mülheim). Viele heute noch „gesuchte“ Kunstakteure hatten damals unterschrieben. Die unter den Nationalsozialisten stark gebeutelten Menschen, wollten wieder selbst und frei entscheiden was ihre Kunst betraf – unzählige Kunstwerke waren damals beschlagnahmt und auch vernichtet worden. Der Mülheimer Künstler Hermann Haber wurde von den Nazis ermordet.

Die ursprüngliche Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstlerinnen und Künstler AGMK umfasste alle Sparten der Kunstakteure

Die Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Kulturschaffender, die Anfang Juni (1951) von einer Gruppe heimischer Maler, Bildhauer, Musiker, Schriftsteller, Schauspieler, Kunsthandwerker, Kunst- und Musikerzieher begründet wurde, sieht sich veranlasst, zu betonen, dass sie jedem Kulturschaffenden offen steht. Anfragen sind an Daniel Traub, Mülheim-Dümpten, Adolf Stöckerstr. 13 oder Dr. R. Strenger, Mülheim-Speldorf, Friedhofstr. 149 zu richten. Besprechungsabende werden durch die Mülheimer Tagespresse bekanntgegeben.
4.7.51An:
Mülheimer Zeitung
Neue Ruhr-Zeitung
Mülheimer Tagesblatt
Mülheimer MorgenpostLinks unten sind Namen handschriftlich ergänzt:
Goebels
Karenburg
Erdle
Ruppl
Morell“
Hinweis der Red. Die Adolf Stöckerstaße.wurde 1995 in Anne Frank Straße umbenannt, wegen der antisemitischen Haltung des evangelischen Theologen Adolf Stöcker.
Dr. R. Strenger war seinerzeit der Schriftführer der AG. Foto: Archiv Mülheimer Kunstförderverein KKRR
Wie aus dem o.g. Dokument hervorgeht, war es den Kulturakteuren damals wichtig, niemanden auszugrenzen (z.B. durch Vereinssatzung / Aufnahmebedingungen etc.).
Hier der Wortlaut der Gründungssitzung aus dem Jahr 1951
Mülheim, den 12.6.51
Die am heutigen Abend konstituierte Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Kulturschaffender, die keinen Vereinscharakter trägt, ist der Ansicht, dass in Mülheim eine fruchtbare Kulturpolitik nur dann getrieben werden kann, wenn die Arbeitsgemeinschaft der Kulturschaffenden von dem Mülheimer Kulturausschuss zur beratenden Mitarbeit herangezogen wird.
Unterschriften:

„Die Mülheimer können was“
Auch im Archiv befinden sich unzählige Dokumente aus der Zeit des Wiederaufbaus der Mülheimer Kulturszene – u.a. dieser Artikel von Kurt Heiser:

Anmerkung, der Begriff „Kulturschaffende“ ist immer noch umstritten, da er mit den Nationalsozialisten in Verbindung gebracht wird. Wir verwenden daher künftig „Kulturaktive“ „Kulturakteure“ oder „Künstlerinnen und Künstler“ als aktuelle Bezeichnung dieser Menschen.

Über den KKRR
Der Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR wurde 2012 in der VILLA ARTIS in der Ruhrtalstadt Mülheim gegründet um Kunstakteure mit und ohne akademische Ausbildung zu fördern – z.B. mit Bereitstellung von Ateliers oder Ausstellungsflächen. Seit seiner Gründung wurden über 350 museale Ausstellungen – kuratiert von den Mitgliedern und Kunstaktiven – durchgeführt.
Der Verein veröffentlichte 2012 die APP „KultAppMH.de“ mit der auch kleinere Events gefunden werden.

„ELEFANT IM PORZELLANLADEN !?“ Foto: Designer Andreas Ingramm
Das Kunstjahr 2026 steht unter dem Jahresthema „ELEFANT IM PORZELLANLADEN!?“ „ELEPHANT IN A CERAMICS SHOP!?“ – Künstlerinnen und Künstler aus der Metropolregion Rhein-Ruhr sind eingeladen, sich zu diesem Thema Gedanken zu machen und ihre Werke verhüllt einzureichen. Die Enthüllung wird wie seinerzeit bei der großen Schau „JACKSON POLLOCK VISITING“ bei der Vernissage in der Ruhr Gallery erfolgen. Im Mai 2026 wird ein 100-jähriges Jubiläum der GEDOK in allen Räumen der Villa Artis gefeiert. Weitere spannende Projekte sind in der Kunstpipeline.

Redaktionsleitung
Ruhrstr. 3 / Ecke Delle
ÖPNV: „Stadtmitte-Mülheim“
NAVI & PARKEN: „Delle 54“ Foto: KKRR,Ruhrstr.3-MH-Stadtmitte
LINK zur MülheimAPP: KultAppMH.de hier:

MUTIG – FREUNDLICH – ZUVERLÄSSIG Foto: Andreas Ingramm






