
Kunst und Verfassung im Dialog – Ausstellung zum Grundgesetz im Düsseldorfer Landtag eröffnet

Mit einer eindrucksvollen Vernissage ist die Ausstellung zum Thema Grundgesetz im Düsseldorfer Landtag eröffnet worden. Der Mülheimer Landtagsabgeordnete Rodion Bakum begrüßte zahlreiche Gäste in den Räumen der SPD – Landtagsfraktion und erinnerte daran, wie sehr die jüngsten weltpolitischen Entwicklungen die Bedeutung einer stabilen demokratischen Ordnung vor Augen führen. Das Grundgesetz, so betonte er, sei nicht nur ein juristisches Fundament, sondern ein lebendiges Versprechen an die Gesellschaft.

Die Schau präsentiert Werke des Künstlers Reinhard Fingerhut, die zuvor bereits in der Mülheimer Ruhr Gallery große Aufmerksamkeit erregt hatten. Nun sind sie an einem Ort zu sehen, der wie kaum ein anderer für parlamentarische Kultur steht. Bis zum 4. Februar 2026 können Besucherinnen und Besucher die Ausstellung im Landtag erleben.

Ziel der Werkreihe zum GRUNDGESETZ war:Alten Vorbildern folgend quasi im „Künstlerkollektiv“ mit der KI gemeinsam Kunst zu schaffen.Dabei ging es Fingerhut nicht nur um eine Kombination von analoger und digitaler Produktionstechnik.Grundlage war auch ein kreativ hybrider Dialogprozess mittels einer von ihm selbst und der Ki gemeinsam gestützten Kommunikation zwischen den originalen Grundgesetztexten und der KI.Jeder aufmerksame Betrachter wird für sich selbst feststellen können, ob es gelungen ist, mittels Bildantworten der Künstlichen Intelligenz und durch die Bildantworten hierauf unseren menschlich analogen Sinnesorganen angemessen narrative Bilder zu gestalten. Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Kuratorin Prof. Dr. Irene Daum führte in die Arbeitsweise Fingerhuts ein, der seine Motive im kreativen Austausch mit künstlicher Intelligenz entwickelt. Dieser ungewöhnliche Dialog verleiht den Bildern eine besondere Spannung: Jedes Werk fordert unmittelbar zur Auseinandersetzung heraus. In Kombination mit den im Raum verteilten Auszügen aus dem Grundgesetz entsteht ein vielschichtiger Denkraum, der Betrachterinnen und Betrachter zu eigenen Interpretationen anregt.

Musikalisch begleitet wurde die Eröffnung von der Künstlerin Miriam Fingerhut, die mit selbst komponierten, kritisch reflektierenden Songs einen zusätzlichen emotionalen Akzent setzte. Die Verbindung aus Kunst, Musik und politischem Raum verlieh der Veranstaltung eine besondere Intensität.
Im Austausch unter den Gästen zeigte sich schnell ein gemeinsamer Gedanke: Angesichts globaler Herausforderungen wachse der Wunsch nach einer stärkeren europäischen Einheit. Die Ausstellung liefere – so der Tenor – Impulse für ein tieferes Verständnis demokratischer Werte und für die Frage, wie Europa künftig gestaltet werden könne.

So wurde die Vernissage zu mehr als einer Kunstpräsentation: Sie entwickelte sich zu einem lebendigen Forum über Freiheit, Verantwortung und die Zukunft des demokratischen Miteinanders. Ein Kunstfest mit Strahlkraft, das an einem symbolträchtigen Ort wichtige Debatten anstößt.
Die Ausstellung ist noch bis zum 4. Februar 2026 zu sehen – Eine Anmeldung ist erforderlich, beim Betreten des Landtags ist ein gültiges Ausweisdokument vorzuzeigen.

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