Kunst, Genuss und baskische MagieKunst, Genuss und baskische Magie – KKRR auf Kunstreise in Bilbao

Museum im Stadion San Mamés, Bilbao | Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Museum im Stadion San Mamés, BilbaoFoto: Mülheimer Kunstverein KKRR

Kunst, Genuss und baskische Magie – KKRR auf Kunstreise in Bilbao vom 28. bis 31.10.2025

Wenn der Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR) zur traditionellen Herbstkunstreise aufbricht, ist eines gewiss: Es wird ein Fest für die Sinne. Drei Tage lang tauchten die Teilnehmenden in die pulsierende Kunstszene der baskischen Metropole ein – begleitet von kulinarischen Entdeckungen, inspirierenden Begegnungen und architektonischen Highlights.

Blick vom Aussichtspunkt "Artxanda" vorne das Guggenheim Museum - in der Mitte der Iberdrola Büro-Tower dahinter das Stadion "San Mamés" am Fluß Nerviòn | Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Blick vom Aussichtspunkt „Artxanda“ vorne das Guggenheim Museum – in der Mitte der Iberdrola Büro-Tower dahinter das Stadion „San Mamés“ am Fluß Nerviòn Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR

Zwischen Avantgarde und Altstadtflair

Die Reise begann mit einem Höhepunkt: Die Vernissage der renommierten baskischen Künstlerin Rut Olabarri in der eleganten Galerie rekalde. Ihre neuen Arbeiten – poetisch, kraftvoll und tief verwurzelt in der regionalen Identität – trafen auf die Erstausstellung des jungen britischen Talents Leo Burge, dessen konzeptuelle Malerei zwischen digitaler Fragmentierung und analoger Tiefe oszilliert. Ein spannender Dialog zweier Generationen, der die Besucher:innen in seinen Bann zog.

Guggenheim Bilbao - ein Publikumsmagnet im Baskenland
- es entstand auf einer ehemaligen Industriebrache | Foto: KI/Salomon Guggenheim Foundation
Guggenheim Bilbao – ein Publikumsmagnet im Baskenland
– es entstand auf einer ehemaligen Industriebrache Foto: KI/Salomon Guggenheim Foundation 

Georg Baselitz im Museum of Fine Art

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der großen Baselitz-Schau im Museo de Bellas Artes, das mit freiem Eintritt nicht nur kulturelle Teilhabe zelebriert, sondern auch mit einer beeindruckenden Retrospektive aufwartete: Werke von 2014 bis 2025, darunter selten gezeigte Skizzen, großformatige Leinwände und ein spannendes Interview mit dem hochbetagten Künstler.

Immer freier Eintritt: Das Kunstmuseum in Bilbao zeigt aktuell eine große Ausstellung von Georg Baselitz - Werke von 2014 bis 2025 | Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Immer freier Eintritt: Das Kunstmuseum in Bilbao zeigt aktuell eine große Ausstellung von Georg Baselitz – Werke von 2014 bis 2025 Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR 

Guggenheim – das SahnehäubchenJeder Raum eine Überraschung:  BARBARA KRUGER dominierte die aktuellen Ausstellungen im GUGGENHEIM BILBAO | Foto: Mülheimer Kunstverein KKRRJeder Raum eine Überraschung: BARBARA KRUGER dominierte die aktuellen Ausstellungen im GUGGENHEIM BILBAO Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR 

Natürlich durfte das ikonische Museo Guggenheim Bilbao nicht fehlen. Die monumentale Architektur von Frank O. Gehry, die sich wie ein Schiff aus Titan in die Stadtlandschaft schmiegt, bildete den Rahmen für internationale Gegenwartskunst – von immersiven Lichtinstallationen bis zu kinetischen Skulpturen. Boden, Wände und Decken waren bedeckt mit Werken von Barbara Kruger – jeder Raum eine neue Überraschung in einem Ort, der nicht nur Kunst zeigt, sondern selbst Kunst ist.

Etwa 33.000 dünne Titanpaneelen und viel Glas prägen die Außenhaut des Kunstmuseums GUGGENHEIM BILBAO | Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Etwa 33.000 dünne Titanpaneelen und viel Glas prägen die Außenhaut des Kunstmuseums GUGGENHEIM BILBAO Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR 

Auch die Werke von Richard Serra und Maria Helena Vieira da Silva begeisterten. Auch die Klassiker wieEl Anatsui (Rising Sea“, eine monumentale Schöpfung mit beeindruckenden Maßen von 800 x 1400 cm, vollständig aus Aluminium- und Kupferdraht gefertigt) oder Anselm Kiefer (The Paths of World Wisdom: Hermann’s Battle) versprühten Glanz.

Tappas, Trubel und Tischgespräche

Abseits der Museen lockte die Altstadt mit ihrem lebhaften Flair: Tappas-Bars, verwinkelte Gassen, spontane Straßenmusik und Gespräche mit lokalen Künstler:innen machten die Reise zu einem ganzheitlichen Erlebnis. Zwischen Pintxos und Rioja entstanden neue Ideen, Kontakte und Impulse für kommende Projekte in der Metropolregion Rhein-Ruhr.

Auf dem Dach des Kulturpalastes in Bilbao "Palacio Euskalduna" | Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Auf dem Dach des Kulturpalastes in Bilbao „Palacio Euskalduna“ Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR

Die KKRR-Kunstreise nach Bilbao war mehr als eine Exkursion – sie war ein lebendiger Austausch zwischen Kulturen, Generationen und Disziplinen. Voll gepackt mit Kunst und Gaumengenuss kehrten die Teilnehmenden inspiriert zurück – mit dem Gefühl, dass Kunst nicht nur betrachtet, sondern gelebt werden will.  Eine umfangreiche Fotodokumentation der Kunstfahrt hält der Mülheimer Kunstverein in der Villa Artis in der Ruhrstr. 3 bereit. Ein Vortrag über die diesjährigen Reisen ist traditionell im Dezember geplant. 

Der Vorsitzende des Mülheimer Kunstvereins KKRR (unten links) in der KRUGER-Schau in Bilbao - Herbstkunstreise 2025 | Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Der Vorsitzende des Mülheimer Kunstvereins KKRR (unten links) in der KRUGER-Schau in Bilbao – Herbstkunstreise 2025 Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR

Kunstreise nach Bilbao – überraschend günstig und inspirierend
Eine Reise in die pulsierende Kunstmetropole Bilbao muss keineswegs teuer sein. Bereits ab 19 EUR lassen sich Flüge buchen – unser Direktflug ab Düsseldorf dauerte weniger als zwei Stunden. UBER fuhr uns für 29 EUR zum Flughafen. Auch die Unterkunft vor Ort ist erschwinglich, und der öffentliche Nahverkehr überzeugt mit unschlagbaren Preisen: Mit der praktischen „Barik-Smartcard“ bewegt man sich flexibel und kostengünstig von und zum Flughafen und durch die Stadt. Die Metro fährt unter 2 EUR auch direkt ans Meer z.B. zum UNESCO-Weltkulturerbe „Biskaya-Brücke“, auch bekannt als „Hängende Fähre“,die Portugalete und Getxo miteinander verbindet.

Bilbao bietet nicht nur das weltberühmte Guggenheim-Museum (Eintritt 7,50 EUR), Museum Fine Arts stets kostenfrei – sondern auch eine lebendige Szene zeitgenössischer Kunst, beeindruckende Architektur und kulinarische Entdeckungen. Wer Kunst und Kultur (einschließlich „Graswurzelkultur“) liebt, findet hier Inspiration – ganz ohne großes Budget.

Fingerprint des Künstlers Juanjo Novella als Erinnerung an die Opfer des Spanischen Bürgerkrieges. | Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Fingerprint des Künstlers Juanjo Novella als Erinnerung an die Opfer des Spanischen Bürgerkrieges. Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR 
Museum im Stadion San Mamés, Bilbao | Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Jeder Raum eine Überraschung:  BARBARA KRUGER dominierte die aktuellen Ausstellungen im GUGGENHEIM BILBAO | Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Überwältigende Architektur von  Frank O. Gehry (eröffnet 1997)  das Guggenheim Bilbao ist eines der Museen der US-amerikanischen Stiftung Salomon R. Guggenheim Foundation (New York, Peggy Guggenheim Collection in Venedig, Bilbao, Abu Dhabi und Stadtorte in Berlin und Las Vegas) | Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Führung durch 4 spannende Ausstellungsbereiche bei der Kunstfahrt des Mülheimer Kunstvereins und Kunstfördervereins Rhein-Ruhr | Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Etwa 33.000 dünne Titanpaneelen und viel Glas prägen die Außenhaut des Kunstmuseums GUGGENHEIM BILBAO | Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
Altstadtbummel in Bilbao - bei angenehmen Herbsttemperaturen | Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR

M

Veröffentlicht von

artnews

KuMuMü = Kulturmuseum Mülheim GadR = Galerie an der Ruhr ALIV = Alexander Ivo MMKM = Museum Moderne Kunst Mülheim KKRR = Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr MKB = Mülheimer Künstler*innenbund