DENKMALTAG 13. September 2026 – Motto NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur

13. September 2026
14:00 – 18:00 Uhr
Villa Artis, Ruhrstr. 3, 45468 Mülheim an der Ruhr
VILLA SCHMITZ-SCHOLL, Ruhrstr. 3, 45468 Mülheim an der Ruhr

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Kaffee, Reis und exotische Kolonialwaren importierte Wilhelm Schmitz-Scholl, der 1867 mit seiner Frau Luise den späteren Tengelmannkonzern in diesem Haus gründete. | Foto: Archiv Villa Artis
Kaffee, Reis und exotische Kolonialwaren importierte Wilhelm Schmitz-Scholl, der 1867 mit seiner Frau Luise den späteren Tengelmannkonzern in diesem Haus gründete.Foto: Archiv Villa Artis

Wie die Villa Artis in der Ruhrtalstadt Mülheim das Motto 2026 verkörpert
„NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“

Ruhraake - mit diesen Schiffen kam der Kaffee fußaufwärts nach Mülheim - von Pferden auf dem Leinpfad gezogen.

Großformatiger Linolschnitt (60 x 80 cm) von Hans Fischer - in der Sammlung PERMANENTA in der Villa Artis , Ruhrstr. 3 / Ecke Delle | Foto: Sammlung MMKM Museum Moderne Kunst Mülheim
Ruhraake – mit diesen Schiffen kam der Kaffee fußaufwärts nach Mülheim – von Pferden auf dem Leinpfad gezogen.Großformatiger Linolschnitt (60 x 80 cm) von Hans Fischer – in der Sammlung PERMANENTA in der Villa Artis , Ruhrstr. 3 / Ecke Delle Foto: Sammlung MMKM Museum Moderne Kunst Mülheim 

1. Ein historischer Knotenpunkt der Versorgung

Die Villa Artis war ursprünglich (vor 1820) Kontorhaus und Kolonialwarenlager – also ein logistischer Umschlagplatz, ein Ort, an dem Waren, Informationen, Handelsbeziehungen und Arbeitsprozesse zusammenliefen.
Damit erfüllt sie gleich mehrere Kernpunkte des Mottos:

Versorgungsinfrastruktur: Lagerhäuser sind klassische Knotenpunkte wirtschaftlicher Netzwerke.

Verbindungssysteme: Ein Kontorhaus war immer auch ein Kommunikationszentrum – ein Ort, an dem Datenströme der damaligen Zeit (Briefe, Lieferpapiere, Handelsbücher) gebündelt wurden.

Städtische Identität: Solche Gebäude prägten das wirtschaftliche Rückgrat einer Stadt wie Mülheim.

Die Villa Artis ist damit ein Denkmal, das Netzwerke sichtbar macht, die eine Stadt versorgten und strukturierten.

Plakat zum Denkmaltag - das um 1800 erbaute Haus, später überformt diente zunächst als Kontorhaus, Wohnhaus und Kolonialwarenlager.  2012 zog hier der Mülheimer Kunstverein KKRR ein und füllt das Anwesen mit über 1.300 QM mit neuem Leben in der Ruhrstraße 3 | Foto: Archiv Villa Artis
Plakat zum Denkmaltag – das um 1800 erbaute Haus, später überformt diente zunächst als Kontorhaus, Wohnhaus und Kolonialwarenlager. 2012 zog hier der Mülheimer Kunstverein KKRR ein und füllt das Anwesen mit über 1.300 QM mit neuem Leben in der Ruhrstraße 3 Foto: Archiv Villa Artis 

2. Vom Warenknotenpunkt zum Kulturknotenpunkt

Heute beherbergt das verzweigte Anwesen:

ein privates Kunstmuseum

einen Kunstverein

eine Kunstgalerie

12 Künstlerateliers

Damit ist die Villa Artis erneut ein Netzwerkknoten, diesmal für kulturelle Infrastruktur:

Künstlerinnen und Künstler arbeiten hier Tür an Tür.

Besucherinnen und Besucher bewegen sich durch ein lebendiges Geflecht aus Räumen, Ideen und Perspektiven.

Museum, Verein und Galerie bilden ein organisches Netzwerk kultureller Produktion, Vermittlung und Öffentlichkeit.

Das Denkmal zeigt exemplarisch, wie historische Infrastruktur weiterlebt, indem sie neue Netzwerke trägt.

Blick in einen von 12 Atelierräumen in der Villa Artis in der "kleinen" Ruhrstraße Nr. 3 / Ecke Delle 
ÖPNV: "Stadtmitte-MH"  
NAVI & PARKEN: "Delle 54" und "Casino" | Foto: Archiv Villa Artis
Blick in einen von 12 Atelierräumen in der Villa Artis in der „kleinen“ Ruhrstraße Nr. 3 / Ecke Delle
ÖPNV: „Stadtmitte-MH“
NAVI & PARKEN: „Delle 54“ und „Casino“ Foto: Archiv Villa Artis 

3. Netzwerke der Stadtgesellschaft
Die Villa Artis verbindet heute:

Kunstakteure

Kulturinstitutionen

Publikum

lokale Initiativen

die freie Szene

die Nachbarschaft

die Stadt Mülheim als Kulturstandort

Sie ist ein sozialer Knotenpunkt, an dem sich persönliche, künstlerische und institutionelle Netzwerke überlagern.
Damit erfüllt sie exakt das offizielle Motto des Jahres 2026:
„Wir existieren nie allein, sondern leben in Verbindung mit anderen.“

Kulturort - Kunst & Musik - hier die Band Feinherb im Hof der Villa Artis in der Ruhrtalstadt Mülheim am Innenstadtpark "Ruhranlage" | Foto: Archiv Villa Artis
Kulturort – Kunst & Musik – hier die Band Feinherb im Hof der Villa Artis in der Ruhrtalstadt Mülheim am Innenstadtpark „Ruhranlage“ Foto: Archiv Villa Artis 

4. Ein Denkmal, das Netzwerke sichtbar macht
Die Villa Artis zeigt beispielhaft:

Historische Funktion Heutige Funktion Netzwerkbezug
Kolonialwarenlager Kunst- und Kulturzentrum Versorgung → Kulturversorgung
Kontorhaus Ort der Kommunikation Datenströme → Ideenströme
Wirtschaftsarchitektur Denkmal & Begegnungsort Infrastruktur → soziale Infrastruktur
Warenlogistik Ateliergemeinschaft materielle → immaterielle Netzwerke

Sie ist ein Denkmal der Transformation, das zeigt, wie Netzwerke sich wandeln, aber ihre Knotenpunkte bestehen bleiben.

5. Was Besucher*innen am 13.09.2026 TAG DES OFFENEN DENKMALS IN MÜLHEIM erleben können (save the date!)
Die Villa Artis eignet sich ideal für das Motto, weil sie:

ein historisches Versorgungsdenkmal ist,

heute ein kulturelles Netzwerkzentrum bildet,

räumlich verzweigt ist und damit Netzwerke architektonisch erfahrbar macht,

viele Akteurinnen* vereint, die vorgestellt werden können,

Touren, Rundgänge und Begegnungen ermöglicht, die das Motto erlebbar machen.

Man kann zeigen:

Wie Warenströme früher funktionierten

Wie Kunstströme heute funktionieren

Wie ein Denkmal Netzwerke über weit mehr als 100 Jahre hinweg trägt

Wie Infrastruktur Identität schafft – damals wirtschaftlich, heute kulturell

6. Zusammenfassende Betrachtung
Die Villa Artis ist ein Paradebeispiel für das Motto der Stiftung Denkmalschutz  2026.
Sie verbindet Vergangenheit und Gegenwart, materielle und immaterielle Netzwerke, wirtschaftliche und kulturelle Infrastruktur.
Sie zeigt, wie Denkmale Netzwerke tragen, formen und weiterentwickeln – und wie sie Identität stiften, indem sie Räume für Austausch schaffen.

Logo Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr - KKRR dem Trägerverein des Kulturortes VILLA ARTIS / Ruhr Gallery / MMKM Museum Moderne Kunst Mülheim | Foto: Designer Klaus Wiesel
Logo Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr – KKRR dem Trägerverein des Kulturortes VILLA ARTIS / Ruhr Gallery / MMKM Museum Moderne Kunst Mülheim Foto: Designer Klaus Wiesel 

Ideen und Kontaktaufnahme hier:  https://Besuch.ji

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artnews

KuMuMü = Kulturmuseum Mülheim GadR = Galerie an der Ruhr ALIV = Alexander Ivo MMKM = Museum Moderne Kunst Mülheim KKRR = Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr MKB = Mülheimer Künstler*innenbund