| 13. September 2026 | |
| 14:00 – 18:00 Uhr | |
| Villa Artis, Ruhrstr. 3, 45468 Mülheim an der Ruhr | |
| VILLA SCHMITZ-SCHOLL, Ruhrstr. 3, 45468 Mülheim an der Ruhr |

Wie die Villa Artis in der Ruhrtalstadt Mülheim das Motto 2026 verkörpert
„NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“

1. Ein historischer Knotenpunkt der Versorgung
Die Villa Artis war ursprünglich (vor 1820) Kontorhaus und Kolonialwarenlager – also ein logistischer Umschlagplatz, ein Ort, an dem Waren, Informationen, Handelsbeziehungen und Arbeitsprozesse zusammenliefen.
Damit erfüllt sie gleich mehrere Kernpunkte des Mottos:
Versorgungsinfrastruktur: Lagerhäuser sind klassische Knotenpunkte wirtschaftlicher Netzwerke.
Verbindungssysteme: Ein Kontorhaus war immer auch ein Kommunikationszentrum – ein Ort, an dem Datenströme der damaligen Zeit (Briefe, Lieferpapiere, Handelsbücher) gebündelt wurden.
Städtische Identität: Solche Gebäude prägten das wirtschaftliche Rückgrat einer Stadt wie Mülheim.
Die Villa Artis ist damit ein Denkmal, das Netzwerke sichtbar macht, die eine Stadt versorgten und strukturierten.

2. Vom Warenknotenpunkt zum Kulturknotenpunkt
Heute beherbergt das verzweigte Anwesen:
ein privates Kunstmuseum
einen Kunstverein
eine Kunstgalerie
12 Künstlerateliers
Damit ist die Villa Artis erneut ein Netzwerkknoten, diesmal für kulturelle Infrastruktur:
Künstlerinnen und Künstler arbeiten hier Tür an Tür.
Besucherinnen und Besucher bewegen sich durch ein lebendiges Geflecht aus Räumen, Ideen und Perspektiven.
Museum, Verein und Galerie bilden ein organisches Netzwerk kultureller Produktion, Vermittlung und Öffentlichkeit.
Das Denkmal zeigt exemplarisch, wie historische Infrastruktur weiterlebt, indem sie neue Netzwerke trägt.

ÖPNV: „Stadtmitte-MH“
NAVI & PARKEN: „Delle 54“ und „Casino“ Foto: Archiv Villa Artis
3. Netzwerke der Stadtgesellschaft
Die Villa Artis verbindet heute:
Kunstakteure
Kulturinstitutionen
Publikum
lokale Initiativen
die freie Szene
die Nachbarschaft
die Stadt Mülheim als Kulturstandort
Sie ist ein sozialer Knotenpunkt, an dem sich persönliche, künstlerische und institutionelle Netzwerke überlagern.
Damit erfüllt sie exakt das offizielle Motto des Jahres 2026:
„Wir existieren nie allein, sondern leben in Verbindung mit anderen.“

4. Ein Denkmal, das Netzwerke sichtbar macht
Die Villa Artis zeigt beispielhaft:
Historische Funktion Heutige Funktion Netzwerkbezug
Kolonialwarenlager Kunst- und Kulturzentrum Versorgung → Kulturversorgung
Kontorhaus Ort der Kommunikation Datenströme → Ideenströme
Wirtschaftsarchitektur Denkmal & Begegnungsort Infrastruktur → soziale Infrastruktur
Warenlogistik Ateliergemeinschaft materielle → immaterielle Netzwerke
Sie ist ein Denkmal der Transformation, das zeigt, wie Netzwerke sich wandeln, aber ihre Knotenpunkte bestehen bleiben.
5. Was Besucher*innen am 13.09.2026 TAG DES OFFENEN DENKMALS IN MÜLHEIM erleben können (save the date!)
Die Villa Artis eignet sich ideal für das Motto, weil sie:
ein historisches Versorgungsdenkmal ist,
heute ein kulturelles Netzwerkzentrum bildet,
räumlich verzweigt ist und damit Netzwerke architektonisch erfahrbar macht,
viele Akteurinnen* vereint, die vorgestellt werden können,
Touren, Rundgänge und Begegnungen ermöglicht, die das Motto erlebbar machen.
Man kann zeigen:
Wie Warenströme früher funktionierten
Wie Kunstströme heute funktionieren
Wie ein Denkmal Netzwerke über weit mehr als 100 Jahre hinweg trägt
Wie Infrastruktur Identität schafft – damals wirtschaftlich, heute kulturell
6. Zusammenfassende Betrachtung
Die Villa Artis ist ein Paradebeispiel für das Motto der Stiftung Denkmalschutz 2026.
Sie verbindet Vergangenheit und Gegenwart, materielle und immaterielle Netzwerke, wirtschaftliche und kulturelle Infrastruktur.
Sie zeigt, wie Denkmale Netzwerke tragen, formen und weiterentwickeln – und wie sie Identität stiften, indem sie Räume für Austausch schaffen.

