Nach 125 Jahren wieder Glaskunst in Mülheim an der Ruhr im historischen Nedelmannhaus

Das Wort Glas kommt aus dem Germanischen „das Glänzende, Schimmernde“.

Leuchtendes Glas faszinierte nicht nur die alten Römer, die Tradition der Glasmalerei mit der zeitgenössischen Glaskunst z.B. als durchsichtige Kunst am Bau im Jugendstil, angewandte Kunst oder Kunst im öffentlichen Raum hat eine lange Geschichte. Dem Künstler stehen manigfaltige Ausgangsmaterialien zur Verfügung, wie Überfangglas, auch Kameoglas genannt, einem Flach- oder Hohlglas, das aus zwei oder mehreren Schichten unterschiedlicher Färbung besteht.  Glas aus dem Abriss von Kirchen – wie der Paulikirche in der Innenstadt von Mülheim an der Ruhr wird gern „gerettet“ und zu neuen Kunstwerken verarbeitet. Für kostbare Einzelstücke greifen Liebhaber gern tief in die Tasche.

Zeitgenössische Darstellung einer Glashütte (Weibersbrunn, Quelle: Wikipedia)
Mitarbeiter der Glashütte „Nedelmann-Itzenblitz-Schlafhorst“, Styrum um 1900

Der Industrielle und Glasfabrikant Carl Nedelmann war Kunstliebhaber und wirkte von 1887 bis 1888 in den Kunststädten Rom und Florenz, wo einer seiner Vettern Handel trieb. Dort inspirierten ihn vor Allem die „arts-and-crafts-Bewegung“ und der Jugendstil. Stukkateure aus Florenz waren bei den Nedelmanns einquartiert und schufen u.a. die einzigartige Fassade an der Ruhrstr. 3 – wo heute die Galerie an der Ruhr / Ruhr Gallery mit dem integrierten Kunsthaus die alte Glas-Tradition nach 125 Jahren fortsetzt.

Der Kaufmann und Glasfabrikant Carl Nedelmann (1867-1947)

Unser Titelbild: Wertvoller Ausgangsstoff für die vielfältige Glaskunst, Glasplastiken, Kunst mit Stahl und Glas im Atelier des Künstlers Doc Davids im historischen Nedelmannhaus in der Kunststadt Mülheim in der Ruhrstr.3.

Carl Nedelmann (Bildmitte, 6.v.l.) und Mitarbeiter der Glashuette Nedelmann MH-Styrum um 1912

Atelier Doc Davids in der Ruhrstr. 3 in der Kunststadt Mülheim

Journarlist_Klaus_Michael_Gabrysch_vor_einem_werk_von_Doc_Davids_in_der_RUHR-GALLERY_MUELHEIM_Foto_Ivo_Franz
Journarlist Klaus-Michael Gabrysch vor einem Werk von Doc Davids in der RUHR-GALLERY-MÜLHEIM im Nedelmannhaus

LINK ZU AKTUELLEN KUNST-VERANSTALTUNGEN IN MÜLHEIM – der Kunst-Kompass für die Kunststadt an der Ruhr

Rekordbesuchszahlen bei der Asien-Ausstellung in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr

Titelbild:  Jürgen Heinrich Block vor seinen Werken aus der Reihe „Erdwächter / Earth Guardians“

Nach der gut besuchten Vernissage am Samstag, dem 8. März 2013 mit zahlreichen Vertretern aus Taiwan war bei Traumwetter am Sonntag der erste Besucherrekord der quirligen Ausstellung nahe der Ruhrpromenade der Kunststadt Mülheim zu verbuchen. Der taiwanesische Markt lockte mit interessanten lokalen Spezialitäten, wie den schwarzen „Iron Eggs“ , in einer speziellen Tee- und Gewürzmischung mehrfach gekocht. Die bunten Fotos und Arbeiten der Künstlerin aus dem „Kunsthaus Mülheim Ruhrstr.3“ , Brigitte Zipp, waren im Erdgeschloss ausgestellt. Der Mülheimer Künstler Jürgen Heinrich Block, der ebenfalls im „Kunsthaus Mülheim Ruhrstr. 3“ seine Atelierräume hat, stellte großformatige Arbeiten aus der Werksreihe „Erdwächter“ im Foyer vor und seine aktuellen Arbeiten in der „Belle Etage“ der Galerie an der Ruhr. Die Besucher machten auch gern Gebrauch vom Einblick in die verschiedenen Atelierräume des Kunsthauses. Die Ausstellung „NI HAO TAIWAN“ ist noch bis 22. März 2014 in der Ruhrstr. 3 in der Kunststadt Mülheim zu sehen. Wochentags von 10:30 bis 12:30 Uhr und auch nach Vereinbarung mit Gruppen-Führungen.´- am Wochenende jeweils von 14:00 bis 18:00 Uhr.

Taiwan-Markt_mit_Fotografien_von_Brigitte_Zipp_in_der_Galerie_an_der_Ruhr_Foto_by_Ivo_Franz
Viele Spezialitäten bot der Taiwan-Markt in der Ruhr Gallery in Mülheim

 

Impressionen_der_Ausstellung_Ni-HAO-TAIWAN_in_der_Galerie-an-der-Ruhr_Muelheim_Foto_by_Ivo_Franz
Blick in die Ausstellung. Im Hintergrund: Brigitte Zipp mit Besuchern am Eröffnungstag

 

Juergen_Heinrich_Block_mit_Besuchern_der_Ausstellung_NI-HAO-TAIWAN_Foto_by_Ivo_Franz
Der Visual Artist J.H.Block erläutert Besuchern die Enstehungsgeschichte seiner imposanten Erdwächter in der Galerie an der Ruhr in Mülheim

Die Gemäldegalerie Mülheim an der Ruhrstr. 3 beinhaltet neben dem Kunsthaus und der Kunstgalerie auch das „Kunstmuseum Mülheim für flämische Kunst des 20. Jahrhunderts“ mit einer umfassenden Sammlung des flämischen Künstlers Fernand Luickx aus Brügge. Bereits 2012 und 2013 wurde in der Ausstellung „Die Seele der Belgier“ ein Ausschnitt der Deponate einem breiten Kreis der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Verschiedene angeschlossene Künstlerateliers und Projekträume befinden sich in der Delle 54 in der Kunststadt Mülheim.

AT_NIGHT_Ausstellung_Ni-HAO-TAIWAN_in_der_Galerie-an-der-Ruhr_Muelheim_Foto_by_Ivo_Franz
Bis in die Abendstunden strömten Besucher von der Ruhranlage und Ruhrbania in das historische Nedelmannhaus in der Ruhrstr. 3 in der Kunststadt Mülheim

TAIWAN – Ausstellung vom 8. bis 22. März 2014 in Mülheim an der Ruhr – ein voller Erfolg

Die Ausstellung „Ni Hao Taiwan“ in Mülheim an der Ruhr in den Kulturtipps des WDR – Funkhaus Europa

Block_in_der_Ausstellung_NI_HAO_TAIWAN_Foto_by_Ivo_Franz
Ausstellung Visual Artist J.H.Block anl. der Ausstellung NI HAO TAIWAN vom 8. bis 22. März 2014 in der Galerie an der Ruhr in der Kunststadt Mülheim im Ruhrgebiet

Weitere Ausstellung  in der Galerie an der Ruhr, Ruhrstr. 3 in der Kunststadt Mülheim.

Wie Bamdad Esmailil vom WDR heute in seinen Kulturtipps erläuterte, hat der in Mülheim ausstellende Künstler Jürgen Heinrich Block eine Vorliebe für Asien und mehrmals dort ausgestellt. Zuletzt war er auf der 20. Art Taipei, der größten Kunstmesse Asiens. Er kreiert aktuell seine Serie von so genannten „Erdwächtern“. Das sind Köpfe, die er auf Leinwand gemalt hat. Die Augen, Nase und Mund sind aus Natursteinen, die er an einer bestimmten Stellen in Deutschland findet – jedes Bild sei ein Unikat. Diese Steine gucken aus der Vergangenheit in die Zukunft. So sollen die Menschen ihre „Erdung“ wieder finden. Die etwa 60 Exponate, die ausgestellt werden, sollen mahnen und auf die Rückbesinnung erinnern, meint Jürgen H. Block. Mit Block stellt die Künstlerin des Kunsthauses Mülheim Ruhrstr.3 Brigitte Zipp, die ebenfalls in Taiwan war, ihre aktuellen Werke aus. Die beiden Künstler sind anwesend, man kann in ihre Ateliers reinschauen. Und es gibt einen taiwanesischen Bazar. Die Ausstellung „Ni Hao Taiwan“ läuft bis zum 22. März in Mülheim an der Ruhr.

Öffnungszeiten der Ausstellung (Eintritt frei):

Samstags / Sonntags von 14:00 h bis 18:00 h

Montags bis Freitags von 10:30 h bis 12:30 h oder nach Vereinbarung auch für Gruppen

Link: Zum Bericht Funkhaus Europa

Naturaltausch mit Kunstwerken auf sehr hohem Niveau

Nicht „für Nana und Eddy“ sondern „von Nana und Eddy“

Nana Novarro de Craiova war selbst Malerin.

Die Muse in der Kunst  ist vielfach beschrieben worden – vielfach als inspirierende weibliche Begleiterin eines Künstlers. Ein gutes Beispiel war auch die deutsche Künstlerin (Renate) Nana N. Novarro de Craiova, die erste Ehefrau des berühmten Fotografen Eddy Novarro aus dem rumänischen Craiova (verstorben 2003), die ihren Mann bei den Foto-Shootings von vielen Künstlern von Weltruf wie Picasso, Miro, Chagall, Dali und vielen anderen begleitete und managte – als Entlohnung schlug sie immer zusätzlich Originalwerke der vorgenannten Künstler heraus, die dann mit deren persönlichen Widmungen „für Nana“ oder „to Nana and Eddy“ verziert wurden und damit heute einen großen monetären Wert erreicht haben.

Die beiden Novarros bereisten die Welt, und fotografierten außer den berühmten Künstlern u.a. auch Schriftsteller wie Eugène Ionesco, den Pantomimen Marcel Marceau und den Dalai Lama.

Rueckseite_mit_Widmung_Nana_N.Novarro-de-Craiova_fuer_Klaus_Franz_Foto_by_Ivo_Franz
Widmung für den Kunstförderer Klaus Franz „Von Nana + Eddy“ auf der Rückseite eines Werkes von Nana N. Novarro de Craiova aus dem Jahr 1961

Die unzähligen Widmungen „für Nana“ haben wie gesagt eine Sammlung von erheblichem Wert entstehen lassen, die vor Kurzem teilweise im Kunstmuseum Pablo Picasso, Münster gezeigt wurde. Nana Novarro malte selbst leidenschaftlich (Signatur „de Craiova“ oder „Nana Novarro de Craiova“) und widmete ihre Bilder wiederum Gönnern und Kunstförderern und signierte ebenso:  „von Nana und Eddy“. So entstand bereits damals eine Art „Naturaltausch mit Kunst auf hohem Niveau“.

Einzelheiten zur Sammlung auch unter: „Eddy Novarro und die Avantgarde der 50er bis 70er Jahre. Herausgegeben von Markus Müller für das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster im Wienand Kunstbuchverlag.“

Nachtrag: Manches an Eddy Novarros Biografie liegt bis heute im Dunkel, so ist etwa sein Geburtsjahr nicht bekannt. Er starb 2003; kurz zuvor hatte er seine Sammlung verkauft. Nach Schwerin kam sie als Leihgabe des deutschen ­Industriemanagers Gerhard Cromme für eine Ausstellung im Jahr 2015. Heute sind im KuMuMü – Kunstmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3 2 Werke geschaffen im Jahr 1961 von Nana Novarro zu sehen. Renate Novarro signierte ihre Arbeiten stets mit „de Craiova“ (Sammlung Franz und Leihgabe aus der Sammlung Andrea Thiel „Die Vögel“ – 1961)

Über die Novarros in der WELT

Artikel über die Ausstellung in Schwerin:

https://www.abendblatt.de/kultur-live/article205570999/Wie-Picasso-zum-Indianerhaeuptling-wurde.html

 

Die Kunstwelt trauert um den Kurator und früheren Documenta-Chef Jan Hoet

Mit dem Namen Jan Hoet sind eine Vielzahl von Eckpfeilern der internationalen Kunstszene verbunden. Der am 23. Juni 1936 im belgischen Leuven (Löwen) geborene flämische Kunstkönner, Kunsthistoriker und Ausstellungskurator verstarb am 27. Februar 2014 in Gent. Hoet schaffte es, dass Bürger der Stadt Gent aus allen Schichten Künstler in ihren Wohnräumen ausstellen ließen. Später war er Initiator und Leiter von Ausstellungen mit Weltgeltung. 1992 war er Chef der Kasseler documenta IX.  Unter seiner Leitung kamen erstmals mehr als eine halbe Million Besucher nach Kassel. Hoet hat sich insbesondere unermüdlich für die flämische Künstlergemeinschaft eingesetzt – sie stand immer im Mittelpunkt seines Schaffens. Einer der Weggefährten war der flämische Maler und Zeichner Fernand Luickx aus Brügge. In belgischen Künstlerkreisen spricht man vom Ende einer Ära – nicht umsonst wurde Jan Hoet in Belgien liebevoll als „Kunstpapst“ bezeichnet.

Jan_Hoet_door_Fernand_Luickx_Bruges
Jan Hoet, Portrait des flämischen Malers und Zeichners Fernand Luickx aus Brügge

Link zu einem der letzten Interviews mit Jan Hoet u.a. mit seiner Einschätzung zum Thema Kunst und Geld.

hamegalerie

Kunst und Karneval im „Kunsthaus Mülheim an der Ruhrstraße 3“

Künstlergemeinschaft feierte am Zugweg in der Ruhrstraße der Kunststadt Mülheim

Rosenmontag-2014_in_der_Kunststadt_Muelheim_Foto_by_Ivo_Franz
Als der Zug in die Kleine Ruhrstraße einbog, strahlte die Sonne in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr
Stimmung_in_der_Kleinen_Ruhrstrasse_in_der_Kunststadt_Muelheim_vor_dem_Kunsthaus-uelheim-Ruhrstrasse-3_Foto_by_Ivo_Franz
Gute Stimmung in „unserem Veedel“ vor der Galerie an der Ruhr im historischen Nedelmannhaus in der Ruhrstr. 3 der Kunststadt Mülheim
Im_alten_Kutschenhaus_Die_CSB-BAND_spielte_Koelsche_Lieder_Foto_by_Karin_Franz
Heizte kräftig ein: die Mülheimer Band „Pool“ als “CSB-Casino-Showtime-Band” vor Werken des Mülheimer Visual Artists J.H.Block

Im Kunsthaus Mülheim Ruhrstraße 3 hatten sich auch in diesem Jahr wieder Künstler und Kunstfreunde eingefunden um am traditionellen Rosenmontagszug mitzufeiern. Der Zug kommt bekanntlich zuletzt in der kleinen Ruhrstraße am Kunsthaus Mülheim Ruhrstraße vorbei. In diesem Jahr spielte die Mülheimer Band „Pool“ überwiegend kölsche Lieder und begeisterte die Karnevalfreunde bei strahlendem Sonnenschein.

In_der_alten_Galerie-an-der-Ruhr_Kunst_und_Karneval_in_der_Galerie-an-der-Ruhr_Foto_by_Ivo_Franz
Die Kunstfreunde besichtigten die Galerie z.T. in historischen Kostümen
Kunst_und_Karneval_in_der_Galerie-an-der-Ruhr_Foto_by_Ivo_Franz
Kontakt mit der Kunst im „Kunsthaus Mülheim Ruhrstraße 3“

Kunst & Karneval in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr

Mülheimer können Karneval feiern !

Schaut man sich in der Kunststadt Mülheim um, findet man zahlreiche Zeugen einer traditionellen Brauchtumspflege. Der Höhepunkt ist der große Rosenmontagszug, der von Jahr zu Jahr an der Ruhr beliebter wird – 2013 waren neben der Landesmutter Hannelore Kraft weitere prominente Bürger auf einem Festwagen im Mülheimer Zug vertreten.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Die_Muelheimer_POOL-BAND_spielte_Koelsche_Lieder_Foto_by_Karin_Franz.jpg
Auch an Karneval: Stimmung in der Villa Schmitz-Scholl am Zugweg des Rosenmontagszuges mit der „Pool-Band“ aus Mülheim (v.l. Norbert Bönninghoff, Ivo Franz, Jonas Schäfer, Paul Dörrenbach und Uli Nover – im Hintergrund Arbeiten in der Ausstellung von J.H. Block)

Rosenmontag bleibt die Galerie an der Ruhr geschlossen wegen einer privaten Geburtstagsfeier. Die Künstlergruppe aus der Ruhrstraße 3 wird am Straßenkarneval vor der Galerie (Eintreffen des Rosenmontagszuges dort gegen 17:00 Uhr) kostümiert teilnehmen.

Kunst_am_Rosenmontag_vor_der_Galerie_an_der_Ruhr-Kunsthaus-Ruhrstr.3_in_der_Kunststadt_Muelheim_an_der_Ruhr_Foto_by_Ivo_Franz
Rosenmontag autofreie Zone: Die Ruhrstraße in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr mit dem Portal der Villa Schmitz-Scholl
2014_Zugweg_2014_Muelheim_an_der_Ruhr_Weg_Rosenmontagszug_Muelheim-an-der-Ruhr_Karnevalszug_2014_Moellm
Zugweg 2014 Kunststadt Mülheim an der Ruhr (Karnevalszug 2014 –  Möllm – Rosenmontagszug 3. März 2014 Zugplan)
Muelheimer_Wahlspruch_US_MOELLM_BOOWEAAN
US MÖLLM BOOWEAAN
Mülheimer Brauchtumpflege in vielen Vereinen der Kunststadt (andere Schreibweise auch „BOWENAAN“

Nur noch wenige Tage bis zur großen Kunst-Ausstellung in der Galerie an der Ruhr in Mülheim mit dem Titel „Ni Hao Taiwan“ – Vernissage am 8. März 2014 von 11:00 bis 19:00 Uhr – die Vorbereitungen sind weitgehend abgeschlossen.

Carnival-at-the-center-of-Puerto-Ricos-historic_town_of_Ponce_von_F.C.M.Luickx_Galerie-an-der-Ruhr_II

„Carnival at the center of Puerto Rico’s historic town of Ponce“ Werk von F.C.M.Luickx, Galerie-an-der-Ruhr / Ruhr Gallery (auch Titelbild, Fotos von Ivo Franz)

Zugweg 2014 Rosenmontagszug 2014 durch die Kunst-Stadt Mülheim an der Ruhr

 START: Südstraße gegen 14:00 Uhr

An den Sportstätten

Kaiserstraße

Leineweberstraße

Ruhrstraße / Ruhrbania

Schollenstraße

Friedrich-Ebert-Straße

Bahnstraße

Am Löwenhof

Kurt-Schumacher-Platz

Kaiserplatz

Leineweberstraße

Friedrichstraße

Wertgasse

Ruhrstraße 3 bis 9 gegen 17:00 Uhr

Leineweberstraße

ENDE: Schlossbrücke

 Änderungen vorbehalten – bitte Tagespresse beachten!

Kunstwerk Titelbild: Carnival-at-the-center-of-Puerto-Ricos-historic_town_of_Ponce_von_F.C.M.Luickx_Galerie-an-der-Ruhr

Runde Sache: Eröffnung der medl – Fotoausstellung „Ein Blick auf Mülheim“

Im letzten Jahr hatte der Energiedienstleister der Kunststadt Mülheim, die medl GmbH, zum ersten Mal zu einem Foto-Wettbewerb aufgerufen. Unter dem Motto „Wir alle sind Mülheim …“, waren alle Mülheimerinnen und Mülheimer aufgerufen, ihre schönsten Momentaufnahmen von der grünen Perle an der Ruhr einzureichen. Ob Menschen, Natur oder Mülheimer Wahrzeichen, war ganz egal. 665 eindrucksvolle Fotoarbeiten hat medl erhalten.
Geoeffnet_fuer_die_Muelheimer_Buerger_medl_Ausstellung_Foto_by_Ivo_Franz - Kopie
Geöffnet für die Mülheimer Bürgerschaft: die
medl – Fotoausstellung „Ein Blick auf Mülheim an
der Ruhr“
Im_Foyer_der_Firmenzentrale_der_Medl_in_Muelheim_an_der_Ruhr_Foto_by_Ivo_Franz
Das Foyer der Firmenzentrale der medl zur Galerie
umgewidmet

Bei der Ausstellungseröffnung am 19. Februar 2014 wurden zunächst rund 120 ausgewählte Arbeiten mit dem Ausstellungstitel „Ein Blick auf Mülheim“ im Gebäude der medl GmbH in der Burgstr. 1 in Mülheim gezeigt. Eine ungewöhnliche Atmosphäre in der sonst quirligen Zentrale des Mülheimer Energiedienstleisters  mit musikalischen Darbietungen des Mönchengladbacher Duos mit der Sängerin Andrea Kaiser und dem Pianisten Manfred Heinen sowie einem Sektempfang mit Fingerfood. So eingestimmt drängten sich nach den Redebeiträgen die Besucher durch die gut ausgeleuchteten Flure.

Gut_praesentiert_die_Beitraege_der_Fotografen_zu_Ein_Blick_auf_Muelheim_auf_den_Fluren_der_medl_in_Muelheim_an_der_Ruhr_Foto_by_Ivo_Franz

 Gut präsentiert: Die Fotoarbeiten der ausgewählten

Künstler in den modernen Fluren der medl-Verwaltung

Ungewoehnliche_Galerie_auf_den_Fluren_im_Verwaltungsgebaeude_der_medl_dem_Energieversorger_in_Muelheim_an_der_Ruhr_Foto_By_Ivo_Franz

Nicht nur die medl – Belegschaft soll sich an den

Arbeiten der Fotokünstler erfreuen

Interessierte Besucher der medl können die Ausstellung zu Geschäftszeiten besuchen, denn wie Geschäftsführer Hans-Gerd Bachmann betonte, sollen sich nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die gelungenen abwechslungsreichen Arbeiten der Fotokünstler freuen.

Woody Allen in Knallerfarben

Warum eine schlechte Ausstellung ein Publikumsrenner werden könnte

Von Susanne Franz

Mitten in die Diskussion, ob Woody Allen seine Adoptivtochter Dylan Farrow missbraucht hat, als diese sieben Jahre alt war, platzt in Buenos Aires eine Ausstellung mit knallbunten Gemälden, die den bekannten und für seine Kunst hoch geschätzten US-Regisseur und -Musiker zum “Thema” haben.

Da hängt Woody Allen im Großformat und in Signalfarben an den Wänden des Centro Cultural Borges, als Porträt, mit Klarinette usw., während man gerade versucht, sich einen Reim auf diese fürchterliche Geschichte zu machen: ein schreckliches Familiendrama, bei dem Dylan in jedem Fall das Opfer ist, ob sie nun wirklich missbraucht worden ist, oder ob sie von ihrer Mutter Mia Farrow in deren Hass auf ihren Ex-Mann soweit beeinflusst wurde, dass sie heute tatsächlich glaubt, was nie geschehen ist. Niemand wird je erfahren, was wirklich passiert ist. Woody Allen beteuerte in einer Stellungnahme sehr überzeugend seine Unschuld, aber ein Rest Zweifel wird immer bleiben.

Als der Maler Hugo Echarri seine Ausstellung plante, lag von einem derartigen Skandal nichts in der Luft, er kann kaum damit spekuliert haben. Womit er sicher spekuliert hat, ist die große Beliebtheit und Bekanntheit Woody Allens. Indem er ihn zum Sujet seiner Werke macht, gerät in den Hintergrund, dass er kein besonders guter Künstler ist. Dazu die Knallerfarben, und fertig ist die “erfolgreiche” Ausstellung.

Noch zwei weitere Faktoren tragen dazu bei, dass diese mediokre Schau den Weg an die große Öffentlichkeit finden konnte: das Sommerloch und mit ihm der Mangel an guten Ausstellungen und anderen hochwertigen kulturellen Angeboten; und die Tatsache, dass Hugo Echarri als Mitglied in wichtigen Jurys von Wettbewerben eine einflussreiche Persönlichkeit im Kunstbetrieb ist.

Als die Ausstellung am 6. Februar eröffnet wurde, herrschte ein großer Presserummel, alle wollten Stellungnahmen zum Skandal um die Missbrauchsgeschichte hören. Ein Bild zeigt Woody Allen am Kreuz – heißt das, dass der Künstler also auf seiner Seite steht und ihn als Opfer betrachtet? Abgespeist wurde man mit Sprüchen wie dem der Kuratorin Diana Saiegh: “Die Umstände um den familiären Konflikt Allens potenzieren nur noch den universellen, umstrittenen und mysteriösen Flair, der seine Persönlichkeit umgibt.”

Ob der Schuss in Echarris Ausstellungsplanung wirklich nach hinten losgegangen ist, wie nach dem hier Beschriebenen vielleicht anzunehmen wäre, ist indessen noch fraglich. Woche für Woche besuchen Tausende Menschen die Ausstellung und bezahlen dafür mit 40 Pesos ein saftiges Eintrittsgeld. Ob sie Antworten suchen? Sie werden sie in Echarris Ausstellung nicht finden.

Am 2. März 2014 werden die Oscars verliehen. Bei den 86. “Academy Awards” ist Woody Allen als bester Schreiber eines Originaldrehbuchs für “Blue Jasmine” nominiert – ein Film, der selbst aus seiner herausragenden Filmographie hervorsticht. Werden sich die Jury-Mitglieder hinter Allen stellen und ihm die verdiente Auszeichnung geben? Das wäre auch eine politische Entscheidung.

Die Ausstellung von Hugo Echarri im Borges-Kulturzentrum läuft bis zum 6. März. Ob sie im Falle eines Oscargewinns von Woody Allen wohl verlängert wird? Wird sie danach vielleicht erst recht zum Publikumsmagneten? Dann würde es heißen: Erfolg auf der ganzen Linie für Hugo Echarri.

(Bildnachweis:  Werk von Hugo Echarri als Anlage zum Presseverteiler der Ausstellung zur Veröffentlichung.)

Zugpferd „August Macke in Mülheim“ sorgte für Zulauf bei den Mülheimer Kunstgalerien und in den Ateliers Mülheimer Künstler

Gute Ergänzung der Kunstpalette in Mülheim an der Ruhr für die Kunstfreunde aus aller Welt

Mit der professionell abgewickelten August Macke Ausstellungsreihe ist die Kunststadt Mülheim an der Ruhr wieder deutlicher in den Fokus der Kunstszene Deutschland gerückt.  Auch die vielen Künstler-Ateliers und privaten Galerien der Kunststadt profitierten davon. So die Galerie an der Ruhr / Ruhr Gallery im historischen Nedelmannhaus in der Ruhrstr. 3 direkt am Ruhrufer der Kunststadt MH, die viele neue Besucher verzeichnet, die zuvor im Städtischen Museum in der „Alten Post“ waren, und danach auch das Bedürfnis hatten aktuelle moderne Kunst und Kunst von reginonalen Künstlern zu bewundern und  „urige Atelier- und Galerieluft zu schnuppern“ und zu diskutieren. Da kamen die aktuellen Ausstellungen der Galerie an der Ruhr / Ruhr Gallery „ENERGY-ART 2014“ und die Ausstellung des Mülheimer Künstlers J. H. Block mit der Serie „Erdwächter“ genau richtig. Galerist Alexander-Ivo Franz: „Wir treffen mit dem aktuellen Angebot den Zeitgeist und Geschmack der Kunstliebhaber, da wir eine breite Palette hochwertiger junger Kunst anbieten können“.

ALIV_2014_Energiewende_Galerie_an_der_Ruhr_RUHR-GALLERY_Energy-Art-2014_Muelheim_Foto_by_Ivo_FRANZ
Großformatige Bilder zum Thema „Energiewende in Europa“ bei der Ausstellung ENERGY-ART 2014 in Mülheim an der Ruhr

 

Auch im angeschlossenen Kunsthaus Mülheim Ruhrstr. 3 hat sich wieder einiges getan, nachdem weitere regionale Künstler zu der Künstlergemeinschaft hinzugekommen sind.

Vorbereitungen für die nächsten Ausstellungen in der Galerie an der Ruhr, Ruhrstr. 3  laufen auf Hochtouren

DSCN1218
Vorbereitungen zur TAIWAN – Ausstellung im Atelier in der Ruhrstr.3 des Visal Artists J. H. Block, der kürzlich auf der Art-Taipei ausgestellt hat.
Der_Visual_Artist_J.H.Block_bei_Vorbereitungen_der_ASIEN-Wochen_in_der_Galerie_an_der_Ruhr_in_der_Kunststadt_Muelheim_Foto_by_Ivo_Franz
Der Visual Artist J.H.Block bei Vorbereitungen der ASIEN-Wochen in der Ruhr Gallery / Galerie an der Ruhr in Mülheim

 

Franz weiter: „Der richtige Mix und immer neue Ideen machen eine Kunststadt aus, die Atelier und Galerienszene in Mülheim ist einmalig in Nordrhein Westfalen und immer eine Reise wert“.

 

Bildnachweis: Genehmigung der Künstler der abgebildeten Werke zur Veröffentlichung auf dieser Seite liegt vor – alle Fotos von Ivo Franz