Und was kostet ein Bild wirklich? Hier die Antwort.

Und was kostet ein Bild wirklich? Hier die Antwort.

Gedanken des Mülheimer Künstlers Max Schulz zu aktuellen Inflation auf dem Kunstmarkt und der Ankündigung  „1 Milliarde für das Bild STREITWAGEN (CHARIOT) von Manfred Dahmen“

 

Ruhr_Gallery_Muelheim_Germany_Price_1_Billion_EURO_Picture_from_German_Artist_Manfred_Dahmen_Foto_Ivo_Franz_GadR
Titel: „Streitwagen (Chariot)“ 200 x 100 cm von Manfred Dahmen in der Ausstellung DESIDERATA in der Ruhr Gallery Mülheim, Germany – Preis 1 Mrd.€

 

Doppelt oder Nichts

 

Kürzlich wurde ein Gemälde von Paul Gauguin für 300 Millionen Euro aus der Schweiz nach Qatar verkauft. Ein exotisches Motiv, ein farbiges, viel versprechendes Motiv freien Lebens auf einer tropischen Südseeinsel.  Die Vorwegnahme aller BARCADI Werbung. Kurz, ein berühmtes Gemälde. Aber warum 300 Millionen Euro ?

 

Und was kostet ein Bild wirklich. Hier die Antwort.

 

Die Erstellung eines Bildes, eines Gemäldes, einer Photografie oder Skulptur, eines Kunstwerks kann man schnell und konkret betriebswirtschaftlich erfassen. Ein paar Faktoren reichen:  Als 1. der Materialwert, in der Regel ein Einsatz von ein paar hundert Euro, bedenkt man aber dass Picasso z.B. für das Guernica Gemälde über 800 Entwürfe, darunter Zeichnungen als auch schon großformatige Ölbilder auf Leinwand verfertigte, so multipliziert sich dieser Einsatz um ein Vielfaches. Picasso ist da keine Ausnahme. Auch ein wertvoller Hit eines Komponisten basiert auf den erarbeiteten Stücken im Vorfeld des Erfolges. Aber belassen wir es beispielgebend in dieser Ausführung bei einem „Oil on Canvas“ geschehen und klammern teure Bronzegüsse etc. mal aus.

 

Im mittleren Format von ca. 120 x 200 cm kostet ein Öl- oder Temperabild rund 500 Euro ohne Rahmen. Ein sich ernst nehmender Künstler schafft im Jahr durchschnittlich 10 solcher Bilder. Je nach Flow mal mehr oder weniger, auf jeden Fall benötigt er für eine ernst zu nehmende Werkgruppe mindest 2 Jahre. Sind also 20 Bilder a`500 Euro, also 10.000 Euro.

 

Für diese 2 Jahre muss er Miete für Atelier und Wohnung zahlen, kurz seine Lebensumstände finanzieren. Das sind grob überschlagen 3.000 Euro im Monat für Miete und Nebenkosten, Versicherungen, Kleidung, Ernährung. Da bleibt wenig über für Urlaub, Information, Reisen, Museumsbesuche, Fortbildung. Aber der Jung soll ja auch arbeiten. Also 24 Monate a 3.000 sind 72.000 plus 10.000 Material sind 82.000,– Euro. für eine ernst zu nehmende Werkgruppe, erstellt in einer Auseinandersetzung über 2 Jahre. Plus Mehrwertsteuer komme ich da auf 100.000 Euro durch 20 Arbeiten sind 5 Mille pro Bild. Da ergibt sich ein Quadratmeterpreis von ca. 2.000,– Euro.  Ohne Rahmung.

 

In der Regel ist der Künstler aber gut ausgebildet und hat Hochschulstudium, Akademie und Meisterklasse absolviert. Und gehört damit zu den Akademikern, die um besondere Qualitätssicherung in Ihrer Arbeit bemüht sind. Erfahrung, Einsatz von Zeit und permanente Selbstüberprüfung der Arbeit und der inneren Haltung zur Arbeit. Diese lässt sich nicht ausreichend durch „Kraft x Weg“ abrechnen. Eine Verdoppelung des oben errechneten Betrags ist deshalb angebracht. Also 10.000 Euro pro Bild.

 

Auch der Vertrieb muss bezahlt werden. Der Galerist bemüht sich um Kontakte, pflegt die Sammler und Kunden, hat seine Kosten an Räumlichkeiten, produziert Kataloge und organisiert Events. Im schwierigen Dialog zwischen Kunstwerk, Künstlern und Kunstmarkt vermittelt er klug und sensibel. Deshalb die 50% Regel gerne akzeptiert wird. Und der Preis des Bildes auf 20.000 Euro gestiegen ist.

 

Doch verkauft der Mann alle Werke? Schwierig. Die Hälfte landet nicht beim Sammler an der Wand sondern lagert wohlfein verpackt im Archiv. Doch die Kosten stehen, und es ist angebracht auch mal wieder zu verdoppeln. Da sind wir dann auf 40.000 Euro für einen seriösen Deal.

 

Aber was wurde tatsächlich produziert? In der Regel bezahlt keiner 40.000 Euro für Farbe auf Leinwand. Es muss ein anderer Wert sein, der den Käufer überzeugt. Natürlich auch die Gestaltung, aber Tapeten sind oft schöner als moderne Kunst und weitaus preiswerter. Es ist die schlagende Materialisierung einer neuen, bestimmenden und originären Idee in Farbe auf Leinwand. Es ist der wie auch immer gestaltete Neuanfang einer Schöpfungsgeschichte. Es ist die eindringliche oder bescheidene aber treffende Inszenierung unserer Lebensumstände. Es ist der Spiegel, der unser Inneres umhüllt, und unser äußeres Sein aufträgt. Es ist die leise Ahnung von unserer Rettung, unsere Vorstellungen dieser Welt in Zeiten zu übermitteln, wenn wir schon vergessen sind. Unseren Nachkommen zu beweisen, dass es Sie wirklich gibt. Und das es kein Zufall ist, sondern schon von uns gewollt, wie Sie jetzt leben. Verewigtes Vergangenes.

 

Eine Art Lebensversicherung die umso teurer wird, je länger die Zeit schreitet. Je teurer, je öfter der Wechsel der technischen oder sozialen Revolutionen stattgefunden hat. Teurer, je öfter eine Mode sich selbst enttarnte. So kann getrost ein Geldwert je Generation berechnet werden, der den ursprünglichen Wert verdoppelt. Nach 25 Jahren sind wir also bei 80.000 Euro. Und nach 50 Jahren bei 160.000 Euro. Und so fort.

 

Das ist aber noch lange nicht alles. Denn ist diese Idee eine Kunstwerks erst einmal im öffentlichen Raum, so kreiert die Aussage des Werkes ständig Impulse, die unmittelbar in die Wertigkeit unserer Gesellschaft einfließen. Sie inspiriert zu anderen Denkweisen, eröffnet Innovationen umso stärker, je mehr und öfter Menschen an diesem Bild teilhaben. Das hat Einfluss auf das Bruttosozialprodukt, denn dieser Prozess ist die kulturelle Basis einer Gesellschaft, die sich entwickeln und in allen Bereichen verbessern will. Ist der Kubismus erst einmal entstanden, ist der Weg zur Vieldimensionalität des Raumes im Verhältnis zur Zeit, nicht weit.

Ein Kunstwerk steht in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Ereignissen von wissenschaftlichen Errungenschaften. Und korrespondiert mit ihnen. Ein Kunstwerk und sein tiefes Verständnis um seine Aussage ist ein Beweis und Argument gegen alle regressiven Kräfte, die vor allem Ignoranz beanspruchen.

So kalkuliere ich auch hier eine Verdopplung je 25 Jahre. Also 320.000 Euro nach 25 Jahren, 640.000 Euro nach 50 Jahren.

 

Und diesen Wert können wir getrost noch einmal verdoppeln. Denn die Möglichkeiten der weltweiten Verbreitung sind enorm. Heute muss keiner mehr zum Museum reisen, oder eine Ausstellung besuchen. WWW ermöglicht die unendliche Reproduktion und Verbreitung dieser Inhalte. Also 1.280.000 Euro nach 50 Jahren. Die Voraussetzungen, dass ein jeder Interessierte auch die Zeit hat, auf Aussage des Werke zu reagieren, erhöht sich mit der stattfindenden Entlastung von physischer Anwesenheit am Arbeitsplatz, kürzeren Arbeitszeiten und bequemen Zugriff auf die Inhalte generell. Potenzierter Input.

 

Doch auch hier gelten die Gesetzte des Marktes. Und Inflation bedeutet ebenfalls eine Verdopplung des Geldbetrages zum eigentlichen Wert. Da wären wir bei 2.500.000 Euro nach 50 Jahren. Bei 5.000.000,- bei 75 Jahren. bei 10 Millionen nach 100 Jahren.

 

Und warum bekommt der Künstler das Geld nicht sofort? Es steht im doch zu, hat er doch all diese Prozesse ausgelöst und an noch mehr Prozessen teilgenommen. Bisher bekommt er nach deutschem Recht nur 10 % des Erlöses bei Weiterverkauf vor Steuern. Eine schreiende Ungerechtigkeit, dient der Erlös doch nur den Spekulanten, die den Kunstmarkt gerade jetzt zerstören, kaufen Sie nur teuere Hochklassigkeiten und vernachlässigen den Mittelstand. Ein schwindelerregender Prozess, der am Ende zum Suizid des Marktes führen wird. Letztlich wird es nur noch eine Handvoll extrem teurer Kunstwerke geben.

Deshalb auch hier der Logik folgen : Verdoppeln wir den Kurs. In 100 Jahren wird das Bild 10 Millionen Euro Wert sein. Oder es hat Glück und gehört zu den Handverlesenen. Dann sind es 100 Millionen.

 

Da scheint der Verkauf des 125 Jahre alten Gemäldes von Paul Gauguin nach Qatar für 300 Millionen ein super Preis zu sein. Nach meiner Kalkulation wären 200 Millionen in Ordnung gewesen. Doch in Wahrheit ist es ein Schnäppchen. Viel, viel zu billig. Denn es nimmt den Prozess der Wertsteigerung vorweg. Und spekuliert auf abgesichertem Terrain um Bildpreise, die in näherer Zukunft noch getoppt. werden. Meiner Kalkulation fehlt auch die brutale Gewinnsucht. Die Schweizer wollen Cash, haben sie jetzt. Der Scheich aus Qatar einen Mehrwert, dessen Steigerung absehbar ist.  Es kommt da auf ein paar Jahre nicht mehr an. Die hunderte von Millionen werden kommen, und irgendwann aber auch ganz bestimmt werden wir die Milliardengrenze erreichen.

 

Denn was zeigt dieses Bild ?  Den farbigen Freudenrausch einer in Freiheit lebenden Gruppe von Menschen. Das Ideal von Leichtigkeit, Sorglosigkeit und natürlicher Anmut. Eine Welt, die das Paradies im Hier und Jetzt verspricht. Realisiert in diesem Bild. Als machbare Alternative zu allen anderen, von Zwängen durchzogene Lebensform. Auch und gerade der in Qatar.

 

Das, liebe Künstler, Freiheit, können wir preiswerter haben. Für weniger als die Hälfte. Einfach frei weiter arbeiten.

 

Max Schulz

 

 

Kultureller Höhepunkt: Mülheimer Kunsttage 2015 vom 31. Oktober bis 29. November 2015

Muelheimer_Kunsttage_2015_Ruhrstr.3_Kunststadt_Muelheim

Kultureller Höhepunkt: Mülheimer Kunsttage 2015  vom 31. Oktober bis 29. November 2015

In der Kunststadt Mülheim – mitten im Kunstgebiet Rhein – Ruhr trifft sich wieder die Kunstszene aus der Region mit aktuellen Werken des Kunstjahres 2015

PROGRAMM-VORSCHAU

MOVE_ON_Aliv_Franz_GadR

31. Oktober 2015 (Eröffnung 18:00 Uhr) bis 6. November 2015

TAGE DER MALEREI  & ZEICHNUNGEN IN DER KUNSTSTADT MÜLHEIM

OFFENE GALERIEN / OFFENE ATELIERS

—————————————————————

Werke_von_Katharina_Joos_in_der_Galerie_an_der_Ruhr

7. November 2015 (Eröffnung 18:00 Uhr) bis 13. November 2015

TAGE DER SKULPTUREN & PLASTIKEN IN DER KUNSTSTADT MÜLHEIM

OFFENE GALERIEN / OFFENE ATELIERS

—————————————————————

Way_Out_Foto_by_Ivo_Franz_GadR

14. November 2015 (Eröffnung 18:00 Uhr) bis 20. November 2015

TAGE DER FOTOGRAFIE & MEDIENKUNST IN DER KUNSTSTADT MÜLHEIM

OFFENE GALERIEN / OFFENE ATELIERS

—————————————————————

Lichtskulptur_Doc_Davids_inm_Kloster_Saarn_Foto_Ivo_Franz

21. November 2015 (Eröffnung 18:00 Uhr) bis 27. November 2015

TAGE DER INSTALLATIONEN & GLASPLASTIKEN IN DER KUNSTSTADT MÜLHEIM

OFFENE GALERIEN / OFFENE ATELIERS

—————————————————————

LOGO_Galerie_an_der_Ruhr_Ruhr-Gallery_Muelheim_Ruhrstr.3

28. November 2015 (Eröffnung 18:00 Uhr) COME TOGETHER – Abschluss-Event in der Galerie an der Ruhr / RUHR GALLERY MÜLHEIM Ruhrstr. 3 / Ecke Delle – Ruhranlage

TAG DER KUNSTSCHAFFENDEN UND KUNSTFÖRDERER IN DER KUNSTSTADT MÜLHEIM

Nutzen Sie die MH – Kunst-APP für alle aktuellen Kunstveranstaltungen in Mülheim an der Ruhr

„Es müßte was geschehen !“ Kulturkonferenzen sollen es richten – seit Januar 2017 der „Kulturrat“

Ergänzung 27. Januar 2017: Gründung des Mülheimer Kulturrats (für 2017/2018)

Der Kulturrat Mülheim hat sich am 27. Januar gegründet. Er ist Ergebnis bürgerschaftlichen Engagements des Leitbildprozesses der Stadt. Gewählt wurden für zwei Jahre: Gerrit W. Pohler (Vorsitzender), Ricarda Fox, Hans-Uwe Koch und Heiner Schmitz (Vertreter). Gründungsmitglieder sind zumeist freie Träger: Michael Bohn (Leiter Backsteintheater), Hans-Uwe Koch (Vorsitzender Regler Produktion), Matthias Frense (Ringlokschuppen-Chef), Sven Schlötcke (Geschäftsführer Theater an der Ruhr), Uwe Dieter Bleil (AG Mülheimer Künstler), Heiner Schmitz (Künstlergruppe AnDer), Alexander Voß (Kunsthaus Mülheim), Filmemacher Rainer Komers, Anton Gölle (Kammermusikverein NRW), Stephan Bevermeier (Halle 1), Ricarda Fox (Galerie Fox), Gerrit W. Pohler (Leitbildkoordinator). Gast ohne Stimmrecht: Carsten Küpper (Förderverein Kunstmuseum), Jörg Schmitz (Camera Obscura).

Erste Sitzung, an der alle Kulturschaffenden teilnehmen können ist an 24. März 2017 um 17 Uhr im Ringlokschuppen

Am Schloß Broich 38
45479 Mülheim an der Ruhr

kostenfreie Parkplätze (begrenzt, Ausweichmöglichkeit Stadthallenparkplatz ab 18 Uhr kostenfrei)

 

„Jetzt schon vormerken:
Die 4. Kulturkonferenz Ruhr wird am
Freitag, 25. September 2015 im
Ringlokschuppen, Mülheim an der Ruhr, stattfinden.“

„Es müßte was geschehen !“ Kulturkonferenzen sollen es richten – seit Januar 2017 der „Kulturrat“ weiterlesen

1 Milliarde EURO! Das derzeit teuerste Kunstwerk der Welt kommt aus der Kunststadt Mülheim an der Ruhr

1 Milliarde EURO! Das derzeit teuerste Gemälde der Welt kommt aus der Kunststadt Mülheim an der Ruhr

Das Kunsthaus Mülheim Ruhrstr. 3 zeigt das neuste Werk von Manfred Dahmen mit dem Titel „Streitwagen (Chariot)“. Noch vor der Ausstellungseröffnung „DESIDERATA“ am Samstag, dem 30. Mai 2015 um 18:00 Uhr in der Galerie an der Ruhr, Ruhrstraße 3 in Mülheim an der Ruhr wurde der Kaufpreis mit 1 Milliarde EURO (ca. 1,1 Billion US Dollar) festgelegt. Wie der Künstler Manfred Dahmen betont, mag der Preis auf den ersten Blick hoch erscheinen. „Angesichts der Unsummen die pro Sekunde für Streit mit all seinen Folgen ausgegeben werden sei der Betrag von 1 Milliarde EURO eher zu niedrig angesetzt“, so Manfred Dahmen.

Gemeinschaftsausstellung DESIDERATA startet am 30. Mai 2015 um 18:00 Uhr

Vernissage_30.Mai_2015_RUHR-GALLERY-MUELHEIM_Ruhrstr.3_Beginn_18.00_Uhr_Foto_Ivo_Franz
Eingangsportal der RUHR GALLERY in Mülheim an der Ruhr
Jürgen Heinrich Block (re.) mit seinen Werken in der Ausstellung „DESIDERATA“ in der RUHR GALLERY MÜLHEIM, Deutschland.
2ALIV_FRANZ_Noise_and_Haste_200x200_Mischtechnik_auf_Leinwand_2015_WERKREIHE_DESIDERATA
Werk des Mülheimer Künstlers Aliv Franz mit dem Titel „Noise & Haste“ 200 x 200 cm in der Ausstellung DESIDERATA in der Kunststadt Mülheim

Die Ausstellung „DESIDERATA“ zeigt auf über 700 Quadratmetern Werke der Mülheimer Kunstschaffenden Jürgen Heinrich Block, Manfred Dahmen und Aliv Franz und ist bis zum 22. Juni 2015 zu sehen. Eintritt frei.

 

Titelfoto: Manfred Dahmen (re.) mit dem Werk „Streitwagen (Chariot)“ 200 x 100 cm in der RUHR GALLERY , Ausstellung DESIDERATA „Das teuerste Bild der Welt“

„VOLL DIE KUNST“ IN MÜLHEIM AN DER RUHR – Vernissage in der Ruhrstr. 3 am 30. Mai 2015 von 18:00 bis 21:00 Uhr

„VOLL DIE KUNST“ IN MÜLHEIM AN DER RUHR – Vernissage in der Ruhrstr. 3 am 30. Mai 2015 von 18:00 bis 21:00 Uhr

In der Kunststadt Mülheim erfreuen sich Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhaber fast jeden Tag über einen neuen hochrangigen Kunstevent  –  neben den mit Millionen Euro gespickten Ausstellungen wie „China 8“ sind in Mülheim wieder eine Reihe herausragender Kunst-Veranstaltungen, die auf privater Eigeninitiative gründen auf dem Programm:

In der „Galerie Uwe Peichert“, Ruhrorter Str. 6 sind u. a. Werke von Ludger Thuilot und Alexander Schwarz zu sehen. Eröffnung ist am 12. Juni 2015 um 18:00 Uhr.

Die „Galerie Art Project“ von Frau Melisander Peric startet am 29. Mai 2915 um 18:00 Uhr die Ausstellung „ECHT MÖLMSCHE FOTOS“ von Ernest Mocnik.

Hermann Ufer ist noch bis 8. Juni Samstags und Sonntags von 11:00 bis 18:00 Uhr im „Kulturort Bismarckturm“ mit seiner Ausstellung „nahtur bilder“ zu sehen.

Heiner Schmitz zeigt in Styrum, Kaiser-Wilhelm-Str. 29a Fotoarbeiten „Die dritte Generation“ noch bis zum 31. Juli 2015.

Die Galerie D  HAMÉ zeigt in der Schlossstr. 29 bis 15.Juli 2015 Werke von Mike Jansen und Andre Yuen.

RUHR GALLERY MÜLHEIM STADTMITTE

Vernissage_30.Mai_2015_RUHR-GALLERY-MUELHEIM_Ruhrstr.3_Beginn_18.00_Uhr_Foto_Ivo_Franz
Ausstellung Malerei: „DESIDERATA“ in der RUHR GALLERY MÜLHEIM, Ruhrstr. 3 – Ruhranlage

In der Mülheimer „Galerie an der Ruhr“ in der Ruhrstr. 3 ist die Ausstellung „DESIDERATA“ vielversprechend angelaufen – dort wird bis zur Vernissage am 30. Mai 2015 „VOLL DIE KUNST AN DER RUHRANLAGE“ jeden Tag ein neues Werk bis zum 22. Juni 2015 vorgestellt.

EINLADUNG ZUR VERNISSAGE AM 30.Mai 2015 – 18:00 Uhr – Ruhrstr. 3

Manfred Dahmens Werk „Streitwagen“ war am ersten Ausstellungstag noch so frisch, dass die Leinwand (200 x 100 cm) zunächst nur liegend gezeigt werden kann. Manfred Dahmen: „Bis zur Vernissage am 30. Mai 2015 um 18:00 Uhr sind die Glasfarben richtig ausgehärtet und entwickeln ihre volle Geltung“. Der Preis des neuen Werks wird bis zur Vernissage festgelegt.

Das Konzept der Galerie an der Ruhr / RUHR GALLERY, die Besucher auch als Co-Kuratoren mit einzubeziehen kam sehr gut an – am ersten Tag der Ausstellung kamen bereits über 100 Besucher in das historische Nedelmannhaus in der Ruhrstr. 3 und besichtigten gleichzeitig das dortige „Kunsthaus Mülheim Ruhrstr. 3“ mit seinen 7 Ateliers.

DESIDERATA_SILENCE_Aliv_Franz_200x200
„Achievements“ von ALIV FRANZ zur Ausstellung „DESIDERATA“ 200 x 200 cm Mischtechnik auf Leinwand

Auf dem Programm der Galerie an der Ruhr stehen nun bis zur Vernissage am 30. Mai 2015 um 18:00 Uhr Führungen von Gruppen und Künstlergespräche – vormittags ist die Ausstellung geöffnet.

Ausstellung Malerei „DESIDERATA“ bis 22. Juni 2015 mit Jürgen Heinrich Block – Belle Etage und Atelier – Manfred Dahmen – Halle und Erdgeschoss – Amt für weiterbildende Fantasie, Galeriehof – Aliv Franz – Erdgeschoss

Weitere aktuelle Kunstevents in Mülheim sind mit unserer APP „Kunststadt-MH“ abrufbar!

Übrigens. die Kunst-APP „Kunststadt-MH.de“ zeigt immer aktuell an wo sich etwas in Sachen Kunst tut – so verpasst man keine Vernissage mehr!

Titelfoto: Manfred Dahmen Installation mit dem Titel „TK 20“ zur Ausstellung „Desiderata“ in der Ruhr Gallery Mülheim

Im Kunsthaus Mülheim Ruhrstr. 3 sind derzeit folgende Gastkünstler mit Arbeiten vertreten: Katharina Joos, Skulpturen, Heiner Schmitz Fotoarbeiten im Galeriehof, Lukas Benedikt Schmidt, Gerhard Krausekrause, Herbert Siemandel-Feldmann und Reinhard Fabian.

Künstlerateliers sind während der Ausstellung nach Vereinbarung zusätzlich  besichtigen: Heidi Becker, Brigitte Zipp und Doc Davids.

Kunstgebiet Rhein – Ruhr zeigt „China 8“ mit Millionenaufwand

Kunstgebiet Rhein – Ruhr zeigt „China 8“ mit Millionenaufwand

Es ist die Zeit der Superlative in der Kunstwelt – nicht nur Millionen Euro werden für „Alte Meister“ gezahlt, auch traditionelle Stiftungen und Konzerne sind infiziert und pumpen Millionen Euro in neue Ausstellungskonzepte – zur Freude der hiesigen Kreativen und Druckereien und im Falle „China 8“ zur Freude der auserkorenen Künstlerinnen und Künstler, die nicht nur Vehikel einer politischen Interessensgruppierung sind oder sein wollen.

Nein, nicht alles was aus China kommt ist „billig, schlecht nachgemacht oder sogar umweltfeindlich produziert“ !

Große Talente gibt es in China und gemessen an der großen Bevölkerungszahl ist die „Künstler Dichte“ doch noch eher bescheiden – da geht noch was !

J.H.Block_Nach_der_Art_Taipeh_Budda
„Buddah“ Objekt u.a. mit Naturstein aus der Eifel von Jürgen Heinrich Block zur Asien – Ausstellung „Ni Hao Taiwan“ in der Ruhr Gallery, Mülheim 2014

Dass die aus öffentlichen und privaten Mitteln finanzierten Museen jetzt ihre Räumlichkeiten einmal für diese Art von Völkerverständigung zur Verfügung stellen ist lobenswert. Die Einnahmen  aller „China 8“ – Museen werden addiert und das Ergebnis zu gleichen Teilen ausgeschüttet – so kommt auch für den kleinen aber feinen Kunsttempel Mülheims auch Geld für die mehrere Millionen Euro teure Sanierung des maroden alten Postgebäudes zusammen. Für die Sponsoren hat sich das Ganze heute schon gerechnet, was hierzulande wiederum Arbeitsplätze sichert.

KUNST_IST_LEBEN_Aliv_Franz_2014_Galerie_an_der_Ruhr_Muelheim
„Kunst ist Leben“ von Aliv Franz zur Asien – Ausstellung „Ni Hao Taiwan“ in der Ruhr Gallery, Mülheim 2014

Deutsche Künstler aus dem Kunstgebiet Rhein – Ruhr stellen schon bald in China aus

Die heimischen Künstlerinnen und Künstler aus dem Kunstgebiet Rhein- Ruhr, weitest möglich aus den hiesigen Museen verbannt – freuen sich schon auf eine Gelegenheit im Reich der Mitte einmal in so großer Zahl und mit soliden Budgets ausgestattet aufzuschlagen !  Glückauf !

 

Wichtige Kunstveranstaltungen in Mülheim mit der KUNST-APP

 

 

 

 

AKTUELLE AUSSTELLUNG IN DER RUHR GALLERY MÜLHEIM

EVENT-TIPP FÜR MÜLHEIM AN DER RUHR

Internationale Künstler in der Kunststadt Mülheim – Kunstgebiet Rhein – Ruhr – aus Sardinien und Israel

Internationale Künstler in der Kunststadt Mülheim – Kunstgebiet Rhein – Ruhr – aus Sardinien und Israel

EVENT-TIPP FÜR MÜLHEIM AN DER RUHR

Bereits seit dem 4. Januar 2015 ist der Sardische Künstler Salvatore Filia in der Galerie an der Ruhr, in der Kunststadt Mülheim, Ruhrstr. 3 zu sehen. Er kommt aus der Partnerstadt Carbonia, zu der die Stadt Oberhausen seit vielen Jahren auch künstlerische Beziehnungen pflegt und ist noch bis Ende März in Mülheim zu sehen.  Nun kommen ab 22. Februar 2015 weitere internationale Künstler im Rahmen der Mülheimer Partnerschaft mit Kfar Saba in Israel in das Kunstgebiet Ruhr nach Mülheim.

Salvatore_Filia_Galerie_an_der_Ruhr_Foto_Antonello_Calabra
Der Sardische Künstler Salvatore Filia in der Mülheimer Galerie an der Ruhr fotografiert von Antonello Calabrò

„Konturen des Alltags“ im Kunstmuseum Mülheim, Synagogenplatz 1

Es ist kein Zufall, dass auch Gil Shachar, in Tel Aviv geboren und heute in Duisburg lebend und schaffend in der Kunststadt Mülheim ausstellt. Er ist aus den zahlreichen Aktivitäten der Partnerstadt der Kunststadt Mülheim Kfar Saba bekannt – Gil Shachar lehrte u.a. im College für Malerei und Skulptur in Kfar Saba. Die Mülheimer Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhaber freuen sich auf ihn und die Künstlergruppe die ab 22. Februar 2015 in der Kunststadt Mülheim am Synagogenplatz 1 in der Alten Post ihre aktuellen Arbeiten vorstellt.

Yoav Efrati, Talia Keinan, Yitzhak Golombek und Gil Shachar zeigen in der Kunststadt Mülheim unter dem Titel „Konturen der Alltags“ jeweils ihre persönliche Umsetzung der aktuellen Tagesthemen ihrer Heimat und zeigen dabei neben Zeichnungen auch Skulpturen, Installationen und Video.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gil_Shachar

http://www.herzliyamuseum.co.il/english/june-2011/numerator_denominator/golombek

http://www.artspace.com/talia__keinan

http://www.tamuseum.org.il/about-the-exhibition/yoav-efrati-drawings

Die Kunstausstellung ENERGY ART findet zum zweiten Mal in Mülheim an der Ruhr statt

Die Kunstausstellung ENERGY ART findet zum zweiten Mal in Mülheim an der Ruhr statt

Die Energiewende nach dem Atomunglück in Fukushima wird zunehmend in der öffentlichen Diskussion mit Schreckensmeldungen in Verbindung gebracht – tausende Arbeitsplätze seien betroffen, die politischen Scharmützel von Staaten mit dem Umgang mit ihren Energiequellen bis hin zum umstrittenen Thema Fracking und das hierdurch ausgelöste Auf- und Ab der Energiepreise trägt ebenfalls zum aktuellen negativen Image der Energiewirtschaft bei.

Arbeit des Mülheimer Künstlers Reinhard Fabian zur ENERGY-ART 2015 Titel: “STRÖME” Mischtechnik & Collage auf Leinwand (fotografiert von Prof. Heiner Schmitz, Mülheim)

Künstlerische Verarbeitung der Energiewende im Kunstgebiet Ruhr

Kein Wunder also, dass diese aktuellen Themen von Künstlerinnen und Künstlern aufgegriffen werden. In der einstigen Ruhrgebietsenergiestadt Mülheim an der Ruhr, wo zu Beginn der Industrialisierung mit Mühlen die Wasserkraft intensiv genutzt wurde – und wo als erste deutsche Stadt alle Bergwerke stillgelegt wurden – hier findet die Kunstausstellung ENERGY ART nun bereits zum zweiten mal statt. Das Thema der Jahresausstellung ist die künstlerische Verarbeitung der Energiewende, wobei sich die Ausstellung ständig verändert, je nachdem welche Exponate von Künstlerinnen und Künstlern eingeliefert werden. Ein Kuratorium entscheidet über die Auswahl und Form der Zusammenstellung der einzelnen Themenbereiche. Diese reichen von den Fachgebieten “UPSTREAM – MIDSTREAM – DOWNSTREAM” über Umweltaspekte bis hin zur industriellen Energienutzung und streifen Naturkraft, Vulkane, Sonne, Wind, Wasser, Feuer bis hin zur Atomenergie und Fracking.

Im Jahresverlauf sind vertiefende Projekte und Workshops als Ergänzung im Programm der Ausstellung. Eine Zusammenarbeit mit interessierten Schulen ist ebenfalls Bestandteil der Jahresausstellung. Aktuell findet vom 10. bis 13. Februar 2015 ein gemeinsamer Künstlerbesuch der Energieleitmesse E-world energy & water , Messegelände Essen, unter fachkundiger Leitung, auch für Studentinnen und Studenten statt.
Künstlerinnen und Künstler sind aufgerufen ihre Beiträge einzureichen
Bis zum Jahresende finden zudem verschiedene Projekte im Rahmen der Jahresausstellung Gruppenworkshops mit Schulen der Rhein-Ruhr-Region statt. Genaue Termine werden auf der Webseite www.energy-art.org bekannt gegeben.

Werk “Arigato from Fukushima” mit dem “Löscheimer” aus dem Kieselbrüter von Joachim Poths – als ein Symbol der Energiewende

Wo findet die ENERGY-ART 2015 genau statt?

Die Kunstausstellung ENERGY-ART 2015 findet im historischen Nedelmannhaus, einer alten Glasfabrikantenvilla am Ruhrufer der Kunststadt Mülheim statt. Dort ist 2012 die Galerie an der Ruhr eingezogen, nachdem sie zuvor das historische Gebäude von der Gesellschaft für Stromwirtschaft erworben hatte, deren Gesellschafter, traditionell Industriekunden mit energiekostensensibler Produktion sind – wie z.B. die Georgsmarienhütte. Bereits im Jahr 2014 war die Ausstellung in Mülheim viel beachtet.
Die Galerie an der Ruhr befindet sich in der Ruhrstraße Nr. 3 in unmittelbarer Nähe zu den Ruhranlagen und der Schlossbrücke – mitten im Stadtzentrum im Herzen des Ruhrgebiets.

Kontaktadresse:  info@energy-art.org, Tel. 004915736295489

Die Künstlerin Karin Dörre lebt jetzt in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr

Die Künstlerin Karin Dörre lebt jetzt in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr 

AUSSTELLUNG „LANDSCHAFT – NEU DEFINIERT“ Ende November 2015 in der Galerie an der Ruhr (Eröffnung 28.11.2015 um 18:00 Uhr Vernissage)

Neuzugang in der Mülheimer Künstlerszene: Karin Dörre, die aktuell Werke im Kunstmuseum Mülheim ausstellt

Immer mehr Künstler zieht es in die Künstlerhochburg Mülheim an der Ruhr. Nach Manfred Dahmen bereichert auch die mehrfach ausgezeichnete Künstlerin Karin Dörre die quirlige Kunststadt an der Ruhr.

Auf Anhieb schaffte Karin Dörre das Aufnahmeverfahren für die  Teilnahme der diesjährigen Jahresausstellung Mülheimer Künstlerinnen und Künstler im Kunstmuseum, Titel 2014/2015: „WEISS-SCHWARZ“, die dort seit vielen Jahrzehnten ein mal im Jahr zelebriert wird. Auch wenn Karin Dörre noch in ihr Düsseldorfer Atelier pendelt, so hat sie sich bereits in der Mülheimer Kunstszene umgesehen. „Ich war angenehm überrascht, dass ich so schnell in Mülheim ausstellen durfte“ , verriet Karin Dörre Ivo Franz vom „Kunsthaus Mülheim Ruhrstr. 3“, wo sie heute die dortige aktuelle Ausstellung der Kunsthaus-Künstler besuchte – eine weitere Ausstellung mit Karin Dörre ist  in der Galerie an der Ruhr in der Ruhrstr. 3 für 2015 in Planung.

Karin Dörre stammt aus Peine, Niedersachsen und war schon während der Schulzeit in einer Düsseldorfer Kunsthandlung beschäftigt.  Seit 2005 ist ihr der Wiedereinstieg in das künstlerische Schaffen mit Beginn der Ausstellungstätigkeit gelungen – wie jetzt im Kunstmuseum in der Alten Post noch bis zum 18. Januar 2015, wo drei ihrer Arbeiten  im Erdgeschoss zu sehen sind.
Vorwiegend verwendet Karin Dörre Techniken der Malerei mit Ölfarbe/ Acrylfarbe auf Leinwand sowie Zeichnungen mit Feder und Tusche.

Karin Dörre: „ABANDON OF CITY“ 2005, 240 cm x 150 cm Öl, mit Terpentin verdünnt, auf Leinwand

Weitere Tätigkeitsschwerpunkte: Zeichnungen mit Graphit, Kreide, Aquarell, Buchillustrationen, experimentelle Fotografie und Kleinobjekte aus Materialmix.
Karin Dörre ist ehrenamtlich im Vorstand des BBK Düsseldorf, hauptsächlich im Bereich Grafik, Homepage, Künstler- und Ausstellungskontakte engagiert und eine echte Bereicherung der Mülheimer Kunstszene.

LINK ZU AKTUELLEN KUNST-VERANSTALTUNGEN IN MÜLHEIM – der Kunst-Kompass für die Kunststadt an der Ruhr

Bildnachweis und Kontakt:www-karin-doerre.de

ART TALK & TOUCH in Palma

Exkursion der Galerie an der Ruhr in die Künstlerviertel von Palma

Nach den gelungenen Veranstaltungen an der Belgischen Küste standen im Oktober die Balearen auf dem Programm. Ein Höhepunkt: die Fundacion Juan March in der Calle Sant Miguel von Palma de Mallorca.

MUSEU_FUNDACION_JUAN_MARCH_PALMA_Fassade_C.Stant_Miquel,11,Palma_Foto_by_Ivo_Franz
Dachkuppel des Museu Fundacion Juan March in der Calle Sant Miguel in Palma, einer der besten Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst auf den Balearen

Mit zeitgenössischen Werken  der Moderne gehört die Privatsammlung zu den Leckerbissen der Insel.  Viele aktuelle Kunstausstellungen lockten zum Verweilen. Mit der örtlichen Kunstszene wurde im Rahmen der Exkursion Art Talk & Touch u.a. auch das Kunsthaus im CARRER DE LA UNIO – der Palast Circulo de Bellas Artes – besucht.

Ein Kunsthaus verfällt nie

Der Palast der Künstlergemeinschaft Circulo de Bellas Artes (CBA) ist eine alte private Kultureinrichtung, die langsam verfällt – so hat es den Anschein, wenn man vor dem imposanten Gebäude in der Straße Carrer de la Unio in Palma steht.

Im Gespräch mit örtlichen Künstlern kamen Einzelheiten zur wechselvollen Geschichte des Hauses der schönen Künste in Palma zu Tage. Das Kunsthaus wird jedoch seit Jahren aufwändig saniert und für seinen Zweck erhalten.

Architects: Flores & Prats Archs, Ricardo Flores and Eva Prats with Francisco Pizà and Ma. José Duch (Duch-Pizà Archs, Mallorca)
Fassade_Gebaeude_des_Circulo de Bellas Artes_Palma_Foto_by_Ivo_Franz
Nicht dem Verfall preisgegeben: der Palast Circulo de Bellas Artes mitten in Palma wird seit 1996 saniert – ursprünglich sollte er 2015 seiner Bestimmung übergeben werden, die Arbeiten werden aber noch viele Jahre dauern !

Im Jahr 1936 gegründet durch eine Gruppe von Künstlern zur Förderung der literarischen Tätigkeit der sogenannten „literarischen Gruppe Blue“. Nach dem Bürgerkriegs im November 1940 wiederbelebt von den damaligen Malern und Mäzenen wie D. José Balaguer . Danach trug es den Namen „Circle of Fine Arts.“ Und wurde von dem Musiker Josep Balaguer weitergeführt. 1941 wurde der CBA gegründet.

Portal_Palast_Circulo de Bellas Artes_Palma_Foto_by_Ivo_Franz
Hinter dem Außenportal verbirgt sich ein traumhafter Innenhof, mit einem der damals schönsten Gärten von Palma

Zum Gebäude der schönen Künste in Palma selbst

Die Außentür ist als großer Bogen gestaltet. Ursprünglich gab es innen zwei abgesenkte Portale mit großem Innenhof. Der Eingang ist zur Straße hin abgedeckt. Die Seitenbögen und Säulen sind mit ionischen Kapitellen verziert mit Überresten von Wappen. Der offene Innenhof mit Steinboden wird von großen Segmentbogen eingerahmt und hatte einst vier Palmen in den Ecken. Von hier aus geht das Treppenhaus im rechten Winkel abgedeckt von einer Kuppel mit Glasfenstern aus dem achtzehnten Jahrhundert.

Innenhof_des_Circulo de Bellas Artes_Palma_Foto_by_Ivo_Franz
Blick in den Innenhof des Palastes Circulo de Bellas Artes in Palma (Ecke CARRER DEN CAN SERINY / DE LA UNIO)

Vor dem Eingang in die obere Etage, gibt es eine Gedenktafel, dem Musiker Josep Balaguer gewidmet. Das Gebäude wurde auch als Cal Can Marques Reguer und Blanes bekannt. Im sechzehnten Jahrhundert gehörte es der Familie Sanglada im achtzehnten Jahrhundert Amar de Montaner (Marquis von Reguer) später Josep Amar Sanglada i Montaner, der im Jahre 1775 starb. Amar de Montaner Doña Isabel, die Frau des Grafen von San Simon brachte das Haus mit in die Ehe.
San Jordi Simon i Montaner, als weiterer Eigentümer, verkaufte das Haus an Antoni Blanes, einem Händler aus Arta, der ein Vermögen in Amerika gemacht hatte. Dieser restaurierte Mitte des neunzehnten Jahrhunderts das Gebäude, das er von San Jordi Simon i Montaner kaufte, mit einem der seinerzeit größten Innengärten von Palma.

Jetzt bemüht sich der CBA auch auf internationaler Ebene intensiv um Fördergelder um das Haus und das Konzept der Vereinigung ins nächste Jahrtausend zu retten.

Circulo_de_Bellas_Artes_Palma_Foto_by_Ivo_Franz
Inschrift an der Palastmauer

 Link zum Blog des Circulo de Bellas Artes in Palma (CBA)

Link zur Dokumentation der Sanierung des Barockpalastes „Palau Balaguer in Palma“

Weiterer interessanter Link zur Kunstszene von Palma

Das Stadtpalais CASAL SOLLERIC in Palma ist ein weiteres bedeutendes Ausstellungszentrum zeitgenössischer Kunst auf Mallorca.

Moderne avantgardistische Kunst ist hier zu Hause – z.B. die Briten Gilbert & George, die Videokünstlerin Marianna Vassileva und Almangul Menlibayeva um einige Aussteller zu nennen. Mit Workshops und Stipendien werden immer wieder neue Talente gefördert und der Preis „Premis Ciutat de Palma“ der Bildenden Künste wird hier vergeben. Das barocke Casal Solleric hat es also besser als der oben beschriebene Sitz des Circulo de Bellas Artes. Die Eigentümerfamilie hat das Haus für Künstler und Schriftsteller etabliert und seit 1985 so einen Treffpunkt für Künstlerinnen und Künstler geschaffen. Es gibt u.a. auch eine Fachbuchhandlung für zeitgenössische Kunst und Fotografie, einen Kunst-Shop und ein malerisches Café, dessen Terasse am Paseo del Borne liegt.

LINK ZU AKTUELLEN KUNST-VERANSTALTUNGEN IN MÜLHEIM – der Kunst-Kompass für die Kunststadt an der Ruhr